Share International, Oktober 2026

Die deutsche Online-Ausgabe der internationalen Zeitschrift Share International enthält einen oder mehrere Artikel von Benjamin Cremes Meister, Beiträge zu aktuellen Themen von unseren Korrespondenten und bringt nicht zuletzt einige Fragen mit Antworten von Benjamin Creme zu ausgewählten Themen.



Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister fast 40 Jahre lang zu jeder Ausgabe einen Artikel beigetragen. Diese sollten auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden.

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Menschen in den Vereinigten Staaten erkennen, dass sie einen schwerwiegenden Fehler begangen haben. Sie haben, wenn auch mithilfe zahlreicher gestohlener Stimmen, einen Mann und eine Regierung bestätigt, die sich der Schürung von Spaltung und Hass verschrieben haben – im eigenen Land wie auch international.

Sie werden mit Bedauern mitansehen, wie ihre stolz verteidigten Freiheiten angegriffen werden; sie werden einen massiven Rückgang ihres Lebensstandards hinnehmen müssen, während die Regierung sich gezwungenermaßen bemüht, ihre enormen Schulden in den Griff zu bekommen; sie werden einen Vertrauensverlust in ihre Währung und einen drastischen Einbruch der Handelsbeziehungen mit ihren traditionellen Handelspartnern erleben. Die verhängnisvolle Invasion des Irak wird weiterhin für Unruhe sorgen, sowohl im Irak als auch anderswo auf der Welt. Als Reaktion auf die Angst und den Hass, die diese Regierung nahezu überall ausgelöst hat, wird sich in der Bevölkerung die Neigung verstärken, den Blick nach innen zu wenden und der Welt noch entschiedener den Rücken zuzukehren.

Ein großes Problem im Umgang mit dieser Regierung ist ihre mächtige Illusion, von der sie sich leiten lässt: dass sie von Gott inspiriert sei und somit in Besitz göttlicher Gnade stehe und dazu beitrage, die christliche Welt und Botschaft wieder zu ihrer einstigen Macht und Herrlichkeit zurückzuführen. So haben die USA einen gewaltigen Rückschritt gemacht und sich von den wirklichen Problemen eines Großteils der Welt isoliert: Umweltverschmutzung und die Nöte eines Planeten, der unter der Last einer drohenden Katastrophe leidet.

Die Vereinigten Staaten werden feststellen, dass die Welt nicht stehen bleibt. Mit oder ohne die Kooperation US-Amerikas werden die Nationen sich nach besten Kräften weiterhin der vielen ökologischen und sozialen Probleme annehmen, die uns belasten und die so dringend angegangen werden müssen. US-Amerika wird feststellen, dass es ins Hintertreffen gerät und ignoriert wird, und erst dann wird es bereit sein, eine „Vorreiterrolle“ zu übernehmen.

Auch jetzt noch genießt diese Regierung ihren Sieg in vollen Zügen und wägt die Vor- und Nachteile ihres weiteren Vorgehens ab. Durch die Ereignisse im Irak ausgebremst und überrascht, muss sie eine Weile innehalten, bevor sie weitere Gewalt in Betracht zieht. Doch die Prahlerei und Rhetorik werden zweifellos weitergehen, in der Hoffnung, allein durch Drohungen einzuschüchtern und zu besiegen. Unterdessen vollziehen sich in vielen Ländern große Veränderungen, die zu einer tiefgreifenden Verschiebung des weltweiten Kräfteverhältnisses führen. China und Indien, Südamerika und Russland finden ihren Platz und entdecken ihr wirtschaftliches Potenzial. Afrika erfährt endlich die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen einflussreicher Regierungen und Organisationen und kann besseren Zeiten entgegensehen.

So wendet sich die Welt von der Vorherrschaft der Macht und des Reichtums US-Amerikas ab und schlägt einen anderen Weg ein, um ihre Bestimmung zu erfüllen.

Wenn die Vereinigten Staaten auf ihrem Recht auf unilaterales Handeln bestehen, werden sie bei internationalen Plänen und Projekten nicht mehr mit einbezogen und ignoriert; ihre Wirtschaft wird weiter zerfallen, und ihre Bevölkerung wird das Vertrauen in das Handeln der Regierung verlieren. Ohne Freunde und mit schwindender Kraft werden sie gezwungen sein, sich zu ändern und den Dialog mit ihren früheren Freunden wieder aufzunehmen.

Maitreyas Ankunft in der Öffentlichkeit wird den Prozess der Transformation beschleunigen seinen erfolgreichen Abschluss gewährleisten.
(Share International, Dezember 2004)

Demonstranten marschieren am 15. September 2007 im Rahmen eines Protests gegen den Irakkrieg zum Kapitol in Washington, D.C. (Foto: Ragesoss, Wikimedia Commons)

Maitreyas Aufruf

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Wann immer die Kräfte des Lichts und der Finsternis zum Kampf antreten, dürfen die Menschen sicher sein, dass das Licht den Sieg davonträgt. Wie lange das Ringen auch dauern mag, über das Ende besteht kein Zweifel. Daher besteht auch im gegenwärtigen Konflikt kein Grund zur Angst. Ungeachtet aller äußeren Ereignisse gewinnen die Kräfte des Lichts ständig an Einfluss prägen das Leben der Menschen zunehmend durch einen neuen und höheren Rhythmus und Sinn. Da das so ist, kann nichts den Plan zur Gesundung der Welt vereiteln. Die äußeren Anzeichen von Unruhen und Gewalt, von Hass und Angst sind nichts anderes als der Todeskampf einer sterbenden Zivilisation unter dem Ansturm des Neuen. Wenn sich der Rauch der Schlacht gelegt hat, wird die Menschheit in eine Ära eintreten, wie sie noch nie zuvor erlebt wurde – in, wie Maitreya es formuliert hat, „ein einfacheres Leben, in dem es niemandem an etwas mangelt, in dem kein Tag dem anderen gleicht, in dem alle Menschen das Glück der Brüderlichkeit erleben.“

Um ein solches Leben zu schaffen, wird es großer Anstrengungen bedürfen. Alles muss der Mensch unter der Anleitung der älteren Brüder selbst gestalten. Alles, was dem Entstehen der neuen Zivilisation im Wege steht, muss aufgegeben werden und die Voraussetzungen für den Aufbau geeigneterer Formen müssen neu geschaffen werden. Darin liegt die Chance für die Menschheit, ihr wahres schöpferisches Genie und ihre Fähigkeit zur Erneuerung unter Beweis zu stellen. Der Mensch ist ein potenzieller Gott, und bald wird diese Göttlichkeit in der spirituellen Transformation der Welt ihren Ausdruck finden.

Das soll nicht heißen, dass die Menschen wieder in die Kirchen zurückkehren werden; dies ist eher unwahrscheinlich. Doch in jedem Bereich, in dem sich der Mensch engagiert, wird sich eine neue, göttliche Lebendigkeit offenbaren, und aus dem Leben und Handeln der Menschen wird eine neue Strahlkraft hervorgehen.

Dass dies Opfer erfordern wird, liegt auf der Hand, doch geopfert werden müssen lediglich Selbstsucht und Gier. Nur diese beiden Eigenschaften sind verantwortlich für die Spaltungen, die die Völker voneinander trennen und nun die Existenz der Menschheit selbst bedrohen. Ein solches freiwilliges Opfer wird die Menschen zu höchsten Errungenschaften führen und sie als potenzielle Götter bestätigen.

Gewiss gibt es heute eine weitverbreitete Sehnsucht nach Veränderung und die Einsicht, dass Opfer notwendig sind. Wo immer nachdenkliche Männer und Frauen zusammenkommen und über die Erfordernisse der Zeit diskutieren, sind sie sich darüber einig.

Bislang bleibt dies jedoch nur ein Ideal; keine Nation übernimmt die Führung und weist den Weg. Deshalb ist Maitreya gekommen. Er will zeigen, dass nur der Verzicht auf engstirnige, selbstsüchtige Interessen wieder Brücken zwischen den Gegnern schlagen kann und nur dadurch die Spannungen aufgelöst und die Hungernden ernährt werden können.

Seid bereit, wenn die Zeit kommt, die Opfer zu bringen, die man von euch verlangen wird: den Verzicht auf eure Privilegien und eure Macht, auf den Einfluss und den Reichtum eurer Nationen sowie auf euren ungerechtfertigten Anteil an den Ressourcen der Welt. Seid bereit, anzuerkennen, dass alle Menschen eins sind, dass Gott alle gleichermaßen liebt und jeder ein Widerschein des Göttlichen ist. Wenn ihr Maitreya seht, wird er keinen Zweifel lassen. Der Weg, dem ihr folgen müsst, wird klar sein: „Nehmt die Not eures Bruders zum Maßstab eures Handelns und löst die Probleme der Welt. Einen anderen Weg gibt es nicht.“
(Share International, Juli/August 1985)

Diese Artikel stammen von einem älteren Mitglied der Hierarchie der Meister der Weisheit. Sein Name kann aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, nur so viel, dass er esoterischen Kreisen vertraut ist. Benjamin Creme stand mit ihm in ständigem telepathischem Kontakt und erhielt die Artikel dieses Meisters per Diktat.
Weitere Artikel dieses Meisters


Das würde die meisten Amerikaner erstaunen

Die meisten Amerikaner wären erstaunt, wenn sie erfahren würden, dass es auf unserem Planeten hochentwickelte Menschen gibt, die als „Meister“ bekannt sind. Noch mehr würde es sie überraschen zu hören, dass die Meister der Weisheit Menschen sind, die einen so erhabenen Bewusstseinszustand erreicht haben, dass sie die Hüter des Plans Gottes sind. Um wie viel mehr wären sie dann erstaunt (und möglicherweise auch demütig), wenn sie wüssten, dass diese weisen, liebevollen, allwissenden und vollendeten Führer der Menschheit tatsächlich direkte Appelle an die Bürger der Vereinigten Staaten gerichtet haben. Was haben sie von Amerika verlangt? Wozu werden die Amerikaner aufgerufen?

Benjamin Creme war ein Jünger eines solchen Meisters, mit dem er in engem telepathischen Kontakt stand. Seit Januar 1982, als diese Zeitschrift ins Leben gerufen wurde, diktierte Benjamin Cremes Meister über 30 Jahre lang jeden Monat einen Artikel (siehe das Buch Worte eines Meisters).

Unsere amerikanischen Brüder und Schwestern dürfte es freuen zu erfahren, dass der Meister von Benjamin Creme in mehr als 20 Artikeln auf Amerika Bezug nimmt. Tatsächlich richtet er einen direkten Appell an Amerika. Ein Wort der Warnung: Bisweilen erteilt er strengen Rat oder analysiert mit skalpellscharfer, aber weiser Klarheit den Kern des Problems. Er kennt die Stärken und Schwächen der Amerikaner; er erkennt ihre potenzielle Größe; er skizziert eine großartige Zukunft – nicht nur für Amerika, sondern für eine Welt, die durch das Beste der liebevollen und großzügigen wahren Natur Amerikas bereichert wird. Doch er mahnt Amerika zur Vorsicht und appelliert an das Beste in allen Amerikanern. Er fleht sie im Interesse der Welt sowie des Friedens und der Gerechtigkeit an, zuzuhören und sich zu ändern, bevor noch mehr Not und Leid verursacht werden – mehr, als Amerika und die Welt ertragen können.

Ist es möglich, dass durch das Handeln und Unterlassen der letzten gut 80 Jahre – unbewusst (auch wenn es einige gibt, die dieser Analyse nicht zustimmen) – ein wahrhaft entscheidender Moment geschaffen wurde? Durch die getroffenen Entscheidungen, die versäumten Chancen für positive Veränderungen, durch kleinliche und grobe Fahrlässigkeit, durch Pflichtverletzung, den Verlust moralischer Klarheit, Feigheit, eigennützige Gier und Machtgier. Durch die Summe aus Verantwortungslosigkeit und einem Egoismus, der sich als Neutralität oder Objektivität tarnt. Natürlich haben wir alle, jeder auf seine Weise im Großen wie im Kleinen, unseren Teil dazu beigetragen. Offensichtlich hatten die Hunderte Millionen enteigneten und ausgegrenzten Menschen keinen Anteil an wichtigen Entscheidungen oder Entwicklungen. Aber wir, die wir Bescheid wussten, oder diejenigen unter uns, die es hätten wissen können, haben eine gewisse Rolle bei unseren gegenwärtigen Polykrisen gespielt. Es ist nicht mehr möglich zu sagen, dass wir nichts gewusst hätten.

Die Vereinigten Staaten von Amerika nehmen aufgrund ihrer Größe, ihrer Macht und ihres Einflusses einen besonderen Platz ein und haben eine besondere Rolle zu spielen. Auch wenn ihr Einfluss auf die Außenwelt nachlassen mag und ihr Imperium in Gefahr ist, wobei ihre Hegemonie nicht nur von ehemaligen Verbündeten, sondern auch von ihren Opfern infrage gestellt wird, wissen die Meister und ihr Meister, Maitreya, der Weltlehrer, dass Amerika zu Großem bestimmt ist.

Unter den gegenwärtigen Umständen mag diese Aussage für manche schwer zu akzeptieren sein – angesichts der abscheulichen Ideen, die kürzlich auf dem großen Forum der Generalversammlung der Vereinten Nationen geäußert wurden. Der Großteil der Welt war entsetzt und angewidert von dem, was dort zu hören war. Im Gegensatz dazu verwiesen Benjamin Creme und sein Meister häufig darauf, dass die Welt darauf wartet, dass sich das Beste der amerikanischen Seele in den globalen Angelegenheiten bemerkbar macht.

In den letzten Jahrzehnten, seit dem Aufkommen des Neoliberalismus in Großbritannien und Amerika, hat sich diese edle Bestimmung immer weiter in die dunklen Einfluss- und Machtzentren zurückgezogen, die Amerika lenken, das Weltgeschehen diktieren, den Waffenhandel fördern, abscheuliche Kriege bis ins Detail steuern und schüren und damit drohen, uralte Zivilisationen auszulöschen, während sie gleichzeitig die Zerstörung unseres Planeten vorantreiben.

Was ist aus der Rechtsstaatlichkeit geworden? Was ist daraus geworden, wenn angeklagten Straftätern freies Geleit garantiert wird, sie in den Plenarsaal der Weltversammlung geführt werden und das Wort ergreifen dürfen, während ihre bloße Anwesenheit eine Geste der Missachtung und der dreisten Straffreiheit darstellt und die Anerkennung der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs, der die Achtung des internationalen Rechts und internationaler Verträge gewährleistet hat, zunichte macht?

Die Welt spürt, dass dies ein Moment des Wandels ist, in dem Länder, die jahrhundertelang aus dem Weltgeschehen ausgeschlossen waren – abgesehen von den Zeiten, in denen der Westen ihre Ressourcen ausbeuten wollte –, nun verlangen, gehört zu werden. Sie finden ihre Stimme und ihre Macht. Jüngste Reden in der Generalversammlung, unter anderem aus Ghana, Barbados, Brasilien, Jordanien und dem Iran, zeugen vom Anbruch einer neuen Ära, da sie sich gegen die tief verwurzelte Ungerechtigkeit der schnell verblassenden alten Weltordnung aussprechen.

Der amerikanische Exzeptionalismus hat sich für die globale Staatengemeinschaft von etwas außergewöhnlich Idealistischem zu etwas außergewöhnlich Katastrophalem gewandelt – von Frieden und Sicherheit für alle hin zur Zerstörung unseres Planeten. Nicht guter Wille, sondern Imperialismus; nicht Hilfe, Unterstützung und Beistand, sondern die Ausübung von Macht, basierend auf einer Kombination aus Militarismus und Kommerzialisierung, ist die heutige Realität. Das karmische Fazit lautet: Das potenziell wunderschöne, von der Seele inspirierte Amerika ist auf der Weltbühne zu einem Paria geworden, und eure ehemaligen Verbündeten können euch nur den Rücken kehren und hoffen, dass ihr schnell zur Besinnung kommt, bevor ihr unseren großzügigen blauen Heimatplaneten zerstört.

