Share International, September 2016

Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus der deutschen Printausgabe.

Aktuelle Weltkrise

Kommentar des Meisters —, übermittelt von Benjamin Creme, 25. Juli 2016

Während einer kürzlichen Redaktionsbesprechung mit Benjamin Creme wurde sein Meister um eine Einschätzung der aktuellen Weltkrise gebeten. Wir geben hier seinen Kommentar wieder.

Die gegenwärtige Situation wird sich bald zum Guten wenden. Der Sturm ist fast vorbei. Er verliert an Intensität, auch wenn wir es noch nicht erkennen.
Chaos entsteht fast immer bei dem Übergang von einem kosmischen Zustand in einen anderen. Viele Menschen sind noch immer in alten Gewohnheiten befangen. Und viele Menschen sind zu ängstlich oder zu unbewusst, um zu erkennen, dass eine andere Handlungs- und Seinsweise notwendig ist.
Es geht auch darum, wie die Menschheit auf die neuen Energien reagiert. Ihre Reaktion gründet sich meist auf Gier oder Furcht. Die Reichen sind unabhängig und sehr gierig geworden. Sie haben Angst, dass sie nicht mehr in der Lage sein werden, alles, was man kaufen kann, zu ihrem Vorteil zu nutzen; sie haben Angst, ihren Reichtum zu verlieren. Die Menschen müssen begreifen, dass die Welt ein unteilbares Ganzes ist – eine Menschheit. Die Reichen, die sich im Umgang mit Ressourcen von Gier und Wettbewerb leiten lassen, leugnen diese Wahrheit auf eigene Gefahr.


Fragen und Antworten

F. Wird sich die Weltsituation erst noch verschlechtern, bevor sie wieder besser wird?
A. Sie wird sich ändern. Sie ist schwer vorherzusagen, selbst für die Meister, aber sie verändert sich bereits jetzt, auch wenn die Menschen es nicht erkennen. Die Menschen sind so betroffen von diesen „schwierigen Zeiten“, dass sie die fast unmerklich stattfindenden Veränderungen nicht wahrnehmen.

F. Wird sich wieder alles normalisieren, werden der Hass und die Schwierigkeiten rasch abnehmen?
A. Das wird schrittweise vor sich gehen, aber nicht lange dauern. Es beginnt bereits, auch wenn die Menschen es nicht spüren.

F. Wird es lange dauern, bis wirkliche Veränderungen sichtbar werden?
A. Nein, es wird nicht lange dauern. Es hängt jedoch von den Menschen ab, und es ist immer schwierig, ganz genau zu sagen, was die Menschheit tun wird, da sie einen freien Willen hat. Was die Energien betrifft, die diese Umstände hervorgebracht haben, sie werden sehr bald abgeschwächt. Es hängt alles davon ab, was die Menschheit will und macht. Schließlich waren es die Menschen, die den falschen Weg eingeschlagen haben, nicht die Meister.
Maitreya hat bereits Kräfte eingesetzt wie beispielsweise diesen außergewöhnlichen Papst und den Dalai Lama. Es gibt auch noch andere, die wir nicht kennen und sehen, die aber ebenfalls zu dieser Gruppe gehören und ihren Teil dazu beitragen – auch einige uns unbekannte Meister. Zu dieser Gruppe der „Kräfte“ gehören mehrere Meister, die mit dem Papst und dem Dalai Lama zusammenarbeiten.
Es gibt auch Gruppen, die selbst etwas in der Welt verändern und Spannungen abbauen.

F. Am 6. und am 21. Juli 2016, etwa gegen 11.45 Uhr (britische Zeit), fühlte es sich an, als gäbe es eine besondere Art von Segen, was jeweils etwa 15 bis 30 Minuten anhielt. (1) War es ein Segen? Und kam er von Maitreya?
A. Ja, es war jeweils ein Segen von Maitreya. Es war ein Vorgeschmack von dem, was kommen wird. Die beiden Segen waren eine allgemeine Überschattung – wie sie auch am Tag der Beisetzung von Prinzessin Diana stattfand. Sie waren sozusagen Probeläufe für den, wie es scheint, Beginn des Ankunftsprozesses – der in den Deklarationstag mündet. Beide Segen waren sehr signifikant. Nicht jeder ist derzeit schon in der Lage, bewusst auf eine solche Überschattung zu reagieren, aber das wird noch kommen.

