Share International, Mai 2020

Argumente für das Teilen

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme 

Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister vorgesehen, dass seine Artikel auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden sollten. Dieser Artikel und auch Maitreyas Botschaft Nr. 101 treffen den Kern der derzeitigen Weltprobleme und deren Lösung. „Wie kann der Mensch denn weiter bestehen, ohne zu teilen?“, fragt der Meister, und Maitreya stellt fest: „Die Welt sehnt sich nach Gerechtigkeit. Der wahre Grund für die heutigen Probleme der Menschheit sind fehlende Gerechtigkeit und Liebe.“ Diesen Rat zu ignorieren, werden wir uns sicher nicht mehr länger leisten können. Der folgende Artikel wurde erstmals im März 1987 publiziert.

Bald kommt die Zeit, wo die Menschheit eine wichtige Entscheidung treffen muss. Da jetzt überall Uneinigkeit und Spaltung drohen, muss sie einen neuen Zugang zu den vielen Problemen finden, die auf sie einstürmen. Wenn ihr das nicht gelingt, hätte die Menschheit wohl eine sehr düstere Zukunft zu erwarten.

Historisch gesehen, lässt sich die gegenwärtige Situation auf der Erde mit nichts zuvor vergleichen. Nie zuvor haben so viele Seelen gleichzeitig auf dem Planeten gelebt. Kaum je, wenn überhaupt, waren die Gräben zwischen verschiedenen Gruppen so schmerzlich und so tief. Nie zuvor hat der Mensch über derart zerstörerische Kräfte verfügt, mit denen er jedes Naturreich vernichten kann. Angesichts dieser drohenden Zerstörung muss der Mensch Bilanz ziehen und neue Wege beschreiten.

Von allen erdenklichen Wegen ist einer noch niemals ausprobiert worden. Im Laufe seiner Geschichte ist dem Menschen die einfachste Lösung noch nie eingefallen. Das Prinzip des Teilens ist die einzige Antwort, die den Bedürfnissen der Menschen gerecht werden und ihre vielen Probleme lösen kann, denn auf diesem Prinzip beruht der Plan Gottes. Wenn die Menschen nicht teilen, leugnen sie ihre Göttlichkeit und beschwören alles zukünftige Unheil selbst herauf. Wenn sie nicht teilen, herrscht heilloses Chaos, und das verhindert die Gerechtigkeit, die ihnen gesetzmäßig zusteht. Nur durch Teilen kann der göttliche Plan der Brüderlichkeit umgesetzt und die Sünde der Spaltung endgültig in der Welt überwunden werden.

Wie kann der Mensch denn weiter bestehen, ohne zu teilen? Wie kann er denn hoffen zu überleben, ohne zu teilen? Die Gefahren des gegenwärtigen Ungleichgewichts zwischen den Nationen sind so groß, dass Glück allein nicht ausreichen würde, um das zu überstehen. Eine tödliche Krankheit – Separatismus mit Habgier gepaart – grassiert auf der Erde und erfordert drastische Maßnahmen.

Die einfache Heilmethode liegt trotz des offensichtlichen Chaos greifbar nahe. Die lange Versuchsperiode der Menschheit ist fast zu Ende. Die Hierarchie des Lichts tritt jetzt gegen die Kräfte an, die den Menschen immer noch in ihrer Gewalt haben, und steht geschlossen unter dem Banner der Wahrheit. Maitreyas Mission beginnt mit einem Appell an die Menschheit, zu teilen. Da er die Herzen der Menschen kennt, weiß er genau, wofür sie sich entscheiden werden, und weiß auch, dass sie zu den notwendigen Veränderungen bereit sind. „Der Mensch muss teilen oder sterben“, sagte er, wohl wissend, dass der Mensch sich dafür entscheiden wird, zu teilen und zu leben, und willens ist, mit ihm zusammen eine bessere Zukunft zu schaffen.