Benjamin Cremes Meister hat die Vereinigten Staaten herausgefordert, indem er den Rest von uns gefragt hat, wie wir Amerika in Schach halten könnten. Er weist auf das Vorhandensein einer verzehrenden Form von Wahnsinn hin, die am wahren Kern Amerikas nagt: eine Anfälligkeit für einen negativen Einfluss, der euch und den Rest von uns an den Rand des Abgrunds treibt:

„Was kann getan werden, um diese gefährliche Situation zu stabilisieren?“, fragt er. „Wie können die Nationen Amerika in Schach halten? Mit welchen Mitteln können normale Bürger ihren Einfluss geltend machen? Das sind große Fragen, auf die es in der Tat keine einfachen Antworten gibt. Sie erfordern außergewöhnliche Weisheit und ein koordiniertes Vorgehen.
Zunächst einmal muss die Welt den Kern des Problems erkennen: Die USA werden heute von Männern geführt, die für die Impulse einer unheilvollen Energie empfänglich sind, die ihr Handeln lenkt und den Frieden gefährdet. Sie nährt ihre Gier nach weltweiter Macht und bedroht den Weltfrieden. Ihre Außenposten liegen in Israel und Osteuropa, wobei Israel ihr wichtigster Brennpunkt ist. Diese zerstörerische Energie stammt – wenn auch in abgeschwächter Form – aus jener Quelle, die die Welt im 20. Jahrhundert in einen chaotischen Krieg gestürzt hat und von der man glaubte, sie sei endgültig gebannt.
Daran wird deutlich, wie notwendig Frieden im Nahen Osten ist; wie wichtig es ist, dass die Palästinenser echte Gerechtigkeit erfahren und ein lebensfähiges Heimatland erhalten. Das ist das mit Abstand wichtigste Problem, vor dem die Menschheit heute steht. In der Lösung dieser Frage zu versagen, hätte katastrophale Folgen für die Welt.
Es wird die vereinten Kräfte der Weisheit und des Willens sowohl der Hierarchie als auch der Menschheit erfordern, diese bösartige Kraft endlich zu überwinden. Deshalb ist es unabdingbar, dass die Menschen die wahre Natur der Bedrohung klar erkennen. Die Menschen müssen sich organisieren und einmütig handeln. Sie müssen ein Ende der Unterdrückung des palästinensischen Volkes fordern und damit auch der Angst ein Ende setzen, die das israelische Volk plagt. Die Vereinten Nationen müssen jeden erdenklichen Druck auf Amerika und Israel ausüben; sie müssen der Supermacht die Stirn bieten und sich für den Frieden einsetzen. Die Völker der Erde sind bereits auf dem Vormarsch. Sie müssen ihre Stimme erheben und den Frieden einfordern. Sie sind die Erben der Zukunft und müssen diese in Frieden gestalten.
Wir, die Meister, eure älteren Brüder, werden unseren Teil dazu beitragen, aber euer Mangel an Verständnis und Willen ist für uns ein Hindernis. Daher diese Worte.
Handelt ohne Furcht. Seid weise und gewissenhaft in eurem Handeln, und alles wird gut werden.“

(„Der Sache des Friedens dienen“, Share International, Juli/August 2003)


von Jeffrey D. Sachs

Der Krieg gegen den Iran ist Trumps Torheit, doch die Schande besteht darin, dass der Kongress ihn nicht stoppt.

Sehr geehrte Mitglieder des Kongresses,

in seinen wahrhaft wahnwitzigen Äußerungen vor Staats- und Regierungschefs aus aller Welt bei den Vereinten Nationen erklärte Donald Trump: „Ich habe eine wichtige Entscheidung zu treffen“ – nämlich, ob er mit dem Iran ein Abkommen aushandeln oder stattdessen „die Islamische Republik auslöschen“ und den Iran „in die Hölle treiben“ solle, „ohne jede Überlebenschance“.

Er stellte dies als seine persönliche Entscheidung dar. Die Tatsache, dass das amerikanische Volk Trumps Krieg entschieden ablehnt, bedeutet ihm nichts. Und was die Wähler betrifft, fügte er hinzu, dass er den bevorstehenden Zwischenwahlen bei der Entscheidung über sein Handeln und über das Schicksal des Iran „absolut keinen Stellenwert“ beimesse.

Nichts hindert diesen Präsidenten. Er ist weder an Gesetze, die Verfassung, die UN-Charta oder die öffentliche Meinung im In- und Ausland gebunden. Als er zu Beginn des Jahres gefragt wurde, ob seine Macht irgendwelche Grenzen habe, sagte er: „Ja, da gibt es eine Sache. Meine eigene Moral. Mein eigener Verstand. Das ist das Einzige, was mich aufhalten kann.“

„No Kings“-Schild in Columbus, Ohio, bei Protesten im Februar 2025 (Foto: Eoline, Wikimedia Commons)

Trump eröffnete seine Rede mit dem 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung und pries die Freiheit Amerikas. Tatsache ist, dass Trumps Autoritarismus den von König George III., gegen den sich die Kolonien auflehnten, bei Weitem übertrifft. Zu den Anklagepunkten der Gründerväter gegen den verrückten König George gehörte, dass „er darauf hingewirkt hat, das Militär von der Zivilgewalt unabhängig zu machen und ihr überzuordnen“. Doch unser eigener verrückter König hat entschieden, dass sogar das Überleben einer ganzen Zivilisation allein in seinen Händen liegt.

Trump wird in seiner Verachtung für den Kongress dadurch bestärkt, dass die republikanischen Kongressabgeordneten ihre verfassungsmäßige Verantwortung preisgegeben haben, weil sie vor ihrem eigenen Präsidenten Angst haben und ihre Wähler für Wahlkampfgelder von AIPAC und dem militärisch-industriellen Komplex im Stich lassen.

Die Verfassung ist hinsichtlich der Verantwortung des Kongresses eindeutig. Artikel I, Abschnitt 8 weist dem Kongress – nicht dem Präsidenten – die alleinige Befugnis zu, Krieg zu erklären. Das steht nicht zur Wahl und ist keine Option. Die Verfassung besagt nicht, dass sich der Kongress totstellen und Kriegserklärungen dem Präsidenten überlassen kann. Die Verfassungsväter trafen diese Entscheidung bewusst, weil sie die Macht eines Königs, die Nation in den Krieg zu führen, ausdrücklich ablehnten.

Im Federalist Paper Nr. 69 versicherte Hamilton der Öffentlichkeit, dass die Kriegsbefugnisse des Präsidenten weitaus geringer sein würden als die des britischen Monarchen. Madison formulierte diesen Grundsatz 1798 in einem Brief an Jefferson unmissverständlich: „Die Verfassung setzt voraus, was die Geschichte aller Regierungen zeigt: dass die Exekutive der Zweig der Staatsgewalt ist, der das größte Interesse am Krieg hat und am ehesten zu ihm neigt. Dementsprechend hat sie mit wohlbedachter Sorgfalt die Entscheidung über den Krieg der Legislative übertragen.“

Die Übergabe des Entwurfs der Unabhängigkeitserklärung an den Kongress, Gemälde von John Trumbull, 1819 (Foto: gemeinfrei, Wikimedia Commons)

Das sorgfältig konzipierte Gefüge der Gründerväter ist durch die verfassungswidrige Unterwürfigkeit der republikanischen Kongressabgeordneten gegenüber Trump und dem militärisch-industriell-digitalen Komplex ausgehebelt worden. Und ja, unter demokratischen Präsidenten sahen die meisten demokratischen Kongressabgeordneten des Kongresses ebenfalls weg, wenn diese Präsidenten beschlossen, Krieg zu führen.

Der Krieg gegen den Iran ist Trumps Torheit, doch die Schande des Kongresses besteht darin, dass er ihn nicht stoppt. Es ist ein sinnloser Krieg, der im Iran massenhaftes Leid, direkte Ausgaben in Höhe von mehreren zehn Milliarden Dollar und verheerende Schäden an amerikanischen Militärstützpunkten in acht Ländern des Nahen Ostens verursacht hat. Die Schließung der Straße von Hormus hat die Preise für Öl, Gas, Düngemittel und vieles mehr weltweit und in den USA in die Höhe schnellen lassen. Und die Welt hat gebührend zur Kenntnis genommen, dass der Iran der US-Aggression standhalten kann, wenn auch unter großen Opfern für die Bevölkerung des Iran und der Region.

Amerikas viel gepriesenes KI-Schlachtfeld ist auf entsetzlichste Weise entlarvt worden. Am ersten Tag des Krieges traf eine amerikanische Rakete die dortige Grundschule für Mädchen und tötete mehr als 150 Menschen, die meisten von ihnen Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren; die eigene Untersuchung des Militärs kam Berichten zufolge zu dem Ergebnis, dass übermäßiges Vertrauen in künstliche Intelligenz zur Zielauswahl beigetragen habe. Trump gab „dem Iran oder jemand anderem“ die Schuld, und sieben Monate später hat die Regierung weder Untersuchungsergebnisse vorgelegt noch sich entschuldigt noch die Familien entschädigt.

Die Drohung des Präsidenten, einen Mitgliedstaat der Vereinten Nationen auszulöschen, ausgesprochen vom Rednerpult der Generalversammlung, diskreditierte Trump vor aller Welt. Sie verstieß zudem gegen Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta, der sogar die Androhung von Gewalt gegen einen anderen Staat verbietet. Nahezu die ganze Welt ist entsetzt.

Ich schreibe Ihnen, weil Sie sich nicht einfach von Trumps Rücksichtslosigkeit abwenden und schweigend den Kopf schütteln können. Sie haben eine Aufgabe zu erfüllen, also erfüllen Sie sie. Die feige Republikanische Partei muss wenigstens ein Mindestmaß an Mut aufbringen, um Trump zu sagen: „Nein, Sie haben nicht die Macht, den Iran zu zerstören. Jeder Krieg mit dem Iran hängt von uns ab, und wir unterstützen Sie nicht, und unsere Wähler wollen, dass dieser Krieg aufhört.“ Eine klare Mehrheit der Amerikaner lehnt diesen Krieg ab, und eine Umfrage nach der anderen zeigt, dass die Ablehnung des Krieges wächst. Einige wenige Republikaner haben diesen Mut aufgebracht. Letzte Woche scherten drei weitere Republikaner aus und unterstützten ein Ende des Krieges. Ihre Kollegen sollten ihrem Beispiel folgen.

Viele von Ihnen erhalten Wahlkampfspenden von Rüstungsunternehmen und Technologieunternehmen, die stark in den Krieg verstrickt sind. Viele von Ihnen nehmen Geld von AIPAC [American Israel Public Affairs Committee] an, das sich für den Krieg starkmacht, zu dessen Beginn Netanyahu so viel beigetragen hat. Das muss aufhören, denn es ist eine Verletzung Ihrer verfassungsmäßigen Pflicht und ein Verstoß gegen Ihren Eid.

Der Kongress besitzt die Budgethoheit. Das Haushaltsjahr endet am 30. September, und jeder Gesetzentwurf, der das Pentagon finanziert, gibt Ihnen die Möglichkeit, Mittel für nicht genehmigte Offensivoperationen gegen den Iran zu untersagen.

Der richtige Kurs für die USA ist einfach. Der Kongress sollte die Finanzierung einstellen, und die USA sollten weitere Angriffe beenden und nach Hause gehen. Wir brauchen kein Abkommen mit dem Iran oder irgendjemand anderem, um den Krieg zu beenden, den wir begonnen haben. Wenn Sie den Krieg beenden, werden Sie auf den weltweiten Energiemärkten, bei der Lebensmittelversorgung und bei den Preisen, mit denen Amerikaner und andere Menschen auf der ganzen Welt konfrontiert sind, sofort wieder ein gewisses Maß an Vernunft und Sicherheit herstellen.

Wie tief ist Amerika doch gesunken seit jenem glanzvollen Augenblick, als John F. Kennedy am 20. September 1963 am selben Rednerpult bei den Vereinten Nationen stand, nachdem er mit der Sowjetunion den Vertrag über das teilweise Verbot von Kernwaffentests ausgehandelt hatte.

Er sagte den versammelten Staats- und Regierungschefs, der Vertrag könne ein Hebel sein, und Archimedes soll, als er seinen Freunden die Prinzipien des Hebels erläuterte, gesagt haben: „Gebt mir einen Ort, an dem ich stehen kann – und ich werde die Welt bewegen.“ Liebe Mitbewohner dieses Planeten: Beziehen wir hier in dieser Versammlung der Nationen Stellung. Und sehen wir, ob wir in unserer Zeit die Welt zu einem gerechten und dauerhaften Frieden führen können.

Mitglieder des Kongresses, um die Ehre unserer Nation und unsere Verfassung zu retten, müssen Sie Ihre Pflicht erfüllen, diesen Krieg zu beenden und Trumps dreisten, zerstörerischen und verfassungswidrigen Griff nach der Macht zu stoppen.

Hochachtungsvoll
Jeffrey D. Sachs
Universitätsprofessor, Columbia University

(Quelle: Common Dreams)

Professor Jeffrey Sachs ist ein US-amerikanischer Ökonom, Wissenschaftler und Analyst für öffentliche Politik. Er ist bekannt für seine Arbeit in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung. Er ist Präsident des Netzwerks für Lösungen zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen und Mitglied der UN-Breitbandkommission für Entwicklung.


Wie aus den nachstehend wiedergegebenen Artikeln des Meisters von Benjamin Creme hervorgeht, haben politische Entscheidungen in den USA zwangsläufig Auswirkungen auf die gesamte internationale Gemeinschaft. Diese Tatsache hat nach wie vor Bestand, und ihre Tragweite kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Als die Vereinigten Staaten im Jahr 2004 vor wichtigen Wahlen standen, setzte sich Benjamin Creme mit den damaligen Reaktionen auseinander; wir drucken hier erneut seinen vor der Wahlen verfassten „Brief des Herausgebers“ ab, weil dessen Botschaft heute leider noch relevanter denn je ist, auch wenn sich die Einzelheiten und die handelnden Akteure geändert haben.

Da die USA wieder vor einer entscheidenden Weichenstellung für ihr politisches, gesellschaftliches, wirtschaftliches und rechtliches Leben stehen – einer Entscheidung, die ihr Ansehen in der Staatengemeinschaft beeinflussen wird –, ergreift Share International diese Gelegenheit, um die gespaltene US-Bevölkerung erneut zur Vernunft und zur Abkehr von weiteren extrem spaltenden und destruktiven Verhaltensweisen aufzurufen.

Wie aus den nachstehend abgedruckten Artikeln von Benjamin Cremes Meister hervorgeht, haben politische Entscheidungen, die in den USA getroffen werden, unweigerlich Auswirkungen auf die gesamte internationale Gemeinschaft. Diese Tatsache ist unverändert gültig und von kaum zu überschätzender Tragweite.

Im Oktober 2004 hatte Benjamin Cremes Meister in seinem Artikel „Aufruf zur Vernunft“ bereits auf die gegenseitige Abhängigkeit aller Nationen hingewiesen: „Die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika nähern sich jetzt einem kritischen Augenblick der Entscheidung. Denn von ihrer Entscheidung im November dieses Jahres kann das künftige Glück vieler Millionen Menschen, nicht nur in den USA, sondern auch in vielen anderen Ländern abhängen.“ Und er beendet seinen Artikel mit einem Appell:

„Wir appellieren an euch, Bürger der großen und gesegneten Vereinigten Staaten von Amerika: Denkt sorgfältig nach und lasst euch, wie es eure Art ist, von eurem Herzen leiten, wenn ihr eure Stimme abgebt. Stimmt für den Frieden, für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit.“

Brief des Herausgebers Benjamin Creme (Share International, November 2004)
Es scheint, als seien einige Leser beunruhigt über unser großes Interesse an den US-amerikanischen Präsidentschaftswahlen im November und den Raum, den wir diesem Thema widmen. Sicherlich, so mögen sie denken, ist es nicht die Aufgabe einer spirituell ausgerichteten Zeitschrift, sich mit Politik zu befassen, insbesondere mit US-amerikanischer Politik, wo doch jeder weiß – oder etwa nicht? –, dass beide Parteien korrupt sind und sich in nichts unterscheiden. Das ist ganz gewiss nicht der Fall.
Ich muss gestehen, dass mich eine derartige Reaktion auf die Ereignisse, die die Welt seit mehreren Jahren erschüttern, überrascht. Die Zeitschrift Share International wurde gegründet, um die Existenz der Hierarchie, deren Rückkehr in die Alltagswelt sowie deren jetzige und zukünftige Pläne und Anliegen bekannt zu machen. Was die bevorstehenden US-amerikanischen Wahlen betrifft, hat mein Meister diese Anliegen in seinen letzten Artikeln sehr deutlich zum Ausdruck gebracht. Lassen Sie mich aus seinem Artikel in der aktuellen Ausgabe zitieren. Nichts könnte klarer oder unmissverständlicher sein. Warum sollte sich Share International nicht ebenso ehrlich und wahrhaftig äußern?
„Wenn die US-amerikanischen Bürger im November an die Wahlurnen gehen, haben sie die Chance, den Lauf der Geschichte zu verändern. (…) Während sich der Schicksalstag nähert (…) können wir, eure älteren Brüder, nicht abseits stehen und zuschauen, während die Zukunft der ganzen Welt in Gefahr ist. (…) Diese Wahlen können ein großer Wendepunkt im Leben der Menschheit sein.“

Der folgende Artikel, der im November 2004 von Benjamin Cremes Meister verfasst wurde, enthält weitere Ratschläge.

Amerikas Wahl

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Wenn die amerikanischen Bürger im November an die Wahlurnen gehen, haben sie die Chance, den Lauf der Geschichte zu verändern. Von ihrer Entscheidung hängen die Gestalt und Struktur der unmittelbaren Zukunft weitgehend ab. Wenn sie weise entscheiden, wählen sie einen Präsidenten, der sich dem Wohlergehen aller verpflichtet hat, die sich in unserer unruhigen Welt nach Frieden und Gerechtigkeit sehnen und erkannt haben, dass Frieden und Gerechtigkeit das Resultat von Vertrauen sind, und die bereit sind, die enormen Ressourcen ihres Landes zu teilen, um dieses Vertrauen zu schaffen.

Die Alternative ist zu schrecklich, um auch nur daran zu denken: eine Eskalation von Krieg und Terror und Gegenterror; eine zunehmende Einschränkung der traditionellen Freiheiten des US-amerikanischen Volkes; ein Zusammenbruch der Beziehungen mit anderen Ländern; und für die stolzen Vereinigten Staaten den Ruf eines „Paria“ unter den Nationen. Wer würde wissentlich eine solche Wahl treffen?