A. Es scheint, als sei der Prozess der öffentlichen Rückkehr Maitreyas in eine neue Phase eingetreten – stimmt das?
A. Ja. Maitreyas Rückkehr ist in eine neue Phase eingetreten. Es ist bemerkenswert, dass Maitreya sich kürzlich bei mindestens zwei Anlässen in unterschiedlicher Gestalt gleichzeitig am selben Ort zeigte. Damit weist er auf diese neue Phase in dem Prozess seiner öffentlichen Rückkehr in die Alltagswelt hin.

F. Sind jetzt mehr Meister in der Welt, als uns bislang bekannt waren?
A. Ja.

F. Hat Maitreya jemals Empfehlungen ausgesprochen, was wir essen sollten?
A. Maitreya hat nicht das geringste Interesse daran, was wir essen. Er sagt uns nicht, was wir essen oder nicht essen sollten. Er lehrt uns, unseren Bruder zu lieben und Bruder und Freund unserer Nachbarn zu sein – aller Nachbarn: die, die wir mögen, und auch die, die wir nicht mögen.
In vielen Gegenden der Welt ist es unmöglich, sich vegetarisch zu ernähren. Wenn Sie schon etwas weiter entwickelt sind, wollen Sie sich möglicherweise vegetarisch ernähren, aber es wird Sie niemand dazu zwingen.

F. Wurde die Shamballa-Energie in den letzten eineinhalb bis zwei Jahren in weitaus höherer Potenz freigesetzt als zuvor?
A. Ja, aber es ist immer die Frage, wie die Menschheit auf die Energien reagiert.

F. Maitreya kam am 19. Juli 1977 in die moderne Welt. Wird dieser Tag in Zukunft zu einem besonderen Gedenktag werden, der festlich begangen wird?
A. Warten Sie es ab!

F. Ich habe über die „Mysterienschulen“ gelesen. Wie lange wird es Ihrer Meinung nach dauern, bis solche Schulen gegründet und bekannt werden?
A. Sie wurden bereits gegründet, wenn auch noch nicht als solche erkannt.

F. Mein Partner und ich sind bald in unseren Siebzigern. Meinen Sie, dass wir noch eine Chance haben, in ein Raumschiff zu steigen und eine Begegnung mit Weltraumbrüdern zu erleben?
A. Ja.

F. Ist Maitreya der Leiter der Versammlung der Kräfte des Lichts?
A. Ja, soweit es uns betrifft.

F. Kann jemand, der Fernsehsender über Smartphone, iPod, Laptop oder den Computerbildschirm empfängt, Maitreya am Deklarationstag erleben?
A. Ja.


Zeichen

Weltweite Wunder

Frankreich – Objekt am Himmel über Thenon in der Dordogne, 16. Juli 2016, aufgenommen und eingesandt von T. L. und G. J. aus Hilversum, Niederlande
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass das Objekt auf dem Foto ein Raumschiff vom Mars ist.)

Niederlande – Maitreyas „Stern“ am Himmel über Rotterdam, aufgenommen zwischen dem 23. März und dem 14. April 2016 und eingesandt von L. S.
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass dieses Objekt Maitreyas „Stern“ war.)


Kornkreise in Großbritannien 2016

Diese beiden erstaunlichen Kornkreisformationen wurden Benjamin Cremes Meister zufolge von Raumschiffen vom Mars geschaffen.
Informationen auf: temporarytemples.co.uk

Calstone Wellington, Wiltshire, 23. Juli 2016 – © Steve Alexander

Popham, Hampshire, 27. Juni 2016 – © Steve Alexander


Jesusstatue öffnet und schließt die Augen

Mexiko – In einem Video, das im Juni 2016 in der Kathedrale von Saltillo im Bundesstaat Coahuila de Zaragoza aufgenommen wurde, sieht man eine Jesusstatue, die ihre Augen öffnet und schließt. Es wurde auf der Webseite Adimensional.com.mx, die paranormale Phänomene untersucht, veröffentlicht. Ivan Escamillo, der Inhaber der Webseite, sagte, dass über 20 Parapsychologie-Experten wie auch Priester, Bildhauer, Cutter und Designer von Spezialeffekten das Video eingehend analysiert und keine Hinweise gefunden hätten, dass es bearbeitet wurde. (Quellen: mirror.co.uk; YouTube: Catholic Online)
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass dieses Wunder von Maitreya manifestiert wurde.)