Bis jetzt beschränkten sich alle Anstrengungen, die Menschheitsprobleme zu lösen, darauf, die gegebenen Strukturen aufrechtzuerhalten, wenngleich sie sich als noch so ungerecht erwiesen haben. Die weitverbreiteten heftigen Auseinandersetzungen bedürfen dringend einer Lösung, die dem Gesetz der Gerechtigkeit entspricht.

Viele Menschen geraten in Angst, wenn sie hören, wie ihre Politiker miteinander streiten; doch es kommt eine Zeit, da sie ihre Regierungen weit hinter sich lassen werden. Die Menschheit ist für den Ruf der Freiheit hellhörig geworden und braucht nur eine glaubwürdige Führung, damit sie die Welt wieder in Ordnung bringen kann. Maitreya ist gekommen, um die Menschen auf dem Weg zu Brüderlichkeit und Gerechtigkeit zu begleiten, den er ihnen zeigen wird. Unter seiner weisen Leitung beginnt eine neue Epoche, in der sich die Göttlichkeit des Menschen beweisen wird und in der Mittel und Wege zum Teilen und zur Zusammenarbeit gefunden werden, mit denen der Plan Gottes erfüllt werden kann.

(Share International, März 1987) 


Botschaft Nr. 101 

26. März 1980

Meine lieben Freunde, ich bin wirklich glücklich, wieder auf diese Weise bei euch zu sein.

Bald, meine Freunde, werdet ihr mich sehen. Ihr werdet die Rückkehr eures Bruders aus alten Zeiten erleben und sehen, wie Gottes Plan in Erfüllung geht. Denn auf seinen Wunsch bin ich hier. 

Ebenso hat mich die Menschheit gerufen, und auch dieser Bitte bin ich nachgekommen und freue mich.

Gerechtigkeit muss und wird sich durchsetzen. Die Welt sehnt sich nach Gerechtigkeit. Der wahre Grund für die heutigen Probleme der Menschheit sind fehlende Gerechtigkeit und Liebe. Würden diese göttlichen Aspekte gleich morgen in Kraft gesetzt, käme sofort eine neue Liebenswürdigkeit in euer Leben. Liebe und gerechtes Teilen sind wunderbare Gottesgeschenke, und nur wenn diese wirksam werden, kann man Gott erfahren. Wenn ihr den Menschen dies vermitteln könnt, meine Freunde, habt ihr eine große, einfache Wahrheit verbreitet.

Wenn die Menschen mich sehen, meine Brüder, werden sie einen einfachen und gerechten Mann vor sich haben. Denn diese Eigenschaften manifestieren alle, die Gott kennen. Sucht also nach mir in dieser Gestalt.

Seitdem ich unter euch lebe, kann ich die Probleme der Menschheit noch deutlicher sehen. Sie sind vielfältig, meine Freunde, aber sie haben alle eine einfache Ursache.

Mangel an Liebe ist heute die Wurzel des menschlichen Leids. Das allein hindert den Menschen daran, sein göttliches Potenzial zu entfalten. Er trägt das Göttliche uneingeschränkt in sich, aber ohne tätige Liebe kann nur Leid entstehen. Das wisst ihr schon lange, meine Freunde; immer wieder habt ihr von der Notwendigkeit der Liebe gehört. Und dennoch fehlt dieser göttliche Aspekt in eurem Leben.

Ich komme, um euch den einfachen Weg zu Gott, den Weg der Liebe zu zeigen und euch die Kunst der Liebe zu lehren, den Weg nach vorn, der auf  Liebe und Gerechtigkeit und richtigen Beziehungen von Mensch zu Mensch und damit zu Gott gründet.

Erkennt also diesen einfachen Mann, wenn ihr ihn seht, und nennt ihn Bruder, denn ich komme als ein Bruder aller Menschen, um euch an die Hand zu nehmen und euch zum Vater zu führen, um euch die wunderbare Vision eurer Zukunft zu zeigen, um in euch den Willen zum Dienen zu verankern, um mit euch die Stadt der Wahrheit, den Tempel der Liebe zu bauen und euch auf dem Weg nach vorn und zurück zu Gott zu begleiten.