Während sich der Schicksalstag nähert, wendet sich die Aufmerksamkeit vieler Menschen dem bedrängten Volk der USA zu, das mittlerweile von so vielen verachtet und gehasst wird. Sie beten für die Befreiung dieses Volkes von den grausamen und barbarischen Vertretern illegaler, widerrechtlich an sich gerissener Macht. Sie rufen alle friedliebenden Amerikaner auf, ihre Stimme gegen die Kriegstreiberei der gegenwärtigen Regierung zu erheben und entsprechend abzustimmen.

Natürlich trägt Amerika nicht allein die Schuld an den Ungleichheiten in der Welt, diesem fundamentalen Krebsgeschwür in unserer Mitte und der Ursache all unserer Probleme. Es teilt die Schuld mit allen Industrieländern, die sich rücksichtslos und hochmütig über die Armen und Notleidenden hinwegsetzen, und muss sich dieser Hauptursache von Spannungen – und Terror – bewusst werden.

Darin liegt das Versagen der westlichen Welt: Diese „erfolgreichen“ Länder verdanken ihren Reichtum und ihre Vorherrschaft größtenteils der Geschichte und ihrer Fähigkeit, die Weltwirtschaft mithilfe der aggressiven „Marktkräfte“ zu ihrem eigenen Vorteil zu manipulieren.

Die Armen und Mittellosen dieser Welt fordern nun ihren Anteil ein. Wenn dieses einfache Recht auf Gerechtigkeit nicht berücksichtigt und keine Abhilfe geschaffen wird, wird die Welt keinen Frieden finden. Der Terrorismus wird weiter schwelen und sich zu einem Krieg ausweiten, der die Zukunft der Völker der Erde bedrohen wird.

Wir, eure älteren Brüder, können nicht untätig zusehen, während die Zukunft der ganzen Welt in Gefahr ist. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind eine große Nation, die der Welt viel Gutes zu geben hat. Sie muss sich jetzt ihrer Seele bewusst werden, die sich nur danach sehnt, der Welt zu dienen, in Frieden und Gerechtigkeit zu leben und harmonisch und kooperativ mit allen Nationen zusammenzuarbeiten, um diese Welt neu zu gestalten.

Diese Wahl kann ein großer Wendepunkt in den Angelegenheiten der Menschheit bedeuten. Wir bitten euch inständig, stimmt für Gerechtigkeit, Teilen und Frieden.

(Share International, November 2004)


Der Sache des Friedens dienen

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Häufig richten Länder, während sie im vermeintlichen Interesse des Weltwohls agieren, verheerende Schäden auf globaler Ebene an. So dicht ist der Nebel der Verblendung, die ihr Handeln umgibt, so trügerisch ist ihr Denken, dass trotz bester Absichten großen Schaden angerichtet und viel Schmerz und Leid verursacht werden kann.

So ist es auch heute. In jüngster Zeit sind die USA unter dem Deckmantel „Krieg gegen den Terrorismus“ in Afghanistan und Irak einmarschiert, was Tausende ziviler Opfer gefordert und enormen materiellen Schaden an der Infrastruktur dieser Länder verursacht hat. Die Taliban, fanatisch und unnachgiebig, aber im Großen und Ganzen nicht an Terrorismus beteiligt, wurden zerstreut, beginnen sich jetzt aber neu zu formieren und trainieren die Techniken des Terrors. Im Irak gibt es Saddam Hussein nicht mehr, doch anstelle seines unheilvollen Regimes herrscht nun Entbehrung und Leid, Gesetzlosigkeit und Chaos.

Jetzt hat sich die Aufmerksamkeit der US-Regierung Syrien, dem Iran und Nordkorea zugewandt; sie wurden gemahnt, sich zu ändern oder den Zorn und die Macht der Verfechter des „Friedens“ und der Vorkämpfer der „Freiheit“ in der Welt zu erfahren.

Auf diese Weise stürzt Amerika die Welt in eine angespannte und von Angst geprägte Stimmung, die zum Auslöser von Epidemien und Naturkatastrophen wird, die wiederum die Ängste und Spannungen weiter verstärken.

„Was kann getan werden, um diese gefährliche Situation zu stabilisieren?“, fragt er. „Wie können die Nationen Amerika in Schach halten? Mit welchen Mitteln können normale Bürger ihren Einfluss geltend machen? Das sind große Fragen, auf die es in der Tat keine einfachen Antworten gibt. Sie erfordern außergewöhnliche Weisheit und ein koordiniertes Vorgehen.

Zunächst einmal muss die Welt den Kern des Problems erkennen: Die USA werden heute von Männern geführt, die für die Impulse einer unheilvollen Energie empfänglich sind, die ihr Handeln lenkt und den Frieden gefährdet. Sie nährt ihre Gier nach weltweiter Macht und bedroht den Weltfrieden. Ihre Außenposten liegen in Israel und Osteuropa, wobei Israel ihr wichtigster Brennpunkt ist. Diese zerstörerische Energie stammt – wenn auch in abgeschwächter Form – aus jener Quelle, die die Welt im 20. Jahrhundert in einen chaotischen Krieg gestürzt hat und von der man glaubte, sie sei endgültig gebannt.

Daran wird deutlich, wie notwendig Frieden im Nahen Osten ist; wie wichtig es ist, dass die Palästinenser echte Gerechtigkeit erfahren und ein lebensfähiges Heimatland erhalten. Das ist das mit Abstand wichtigste Problem, vor dem die Menschheit heute steht. In der Lösung dieser Frage zu versagen, hätte katastrophale Folgen für die Welt.

Es wird die vereinten Kräfte der Weisheit und des Willens sowohl der Hierarchie als auch der Menschheit erfordern, diese bösartige Kraft endlich zu überwinden. Deshalb ist es unabdingbar, dass die Menschen die wahre Natur der Bedrohung klar erkennen. Die Menschen müssen sich organisieren und einmütig handeln. Sie müssen ein Ende der Unterdrückung des palästinensischen Volkes fordern und damit auch der Angst ein Ende setzen, die das israelische Volk plagt. Die Vereinten Nationen müssen jeden erdenklichen Druck auf Amerika und Israel ausüben; sie müssen der Supermacht die Stirn bieten und sich für den Frieden einsetzen. Die Völker der Erde sind bereits auf dem Vormarsch. Sie müssen ihre Stimme erheben und den Frieden einfordern. Sie sind die Erben der Zukunft und müssen diese in Frieden gestalten.

Wir, die Meister, eure älteren Brüder, werden unseren Teil dazu beitragen, aber euer Mangel an Verständnis und Willen ist für uns ein Hindernis. Daher diese Worte.

Handelt ohne Furcht. Seid weise und gewissenhaft in eurem Handeln, und alles wird gut werden.“
(Share International, Juli/August 2003)


F. Täglich mehren sich die Beweise, dass die USA durch Behörden wie die CIA andere Länder unter Druck setzen und deren Souveränität verletzen, indem sie beispielsweise Wahlen zu ihrem Vorteil manipulieren. (1) War das immer schon üblich, und kommt die Korruption jetzt ans Licht, wie Maitreya es vorausgesagt hat? Oder (2) hat die gegenwärtige US-Administration der politischen Korruption eine neue Dimension verliehen?
A. Die Vereinigten Staaten sind ein junges Land und werden in ihrer Persönlichkeit von den niederen Aspekten des 6. Strahls beherrscht, des Strahls des Idealismus und der Hingabe. Folglich leidet es an all den Untugenden dieses Strahls: Hingabe an die eigenen Interessen, Misstrauen gegenüber den Motiven anderer, Streitlust und Selbstbehauptung, Selbsttäuschung über die eigenen Motive und so weiter. Seine Einschüchterungstaktiken sind daher tief verwurzelt und bestehen schon seit Langem. Seine Bevölkerung und Regierung glauben, Freiheit und Gerechtigkeit in der Welt zu verbreiten, während sie in Wirklichkeit nur ihren eigenen Interessen dienen. Diese Selbsttäuschung ist eines der Hauptmerkmale dieses Strahls. Diese politische Korruption gab es daher immer schon. Die derzeitige von fundamentalistischen Extremisten geführte Regierung treibt sie lediglich in bislang unbekannte Tiefen. Wie Meister Djwhal Khul (D.K.) durch Alice Bailey geschrieben hat, wartet die Welt darauf, dass sich die Strahl-2-Seele Amerikas bemerkbar macht, so wie sie es nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Marshallplan getan hat.
(Share International, Mai 2004)

F. (1) Verweist die Bemerkung, dass den Vereinigten Staaten noch viel Leid bevorsteht, auf Reue wegen des Irakkriegs und/oder (2) anderer militärischer Abenteuer oder (3) auf die Auswirkungen eines wirtschaftlichen Zusammenbruchs?
A. (1) Nicht auf Reue, sondern auf die Folgen unilateralen Handelns und der Ablehnung der Rechtsordnung der Vereinten Nationen. (2) Ja. (3) Ja.
(Share International, Juni 2003)


Justitia (Foto: gemeinfrei, pxhere.com)

Karma – Östliche Bezeichnung für das Gesetz von Ursache und Wirkung. Das grundlegende Gesetz, das unser Dasein in diesem Sonnensystem bestimmt. Jeder Gedanke, jede Handlung, die wir haben und ausführen, setzt eine Ursache in Gang. Diese Ursachen haben ihre Wirkungen, die unser Leben prägen – zum Guten oder zum Schlechten. In biblischer Sprache ausgedrückt: „Was du säst, das wirst du ernten.“ In wissenschaftlicher Sprache: „Auf jede Aktion folgt eine gleich große und entgegengesetzte Reaktion.“

Im ganzen Kosmos existiert nichts getrennt voneinander. Jedes Atom steht mit jedem anderen Atom in Verbindung. Das ist die Realität, auf der die beiden großen Gesetze beruhen, die den Evolutionsprozess regieren. Manche glauben daran, manche halten sie für durchaus möglich. Für andere sind sie Tatsachen. Für manche sind sie Unsinn, nichts als Märchen. Das Gesetz von Ursache und Wirkung, das Gesetz des Karmas und das mit ihnen verknüpfte Gesetz der Wiedergeburt bestimmen den Evolutionsprozess. Das gehörte in der Menschheit insgesamt bisher nicht zu den Lehrinhalten. Die diesbezüglichen Informationen stehen seit langer Zeit jedem, der sich damit befassen wollte, zur Verfügung, aber bisher haben nur Menschen mit großem Wissensdrang diese Möglichkeit genutzt. … Dieses Gesetz bringt alles miteinander in Verbindung. Indem man handelt, verursacht man etwas, setzt man etwas in Bewegung. Indem man spricht, indem man denkt, setzt man ebenso etwas in Bewegung. Es ist ein energetischer Vorgang. Wir leben in einem energetischen Universum.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

In [Maitreyas] Unterweisungen, die bereits begonnen haben, wird er die Wirkungsweise der Gesetze, die alles Leben regieren, beschreiben und erklären, zu welchem Ziel der Mensch auf der Erde ist. Er wird zeigen, wie jede Aktion eine Reaktion nach sich zieht, und wie die Menschen sich daher ihre Lebensumstände selbst schaffen. Dies wird ihnen begreiflich machen, wie wichtig Friedfertigkeit in jeder Situation und jeder Beziehung ist.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Maitreyas Lehre“, Share International, April 1991)

Diesmal werdet ihr mich in neuer Gestalt sehen. Ich zeige den Menschen die Wahl, vor der sie stehen, beschreibe euch die Möglichkeit für die Zukunft und offenbare euch die Gesetze Gottes. Diese Gesetze, meine Freunde, umfassen euer Leben. Ohne den Plan Gottes ist der Mensch nichts. Denkt immer daran und stellt das Gleichgewicht wieder her. Bewahrt innerlich immer das Gefühl für die Größe des Menschen, für die Einheit des Menschen mit allen Dingen und für sein Menschen göttliches Ziel.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 119)

Wir sind eine Reflexion der Reflexion des Logos, und alles, was wir tun oder unterlassen – alles, wie klein es auch sein mag – addiert sich zu einer Tat der Menschheit (als Ganzes gesehen), und beeinflusst damit das Karma der Menschheit im Ganzen. Die Verletzung oder aber die Beachtung der Gesetze, die dem Evolutionsziel unseres planetaren Logos dienen … So löst alles, was wir tun, jeder Gedanke und jede Tat, eine Reaktion aus, einen Widerhall irgendwo im Kosmos.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band eins)

Bald werden die Menschen die Gründe für die täglich vor sich gehenden Veränderungen begreifen. Sie werden erkennen, dass nichts zufällig geschieht, dass große Naturgesetze das Leben der Menschen bestimmen, dass nicht Gott, sondern die Gedanken und Taten von Menschen für das, was sie erleben, verantwortlich sind, und dass sie die Zügel mehr und mehr selbst in die Hand nehmen können. Niemand, keine Klasse, ist „zum Herrschen geboren“. Nur wenn die Bedürfnisse und Rechte aller in gerechter Weise berücksichtigt werden, wird Harmonie entstehen.
(Benjamin Cremes Meister, aus „An der Schwelle zur Wiedergeburt“, Share International, März 1990)

Heute ringen die Regierenden mit Situationen, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Kräfte, von denen sie nichts verstehen, treiben sie zu planlosen und oftmals hysterischen Reaktionen. Von ihrem eigenen Dogma verleitet, flüchten sie von einem Chaos in das nächste. Unterdessen warten wir geduldig. Wir kennen den Ausgang des heutigen menschlichen Dilemmas und wir helfen, soweit es das karmische Gesetz zulässt. Wir wissen auch, dass der Mensch sich aus freiem Willen für den Weg zu künftiger Herrlichkeit entscheiden muss: für den Weg der Brüderlichkeit und Liebe, für Gerechtigkeit und Teilen.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Das Ende des Hungers“, Share International, März 1993)

Meine Brüder, die Meister der Weisheit werden euch vorwärts führen in das Licht ihrer Weisheit; sie werden vor euch das Panorama der menschlichen Vergangenheit enthüllen, euch die alten Gesetze lehren und eure Schritte in die Zukunft lenken. Betrachtet sie als ältere Brüder, und lasst sie euch vertrauensvoll den erleuchteten Pfad zeigen.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 49)

Wir sind nicht von der Welt getrennt. Unser Gefühl, isoliert zu sein, ist eine Illusion. Aufgrund des Wirkens des Karmagesetzes – das Gesetz von Ursache und Wirkung – setzen jeder Gedanke, jede Handlung und jedes Gefühl Ursachen in Gang, deren Auswirkungen unser Leben ausmachen, im Guten wie im Schlechten. Wenn unsere Gefühle und Gedanken positiv, kreativ und harmlos sind, sind die Auswirkungen ebenfalls positiv und harmlos. Wenn unsere Gedanken und Handlungen jedoch destruktiv sind, lösen sie negative Reaktionen – oder negatives Karma – aus. Wenn sehr viele Menschen von negativen Gefühlen beherrscht werden, beispielsweise im Krieg, wenn Hass und Fanatismus sehr viele Menschen mitreißen, sind die Auswirkungen auf das Leben grundsätzlich sehr destruktiv. Auf diese Weise beeinflussen wir sogar die Devas, die Elementarwesen, die über das Wetter und die Naturkräfte wie Überschwemmungen, Wirbelstürme, Erdbeben und so weiter gebieten.
(Benjamin Creme, Die große Annäherung)

Wenn die Rechtsstaatlichkeit zwischen Ländern ignoriert wird, leidet die ganze Welt. So kommt es heute auch dazu, dass die Spannungen, die mit dieser sinnlosen Demonstration militärischer Stärke einhergehen, Millionen Unschuldige in Mitleidenschaft ziehen, die mit Terrorhandlungen und Attentaten nichts zu tun haben. Die Welt kämpft inzwischen mit vielen Epidemien, weil das menschliche Immunsystem unter den Belastungen zusammenbricht. Wären sich die Kriegstreiber der karmischen Folgen ihrer unüberlegten Aktionen bewusst, könnten sie den Schaden vielleicht wiedergutmachen und einen anderen Kurs einschlagen.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Ein endgültiger Triumph“, Share International, April 2004)

Lasst uns gemeinsam der Welt zeigen: dass Kriege nicht mehr nötig sind; dass der Mensch von Natur aus leben und lieben will; dass Hass aus Ausgrenzung erwächst; dass Gottes Gesetz im Menschen lebendig ist und seinem Wesen zugrunde liegt. All das werde ich euch zeigen. Arbeitet mit mir zusammen und beweist, dass es wahr ist.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 53)

Für Millionen von Buddhisten und Hindus beispielsweise ist die Doktrin der Wiedergeburt wahr, sie verstehen aber nicht immer die Zusammenhänge. Viele haben eine verzerrte Vorstellung vom Gesetz des Karma – dem Gesetz von Ursache und Wirkung – zum Beispiel, warum sie arm sind. Sie gehen davon aus, dass sie in einem früheren Leben etwas getan haben, was das rechtfertigt; vielleicht waren sie reich, aber grausam und herzlos und sind daher in diesem Leben arm. Sie sehen nicht, dass Armut eine politische Ursache hat. Sie hat beispielsweise auch etwas mit der Ursache und Wirkung von Aktionen der indischen Regierung zu tun … doch sind Millionen Inder hungrig, und das nicht aufgrund von Karma, sondern weil der Reichtum Indiens nicht verteilt wird.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