Marienerscheinung

Elfenbeinküste – Im Juli 2016 manifestierte sich eine Marienerscheinung über dem Schreibtisch einer Angestellten im Finanzamt in Daloa. (Quelle: Pierre Saliba, Facebook)
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass das Marienbild von einem Jünger des Meisters Jesus manifestiert wurde.)


Leserbriefe

Ein Geschenk
Lieber Herausgeber,
Michiko Ishikawa hielt am 28. Mai 2016 in der Cleo Hall in Osaka einen Vortrag, zu dem an die 700 Besucher kamen.
Unser Werbeberater rief uns zwei Monate vor dem Vortrag und nochmals einen Monat später an, um uns einen Vorschlag zu machen: „Wir würden gern Ihre Anzeige aus einer anderen Perspektive gestalten, aus der sich der Inhalt des Vortrags von selbst erklärt… Sie müssen Ihre Information wirklich jetzt präsentieren, damit die Leser von der Geschichte erfahren, auch wenn sie nicht zum Vortrag kommen können! Vielleicht denken Sie, das sei zu früh. Es braucht Zeit, die Anzeige zu entwerfen, und ich bin sicher, dass Sie später merken, dass es gut war, sie so früh zu machen! Also lassen Sie sie uns jetzt entwerfen!“ Wir gaben ihm einiges Informationsmaterial, darunter auch ein Einführungsblatt und eine Broschüre über Interviews von Frau Ishikawa sowie die DVD ihres Vortrags von 2015.
Er rief mich dann später wieder an und fragte, was ich von der Anzeige hielte. Er fragte das ganz ruhig, und ich fand ihn irgendwie anders als sonst. „Es ist auf den Punkt gebracht, wir haben alles geschrieben, was wir sagen wollten…“, sagte er langsam und freundlich und mit eindringlicher Stimme. „Die Hauptüberschrift der Anzeige lautet: ‚Teilen wird die Welt retten.‘Darin liegt die Kraft. Das veranlasst den Leser, weiterzulesen.“
Ich war überrascht, dass er sich auch dazu entschieden hatte, von Benjamin Cremes vielen Büchern Der Lehrer der Menschheit und The Awakening of Humanity zu präsentieren. Er sagte: „Das sind zwei sehr aktuelle Bücher. Sie müssen jetzt, in dieser Zeit vorgestellt werden. Sie enthalten alles, was Sie mitteilen wollen.“
Die ganzseitige Anzeige wurde von der Zeitung Sankei Shimbun akzeptiert und am 30. April 2016 in der Osaka-Ausgabe veröffentlicht. Wir setzten diese Anzeige mit den jeweiligen Daten der weiteren Vorträge von Frau Ishikawa in Tokio und Nagoya noch in andere Regionalausgaben.
Andere Gruppenmitglieder in Japan wollten die Anzeige auch für Infoblätter verwenden, und aus ganz Japan gingen Spenden ein. Insgesamt wurden 700 000 Exemplare gedruckt und überall in Japan verteilt – zusätzlich zu den Zeitungsanzeigen. Frau Ishikawa wies bei ihren Vorträgen immer auf diese Infoblätter hin, und die Zuhörer nahmen so viele mit, dass den lokalen Gruppen bei jedem Vortrag schnell der Vorrat ausging.
Haben wir Hilfe von einem Meister erhalten?
M. U., Shiga-ken, Japan
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass die Gruppe in Japan ein Geschenk aus der Geistigen Hierarchie erhalten hat.)


Teilen wird die Welt retten

Das ist der Titel der ausführlichen Anzeige (siehe M. U.s Brief).
Darunter folgt ein Abschnitt, der den Hoffnungsaspekt betont – Creme sagt, dass die Menschheit eine glückliche Zukunft vor sich hat – und den Leser kurz über Maitreya und seine Rückkehr informiert.