Mögen das göttliche Licht und die Liebe und Kraft des einen heiligsten Gottes euch nun in Herz und Verstand aufleuchten. Möge diese Offenbarung euch mit mir zurück zu eurem Ursprung führen.


Fragen und Antworten – in Auszügen

Benjamin Creme wurden bei jedem seiner weltweit gehaltenen Vorträge, aber auch tagtäglich, unzählige Fragen zu sehr vielen Themen gestellt. Er verstand sich allerdings nie als Schiedsrichter über die Authentizität oder Aussagen anderer Gruppen. Auf dieses immense Quellenmaterial können wir zurückgreifen und die vielen von ihm und seinem Meister in den vergangenen Jahren beantworteten Fragen, die noch nicht in Share International erschienen sind, veröffentlichen. 

Fragen und Antworten  aus einer Vortragsveranstaltung mit Benjamin Creme, die 2008 in Paris stattfand.

F. Werden die Religionen einen Zerfall erleben, wenn die Menschheit sich nach dem Deklarationstag verändert?

A. Keinesfalls – ganz im Gegenteil. Aber sie werden anders sein, sie werden sich regenerieren, ihre Lehren bereinigen und von all den uralten Dogmen und Doktrinen befreien. Sie werden von neuem Leben und neuer Energie erfüllt sein und für die Menschen reiner und realer sein. Und: sie werden sich auch weiterentwickeln.

Doch nach und nach werden die Menschen in den verschiedenen Religionen sich für einen neuen Zugang zum Göttlichen interessieren. Man kann das nicht als neue Religion bezeichnen, weil es nicht auf einem religiösen Bekenntnis basiert. Es basiert nicht auf Glauben, sondern auf der Wissenschaft der Evolution.

Das bedeutet, dass diejenigen, die sich für diese Wissenschaft interessieren, die dem Evolutionsprozess zugrunde liegt, allmählich durch Maitreya erkennen können, dass das, was wir Göttlichkeit nennen, über uns hinausgeht – dort oben am Himmel, im Universum, überall um uns herum, wo immer wir hinschauen, gibt es nichts als diese Göttlichkeit. Alles, was existiert, ist Göttlichkeit. Durch Maitreyas Einfluss werden viele Menschen aus den verschiedenen Religionen zusammenfinden und einen neuen Zugang zur Göttlichkeit entdecken – die Erkenntnis, dass diese Göttlichkeit und die Göttlichkeit in jedem von uns ein und dasselbe sind. Es gibt keine Trennung und keinen Unterschied zwischen unserer angeborenen Göttlichkeit und dem, was wir Gott über und jenseits von uns nennen. Wenn Sie das als Religion bezeichnen wollen, dann ist das die Religion der kommenden Zeit.

Aber die verschiedenen Religionen werden in ihrem bereinigten Zustand noch lange weiterbestehen. Der Meister Jesus beispielsweise ist das Oberhaupt der christlichen Gemeinden, wo immer sie sich befinden. Er hat die Aufgabe, diese unterschiedlichen Gruppen von den menschengemachten Lehren und Dogmen zu befreien, die heute in der christlichen Religion vorherrschen.

F. Wann inkarniert sich die Seele – bei der Empfängnis oder der Geburt?

A. Weder noch. Die Seele bereitet den Träger für den Körper des Babys vor und platziert ihn in ätherische Materie, die allmählich in physische Form übergeht. Und ungefähr in der vierten Woche belebt die Seele diese Materie – wenn also das künftige Baby ungefähr vier bis fünf Wochen alt ist.


Leserbriefe

Share International verfügt über einen sehr großen Vorrat an Leserbriefen mit Erlebnisberichten, die bereits von Benjamin Cremes Meister als authentisch bestätigt, aber noch nicht veröffentlicht wurden. Auf diese Briefe, die teilweise schon vor Jahren eingegangen sind, können wir jetzt zurückgreifen. Neuere Briefe veröffentlichen wir unkommentiert zu Ihrer Information. 