Im kommenden Wassermannzyklus wird man einen ganz neuen Zugang zu dem Gesetz der Wiedergeburt finden. Die alte fatalistische Einstellung, alles, was geschieht, als unerforschliche Hand des Karmas hinzunehmen, die Millionen zu Knechtschaft und Leid verurteilte, wird dann den Osten nicht länger beherrschen; und im Westen werden die Menschen die fundamentalen Gesetze ihrer Existenz und die daraus resultierende persönliche Verantwortung auch nicht mehr länger ignorieren können. Sie werden alle begreifen, dass sie sich mit ihrem Denken und Tun ihre Lebensumstände selbst schaffen, aber nach denselben Gesetzen auch sich selbst und ihre Lebensbedingungen zum Guten verändern können.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Das Gesetz der Wiedergeburt“, Share International, Januar/Februar 1985)

Frieden ist frei von Ursache und Wirkung – Viele Politiker meinen, Frieden sei den Atomwaffen zu verdanken. Sie irren sich gewaltig. Der sogenannte Frieden, von dem die Politiker reden, ist nichts weiter als Furcht. Sie haben „Furcht“ mit „Frieden“ übersetzt. Alle diese Missverständnisse, die verbreitet wurden, beginnen sich nun aufzulösen. Frieden ist frei von Ursache und Wirkung. Dieses neue Verständnis zeichnet sich jetzt bei der jüngeren Generation ab. Frieden ist frei von Ismen. Frieden ist frei von Gegensätzen zwischen Ost und West, Nord und Süd.
(Benjamin Creme aus Maitreyas Lehren – Die Gesetze des Lebens)

Diese Katastrophen sind, in hohem Maße, die Folge des falschen Denkens und Handelns der Menschheit. Sie müssen nicht auftreten, sie sind keine „höhere Gewalt“. Sie finden unter dem Gesetz von Ursache und Wirkung statt. Indem wir auf unserem Planeten Bedingungen von Chaos und Ungleichgewicht schaffen, schaden wir der Natur. Alle Atome in der Schöpfung sind miteinander verbunden. Es gibt nirgendwo eine Trennung. Wenn wir – wie heute – Bedingungen schaffen, unter denen zwei Drittel der Weltbevölkerung mit einem Viertel der weltweiten Nahrungsmittel auskommen müssen und daher zu Millionen hungern und sterben, dann ist eine Katastrophe unvermeidlich.
(Benjamin Creme, Maitreya – Christus und die Meister der Weisheit)

Ihr Bewusstwerden – das neue Licht – ist ein Zeichen dafür, dass die Menschen das große Gesetz allmählich begreifen: Friedfertigkeit ist die Grundbedingung, um im Einklang mit dem fundamentalen Gesetz unseres Lebens, dem Gesetz von Ursache und Wirkung, leben zu können. Aus spiritueller Sicht ist das eine Tatsache, die aber für die Menschheit nur schwer verständlich oder annehmbar ist. Wenn sie es kann, wird das viel unnötiges Elend und Leid in unserer Welt auf einmal und für immer beenden.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Ein neues Bewusstsein in der Menschheit“, Share International, September 2010)

Nichts stammt von Gott, wenn es nicht dient, meine Brüder. Lernt und glaubt, dass es so ist. Durch Dienst am Mitmenschen kommen die Menschen zu Gott. Das war immer so. Macht ein Leben des Dienstes zum Gelübde für eure Zukunft und erkennt die Seligkeit der Liebe Gottes.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 75)

Der Dienst ist der „Königsweg“, um Karma aufzulösen. Natürlich wird man es nicht einfach los, sondern es wird verbrannt. Der Vorgang lässt sich etwas so beschreiben: Wenn man dient, zieht man Energie an. Indem man Energie abgibt, erhält man Energie zurück – das ist das Gesetz. Im Grunde ist es das Gesetz der Liebe, das unsere Natur regelt, und ohne die das Universum nicht existieren würde. In einem anderen Sinn ist es natürlich auch das Gesetz von Ursache und Wirkung. Wenn man Liebe gibt, setzt man eine Ursache, eine Kausalkette in Bewegung, deren Wirkung die Rückkehr der Liebe ist.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band eins)

Friedfertigkeit ist der Schlüssel zu neuen mitmenschlichen Beziehungen, deren Schönheit sich allen offenbaren wird. Ein neues Verantwortungsbewusstsein für die eigenen Taten und Gedanken wird jeden in jeder Situation leiten und das Verständnis für das Gesetz von Ursache und Wirkung den Umgang miteinander verändern. Eine neue und harmonischere Interaktion zwischen Menschen und Nationen wird jedes Konkurrenzverhalten und Misstrauen verdrängen. Allmählich wird die Menschheit die Kunst zu leben lernen und jedem Augenblick neu begegnen.
(Benjamin Cremes Master, aus „Die Kunst zu leben“, Share International, Oktober 1983)


Buchrezension von Pauline Welch

Es ist ihnen wirklich egal! Uns anderen darf es aber nicht egal sein! – Vielleicht ist das die prägnanteste Zusammenfassung der Kernbotschaft von Endzeitfaschismus, geschrieben von Naomi Klein und Astra Taylor.

In ihrem jüngst erschienenen Buch (die deutsche Ausgabe ist am 7. Oktober 2026 erschienen) legen Naomi Klein und Astra Taylor dar, dass es den Oligarchen, den Endzeitanhängern und den Machtgierigen wirklich egal ist, was mit dem Planeten geschieht und wer oder was unter ihrem eigennützigen Handeln leidet. Je größer die Probleme für den Planeten sind, desto mehr fühlen sie sich in ihrer Weltanschauung bestätigt; desto entschlossener verfolgen sie ihre Fantasien und nutzen dabei jedes ihnen zur Verfügung stehende politische und wirtschaftliche Mittel, um ihre Ziele zu erreichen, sich der Rechenschaftspflicht zu entziehen und eine Umverteilung ihres Reichtums zu vermeiden. Diese Verhaltensweisen, so die Autorinnen, seien im Wesentlichen faschistisch: rassistisch, ultranationalistisch, von Überlegenheitsdenken geprägt und angetrieben von dem Geld, das ihnen unser Wirtschaftssystem zukommen lässt. „Faschismus“, schreiben sie, „ist Kapitalismus mit gefletschten Zähnen.“

Klein und Taylor, beide für ihren Aktivismus und ihre direkte Sprache bekannt, sind darin erfahren, den Status quo infrage zu stellen; sie wissen, dass Fakten zählen. Und dieses Buch sowie das begleitende Video „How to Profit off the Apocalypse“ (Wie man von der Apokalypse profitiert) liefern davon eine beinahe schon unwillkommene, aber gut begründete Fülle.
Das Video beginnt mit Alex Karp, CEO von Palantir, der sich damit brüstet: „Schlechte Zeiten sind sehr gut für Palantir“ – ein Unternehmen, das Datenoperationen, Plattformen für künstliche Intelligenz und Zielerfassungssoftware an Streitkräfte liefert.
Es zeigt Elon Musk, wie er mit Angst spielt: „Ob du dich für Gewalt entscheidest oder nicht – die Gewalt kommt auf dich zu. Entweder du wehrst dich, oder du stirbst.“ Die Interpretation hängt von der persönlichen Weltanschauung ab.

Weiter wird berichtet, wie Jeffrey Epstein an den milliardenschweren Risikokapitalgeber Peter Thiel schrieb: „Brexit. Das ist erst der Anfang, die Rückkehr zum Tribalismus“, und wie Steve Bannon, US-amerikanischer Medienmanager und ehemaliger politischer Stratege der Republikaner, an Epstein schrieb und nach Wegen suchte, diesen Tribalismus in eine globale, rechtsextreme Gegenrevolution zu verwandeln.
Noch deutlicher: Stephen Miller, Trump-Vertrauter und US-Heimatschutzberater: „Man kann so viel über internationale Höflichkeiten reden, wie man will, aber wir leben in … der realen Welt …, die von Stärke beherrscht wird, die von Gewalt beherrscht wird, die von Macht beherrscht wird.“

Das ist Faschismus, erneut angefacht von einer systemischen Krise; diesmal jedoch sind sowohl die Krise als auch der Faschismus größer und für uns alle und selbst für unsere Existenz gefährlicher. „Seine Waffen sind tödlicher. Seine Technologien sind um ein Vielfaches wirkungsvoller. Seine Medien sind stärker konzentriert – und sein Klima ist instabiler. … Wenn wir darauf warten, dass Soldaten im Stechschritt marschieren, werden wir die messianischen Risikokapitalisten, die das Militär kontrollierenden Theokraten und die betrügerischen Influencer der ‚Manosphäre‘ übersehen.“ (Klein)

Taylor: „Endzeitfaschismus ist kein monolithischer Block. Er ist ein gefährliches, zerstrittenes Bündnis dreier Hauptgruppen“: religiöse „Endzeit-Anhänger“, die Gottes „besonderen Plan“ für Israel im Blick haben und fest entschlossen sind, zu den wenigen „Geretteten“ zu gehören; die „Endzeit-Anhänger“ der großen Techkonzerne, die von der Aussicht angetrieben werden, „große Unternehmen“ zu schaffen, während sie massiv zur Zerstörung des Planeten beitragen; und die nationalistischen „Endzeit-Anhänger“, die entschlossen sind, die Tore vor jenen zu schließen, die sie als Außenseiter betrachten. Sie alle sehen sich als etwas Besonderes und als würdig, weil sie die Macht besitzen – ein dominierender Faktor in der heutigen faschistischen Denkweise. Das gilt ebenso für ihre Strategie, Frustration und Wut in der Bevölkerung auf die Schwächsten und Verletzlichsten als Sündenböcke zu lenken, statt auf sich selbst.

Doch es gibt Hoffnung, und sie liegt darin, dass wir anderen uns nicht spalten lassen!
In seiner Rezension des Buches schreibt der Guardian-Reporter Daniel Trilling, Klein und Taylor schöpften besondere Inspiration aus Zohran Mamdanis Sieg in New York, der trotz des aktiven Widerstands des politischen und finanziellen Establishments Bürgermeister der Stadt wurde. Der Sieg zeige, „dass es möglich war, eine erfolgreiche Koalition aufzubauen, indem man sich auf die materiellen Anliegen der Menschen konzentrierte – und indem man Unterschiede feierte, statt zu versuchen, sie zu leugnen oder sich dafür zu entschuldigen. … [Die Autorinnen des Buches] verweisen außerdem auf weitere Formen des kreativen Widerstands in den USA und anderswo als Keime einer neuen Politik, die ‚in einem weit gefassten, offenen und einladenden Verständnis nachbarschaftlichen Miteinanders verwurzelt‘ ist und den dystopischen Zukunftsvisionen der Rechten etwas entgegensetzen kann.“

Naomi Klein und Astra Taylor, Endzeitfaschismus: Und der Kampf um unsere Welt, Verlag S. Fischer, ISBN 978-3103978216, 464 Seiten

Pauline Welch ist Mitarbeiterin von Share International und lebt in Großbritannien. Als Autorin beschäftigt sie sich vor allem mit ökologischen und politischen Entwicklungen.


Dank des britischen Abgeordneten Jeremy Corbyn liegt nun ein Buch vor, das auf einer Untersuchung der Fakten zur Rolle Großbritanniens beim Völkermord in Gaza basiert. Das neue Buch mit dem schlichten und direkten Titel The Gaza Tribunal: Britain’s Complicity in Genocide (Das Gaza-Tribunal: Großbritanniens Mitschuld am Völkermord) wurde von dem Abgeordneten Jeremy Corbyn, Neve Gordon (Professor für Menschenrechte) und Shahd Hammouri (Dozentin für Rechtswissenschaften) verfasst. Es dokumentiert die Aussagen, die im Rahmen des „Gaza Tribunal“ – einer zweitägigen Anhörung im September 2025 in London – von 29 Zeugen gemacht wurden; zu ihnen zählten Mediziner, Journalisten, Wissenschaftler, Juristen, Forscher, Aktivisten, Gewerkschafter und politische Persönlichkeiten.

Peter Richard Grenville Layard, Baron Layard
(Foto: Sophie Brown, Wikimedia Commons)

Einige Monate zuvor hatte Corbyn im britischen Parlament einen Gesetzentwurf eingebracht, in dem er die Regierung aufforderte, „eine unabhängige Untersuchung zur Beteiligung Großbritanniens an israelischen Militäroperationen im Gazastreifen einzuleiten, einschließlich der Lieferung von Waffen und Überwachungsflugzeugen sowie der Nutzung von Stützpunkten der Royal Air Force“.

Es überrascht nicht, dass die Regierung den Gesetzentwurf ablehnte und sich weigerte, eine solche Untersuchung einzuleiten. Daraufhin kündigte Corbyn an, dass er und seine Kollegen eine eigene Untersuchung starten würden, und erklärte: „Wir werden das volle Ausmaß der britischen Mitschuld am Völkermord aufdecken – und wir werden Gerechtigkeit für das palästinensische Volk herbeiführen.“

Das Tribunal stellte vier Fragen, die von Experten aus den verschiedenen Fachgebieten behandelt wurden, darunter die UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete, Francesca Paola Albanese, und der palästinensische Journalist Abubaker Abed:
Was ist in Gaza geschehen? – das Ausmaß des menschlichen Leids, der Zerstörung und der Verwüstung
Welche rechtlichen Pflichten hat Großbritannien? – im innerstaatlichen und im Völkerrecht
Welche Rolle hat Großbritannien in Gaza gespielt? – das Ausmaß seiner militärischen Beteiligung, einschließlich Waffenverkäufen und Überwachungsflugzeugen
Hat Großbritannien seine rechtlichen Verpflichtungen erfüllt?

Die im Rahmen des Tribunals zusammengetragenen Zeugenaussagen sind vernichtend und erschütternd. In seinem Vorwort zum Bericht schreibt Corbyn: „Worte können das Ausmaß des Leids, das die Palästinenser ertragen haben, nicht annähernd beschreiben. Wir alle haben die Bilder gesehen. Menschen, die in Stücke gerissen wurden. Menschen, auf die geschossen wird, während sie für einen Sack Mehl anstehen. Ganze Stadtviertel dem Erdboden gleichgemacht. Mütter, die nach ihren unter den Trümmern begrabenen Kindern schreien. Dies war kein Krieg, der darauf abzielte, einen militärischen Gegner zu besiegen. Dies war ein Völkermord, der darauf abzielte, ein ganzes Volk zu vernichten – unterstützt und begünstigt durch die britische Regierung.“

Das Tribunal beklagt zudem die Aushöhlung des Völkerrechts und „wie die viel gepriesene regelbasierte Ordnung zusammen mit den palästinensischen Menschenleben, bei deren Schutz sie versagt hat, unter den Trümmern begraben wird“ (Corbyn).
Die Autoren betrachten das Tribunal lediglich als einen Beitrag zur Kampagne für Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht gegenüber den Palästinensern, nicht jedoch als Ersatz für eine umfassende, unabhängige Untersuchung, für die sie sich weiterhin einsetzen.

Das Tribunal kann unter https://thegazatribunal.uk angesehen werden, und anlässlich der Buchveröffentlichung fanden landesweit Signier- und Diskussionsveranstaltungen statt.
Mit einem neuen Premierminister im Amt hat Corbyn den Gesetzentwurf erneut eingebracht, dessen zweite Lesung voraussichtlich im Dezember 2026 stattfinden wird.


Es ist Zeit für die Wahrheit über das Klima

Die jüngsten klimabedingten Katastrophen in diesem Jahr – darunter der Gletscherkollaps und die Überschwemmungen in Nepal sowie drei extreme Hitzewellen in Europa – beginnen die Art und Weise zu verändern, wie sachkundige Fachleute und Medien den Klimawandel wahrnehmen und darüber berichten. Ingmar Rentzhog, CEO und Gründer der weltweit größten Medienplattform für Klimaschutz, „We Don’t Have Time“ (Wir haben keine Zeit), geht dabei voran. Er bezeichnet die bisherige globale Reaktion auf die klimatischen Herausforderungen als die größte Lüge, die je erzählt wurde – und sie besteht nur aus vier Worten: „Wir haben noch Zeit.“

Er sagt, die Lüge und die meisten Menschen, die sie wiederholen, seien nicht unbedingt böse; vielmehr fühlten sie sich von dieser Botschaft angezogen, weil sie bequem ist, weil sie die Institutionen schützt, die sie übernehmen, und weil sie nicht extrem ist. Doch er legt die Wahrheit offen, die diese Lüge verbirgt: Es ist bereits zu spät. Zu spät, um die Katastrophe zu vermeiden, denn die Katastrophe hat bereits begonnen. Die einzige noch offene Frage ist, wie groß sie werden wird und ob sie unsere Gesellschaften zerbrechen wird oder nicht.

Rentzhog führt einige sehr beunruhigende Tatsachen an, um seine These zu untermauern. Zunächst einmal war 2024 das erste vollständige Kalenderjahr, in dem die globale Durchschnittstemperatur mehr als 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau lag, und der „Emissions Gap Report“ (Bericht zur Emissionslücke) der Vereinten Nationen zeigt, dass die derzeitige Politik auf einen Kurs von bis zu 2,8 °C Erwärmung zusteuert. Das Pariser Abkommen verpflichtet die Staaten, die globale Durchschnittstemperatur deutlich unter 2 °C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und sie nach Möglichkeit auf 1,5 °C zu begrenzen. Doch selbst 1,5 °C galten nie als „sicher“.