Ein anderer Abschnitt –
„Die Menschheit muss Krieg endgültig abschaffen“ – stellt Maitreyas Prioritäten für eine transformierte Welt vor und warnt vor Atomwaffen und radioaktiver Strahlung.

Und die Vorstellung der beiden Bücher trägt die Überschrift: „Diese Bücher werden Sie und Ihr Leben verändern.“

„Hasta la vista, Babe!“
Lieber Herausgeber,
nachdem ich einige Monate mit gesundheitlichen Problemen und anderen Sorgen verbracht habe, war ich sehr froh, als sich vor ein paar Tagen, es war der 9. Mai 2016, eine strahlende Maisonne als Lichtblick am Himmel zeigte. Ich entschloss mich, eine kurze Pause von meiner Schreibtischarbeit einzulegen und das schöne Wetter zu nutzen, um einen kleinen Spaziergang zu machen und ein paar Lebensmittel einzukaufen. Mir ging es wieder mal nicht so gut und ich war in einer trüben Stimmung. Auf dem Weg rief eine Freundin an und erzählte mir von einer Begegnung, die sie kürzlich, einen Tag vor ihrem Geburtstag, gehabt hat. Ich war sehr gerührt davon. Nachdem wir unser Gespräch beendet hatten, merkte ich, dass ich inzwischen ein paar Meter an dem Bioladen, in dem ich einkaufen wollte, vorbeigelaufen war. Ich kehrte also um und hatte jetzt, zwei, drei Schritte von mir entfernt, einen älteren Herrn vor mir, der unter dem rechten Arm eine eingerollte Plastiktüte hielt. Er war sehr einfach gekleidet, und während ich hinter ihm herging, betrachtete ich seine schwarze Jacke und die hellgraue Hose. Doch mit einem Mal wandte er sich abrupt zu mir um und sprach mich direkt an! Ich wäre fast in ihn hineingelaufen. Er lachte mir zu und hatte sehr weiche, liebe Augen. Er sagte, wie herrlich schön doch der Tag heute sei und zeigte nach oben zur Sonne und in den blauen Himmel. All die Leute, die jetzt im nahen Englischen Garten ihre Freizeit genossen – und morgen könnte man darüber in der Zeitung lesen. Er sagte noch einiges mehr, an das ich mich nicht erinnere, denn er sprach recht schnell, es sprudelte richtig aus ihm heraus. Jedenfalls versprühte er eine Freude und Unbeschwertheit, die schön war zu erleben. Und es war vielleicht auch gar nicht so wichtig, was er alles genau sagte, denn es war der Moment dieser leichten und heiteren Begegnung, den ich genoss. Ich erwiderte etwas Zustimmendes wie, dass wir großes Glück mit diesem schönen Tag hätten. Nachdem wir uns verabschiedet hatten und jeder in eine andere Richtung ging, drehte ich mich nach wenigen Schritten noch einmal nach ihm um, weil mir die ganze Sache äußerst merkwürdig vorkam. Just im selben Moment drehte er sich ebenfalls nach mir um. Winkend und mit gespielt verstellter Stimme rief er mir zu: „Hasta la vista, Babe!“ Und dann verbeugte er sich galant vor mir. Und als wäre das noch nicht genug kniete er sich schließlich noch auf den Gehweg hin und hauchte mir einen Kuss zu.
War dieser fröhliche ältere Herr jemand Besonderes?
A. B., München
(Benjamin Cremes Meister bestätigt, dass „der ältere Herr“ Maitreya war.)


Meinung

Der Papst und der Dalai Lama vertreten Maitreyas Prioritäten
Share International bringt hier Auszüge aus den jüngsten Reden des Papstes und des Dalai Lama.