Leserbriefe, die von ungewöhnlichen Erlebnissen und Begegnungen berichten, sind weiterhin willkommen. Auch wenn wir sie nicht bestätigen oder angeben können, ob ein Meister dabei involviert war, könnten die Erfahrungen doch „für sich sprechen“, indem sie Hoffnung, Inspiration und Trost vermitteln. 

Maitreya ­– wer sonst?

Am 13. März 2020 hatte ich mit einem guten Freund bei ihm zu Hause eine Unterhaltung. Wir sprachen über die vielen Ereignisse dieser Zeit – Corona, Börse, Flüchtlinge, Umwelt. Wir fanden beide, dass jetzt ein grundlegender weltweiter Wechsel von Wettbewerb und Selbstsucht zu Zusammenarbeit und Teilen notwendig sei.

Bei diesem Gespräch sagte ich irgendwann: „Und während das alles geschieht, stimuliert Maitreya uns …“ , und wollte noch seine gewaltigen Energien erwähnen, und dass er vom Geist des Friedens, dem Avatar der Synthese und von Buddha überschattet wird, kam aber nicht weiter als „stimuliert Maitreya uns“. In dem Moment schnappte mein Freund nach Luft – und ich auch. Während wir einige Minuten sprachlos dasaßen, erlebten wir zusammen einen so starken Energieschwall, dass wir uns sicher waren, dass er von Maitreya kam. Wer sonst kann etwas so Kraftvolles bewirken?

Es fühlte sich an, als würde er uns klar und deutlich wissen lassen: „Ja, ich bin da ­– mitten in all dem ­– und ja, ich stimuliere die Menschheit zu richtigem Handeln.“ Es war für uns eine völlig unerwartete Reaktion. Wir fühlten uns durch dieses Zeichen seiner Anwesenheit und seiner Hilfe in diesen herausfordernden Zeiten sehr ermutigt. 

Name ist der Redaktion bekannt, Niederlande

Schutz

Als ich etwa fünf oder sechs Jahre alt war, kam an manchen Abenden in meinem Zimmer in Lissabon ein sanftes, wohltuendes blauweißes Licht aus einer oberen Zimmerecke, das mich anstrahlte und aufweckte. 

Dabei war auch so etwas wie eine Präsenz neben meinem Bett: Es erschien jemand, von dem nur Brust und Kopf zu sehen waren und der mich zu beschützen schien. Auch heute noch sehe ich dieses Licht oft um mich, das aussieht, als sei es in einem kleinen Punkt konzentriert.

War dieses Erlebnis real? Wer war die Person neben meinem Bett, und warum war sie da? Hat dieses schimmernde Licht irgendeine besondere Bedeutung? Ist der leuchtende Punkt, den ich auch noch heute sehe, dieselbe Art Licht wie das, als ich noch klein war?

A.S., Montreuil, Frankreich

(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass das Erlebnis und das Licht real waren, und dass die „Person“ oder „Präsenz“ tatsächlich der Meister Jesus war. Es war ein Zeichen des Schutzes. Der heutige leuchtende Punkt ist auch dasselbe Licht wie das, als Sie klein waren.)

Bewegende Erfahrung

Ungefähr im Jahr 1991 fuhr ich nach meiner Arbeit im Tara-Zentrum auf der Ventura-Schnellbahn nach Hause. Das ist eine sehr stark befahrene Autobahn, und ich versuchte auf die linke Spur zu gelangen. Plötzlich war da ein Auto rechts vor mir, das ich nicht gesehen hatte, und es war klar, dass ich hineinrasen würde. Ich schrie dreimal „Maitreya“ und schloss die Augen, weil ich wusste, dass es gleich krachen würde. Auf einmal spürte ich, dass sich mein Auto wie in Zeitlupe bewegte, als würde die Hand eines Riesen es in die Fahrspur nebenan versetzen. Ich öffnete die Augen – und war auf einer anderen Fahrspur ohne Autos vor und hinter mir. 