Zweitens betrifft diese Lüge jeden heute lebenden Menschen und jeden Menschen, der jemals geboren werden wird, und sie ist nicht statisch. Mit jedem Jahr, in dem diese vier Worte – „Wir haben noch Zeit“ – im Spiel sind, wird zusätzliche Wärme festgeschrieben, die sich nie wieder rückgängig machen lässt. Und, so sagt er: „Das Geniale an ihr ist, dass sie ehrliche Menschen für sich gewinnt. Man musste nie korrupt sein, um zu sagen: ‚Wir haben noch Zeit.‘ Man musste lediglich einen erträglichen Satz einem unerträglichen vorziehen.“

Die vielleicht ernüchterndsten Tatsachen betreffen jedoch die Todesfälle. Die bewusst konservativ angesetzte Untergrenze des Weltklimarats (IPCC) prognostiziert mit hoher Sicherheit mehr als 250 000 hitzebedingte Todesfälle pro Jahr bis 2050. Dabei werden jedoch nur vier Todesursachen berücksichtigt; Stürme, Überschwemmungen, Waldbrände, Konflikte und Migration bleiben vollständig unberücksichtigt. Eine andere Schätzung stammt von Versicherungsmathematikern, die Risiken bewerten. Das Institute and Faculty of Actuaries und die University of Exeter stuft eine Erwärmung um 2 °C oder mehr bis 2050 als ein Risiko für mehr als zwei Milliarden Todesfälle ein. Bei einer Erwärmung um 3 °C oder mehr stufen sie das Risiko als extrem ein, mit mehr als vier Milliarden Todesfällen – etwa der Hälfte aller heute lebenden Menschen. Die von den Versicherungsmathematikern bewertete Zukunft entspricht dem Kurs, auf dem wir uns befinden, sofern wir ihn nicht ändern.

ABER, so Rentzhog: „Nichts davon steht fest. Noch ist keiner dieser Todesfälle eingetreten. Die Kluft zwischen dem Weg, auf dem wir uns befinden, und dem Weg, den wir einschlagen könnten, ist kein Schicksal. Sie besteht aus Entscheidungen, getroffen von Menschen mit Namen und Ämtern und mit Wahlen, die sie verlieren können. Die größte Lüge, die je erzählt wurde, ist diejenige, in der wir gerade leben, und sie kann noch rechtzeitig entlarvt werden.“ Wir müssen sie entlarven, sagt er, und wir müssen uns außerdem weigern, die zweite Lüge zu akzeptieren, die auf die erste folgt: „Es ist zu spät, also spielt nichts mehr eine Rolle.“ Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen „Wir haben noch Zeit“ und „Es ist zu spät“, und Dutzende Millionen Menschenleben können gerettet werden, wenn wir jetzt rasch handeln. Jeder Bruchteil eines Grades Erwärmung, den wir vermeiden, bedeutet, dass weniger Menschen sterben. Wir können es uns schlicht nicht leisten, zu warten.

Richtig ist, dass es reale Fortschritte beim Klimaschutz gibt und dass diese nicht gering sind. Was in lösungsorientierten Medien jedoch heruntergespielt wird, ist die Tatsache, dass wir das Problem zu langsam lösen, als dass dies ausreichend ins Gewicht fallen würde. Die Kluft zwischen dem Tempo, das wir haben, und dem Tempo, das wir benötigen, ist das Werk dieser Lüge; verteidigt wird sie in den Entscheidungsrunden, in denen Kehrtwenden klimapolitischer Maßnahmen beschlossen werden (Rentzhog dokumentierte im vergangenen Jahr 45 davon in 15 Zuständigkeitsbereichen). Um das erforderliche Tempo zu erreichen, schlägt er vor, diese Frage überall dorthin zu tragen, wo Entscheidungen getroffen werden: „Wir sagen immer wieder, wir hätten noch Zeit. Zeit – bis wann genau? Und woher wissen wir das?“ Wie die größte Lüge, so sagt er, besteht auch die Wahrheit nur aus vier Worten: Wir haben keine Zeit.

Der UN-Ansatz bei Überschreitung der globalen Temperaturgrenze

Ein neuer Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) mit dem Titel „Limiting Overshoot“ erkennt an, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur voraussichtlich innerhalb der nächsten Jahre die Marke von 1,5 °C überschreiten und darüber bleiben wird, gefährliche Klimafolgen entstehen. Der Bericht zeigt jedoch einen Weg auf, die Auswirkungen dieser Überschreitung möglichst gering zu halten, und bezeichnet ihn als „Überschreitung, Höchststand und Rückgang“.

UN-Generalsekretär António Guterres sagt: „Die sengende Hitze dieses Sommers, wütende Waldbrände und tödliche Überschwemmungen sind eine Warnung vor dem, was uns noch bevorsteht. Wir müssen die Überschreitung der 1,5-Grad-Marke so gering und so kurz wie möglich halten. Das verlangt nach Vorgehensweise die über das bisherige Maß hinausgehen.“

Dem Bericht zufolge erreicht der Temperaturanstieg im optimistischsten Szenario einen Höchststand von 1,8 °C über dem vorindustriellen Niveau; die meisten anderen Szenarien sagen jedoch höhere Spitzenwerte voraus. Der Bericht betont, dass oberhalb der im Pariser Abkommen festgelegten 1,5-°C-Grenze die Risiken und Auswirkungen mit jedem Bruchteil eines Grades und mit jedem Jahr zunehmen werden. Dazu gehören extreme Wetterereignisse, der Verlust von Ökosystemen sowie die Überflutung kleiner Inselentwicklungsländer und niedrig gelegener Küstenstädte. Für die Menschen sind schwere Schäden für Gesundheit, Ernährungssicherheit, Wasserversorgung, Natur, Städte, Infrastruktur und Volkswirtschaften zu erwarten.

Darüber hinaus steigt mit dem Ausmaß und der Dauer höherer Temperaturen die Wahrscheinlichkeit, irreversible Kipppunkte zu überschreiten – beispielsweise die Schädigung des Amazonas-Regenwaldes, die Destabilisierung großer Eisschilde und eine Störung der Atlantischen meridionalen Umwälzzirkulation, die eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Klimas spielt.

Angesichts dieser Risiken fordert der Bericht rasches, gemeinsames und weltweites Handeln. Er nennt außerdem mehrere wichtige Voraussetzungen für den Erfolg: starken politischen Willen, Multilateralismus, wirksame politische Maßnahmen, inklusive Regierungsführung und Finanzierung, wobei Fairness und Gerechtigkeit allen Maßnahmen zugrunde liegen sollen. Länder, die eine größere Verantwortung für den Klimawandel tragen, nimmt der Bericht in die Pflicht, am schnellsten und mit dem größten Ehrgeiz zu handeln.


Die Vereinten Nationen stimmen für neue Weltkarte
In einem bedeutsamen Schritt zur Korrektur dessen, was manche als „kartografischen Rassismus“ bezeichnet haben, hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen dafür gestimmt, die Equal-Earth-Weltkarte anstelle der Mercator-Karte einzuführen, die seit 1569 international verwendet wird. Die Mercator-Karte verzerrt die Größe der Kontinente, da es unmöglich ist, die Oberfläche einer Kugel in einer zweidimensionalen Darstellung exakt wiederzugeben.
Die Mercator-Karte berücksichtigt die Erdkrümmung, indem sie Länder in der Nähe des Äquators kleiner erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind, während Länder näher an den Polen größer dargestellt werden. Auf der Mercator-Karte erscheint beispielsweise Afrika gleich groß wie Grönland, obwohl es tatsächlich 14-mal größer ist. Die Equal-Earth-Projektion wurde 2018 von einem Team von Kartografen entwickelt, um diese Verzerrung zu korrigieren.
Togo brachte die Resolution „Correct the Map“ ein, die von den Mitgliedern der Afrikanischen Union unterstützt wurde. Sie wurde mit den Stimmen von 164 Staaten bei sechs Enthaltungen angenommen. Die USA gaben als einziges Land eine Gegenstimme ab. Vor der Abstimmung erklärte Togos Außenminister Robert Dussey: „Eine gerechte Welt beginnt mit einer gerechten Karte.“
Die Abstimmung der Vereinten Nationen ist nicht bindend, doch es wird erwartet, dass Institutionen weltweit die von ihnen verwendeten Karten ändern werden. So erklärte etwa der französische Außenminister Jean-Noël Barrot, sein Ministerium werde die Mercator-Karte künftig nicht mehr verwenden. „Die Karte zu ändern, verändert offensichtlich nicht die Welt“, sagte er. „Aber eine Darstellung zu korrigieren, die sie verzerrt, ist bereits ein Akt der Wahrheit.“

Prominente Israelis fordern ihre Regierung auf, den „jüdischen Terrorismus“ zu beenden
Im Juni unterzeichneten mehr als 200 prominente Israelis einen Brief, in dem sie die Regierung aufforderten, die Angriffe israelischer Siedler auf palästinensische Zivilisten im Westjordanland zu unterbinden.
Zu den Unterzeichnern gehörten mehr als drei Dutzend pensionierte Generäle von Heer und Luftwaffe, zwei ehemalige Ministerpräsidenten, frühere Leiter des israelischen Auslands- und Inlandsgeheimdienstes sowie ein Nobelpreisträger. Der Brief forderte ein Ende des „jüdischen Terrorismus“ und der „ethnischen Säuberung“ im Westjordanland und warf der Regierung Netanyahus vor, sie habe es fahrlässig versäumt, dies zu unterbinden, und verfolge außerdem „eine bewusste Regierungspolitik, bei der der gesamte Sicherheitsapparat – einschließlich des Militärs, des Shin Bet und der Polizei – wissentlich mitschuldig ist“.
Obwohl viele dieser israelischen Kritiker während ihrer eigenen militärischen Laufbahn an extremer Gewalt beteiligt waren, sagen sie, sie hätten im Interesse der israelischen Sicherheit, innerhalb einer Befehlskette und unter rechtlicher Aufsicht gehandelt. Der Unterschied bestehe heute darin, dass die Gewalt unkontrolliert und wahllos sei und sich gegen unschuldige Zivilisten richte.
Im Schatten der Angriffe der israelischen Regierung auf Gaza, den Iran und den Libanon haben bewaffnete israelische Siedler – bestärkt durch die rechtsradikalste Regierung in der Geschichte des Landes – weiterhin palästinensische Häuser, Moscheen und Dörfer im Westjordanland überfallen und zerstört, mit der Absicht, die Palästinenser aus dem Gebiet zu vertreiben. Bereits 2026 wurden mehr als 3200 Palästinenser durch Siedlerangriffe vertrieben – bei einer Vertreibungsrate, die doppelt so hoch ist wie im Vorjahr.
(Quelle: New York Times)


von Aart Jurriaanse

Für die Zwecke dieser Abhandlung wird die Beschreibung des hierarchischen Gefüges auf eine einfache Form beschränkt und nur so weit ins Einzelne gehen, wie es erforderlich ist, um einen Einblick in die Beziehungen zwischen den drei Hauptgruppierungen zu gewinnen, denen der Mensch auf seinem Entwicklungsweg begegnet: Menschheit, Geistige Hierarchie und Schamballa. Dennoch fällt es den meisten Schülern schwer, selbst eine derart einfache Darstellung gedanklich zu erfassen und anzunehmen, weil diese Begriffe abstrakter Natur sind und weil die beschriebenen subjektiven Wesenheiten für die menschlichen Sinne unsichtbar und nicht greifbar bleiben. Sobald jedoch ein angemessenes Bild dieser geistigen Struktur gewonnen ist, können diese grundlegenden Vorstellungen mit zunehmendem Wissen und tieferem Verständnis nach und nach erweitert werden.

Es wurde bereits beschrieben, wie der Mensch im Verlauf zahlreicher Inkarnationen Schritt für Schritt sein Bewusstsein erweitert; wie er die erste Einweihung erlangt, indem er seine körperlichen Begierden unter Kontrolle bringt, gefolgt von der zweiten Einweihung, wenn die Emotionen in angemessenem Maße gezügelt sind. Dann folgt die wichtige Stufe der dritten Einweihung: Nachdem die drei niederen Körper (der physische, der astrale und der mentale) integriert sind und gemeinsam als seelendurchdrungene Persönlichkeit funktionieren, die unter der vollständigen Leitung der Seele steht. Das ist der Zeitpunkt, an dem der wahre geistige Mensch die Führung übernimmt – wenn er nicht länger von den Anziehungskräften und Trieben des Fleisches am Zügel gehalten wird und sich vor dem inneren Auge neue Ausblicke auf die geistigen Welten eröffnen. Dieses tiefere Bewusstsein und der Begegnung mit der inneren Wirklichkeit geprägte Mensch und bewusste Jünger erschließt nun neue und größere Energiequellen und erkennt die Kraft der Liebe, die ihm zur Verfügung steht, um seinen Mitmenschen zu helfen. Er erreicht den Zustand der Verklärung.

Bis zur dritten Einweihung hat der Jünger meist unbewusst an der Errichtung der Lichtbrücke gearbeitet, indem er die niederen Körper integrierte und zunehmend mit der Seele vereinte. Von jetzt an geschieht das Bauen der Brücke ganz bewusst, mit dem Ziel, die Kluft zwischen der Persönlichkeit und der geistigen Triade oder Monade zu schließen. Mit der Vollendung dieses letzten Abschnitts der Brücke ist der Jünger bereit für die vierte Einweihung – den „Großen Verzicht“. Die Monade hat nun unmittelbare Kontrolle über die Persönlichkeit, die in der physischen Welt lediglich deren dreifache Widerspiegelung. Die Seele ist damit als Vermittlerin zwischen Geist und Materie überflüssig geworden und wird nach Äonen des Dienstes in dieser Funktion „erlöst“. Obwohl die Monade die drei Körper vorübergehend beibehalten mag, werden sie für Erfahrungen in der physischen Welt nicht mehr benötigt, sondern dienen nur noch als Ausdruckskörper der Monade; sie werden daher ausschließlich als Dienstinstrumente im Menschenreich oder in einem der drei niederen Naturreiche eingesetzt.

Nach der dritten Einweihung kann der Jünger als jüngeres Mitglied der Geistigen Hierarchie der Meister betrachtet werden und wird als solches in die Gruppe eines älteren Meisters eines bestimmten Strahls aufgenommen. Als Teil der Hierarchie beteiligt er sich an der hierarchischen Arbeit, wobei er entweder in der physischen Welt inkarniert oder auf den inneren Ebenen tätig. Auf dieser Stufe ist die sich entwickelnde Wesenheit jedoch noch nicht den vollen Verantwortlichkeiten eines Adepten oder Meisters gewachsen – erst nach Erreichen der fünften Einweihung wird der Eingeweihte zu einem anerkannten Meister der Weisheit.

Die Existenz der Hierarchie der Meister als Teil jener geistigen Reiche, die der Führung des Christus untersteht, wurde erst im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, also vor etwa 100 Jahren, von Madame Blavatsky öffentlich enthüllt. Wie zu erwarten war, stieß die Offenlegung dieses verborgenen Wissens gegenüber der breiten Öffentlichkeit auf heftigen Widerstand aus religiösen Kreisen und häufig auf Spott großer Teile der Allgemeinheit. Heute akzeptieren Hunderttausende diese Grundsätze als logisch, wenn die dem Menschen zur Verfügung stehenden Belege unvoreingenommen betrachtet werden. Auch der hartnäckige Widerstand der Orthodoxen bröckelt angesichts des beharrlichen Ansturms der Vernunft. Doch es geht um weit mehr als Logik; heute gibt es viele integere Menschen, die durch praktische Erfahrung und bewusste Zusammenarbeit mit höheren Wesenheiten zu der Erkenntnis gelangt sind, dass die Meister existieren und dem ringenden Aspiranten Hilfe gewähren können. Der aufrichtige Wahrheitssucher gibt sich nicht länger mit den stereotypen Antworten orthodoxer Theologen zufrieden und zieht eigene unmittelbare geistige Erfahrung der Autorität von Lehrsätzen vor.

Es ist zu erwarten, dass Zeit erforderlich sein wird, bis diese „neuen“ Vorstellungen allgemein angenommen und ihre Grundsätze weltweit verankert sind. Doch es gibt eine stetige, unaufhaltsame Bewegung in diese Richtung, die zwangsläufig in eine einzige Weltreligion münden wird. Diejenigen, die für die einströmenden geistigen Impulse empfänglich sind, bilden noch immer eine kleine Minderheit; doch das ist aus Sicht des Evolutionsprozesses normal. Das Neue wird letztendlich das tief Verwurzelte und Etablierte ersetzen, was seinen Zweck in Zeit und Raum erfüllt hat und bedeutungslos geworden ist; es muss dem Platz machen, was vital, stark und gesund ist und der jeweiligen Zeit entspricht. Die Religion der Zukunft wird auf Liebe, gutem Willen, Teilen und rechten menschlichen Beziehungen beruhen – nicht nur zwischen Einzelnen, sondern auch zwischen Gruppen, sowie den Völkern und Nationen der Welt. Diese Zeit rückt rasch näher – lassen wir uns nicht von äußerer Zwietracht, Hass und Kampf blenden; blicken wir unter die Oberfläche und erkennen jene starken und lebendigen Strömungen der Toleranz, des guten Willens und der Rücksichtnahme, die sich überall bemerkbar machen, häufig von ganz unerwarteter Seite. In nicht allzu ferner Zukunft werden diese erwachenden Kräfte so stark anwachsen, dass die dunklen und bösen Mächte von ihnen überwältigt werden und weitgehend von der Bildfläche verschwinden werden.