Der Papst spricht zur Jugend in Polen
Papst Franziskus nahm seinen Polenbesuch im Juli 2016 zum Anlass, die Jugend dazu aufzurufen, sich für die weniger Privilegierten einzusetzen. Auf dem internationalen katholischen Jugendfestival bei Krakau sagte er am 30. Juli: „Wir sind nicht auf die Welt gekommen, um bloß zu vegetieren… Wir kamen aus einem anderen Grund: um eine Spur zu hinterlassen. Die Zeiten, in denen wir leben, verlangen nicht nach jungen Couch-Potatoes…“ Er sagte, dass ständiges vor dem Bildschirm Hocken, wo schreckliche Ereignisse wie irgendein beliebiger Bericht in den Nachrichten aussehen, die Jugendlichen empfindungslos für das Leiden anderer mache. „Für viele Leute ist es bequemer, schläfrige und stumpfsinnige Kinder zu haben, die Glück mit einem Sofa verwechseln.“
Der Papst betete für Syrien und sagte, die Welt stehe im Krieg: „Unsere Antwort auf eine Welt im Krieg trägt einen Namen: Brüderlichkeit.“
Am 28. Juli hatte er schon in einer Ansprache vor Hunderttausenden von Pilgern in Krakau die Jugendlichen ermahnt, nicht länger ihr Leben zu vergeuden, sondern nach Erfüllung zu suchen.
„Es schmerzt mich, junge Menschen zu treffen, die sich für die ‚Frühverrentung‘ entschieden haben. Ich bin bekümmert, wenn ich junge Menschen sehe, die ‚das Handtuch geworfen‘ haben, bevor das Spiel begonnen hat, die sich schon geschlagen geben, bevor sie anfangen zu spielen, die verdrießlich herumlaufen, als hätte das Leben keine Bedeutung. Tief in ihrem Inneren sind solche jungen Menschen gelangweilt – und langweilig. Aber es ist auch hart und beunruhigend, junge Menschen zu sehen, die ihr Leben vergeuden, indem sie nach Kicks oder einem Lebensgefühl suchen, indem sie dunkle Pfade einschlagen und am Ende dafür bezahlen müssen – und teuer bezahlen. Es ist bestürzend, junge Menschen zu sehen, die einige der besten Jahre ihres Lebens vergeuden und ihre Energien verschwenden, indem sie den Dealern törichter Illusionen nachlaufen…, die ihnen ihr Bestes rauben.
Ich frage Sie also: Suchen Sie nach leeren Kicks im Leben oder wollen Sie eine Kraft spüren, die Ihnen ein bleibendes Gefühl von Leben und Erfüllung verleiht? Leere Kicks oder die Kraft der Gnade?“
Mitfühlende Herzen seien „bereit, jeden zu umarmen“, sagte der Papst. „Ein mitfühlendes Herz ist fähig, ein Ort der Zuflucht für jene zu sein, die kein Heim haben oder ihr Heim verloren haben, es ist fähig, ein Heim und eine Familie für jene aufzubauen, die zur Emigration gezwungen sind: Es kennt die Bedeutung der Zärtlichkeit und der Barmherzigkeit. Ein mitfühlendes Herz kann sein Brot mit den Hungernden teilen und Flüchtlinge und Migranten willkommen heißen.“ […]
Der Terrorismus gedeiht, wenn es keine anderen Optionen gibt und wenn im Zentrum der globalen Wirtschaft der Gott des Geldes steht und nicht der Mensch – Männer und Frauen –, das ist bereits der Anfang des Terrorismus! Sie haben das Wunder der Schöpfung – Mann und Frau – ausgestoßen und das Geld an seine Stelle gesetzt. Das ist ein grundlegender Terrorismus gegen die ganze Menschheit! Denken Sie darüber nach!“ (Quelle: Catholicnewsagency.com; guardian.com)