Könnten Sie mir bitte sagen, ob Maitreya tatsächlich mein Auto fortbewegt hat?  

P.Z., Kalifornien, USA

(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass, ja, Maitreya Ihr Auto fortbewegt hat.)


Zeichen der Zeit

Zeichen am Himmel

„Wunder werden die Welt überfluten“

Schottland – Lichtmuster in Glasgow. Sie wurden von Benjamin Cremes Meister als authentisch bestätigt. Eingesandt von Tom Richardson, Forres.

Indien – Außergewöhnlicher Strahlenkranz auf einem Foto aus dem Sai-Baba-Ashram in Muddenahalli, aufgenommen im Februar 2020. Einige meinen, dass im Herzen der Shivastatue Sai Baba zu sehen sei. Eingesandt von M.G., Ljubljana, Slowenien.

Ufo-Sichtungen weltweit 

Da sich die Berichterstattung der Medien derzeit fast ausschließlich auf die Covid-19-Krise konzentriert, war es bemerkenswert, dass in letzter Zeit Berichte über seltsame Lichtphänomene Schlagzeilen machten. 

Nachdem seit Ende März Meldungen von merkwürdigen Flugobjekten aus Spanien, Mexiko, Argentinien, Ecuador, Großbritannien und den Niederlanden ständig zunahmen, wurde das Thema schließlich von den Medien aufgegriffen. 

Spanien – Dort wurden Augenzeugenberichte und Videoclips von einem Objekt veröffentlicht, das in wechselnden Farben funkelnd am Himmel umherzog und manchmal 30 bis 40 Minuten lang sichtbar war. …


„Koste es, was es wolle“ – die nächste (Tsunami-)Welle

von Luc Guillory

„Koste es, was es wolle.“ Das ist das neue Motto, das die großen Zentralbanken in aller Welt propagieren, im Versuch, die Finanzmärkte zu retten. Als Urheber dieses Spruchs gilt Mario Draghi im Jahr 2012, als er Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) war. In der Zeit nach dem Finanzcrash von 2008 durchlebte die Eurowährung eine beispiellose Krise. Draghi kündigte daraufhin unter anderem ein unbegrenztes Programm zum Kauf von Staatsschulden in der Eurozone an, da er fest entschlossen war, den Euro zu retten – „koste es, was es wolle“.

Covid-19 und die Zentralbanken

Trotz regierungsseitiger Verlautbarungen zu Beginn der Covid-19-Krise, dass die Weltwirtschaft „nur ein paar Punkte des Bruttosozialprodukts“ einbüßen würde, wurde indes schnell klar, dass die Welt in eine schwere Rezession steuerte. Der Absturz der Börsenkurse begann. Der französische Aktienindex CAC 40 fiel beispielsweise bis zum 22. März gegenüber dem Höchststand vom 19. Februar um 37 Prozent. Ähnlich erging es dem Dow Jones an der Wall Street. Die gleiche Panik schwappte wie eine Welle über den gesamten globalen Finanzmarkt.

Die bis dahin eher schweigsamen Zentralbanken – die Europäische Zentralbank (EZB), die Federal Reserve, die Bank of Japan und andere – wachten vor Schreck auf und kündigten an, entschieden gegenzusteuern, unter anderem mit ihrer unkonventionellen Lieblingstaktik der „quantitativen Lockerung“. Die EZB kündigte ein Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Anleihen in Höhe von 750 Milliarden Euro an, während die US-Notenbank ein „unbegrenztes Programm der quantitativen Lockerung“ in Kraft setzte und bereit war, Schatzanleihen, Hypotheken, Kommunalanleihen, kurzfristige Kredite – praktisch einfach alles – aufzukaufen. Der uneingeschränkte Zugang von Banken zu Liquiditäten stand auf der Tagesordnung der Zentralbanken in Nordamerika, Europa, Großbritannien, Japan, Australien – und wer weiß, wo sonst noch. (…)

Die Sparmaßnahmen, die den Sozialetats in den letzten fünfundzwanzig Jahren auferlegt worden waren, haben einen Mangel an Krankenhauskapazitäten, qualifiziertem Personal, Ausrüstung und Nahrungsmitteln deutlich gemacht, die in einer solchen Pandemiesituation unbedingt benötigt werden. Ebola, SARS, H1N1 und andere Epidemien waren alle in geringerem Ausmaß aufgetreten, das aber nicht als ausreichend angesehen wurde, um Investitionen in das Gesundheitswesen zu rechtfertigen.