Der Christus und seine Mitarbeiter und Jünger in der Geistigen Hierarchie haben mit ihrem geistigen Vorstoß in den vergangenen Jahrzehnten bereits beträchtliche Fortschritte erzielt – die Mauern des Widerstands, die von den dunklen Kräften errichtet und gestützt wurden, deren Einfluss seit Zeitaltern die menschlichen Aktivitäten beherrscht, bröckeln rasch. Jetzt jedoch ist der entscheidende Zeitpunkt gekommen, an dem anfänglichen Erfolg konsequent nachgesetzt werden muss, ohne ihnen eine Atempause zu lassen, in der sie ihre Kräfte neu sammeln könnten.

Zu diesem Zweck ist die Geistige Hierarchie auf die Unterstützung sowohl ihrer bewussten als auch ihrer unbewussten Jünger in der Welt der Menschen angewiesen. Allen aufgeklärten Menschen in den Kirchen, den politischen Parteien und den vielen Organisationen – sozialen, wirtschaftlichen, pädagogischen und wissenschaftlichen – obliegt die Verantwortung, eine geeinte Front zu bilden, die auf den grundlegenden Prinzipien von Liebe, gutem Willen und Dienst beruht. Auf diese Weise wird der Weg zur geistigen Freiheit der Menschheit geebnet – einer Freiheit, die bislang nur ein schwacher Traum ist, die jedoch verwirklicht werden muss und wird, wenn jeder dazu befähigte Einzelne die ihm zugedachte Rolle erfüllt. Diese geistige Inspiration, die sich bemerkbar macht, kommt durch die Geistige Hierarchie, deren Aufgabe es ist, der Menschheit diese Energien zuzuleiten. Die Menschheit darf daher stets dieser Unterstützung gewiss sein, die jederzeit angerufen werden kann. Die Geistige Hierarchie befasst sich jedoch nicht mit den geringfügigen alltäglichen Problemen und Aktivitäten des Einzelnen – diese bleiben im Verantwortungsbereich der Persönlichkeit mit ihrem freien Willen; ihr Interesse gilt der Evolution der Menschheit als Ganzes, und dem Einzelnen gilt ihre Aufmerksamkeit nur dann, wenn er als nützliches Instrument zur Förderung des allgemeinen Wohls dienen kann. Wer jedoch die Bereitschaft und Befähigung zu selbstlosem Dienst zeigt, kann sich darauf verlassen, dass diese Eigenschaften bereitwillig zum gemeinsamen Wohl genutzt werden, denn jeder geeignete Kanal zur Übertragung hierarchischer Energien in die Welt der Menschen wird dringend benötigt.

In ihrer gegenwärtigen Gestalt ist die Geistige Hierarchie das Ergebnis menschlicher Tätigkeit und menschlichen Strebens vergangener Zeitalter – mit anderen Worten: Sie repräsentiert die erlöste Menschheit. Alle ihre Mitglieder sind befreite Menschen, die weltliche Erfahrungen in ihrer ganzen Vielfalt und in all ihren Phasen durchlebt haben; die gelebt, gelitten, versagt und Erfolge errungen haben; die unzählige Male die zyklischen Prozesse von Tod, Auferstehung und anschließender Wiedergeburt durchlaufen haben.

Im Grunde sind diese Großen von ähnlicher Natur wie jene, die noch im Fleisch mit all den Versuchungen, Trieben, Freuden und Widrigkeiten der Welt der Emotionen und Begierden ringen. Sie kennen all jene Bewusstseinszustände, die sie im Verlauf von Äonen zu meistern vermochten; sie überwanden diese Zustände, während sie am Leben in den physischen Welten teilnahmen, und geben der Menschheit damit die Gewähr, dass auch sie dieselbe letztendliche Vollendung erreichen wird. Die Geistige Hierarchie trägt daher das Emblem von Menschen, die durch die läuternden Feuer des täglichen Lebens geheiligt wurden. Ihre Mitglieder kennen deshalb das Leben mit all seinen Herausforderungen und haben daher unendliches Verständnis, Geduld und Mitgefühl für jene, die sich noch fest in der Tretmühle des Lebens abmühen.

Das Oberhaupt dieser Gemeinschaft vervollkommneter Wesen ist der Christus, der tatsächlich der erste der auf Erden geborenen Menschen war, der Göttlichkeit erlangte. Es war der Christus, der für den Menschen das große kosmische Prinzip der Liebe verkörperte und dem Menschen erstmals die Natur des Herzens Gottes offenbarte.

Aart Jurriaanse (1907–2002) war ein südafrikanischer Autor, der auch einige Zusammenstellungen aus den Werken von Alice A. Bailey veröffentlicht hat. Er hatte Share International freundlicherweise die Erlaubnis zum Abdruck seiner Artikel gegeben, wie sie erstmals in dem Buch Bridges (1978, deutsche Ausgabe: Philosophie der Synthese: Eine Einführung in die zeitlosen Weisheitslehren, Verlag Hans-Jürgen Maurer, Frankfurt, maurer.press) erschienen sind. Diese inspirierenden und informativen Artikel, die wir hier in loser Folge wiedergeben, behandeln spirituelle Sichtweisen, die sich von den alten Archiven der Meister bis in unsere Zeit erstrecken.


von Doug Griffin

Inspektor Roy Teague, der in der Eliteeinheit für Schusswaffeneinsätze der Polizei in den britischen West Midlands tätig ist, hat kürzlich sein Buch Close Encounters of the Police Kindveröffentlicht. Es ist die erste Anthologie überhaupt, in der britische Polizeibeamte über ihre eigenen Begegnungen mit UFOs berichten. Er hat akribisch Belege von über 250 Beamten zusammengetragen, die während ihrer Dienstzeit bei der Polizei Erfahrungen mit UAPs (Unidentified Aerial Phenomena, unidentifizierte Luftphänomene) gemacht haben. Von ihnen erklärten sich alle bis auf neun bereit, in dem Buch namentlich genannt zu werden; viele äußerten sich dabei erstmals öffentlich. Teague vermutet, dass der mit diesem Thema verbundene Spott und die Stigmatisierung in der Vergangenheit viele Beamte davon abgehalten haben, mit ihren Berichten an die Öffentlichkeit zu gehen. Anfang September 2026 interviewte Ross Coulthart vom US-amerikanischen Kabelnachrichtensender NewsNationTeague anlässlich dieser Neuerscheinung für die Reihe „Reality Check“.

Inspektor Teague, ein ehemaliger Soldat mit über 25 Jahren Erfahrung als taktischer Einsatzleiter für Schusswaffeneinsätze, begann sich um das Jahr 2016 für UAPs zu interessieren, nachdem er die unter Ufologen bekannte Dokumentation UFOs and Nukes: The Secret Link Revealedvon Robert Hastings gesehen hatte. Sie zeigte Belege dafür, dass UFOs amerikanische Nuklearwaffenanlagen über lange Zeit hinweg überwachten; freigegebene Dokumente und Zeugenaussagen von Militärangehörigen untermauerten dies. Tatsächlich erklärte Teague während des Interviews bei NewsNation, er glaube, dass UFO-Sichtungen seit 1945 infolge der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki erheblich häufiger geworden seien, was die zunehmende Besorgnis Außerirdischer über den Einsatz solcher Waffen durch die Menschheit zeige. Coulthart zufolge war auch Apollo-14-Astronaut Edgar Mitchell der Ansicht, dass solche Sichtungen seit jener Zeit häufiger geworden seien, denn, wie Mitchell es ausdrückte: „Die Kinder haben mit den Streichhölzern gespielt. Sie haben mit Atomwaffen gespielt.“

Nachdem Teague die Dokumentation gesehen hatte, fragte er sich, welche Zeugen die Öffentlichkeit bei UAP-Sichtungen wohl am schwersten als unglaubwürdig abtun würde. Er kam zu dem Schluss, dass dies aufgrund ihrer Ausbildung Polizeibeamte seien, und begann deshalb, so viele Berichte aus erster Hand wie möglich von ehemaligen oder noch im Dienst stehenden Beamten zu sammeln, die bereit waren, ihre Erfahrungen mitzuteilen.

Das Buch enthält eine Reihe besonders bemerkenswerter Beispiele. Coulthart bat den Inspektor, einige davon für das Publikum zu schildern, um zu zeigen, wie außergewöhnlich manche dieser Sichtungen waren. Ein Fall betraf einen Polizeihubschrauber, der am 5. Juli 1997 über dem Zentrum Londons schwebte und eine riesige Parade überwachte, die an diesem Tag stattfand. Während sie sich in der Luft befanden, sahen PC (Police Constable) Paul Hammond und Military Warrant Officer David Frampton – es handelte sich um einen gemeinsamen Einsatz von Polizei und Armee – etwas, das wie „ein Papierflieger“ aussah, ähnlich denen, die Schulkinder im Unterricht basteln; dieses Objekt jedoch war massiv und etwa 30 bis 40 Meter lang. Sie funkten die nächstgelegenen Flughäfen an und fragten, ob sich in diesem gesperrten Luftraum, der beispielsweise die Downing Street und das MI6-Gebäude umfasste, noch andere Luftfahrzeuge befänden.

Die Fluglotsen meldeten sich zurück und erklärten, dort oben befinde sich niemand sonst – nur ihr Hubschrauber! Die beiden Piloten beschlossen daraufhin, das UFO zu umkreisen, und stellten mithilfe ihrer FLIR-Kamera (Forward-looking Infrared) am Heck des Flugobjekts eine Wärmesignatur fest. Das UFO schoss anschließend mit unglaublicher Geschwindigkeit nach vorn. Etwa 100 Meter weiter schien sich am Himmel ein Loch zu öffnen, durch das das Flugobjekt hindurchflog; danach schloss sich das Loch „wie mit einem Reißverschluss“ wieder hinter ihm. Teague sagte, er zolle den beiden Beamten Anerkennung dafür, dass sie ihre Geschichte erstmals an die Öffentlichkeit gebracht und ihm gestattet hätten, sie in sein Buch aufzunehmen: „Sonst hätte keiner von uns jemals von dieser Sichtung erfahren.“ Wie bereits erwähnt, hatten Hammond und Frampton die Flughäfen Heathrow und Gatwick zum Zeitpunkt des Vorfalls gefragt, ob sie das Objekt auf ihren Radarschirmen sehen könnten; beide bestätigten jedoch, dass auf dem Radar nur der Hubschrauber angezeigt wurde. Leider wurden nach diesem Ereignis keine vom Hubschrauber aus angefertigten Aufnahmen des Raumfahrzeugs aufbewahrt, da die beiden Piloten befürchteten, ihre Arbeitsplätze zu verlieren, und Angst hatten, verspottet zu werden.

Eine weitere ungewöhnliche Sichtung ereignete sich im August 1989 und betraf Sergeant Nick Spinks. Nach dem Ende einer Spätschicht fuhr er mit seinem Motorrad auf einer Hauptstraße in Richtung des Dorfes Vigo in Kent, wo er wohnte. Die Straße war auf beiden Seiten von Bäumen gesäumt. Während der Fahrt bemerkte er aus dem Augenwinkel links von sich über den Bäumen eine riesige, klassisch geformte „fliegende Untertasse“. Er wandte sich dem Objekt zu und konnte es deutlich sehen, während es sich in etwa 50 bis 60 Metern Höhe bewegte. Rund 15 bis 20 Sekunden lang konnte er das Flugobjekt beobachten, bevor die Straße in eine andere Richtung abbog und es aus seinem Blickfeld verschwand. Er wendete, um zu versuchen, es wiederzufinden, doch es war verschwunden. Als er Roy Teague davon berichtete, sagte er, dieses Erlebnis sei ein bedeutender Moment in seinem Leben gewesen, weil ihm dabei klar geworden sei: „Wir sind nicht allein in diesem Universum.“ Spinks sagte: „Wir könnten unmöglich etwas so Riesiges bauen, das mühelos über die Bäume gleiten könnte; es machte keinerlei Geräusch; keine Anzeichen irgendeines Antriebs und keine Nachbrenner, nichts.“

Offenbar ist er nicht der Einzige, der eine solche Begegnung hatte. Auch Inspektor Adrian Lars sah 1976 diese Art von UFO. Wiederum war er mit seinem Motorrad unterwegs, diesmal in Thornbury in Gloucestershire, als er für kurze Zeit eine riesige fliegende Untertasse in ähnlicher Höhe sah, die – wie im Fall von Spinks – mühelos durch sein Blickfeld glitt. In beiden Fällen hatten die Zeugen eine gute, klare und ungehinderte Sicht auf das Raumschiff.

Schließlich schildert Teague das Erlebnis von PC Ian Stevensbei einem Hubschrauberflug im Jahr 2006 unweit von Cardiff in Wales. Steven kam von einem Einsatz zurück und stand kurz vor der Landung am Flughafen Cardiff als er und der Pilot über den Hügeln von Cefn Mabley, einem Bezirk in Wales, ein riesiges dreieckiges schwarzes UFO sahen. Beide erklärten später, das UFO habe eine Art grünlichen Schimmer gehabt, fast wie im Morgenlicht glitzernder Frost, allerdings von grüner Farbe. Sie konnten seine Größe einschätzen, weil es sich im Größenvergleich mit den Hügeln von Cefn Mabley erkennen ließ. Erstaunlicherweise war jede der drei Seiten etwa eine Meile lang; trotz seiner gewaltigen Größe verschwand das Objekt jedoch im Handumdrehen. Innerhalb von etwa 3 Sekunden sahen sie es erneut, rund 19 Meilen von seinem ursprünglichen Standort entfernt – eine außergewöhnliche Strecke, die es in so kurzer Zeit zurückgelegt hatte. Auch in diesem Fall erkundigten sie sich beim Flughafen Cardiff, ob das Flugobjekt dort auf dem Radar erfasst worden sei; man teilte ihnen mit, dass keine Spur davon zu sehen gewesen sei.

Natürlich werden in Teagues Buch viele außergewöhnliche Sichtungen geschildert; die genannten Fälle sind lediglich eine kleine Auswahl der bedeutsameren. Gegen Ende des Interviews stimmen Coulthart und Teague darin überein, dass die zunehmende Präsenz von UAPs keine Bedrohung für die Menschheit darstellt, im Einklang mit dem, was Dr. Steven Greer, Direktor des Disclosure Project, seit jeher vertritt. Teague meint, wenn tatsächlich eine Bedrohung bestanden hätte, würden er und Coulthart dieses Interview gar nicht führen; denn NHI (Non-Human Intelligence/nichtmenschliche Intelligenz) stehe auf einer höheren Stufe als unsere eigene Intelligenz, und deren UFO-Technologie sei uns hinsichtlich technischer Entwicklung und Leistungsfähigkeit um Lichtjahre voraus. Hätten sie böswillige Absichten gegenüber der Menschheit gehegt, hätten sich diese längst mit verheerenden Folgen gezeigt. Tatsächlich haben Außerirdische – wie Dr. Greer bereits früher erklärte, ein höchst bemerkenswertes Maß an Zurückhaltung gezeigt, wenn man bedenkt, dass ein im Verborgenen operierendes geheimes Militärprogramm viele ihrer Flugobjekte abgeschossen hat, mit der Absicht, ihre Technologie zu missbrauchen.

Roy Teague hat seine Fähigkeiten als äußerst versierter polizeilicher Vernehmungsbeamter bei der Zusammenstellung dieses Buches wirkungsvoll eingesetzt – diesmal allerdings im Gespräch mit Polizeikollegen statt mit den Kriminellen, mit denen er üblicherweise konfrontiert ist. Dank der mutigen ehemaligen und noch im Dienst stehenden Polizeibeamten, die bereit waren, sich zu äußern und ihr Schweigen zu brechen, konnte er die zahlreichen ihm bekannt gewordenen Fälle gewissenhaft katalogisieren. All dies trägt zum weltweit wachsenden Druck auf eine vollständige Offenlegung und dazu bei, dass wir als Menschheit schließlich akzeptieren, was Sergeant Nick Spinks so formulierte: „Wir sind nicht allein in diesem Universum.“ Das sogenannte Narrativ der „außerirdischen Bedrohung“, das derzeit von den Machthabern vorangetrieben wird, ist lediglich ein Mittel, die Wahrnehmung dieser Realität zu verfälschen. Die Beweislage ist jedoch überwältigend und schwer von der Hand zu weisen, wenn die Belege beispielsweise – wie in diesem Fall, von einem britischen Polizeibeamten stammen, der seit 25 Jahren mit Auszeichnung im Dienst steht.

Doug Griffin ist Mitarbeiter von Share International und lebt in London.