Der Dalai Lama
Am 27. Juli 2016 feierte seine Heiligkeit der Dalai Lama seinen Geburtstag mit folgender Botschaft: „Meine lieben Brüder und Schwestern, ich möchte euch für eure Grüße und Glückwünsche zu meinem 81. Geburtstag danken. Es würde mich noch glücklicher machen, wenn diese guten Wünsche in ein umfassenderes Verständnis der Warmherzigkeit umgewandelt würden; wenn die Menschen aus einer echten Besorgnis um das Wohlergehen anderer handelten. Einfach ausgedrückt, bedeutet das: Seid anderen behilflich, wenn ihr könnt. Wenn ihr es nicht könnt, dann vermeidet es zumindest, anderen Schaden zuzufügen.“ […]
Indem er die Notwendigkeit der Vielfalt der Religionen erklärte, sagte der Dalai Lama:
„Verschiedene Philosophien sind notwendig. Im Lauf von mehr als 2000 Jahren haben sich verschiedene Lebensweisen entwickelt. Große Lehrer sind erschienen und haben die Botschaft der Liebe gelehrt. Doch aufgrund der verschiedenen Lebensbedingungen gab es auch verschiedene Lebensweisen. Folglich sind auch verschiedene Denkweisen entstanden. Daher ist es notwendig, verschiedene philosophische Sichtweisen zu haben.“
Verschiedene Philosophien seien einfach verschiedene Methoden, um die Bedeutung der Liebe zu vermitteln. Jede habe ihre eigenen wirksamen Wege zu praktizierter Liebe.
Zum Thema Islam erzählte seine Heiligkeit auch, wie er von seinen muslimischen Freunden gelernt habe, dass das wirkliche Praktizieren des Islam das Praktizieren von Liebe sei. Ein wahrer Muslim müsse seine Liebe auf alle Geschöpfe Allahs ausdehnen. Genauso müsse auch ein wahrer Buddhist seine Liebe auf alle fühlenden Wesen ausdehnen. Trotz verschiedener philosophischer Sichtweisen hätten beide die gleiche Absicht, das gleiche Ziel.
Seine Heiligkeit erwähnte auch den Konflikt in der Muslimgemeinschaft und sagte: „Es ist sehr bedauerlich, dass wir in vielen muslimischen Ländern einen Konflikt zwischen Schiiten und Sunniten erleben. Das ist sehr traurig, vor allem weil die Religion die Ursache dieses Konflikts ist. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Schiiten und Sunniten die Anhänger desselben Propheten Mohammed sind. Beide studieren den Koran und beten fünfmal am Tag. Sie sollten ihre kleinen Streitigkeiten beseitigen und sich daran erinnern, dass sie demselben Glauben anhängen.“
Seine Heiligkeit wies darauf hin, wie bedauerlich es dieser Tage sei, dass viele terroristische Angriffe den muslimischen Gemeinschaften zugeschrieben würden. Er betonte, dass wir alle diese Einstellung ändern müssten. „Es wird in jeder Gemeinschaft immer übelwollende Menschen geben, seien sie Buddhisten, Juden, Christen oder Muslime.“ (Quelle: dalailama.com)


Anbruch des Neuen

Im Jahr 2015 hat Benjamin Cremes Meister eine Reihe von Artikeln für Share International verfasst, die sich inhaltlich und im Ton von seinen vorherigen deutlich unterscheiden, indem er immer wieder auf die raschen gegenwärtigen Veränderungen aufmerksam macht und auf die mächtigen Kräfte hinweist, die die Welt heute und in unmittelbarer Zukunft gestalten. Er verwies auch auf vor uns liegende Schwierigkeiten, die jedoch schließlich als Vorboten eines positiven Wandels erkannt werden würden.
Maitreya hat in seiner Botschaft vom 31. März 2016 auch betont, dass „die Schmerzen … nur von kurzer Dauer sein werden“ und „es Hilfe in Fülle gibt, um euch durch diese schwierigen Zeiten zu geleiten“.
Seit der erstmaligen Veröffentlichung dieser Artikel des Meisters ist die Welt in eine Phase der Extreme und Ungewissheiten eingetreten. Vielleicht können die nachfolgenden Artikel, in denen die gegenwärtige turbulente Zeit unter Verweis auf die vor uns liegende Transformation und die Einführung einer neuen Gesellschaftsordnung erläutert wird, Trost spenden und Verständnis vermitteln.