Die bittere Realität ist, dass die Marktkräfte, insbesondere die Finanzmärkte, den Regierungen Budgetbeschränkungen im Gesundheitssystem verordnet haben, weil Gesundheit unter „gesellschaftliche Kosten“ und nicht unter „gesellschaftliche Güter“  verbucht wird. Die Wahrnehmung der Bevölkerung ist sicher eine ganz andere, und die heutige Covid-19-Krise wird vielen unserer Mitbürger (in der Welt) die Augen dafür öffnen, dass sie das Recht auf eine angemessene und gut ausgestattete Gesundheitsversorgung haben. Wenn eine Zentralbank Milliarden von Euro oder US-Dollar aus dem Nichts erschaffen kann, um Anleihen, Aktien und Schulden zurückzukaufen, damit die kollabierenden Finanzmärkte nicht untergehen, dann kann sie sicher auch das Geld für das Gesundheitswesen und andere lebenswichtige Dienstleistungen für die Menschen bereitstellen. (…)

Auch wenn sich alle Medien derzeit nur auf den Coronavirus konzentrieren, sollten wir nicht vergessen, dass an den Frontlinien des Kampfes gegen Hunger und extreme Armut jeder Tag eine Tsunami-ähnliche Situation bedeutet. Nach Angaben des Welternährungsprogramms litten im Jahr 2018 weltweit rund 820 Millionen Menschen an Hunger, und mehr als zwei Milliarden Menschen waren mit mittlerer oder schwerer Ernährungsunsicherheit konfrontiert.

Als Leser von Share International sind wir uns bewusst, dass die von den Meistern geförderte „Stimme des Volkes“ die zentrale Kraft in der Welt sein wird, um die tief greifenden und notwendigen Veränderungen in unserem Leben im Allgemeinen und in unseren Wirtschafts-, Währungs- und Finanzsystemen im Speziellen herbeiführen zu können. Zweifellos werden die Stimmen, die die notwendigen Veränderungen fordern, zahlreich sein. Zweifellos wird Maitreya selbst an der Spitze dieser Bewegung stehen. Es wird die Zeit sein, in der wir alle Maßnahmen ergreifen, um die Menschheit und den Planeten zu retten: „Koste es, was es wolle“. Ob wir es dann „Grüner New Deal“ oder „Grüner, globaler Marshallplan“ nennen, es wird nichts weniger als eine gewaltige Anstrengung auf diesem Niveau nötig sein, um die Weltwirtschaft zu verändern. (Quellen: Le Monde; Mediapart, Frankreich; UNCTAD-Nachrichten).

Luc Guillory ist Mitarbeiter von Share International in Dijon, Frankreich.



Inhalt der Printausgabe


Argumente für das Teilen
von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Maitreyas Botschaft Nr. 101

MEINUNG
Lassen Sie uns in dieser Zeit der physischen Distanz zusammenrücken
von David Suzuki

Diesen Monat in Share International

„Fifty Sandwiches“:
Obdachlose in den USA bekommen eine Stimme
Interview mit Justin Wilder Doering
von Jason Francis

„Wir sind nur so stark wie die Schwächsten“
António Guterres appelliert an die Welt

Gerechtigkeit und Einheit
– eine Zusammenstellung

Zeichen der Zeit

„Koste es, was es wolle“ – die nächste (Tsunami-)Welle
von Luc Guillory

LeserbriefeFragen und Antworten