Buchrezession von Phyllis Creme

Richard Layard begann vor über 20 Jahren mit seiner Pionierarbeit zum Thema Glück bzw. Wohlbefinden und veröffentlichte 2005 dieses Buch über seine Arbeit, das 2012 aktualisiert wurde. Seitdem sind weitere Werke von ihm erschienen. Als Professor an der London School of Economics ist er auf vielfältige Weise im öffentlichen und akademischen Leben sehr aktiv und wurde im Jahr 2000 Mitglied des britischen Oberhauses auf Lebenszeit für die Labour-Partei. Die folgende Rezension stützt sich zudem auf einen aktuellen Podcast aus der BBC-Reihe Radical.

Peter Richard Grenville Layard, Baron Layard
(Foto: Andy Miah, Wikimedia Commons)

Obwohl Layard Ökonom ist, lehnt er den in der Wirtschaftswissenschaft üblichen Maßstab für das Wohlergehen eines Landes ab – die Kaufkraft, das Bruttoinlandsprodukt (BIP). Stattdessen stützt er sich auf Umfragen, Einzelinterviews und Kategorisierungen – Arten und Grade des Glücks –, um das zu erarbeiten, was er als „neue Wissenschaft vom Glück“ bezeichnet. Er war (zusammen mit Geoffrey Sachs und anderen) Gründungsherausgeber des „World Happiness Report“, einer Erhebung zum selbst empfundenen Glück der Menschen, die mittlerweile jährlich erscheint. Außerdem war er maßgeblich an der Einführung der „Gesprächstherapie“ im englischen National Health Service (NHS) beteiligt, zu der jährlich 1,8 Millionen Menschen überwiesen werden. Ein neueres Projekt, an dem er mitwirkt, ist das Online-Tutorial „Happiness in Action“.

In der Einleitung zu seinem Buch bringt Layard seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Gesellschaft – und die Regierung – einen Wandel vollziehen und den Gefühlen der Menschen, insbesondere ihrem Wohlbefinden oder, wie er es nennt, ihrem „menschlichen Gedeihen“, mehr Rechnung tragen werden. Er fragt: Warum sind wir trotz des allgemeinen materiellen Fortschritts nicht glücklicher?

Was versteht man unter „Wohlbefinden“ oder „Glück“? (Es lohnt sich für den Leser, einmal aus eigener Sicht über diese Frage nachzudenken, die Millionen von Menschen gestellt wird: Wie glücklich sind Sie mit Ihrem Leben auf einer Skala von 1 bis 10? Nicht jeder kann darauf eine Antwort geben.)

Layard sagt, dass die Merkmale für „Glück“ nicht überraschen – sie umfassen die wirtschaftliche Sicherheit der Menschen, Zufriedenheit im Beruf, Beziehungen, eine glückliche Kindheit, gute Gesundheit –, aber auch das Gefühl, dass es etwas darüber hinaus gibt, sei es Religion oder etwas Sinnvolles „im Inneren“; ebenso das Gefühl, einen Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können – um das Glück anderer zu fördern. Da Layard Bildung für wichtig hält, steht er den derzeitigen ständigen Prüfungen an britischen Schulen – den „Prüfungsfabriken“ – kritisch gegenüber und plädiert nachdrücklich dafür, mehr Wert auf die Kreativität der Schüler und ihr Selbstwertgefühl zu legen. Er drängt zudem darauf, der Ausbildung für technische Berufe – also der Lehrlingsausbildung – mehr Gewicht beizumessen – als mögliche Lösung für die vielen jungen Menschen in Großbritannien und anderswo, die weder in Arbeit noch in Ausbildung sind. Wie er jedoch sagt, ist es sehr schwierig, ohne die grundlegenden materiellen Lebensbedürfnisse glücklich zu sein, insbesondere angesichts grassierender Ungleichheit – auch wenn wir wissen, dass es manchen Menschen gelingt, trotz eingeschränkter Lebensverhältnisse glücklich zu sein.

Die Leserinnen und Leser von Share International sind mit der Vorstellung vertraut, dass die grundlegendste Voraussetzung für das Glück oder das Wohlergehen der Welt darin besteht, die Ressourcen der Welt zu teilen und dabei eine größere Gleichheit sowohl innerhalb der Länder als auch auf internationaler Ebene anzustreben; und dass wir derzeit das Gegenteil beobachten – zum Beispiel die verheerenden Folgen von Kürzungen bei der internationalen Entwicklungshilfe. Die gegenwärtige weltwirtschaftliche und politische Ordnung ist nicht dazu geeignet, das wahre Glück ihrer Bürger zu fördern.

Der „World Happiness Report“ vom März 2026 nennt Finnland als das „glücklichste“ Land, dicht gefolgt von Dänemark, Island und Schweden. Dies sind Länder, die in der Regel „starke soziale Sicherungssysteme, ein höheres Einkommensniveau, eine längere Lebenserwartung und größere persönliche Freiheit“ vereinen, während Länder mit niedrigerem Rang häufig „mit politischer Instabilität, schwächerer sozialer Absicherung sowie eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsversorgung und grundlegenden Dienstleistungen“ zu kämpfen haben.

Im Podcast wird Layard (92 Jahre alt) nach seinen eigenen Erfahrungen mit Glück gefragt; er sagt, er habe „Glück“ gehabt – sei privilegiert gewesen – und würde sein eigenes Glück auf einer Skala von 1 bis 10 mit „8“ bewerten; definitiv nicht höher. (Angesichts der aktuellen Weltlage, in der so viele Menschen leiden, könnte es schwerfallen, das eigene Glück mit „10“ anzugeben, wenn man auch nur einen Funken Empathie besitzt. Es könnte wie egozentrische Selbstzufriedenheit klingen, wie eine Ausrede, um einfach weiterzumachen wie bisher.)

Layard spricht über eine Übung, die ihm beigebracht wurde, die er jedoch nicht preisgeben darf, die ihm aber hilft, tief in seinem Inneren eine Quelle innerer Stärke und Verbundenheit zu finden. Er schreibt auch über die Bedeutung der Meditation für die körperliche wie auch die psychische Gesundheit eines Menschen. Letztendlich schreibt Layard jedoch im Kapitel „Bildung des Geistes“ über einen gemeinsamen Nenner dessen, was uns glücklich machen kann: Im Grunde ist es die Liebe, die uns über uns selbst hinaushebt und uns zu einer liebevollen und dankbaren Haltung gegenüber allen Bereichen des Lebens ermutigt.

Die Lehren der zeitlosen Weisheit

Inwiefern stimmt Layards Darstellung des Glücks mit den esoterischen Lehren der zeitlosen Weisheit überein? Ein Großteil seiner Arbeit widmet sich der relativen Bedeutung der genetischen Veranlagung der Menschen und der Umwelteinflüsse, wie beispielsweise der Erziehung, sowie den Situationen, in denen sich Menschen befinden. Dies sind persönliche, soziale, wirtschaftliche und politische Faktoren, die gemäß den Lehren der zeitlosen Weisheit alle als spirituell angesehen werden; daher ist das Streben nach mehr Glück und Wohlbefinden für die Gesellschaft eindeutig ein spirituelles Anliegen. Doch wie Benjamin Creme hervorhob, wird die Gesellschaft zunehmend von Kommerzialisierung dominiert, einer Kultur des Wettbewerbs, der Gewinner und Verlierer.

Nach den Lehren der zeitlosen Weisheit gibt es Faktoren, die noch viel bedeutender sind als jene alltäglichen, die Layard anführt: zum Beispiel die Auswirkungen der Reinkarnation, ein Prozess, in dem wir uns von Leben zu Leben weiterentwickeln; wir sind Seelen in Inkarnation. Indem wir uns entwickeln, verlagert sich unser Fokus allmählich von der physischen Ebene auf die mentale und spirituelle Ebene – und damit wächst auch unsere Fähigkeit zur unpersönlichen Liebe.

Der Evolutionsgrad eines Menschen, also sein Bewusstseinsniveau und -horizont, ist entscheidend dafür, wo er Glück finden kann: in alltäglicher materieller Zufriedenheit, in intellektueller Vertiefung, in „guten Taten“ oder im Beitrag zur Gesellschaft. Die Frage, ob man „Glück“ findet oder nicht, verliert gewissermaßen allmählich an Bedeutung, je weiter wir uns entwickeln. Oder, wie Layard anmerkt, vielleicht definieren wir „Glück“ anders.

Könnten wir zum Beispiel sagen, dass Jesus „glücklich“ war? Der Kontakt zur Seele erfüllt den Menschen mit Freude. Je weiter sich ein Mensch entwickelt, desto intensiver wird sein Kontakt zur Seele; es ist die Seele, die den Menschen bestimmt. Und diejenigen, die dem Meister Jesus begegnet sind, haben ihn, wie in der Zeitschrift Share International mehrfach gezeigt wird, voller Freude und Humor erlebt. Weit davon entfernt, nach Glück zu streben, verrichtete er einfach das Werk, zu dem er gesandt worden war – ein Werk, das in seinem Opfer am Kreuz und seiner Auferstehung gipfelte und zur Gründung einer neuen Religion führte, die seit Jahrhunderten Bestand hat. Unpersönliche Liebe und wahre Freude sind wohl eine treffendere Beschreibung seines Seinszustands.

Die Esoterik lehrt, dass wir alle Seelen in Inkarnation sind und dass wir – je enger unser Kontakt zu unserer Seele ist, deren Wesen die Liebe ist – trotz aller Schwierigkeiten umso tieferes Glück erfahren können, und dass sich dies von Leben zu Leben weiterentwickelt. Wir müssen also Wege finden, dies durch Dienst umzusetzen – indem wir in der Welt einen Beitrag leisten, was auch für Layard die „höchste“ Erfahrung des Glücks darstellt.

Die Mitarbeiter von Benjamin Creme machen die Erfahrung, dass Transmissionsmeditation eine Form des Dienstes ist, die es ermöglicht, dass spirituelle Energien der Meister der Weisheit der Welt leichter zugänglich werden. Sie bringt uns zudem in engeren Kontakt mit unserer Seele, mit dem Göttlichen in allen Aspekten des Lebens und damit zu einem Glück, das auf Liebe gründet.

Richard Layard, Die glückliche Gesellschaft: Was wir aus der Glücksforschung lernen können, Campus Verlag, 2009
Benjamin Creme, Lehren der zeitlosen Weisheit – eine Einführung in das geistige Vermächtnis der Menschheit, Share International Deutschland, 2011
Benjamin Creme, Transmission – eine Meditation für das neue Zeitalter, Share International Deutschland, Neuauflage 2024

Phyllis Creme, PhD, ehemalige Hochschuldozentin, ist Korrespondentin für Share International und lebt in London. Sie war mit Benjamin Creme verheiratet.


von Claude Chabouche

In Benjamin Cremes Buch, Maitreyas Mission, Band drei, ist das erste Kapitel Maitreyas Prioritäten gewidmet. Zu diesen Prioritäten gehört auch „die Verschönerung unserer Städte“. Dazu heißt es insbesondere: „Teile von New York, London, Detroit, Düsseldorf, Osaka … – Dutzende riesiger Städte – erstrecken sich kilometerweit, wobei kaum ein ansprechendes Gebäude zu sehen ist. Sie machen das Leben in unseren Städten so monoton und anstrengend und den öffentlichen Verkehr zu einem Albtraum. Unsere Städte bedürfen ganz gewiss der Verschönerung und Neugestaltung. […] Architektur ist stets die Kunst, die eine bestimmte Epoche und Kultur prägt. Sie gibt den Ton an für alle anderen Künste – Malerei, Musik und so weiter. […] Eine gut geplante Stadt ist ritualisierte Architektur […]. Die Verschönerung unserer Städte muss der Stadt auch den Zugang zur Natur ermöglichen, nicht unbedingt ‚in ihrer ursprünglichen Form‘, aber dennoch zur Natur.“

Ist es heute möglich, eine Stadt zu entwerfen, die dieser Priorität entspricht? Ja, und Bhutan, ein kleines Königreich im Himalaya zwischen Indien und China, beweist es!

Geschichte des Projekts

Am 17. Dezember 2023, dem Nationalfeiertag, kündigte der König von Bhutan, Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, das Projekt „Gelephu, Stadt der Achtsamkeit“ an: eine Stadt, die persönliches Wohlbefinden, spirituelle Erfüllung und Harmonie mit der Natur in den Vordergrund stellt – neben wirtschaftlichem Fortschritt und technologischer Innovation.

König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck von Bhutan
(Foto: Königliche Familie von Bhutan, Wikimedia Commons)

Gelephu wird eine Stadt an der Grenze zu Indien sein. Aufgrund ihrer strategischen Lage soll sie zu einem Zentrum des wirtschaftlichen, kulturellen und spirituellen Austauschs zwischen Südasien und Südostasien werden. Sie wird zwischen einem Naturschutzgebiet und einem Nationalpark liegen und sich über mehr als 1000 Quadratkilometer erstrecken (künftig möglicherweise über bis zu 2500 Quadratkilometer). Das Gesamtkonzept für Gelephu wurde vom dänischen Architekturbüro Bjarke Ingels Group (BIG) entworfen. Die Stadt soll von Wasserläufen geprägt sein: 35 Flüsse und Bäche sollen sie durchziehen, durch „bewohnbare Brücken“, miteinander verbunden, von denen jede für einen der neun Bereiche des Bruttonationalglücks (BNG) steht. Dieses Projekt hat Unterstützung von zwei Trägern des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften 2001 erhalten: Joseph Stiglitz und Michael Spence.

Was besagt der Index für das nationale Wohlbefinden?

Vor allem ist es eine Gesellschaftsvision, die in den Traditionen, Werten und der Kultur des Landes verwurzelt ist. Der Index wurde 1972 von König Jigme Khesar Namgyel Wangchuck eingeführt, der damals 16 Jahre alt war! Seine neun zentralen Bereiche sind: psychisches Wohlbefinden; Gesundheit; Zeitnutzung; Bildung; Lebensstandard; ökologische Vielfalt und Widerstandsfähigkeit; kulturelle Vielfalt und Widerstandsfähigkeit; gute Regierungsführung und Vitalität der Gemeinschaft. In Dzongkha, der Sprache Bhutans, wird das Bruttonationalglück als „Gemeinsames Glück“ bezeichnet. Tatsächlich ist es im Buddhismus nicht nur unmoralisch, nach dem eigenen Glück zu streben und dabei das Leiden anderer zu ignorieren, sondern auch völlig illusorisch, denn aufgrund der wechselseitigen Abhängigkeit der Phänomene hat alles, was in der Welt geschieht, Auswirkungen auf jeden Einzelnen von uns. Wahres Glück ist „ein Zustand dauerhafter Erfüllung, der entsteht, wenn man frei von geistiger Blindheit und widerstreitenden Emotionen ist. Es ist auch die Weisheit, die es uns ermöglicht, die Welt so wahrzunehmen, wie sie ist, ohne Schleier oder Verzerrungen. Schließlich ist es die Freude daran, sich auf den Weg zu innerer Freiheit und liebender Güte zu begeben, die auf andere ausstrahlt“.1

Ende der Neunzigerjahre wurde dieses Konzept in einen Indikator überführt, der als Instrument für die Planung staatlichen Handelns dienen sollte, und im Jahr 2008 wurde er in die Verfassung aufgenommen, um der Politik im Einklang mit den im Index festgelegten Werten Orientierung zu geben. Der Verweis auf das psychische Wohlbefinden könnte so verstanden werden, als beziehe er sich ausschließlich auf buddhistische Spiritualität. Tatsächlich ist dieses Konzept jedoch an keine bestimmte Religion gebunden.

Das Gelephu-Stadtprojekt

Die „bewohnbaren Brücken“ sind im Stil der für Bhutan typischen Dzongs (Klosterfestungen) gestaltet. Sie werden multifunktional sein. Dazu gehören:

  • Eine Wasserkraft-Stauanlage mit Tempel am Sankosh-Fluss, die kaskadenförmig konzipiert ist und die Erzeugung erneuerbarer Energie, Meditationsräume und einen Panoramablick vereint.
  • Ein spirituelles Vajrayana-Zentrum, das Einblicke in buddhistische Praktiken in Bhutan bietet.
  • Ein Gesundheitszentrum, das östliche und westliche medizinische Traditionen miteinander verbindet.
  • Eine Universität mit besonderem Schwerpunkt auf akademischer Innovation.
  • Ein Gewächshaus für Hydroponik und Aquaponik, das traditionelle landwirtschaftliche Techniken mit moderner Agrarwissenschaft verbindet.
  • Ein Kulturzentrum, das Besucher in das kulturelle Erbe und die Traditionen Bhutans eintauchen lässt.

Diese Stadtregion hat nach bhutanischem Recht einen besonderen rechtlichen Status. Sie wird über eigene Vorschriften und Systeme verfügen, insbesondere in wirtschaftlichen Angelegenheiten, und wird in elf miteinander verbundene Bezirke gegliedert sein, die vom Mandala-Prinzip inspiriert sind und sich von den dünn besiedelten ländlichen Gebieten des Hochlands bis zu den dichter besiedelten städtischen Gebieten der Ebene erstrecken. Die Infrastruktur wurde sehr sorgfältig konzipiert, um den tiefen Respekt des Landes vor der Natur widerzuspiegeln: ein Verbot der Verwendung von Kunststoffen; niedrige Gebäude mit negativem CO₂-Fußabdruck; abfallfreie Systeme; sowie Biodiversitätskorridore zum Schutz der Wanderrouten von Wildtieren, insbesondere der Elefanten. Entlang von Flüssen und Bächen werden hochwasserresistente Reisfelder angelegt, damit der Boden dem Monsunregen besser standhalten kann. Kleinere Straßen werden Fußgängern, Fahrrädern und Elektrofahrzeugen vorbehalten sein. Alle Nahrungsmittel werden aus biologischem Anbau stammen.

Die anfängliche Entwicklung dieses Projekts wird durch ausländische Investoren finanziert. Zu diesem Zweck kündigten die Gelephu-Projektplaner im Jahr 2025 eine erste Staatsanleihe sowie die Aufnahme von Kryptowährungen in die strategischen Finanzreserven an. Das Projekt wird von Indien unterstützt (Verbesserungen an Grenzstraßen und Eisenbahnverbindungen), und ein internationaler Flughafen befindet sich im Bau (die Eröffnung ist für 2029 vorgesehen). Die Stadt soll bis 2035 vollständig fertiggestellt sein. Ohne dieses Projekt übermäßig zu idealisieren, könnte es zu einem Vorbild für eine Stadtplanung werden, in der das Wohlbefinden des Menschen im Mittelpunkt steht.

1 Matthieu Ricard, Glück: Mit Übungen und Meditationsanleitungen für ein glücklicheres Leben, Knaur MensSana TB, 2009

(Quellen: https://gmc.bt/;wikipedia; https://www.youtube.com/watch?v=CuoctvOe1OE;VisitBhutan.com)

Claude Chaboche ist Mitarbeiter von Share International und lebt in der Nähe von Paris.


Bei jedem seiner weltweit gehaltenen Vorträge, und praktisch an jedem Tag seines Lebens wurden Benjamin Creme zahlreiche Fragen zu einer Vielzahl von Themen gestellt. Wir präsentieren hier eine Auswahl an Antworten, die für unsere Zeit allgemein von Bedeutung sind.

A. Als der Schöpfer die Menschheit erschuf, gab er ihr den freien Willen, ohne den wir uns niemals zu verantwortungsbewussten, rechtschaffenen Mitarbeitern des Göttlichen entwickeln würden. Unser Leiden ist die Folge des Gesetzes von Ursache und Wirkung, des Karmagesetzes. Wenn wir unseren göttlichen freien Willen missbrauchen – und das tun wir –, leiden wir, und werden weiterhin leiden, bis wir lernen, niemandem Schaden zuzufügen.


A. Nein, die Vorstellung der christlichen Kirchen von einem stellvertretenden Sühneopfer Christi ist ein Missverständnis der Obliegenheiten des Christus. Er kam nach Palästina – und ist nun erneut gekommen –, um den Weg zu weisen, zu führen und zu inspirieren, aber nicht, um das Gesetz des Karmas aufzuheben. Wir müssen uns selbst retten, indem wir seine Lehren befolgen.


A. Um Millionen Menschen in den Entwicklungsländern vor dem Hungertod zu bewahren, bedarf es lediglich ganz normaler „Kräfte“, und dies liegt in der Verantwortung der gesamten Menschheit. Würden die Meister „übernatürliche“ Kräfte einsetzen, um den Hunger zu beenden, käme dies einem Eingriff in unseren freien Willen gleich und verstieße gegen das karmische Gesetz. Jede Leserin, jeder Leser von Share Internationalweiß, dass der Hunger, etwa in Äthiopien, unnötig ist; Hilfsorganisationen hatten seit Jahren davor gewarnt, und er ist nicht bloß die Folge von Dürre (einer „höheren Gewalt“), sondern von Armut und politischen Machenschaften. Die Menschheit muss lernen, sich mit allen Teilen der menschlichen Familie zu identifizieren und brüderlich zu handeln, indem sie miteinander teilt und so sich selbst rettet.


A. Sollte die Frage darauf abzielen, ob es zu massiven Veränderungen auf der Erde kommen wird, so lautet die Antwort: nein. Das Gesetz des Karmas ist das Gesetz von Ursache und Wirkung, daher wird Karma nicht „gereinigt“, sondern aufgelöst oder ausgeglichen. Aufgrund der Wirkungsweise dieses Gesetzes führen das derzeitige Ungleichgewicht und die Widersinnigkeit im Denken und Handeln der Menschen (Apartheid, Spaltung, Kriege, das Verhungernlassen von Millionen Menschen etc.) zu Zuständen extremen Ungleichgewichts in der Natur. Dies äußert sich – und wird sich weiterhin äußern – in Form von Hurrikans, heftigen Stürmen, Überschwemmungen, extremen Wetterphänomenen und dergleichen. Sobald die Menschen beginnen, Ordnung in ihr Leben zu bringen, wird die Tätigkeit der Elementarwesen der Natur ausgeglichener werden, wodurch größere Harmonie entstehen wird.

A. Ja. Karma kann aufgelöst werden, wenn wir lernen, im Einklang mit dem göttlichen Plan zu leben. Wenn wir keine schlechten Handlungen begehen, verursachen wir auch kein schlechtes Karma. Wenn wir nicht stehlen und keine armen Länder bombardieren oder Ähnliches machen, schaffen wir kein negatives Karma. Daher ist es notwendig, bei allem, was wir tun – ob auf individueller, nationaler oder internationaler Ebene – niemanden zu schädigen.
Wenn wir zum Beispiel wissen, dass der Evolutionsplan vorsieht, dass wir in Frieden und Harmonie zusammenleben – indem wir die Ressourcen des Planeten, die für alle bereitgestellt sind, miteinander teilen und so überall Harmonie, Gerechtigkeit und Freiheit herrschen –, dann können wir davon ausgehen, dass wir uns im Einklang mit dem Gesetz entwickeln werden. Unser Leben wird sich als gut, fruchtbar, schöpferisch und herrlich im wahrsten Sinne des Wortes erweisen.
Wenn wir Konflikte, Gewalt, Hass, Ungerechtigkeit und Unterdrückung erzeugen, schaffen wir negatives Karma. Wir agieren dann nicht mehr im Einklang mit dem göttlichen Plan. Gottes Plan ist eine Realität. In der Bibel mag er sehr vage und mystisch dargestellt sein, aber nach esoterischem Verständnis ist er absolut praktisch. Die Esoterik ist die praktischste aller Wissenschaften oder Philosophien überhaupt. Durch Dienst und den sich daraus ergebenden Bewusstseinswandel verbrennen wir Karma. Indem wir uns ändern, verändern wir auch die Beschaffenheit des von uns verursachten Karmas – wodurch wir das Karma der Vergangenheit besser bewältigen können.


A. Alles, was geschieht, ist mit Karma verbunden. Es gibt das Weltkarma, für das wir alle verantwortlich sind, und es gibt das individuelle Karma. Jeder ist für das Weltkarma verantwortlich, weil wir alle in unseren Hunderttausenden von Inkarnationen dazu beigetragen haben. Viele der Überschwemmungen und Erdbeben und zerstörerischen Zustände auf der Welt beruhen auf der Wirkung falscher Gedanken und Handlungen der Menschheit, nicht als Individuen, sondern als Ganzes.
Wir schaffen zerstörerische Verhältnisse, weil wir mit uns selbst nicht im Gleichgewicht sind. Viele von uns sind voller Hass und Konkurrenzdenken. Wir versuchen ständig, mehr zu kriegen als andere, andere zu übertreffen, unsere Waren als Erste zu verkaufen. Die Welt ist beherrscht von Konkurrenzgeist.
Konkurrenzdenken ist die Folge von Gier. Gier ist die Folge von Angst. Angst entsteht aus dem Gefühl des Getrenntseins. Wenn wir uns nicht getrennt fühlten, würden wir eine Welt errichten, wie sie tatsächlich sein könnte, wie sie geplant ist, wie sie in Zukunft sein wird. Es liegt an uns. Wir sind entweder destruktiv oder konstruktiv; wenn wir destruktiv sind, befinden wir mit uns selbst und der Gesellschaft, der wir angehören, im Krieg. Wir müssen lernen, niemanden zu schaden und im Gleichgewicht mit uns selbst und unserer Umwelt zu leben.


Benjamin Creme skizziert einige Lösungen für praktische Herausforderungen

A. Eine Gruppe von 14 Meistern ist zusammen mit Maitreya bereits in der Welt. Diese Meister haben Jünger. Und diese Jünger haben eine Reihe von alternativen, auf einander abgestimmten Konzepten ausgearbeitet, mit denen das Umverteilungsproblem, das heutige Kernproblem der Ökonomie, gelöst werden könnte. Die Ressourcen sind vorhanden. Es gibt mehr Nahrung auf der Welt, als wir brauchen; viele Lebensmittel verderben in den Lagerhäusern der Industrieländer, während Millionen Menschen anderswo verhungern. Diese aufeinander abgestimmten Konzepte würden ein sehr einfaches Verfahren zur Umverteilung skizzieren.
Es existieren verschiedene Pläne, aber diese Methode hier ist die einfachste und beste. Es steht der Menschheit frei, sie annehmen, oder auch leichte Abänderungen vorzunehmen. Zuerst wird jede Nation danach befragt, was sie produziert, anbaut und was sie importiert. Auf diese Weise wird der gesamte Güterbestand der Welt ermittelt. Jede Nation wird gebeten, ihre Überschüsse nach Abdeckung der nationalen Lebensbedürfnisse in einen zentralen, gemeinsamen Fonds einzubringen.
Natürlich können die mächtigen, reichen Nationen mehr beisteuern, da sie über große Überschüsse verfügen, während die ärmeren Nationen weniger beisteuern würden, da sie weniger besitzen; aber alle bringen das ein, was über die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse hinausgeht. Aus diesem von allen Nationen gemeinsam geschaffenen zentralen Fonds könnten die Bedürfnisse aller gedeckt werden. Dabei werden auch die Erfordernisse des Planeten berücksichtigt.
Wir ruinieren und verwüsten den Planeten. Er wird ausgebeutet und ist nun krank. Die Umverteilungskonzepte sehen daher auch Maßnahmen vor, die wir beispielsweise gegen den Kahlschlag der Wälder ergreifen müssen. Wir müssen mehr Bäume pflanzen und ein Limit für die Abholzung einführen. Wir erhalten unseren lebensnotwendigen Sauerstoff aus dem Pflanzenreich, das wunderbarerweise gleichzeitig Kohlenstoff absorbiert. Je mehr Bäume wir also vernichten, desto weniger Sauerstoff steht uns zur Verfügung und desto größer wird unser „CO2-Fußabdruck“. Achtzig Prozent der globalen Erwärmung – die eine unbestreitbare Tatsache ist – wurden von der Menschheit selbst erzeugt.
Trotzdem gibt es noch Ignoranten wie den amerikanischen Präsidenten, der die Erderwärmung leugnet. Er behauptet, „es gibt sie nicht“. Und das in einem Land, das für 25 Prozent der weltweiten Umweltverschmutzung verantwortlich ist! Ein einziges Land verursacht ein Viertel der weltweiten Umweltverschmutzung und leugnet deren Auswirkungen.


A. Da wir unseren Planeten mit radioaktiver Strahlung, Gasen aller Art und Düngemitteln belasten, die übelsten Chemikalien in unsere Flüsse, Wasserspeicher und Böden leiten und man die Luft in den größeren Städten wegen der Autoabgase praktisch kaum mehr einatmen kann, müssen wir die Umweltverschmutzung ganz offensichtlich beseitigen.

Jeder Mensch leidet – je nach Konstitution mehr oder weniger stark – unter der Umweltverschmutzung. Weltweit ist ein Anstieg von Krankheiten zu verzeichnen, insbesondere von Haut-, Herz- und Lungenerkrankungen. Dies ist ein gewaltiges Problem für die Menschheit, das umgehend angegangen werden muss. Die Kernkraftwerke müssen schrittweise stillgelegt werden.

Die Verschmutzung unserer Flüsse muss als Verbrechen an der Gesellschaft betrachtet werden. Derzeit ist sie eine bequeme Methode, um Abwässer zu entsorgen. Es ist kriminell, die Flüsse zu vergiften, von denen ein Großteil unserer Trinkwasserversorgung abhängt. Es ist kriminell, chemische Abwässer ins Meer zu leiten, die das Leben zahlreicher Fische vernichten. Für die Japaner und andere Völker stellt dies beispielsweise ein schwerwiegendes Problem dar, da sie – zumindest bis vor Kurzem – hauptsächlich von Fisch lebten.

Mein Meister hat gesagt, dass nach der Umverteilung der Ressourcen die Bewältigung der globalen ökologischen Probleme oberste Priorität hat. Maitreya sagte, dass dies jeden angeht. Niemand sei zu jung oder zu alt, um sich daran zu beteiligen. Ob wir nur ein Stückchen Papier verschwenden oder einen ganzen Wald abbrennen, um Weideflächen für Schlachtvieh zu schaffen – wir müssen uns ändern.

Dies lässt sich nicht über Nacht erreichen und ist nur im Konsens möglich. Ein solcher Konsens wird erst zustande kommen, wenn die Notwendigkeit dafür erkannt wird. Sobald wir diese Notwendigkeit erkennen, wird sich auch der Weg dorthin finden – der sich daraus ergibt, dass wir das Prinzip des Teilens annehmen. Wenn wir das Prinzip des Teilens anerkennen, akzeptieren wir damit, dass wir die Umwelt nicht länger zerstören dürfen. Wir müssen den Verteilungsprozess ändern und lernen, mit weniger auszukommen. Das bedeutet nicht, dass wir nicht genug haben werden; es ist genug für alle da, sofern es gerechter verteilt wird, und das wird geschehen.

Die Menschen werden erkennen, dass Christus recht hat. Es ist das einzig Vernünftige, allein das zeugt von gesundem Menschenverstand. Sobald wir das tun, werden wir feststellen, dass wir dies und jenes gar nicht brauchen. Wenn wir den Wettbewerb abschaffen, nicht mehr blindlings den Marktkräften folgen, die die Menschen in die Konkurrenz treiben, verringern wir auch die Belastung der Umwelt. Wir werden erkennen, dass wir eine Wirtschaft brauchen, die langfristig nachhaltig ist. Die gegenwärtige ist es nicht und vergiftet gleichzeitig auch noch den Planeten. Was passiert, wenn wir alle Wälder abgebrannt haben und es dann keinen Sauerstoff mehr gibt? Wir sind wegen des Sauerstoffs, den wir zum Atmen brauchen, völlig auf das Pflanzenreich angewiesen.

Wir denken so falsch, weil wir nicht ganzheitlich denken. Wir denken nicht planetar, nicht im Sinne des ganzen Planeten. Wir betrachten uns als voneinander unabhängige Nationen, von denen jede ihren eigenen Weg geht. Und innerhalb der Nationen gibt es Gruppen und Personen, von denen wieder jeder unabhängig voneinander tut, was er will. Jeder arbeitet auf diese isolierte und individualistische Weise, obwohl wir alle miteinander verbunden sind. Wir müssen erkennen, dass die Welt eine Einheit ist, und dass die Güter der Welt allen gehören. Sie müssen geteilt und richtig genutzt werden.

In unmittelbarer Zukunft wird der heutige Benzin- oder Gasmotor durch einen Elektromotor ersetzt werden. Wir hätten schon längst Elektroantriebe in Kraftfahrzeugen haben können. Dies ist durchaus machbar, und als Übergangslösung wird sich das Elektroauto durchsetzen, bis es durch effizientere öffentliche Verkehrsmittel abgelöst wird.

Wir müssen uns dem Umweltproblem stellen – und weil wir das müssen, werden wir das auch tun. Möglicherweise wird dabei keiner von uns mit den größeren technologischen Aspekten je direkt zu tun haben, aber jeder wird sich mit alltäglichen Fragen konfrontiert sehen: etwa ob man nun mit einem weniger aufwendig verpackten Produkt vorlieb nehmen sollte als bisher, nur mit einer statt mit drei Verpackungsschichten – heute braucht man zehn Minuten zum Auspacken eines Stück Seife –, oder wie man mit Energien jedweder Art haushaltet.



Demonstration für Palästina in London, 10. Oktober 2026 (Foto: Tim Welch)

Der Mensch ist dazu geschaffen, sowohl Gott als auch dem Menschen zu dienen, und nur in dieser Weise, in diesem wahren Dienst, lässt sich der Weg zu Gott beschreiten. Macht euch Neuorientierung, Wiederaufbau und Wandel zur Aufgabe.
Jeder Mensch ist ein Leuchtturm und verbreitet Licht für seinen Bruder. Lasst euer Licht leuchten, um den Weg zu weisen.
Ihr werdet alle gebraucht, jeder Einzelne. Niemand ist zu gering oder zu jung, um an dem großen Plan der Rettung und Wiederherstellung unserer Welt teilzunehmen. Entschließt euch dazu und seid meiner Hilfe gewiss.
Wie beginnen? Widmet euch und all das, was ihr seid und bisher wart, dem Dienst an der Welt – dem Dienst an euren Brüdern und Schwestern überall. Lasst keinen einzigen Tag ohne einen wirklichen Akt des Dienens vergehen und seid meiner Hilfe gewiss.
Dieser Weg des Dienens ist der einzige Weg für wahre Menschen, denn dieser Weg führt sie zu Gott.
Meine Leute versammeln sich bereits um mich, sie folgen meinem Ruf und vollbringen mehr, als sie wissen. Zusammen werden wir eine neue und bessere Welt gestalten.
Aus Maitreyas Botschaft Nr. 13, 19. Januar 1978