Anbruch des Neuen
Die Zeit, die jetzt vor uns liegt, wird angesichts der Schnelligkeit der kommenden politischen, wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen und ihrer Vielfältigkeit für viele sehr verwirrend sein.
Das könnte als häufigste Reaktion Besorgnis und Verwunderung auslösen. Fasziniert oder alarmiert von der Dimension der Veränderungen, werden viele das entweder als Zeichen einer Gesellschaft im Wandel interpretieren oder aber dem Neuen mit Furcht und Ablehnung begegnen. Überall werden die Menschen sich sehr vorsichtig verhalten, weil sie sich der Richtung, die sie einschlagen sollen, nicht sicher sind.
Diese Verhaltensweise wird jedoch nicht lange andauern. Sie werden feststellen, dass sie in einer Welt leben, die sich jetzt von Grund auf verändert und ihre Glaubenssätze und Werte auf die Probe stellt.
Damit werden die Menschen anfangen, aus dem Alten das Neue zu schaffen, und zunehmend beweisen, dass sie den Herausforderungen dieser Zeit gewachsen sind. (Benjamin Cremes Meister, 8. Februar 2015)

Die Gerechtigkeit des Gesetzes
Die Menschen leben in einer sich verändernden Welt und müssen das als Norm akzeptieren. Manchen mögen diese Veränderungen bedrohlich und unangebracht erscheinen, während andere, vor allem die Jugend, sie mit offenen Armen begrüßen werden. Seid versichert, dass das für jeden, wie man es auch betrachtet, Veränderungen zum Guten sind, da sie die Erfordernisse dieser Zeit widerspiegeln und somit unvermeidlich und gerecht sind.
Die Menschen sollten sich vergegenwärtigen, dass sie selbst die Zustände schaffen, aufgrund derer diese Veränderungen sich auf ihr Leben auswirken. Wenn dieser Realitätssinn Früchte trägt, wird ein reibungsloser Übergang in die neue Zeit die Regel sein.
Unser Rat an die Menschen ist folgender: Haltet euch nicht damit auf, unsichtbaren Kräften die Schuld zu geben, sondern macht euch bewusst, was ihr zu diesen Transformationen unserer Zeit selbst beitragt. Seid versichert, dass die Folgen dieser Veränderungen jeden hellauf begeistern werden. (Benjamin Cremes Meister, 8. März 2015)

Zeichen des Neuen
Bald wird den Menschen bewusst werden, dass die Zeichen, nach denen sie suchen, bereits überall erkennbar sind. Manche werden diese Zeichen für unvermeidlich und begrüßenswert halten. Anderen werden sie wie die Auflösung all dessen, was ihnen lieb und teuer ist, erscheinen. In Wirklichkeit werden sie die Kennzeichen des Neuen sein und nur die tiefgreifenden bereits stattfindenden Veränderungen widerspiegeln.
Mit der Zeit werden die meisten darin übereinstimmen, dass in der alten Welt, deren Zeit nun abgelaufen ist, vieles falsch war und geopfert werden musste, damit sich das Wesen und die Fähigkeiten des Menschen besser manifestieren können.
Bald wird daher allen, die mit wachen Augen durchs Leben gehen, angesichts der mit diesen Zeichen angekündigten Veränderungen auch zu Bewusstsein kommen, dass wir in eine neue Gesellschaftsordnung eintreten, auf die alle stolz sein können. (Benjamin Cremes Meister, 11. April 2015)

Ein Geschenk des Höchsten
Die Menschen stehen kurz vor einer Offenbarung, die disharmonische Stimmen und Einstellungen bald hinfällig machen wird. Sie werden den Sinn und Zweck ihrer Existenz deutlicher erkennen und erfahren, auf welche Weise ihnen dieses Wissen bewusst gemacht wird. Bald, schon sehr bald, werden die Menschen gleichsam über Nacht einen Entwicklungsschub erleben.
Dieses neue Wissen wird viele nachdenklich stimmen und überraschen, aber auch dazu inspirieren, umzudenken und eine ganz andere Sichtweise zu entwickeln. Dadurch werden die Menschen dem, was sie den Sinn und Zweck des Lebens nennen, einen neuen Wert beimessen. Eine größere Ernsthaftigkeit und zugleich Freude wird der Grundton ihrer Vorstellungen und Vorgehensweisen sein und dazu führen, dass sich alle zusammen für eine neue Gesellschaftsordnung interessieren und sich daran beteiligen. Diese Zeit ist nicht mehr fern. Der große Lehrer wartet sehnlich darauf, sich der Welt vorstellen zu können und sie offiziell mit seiner Gegenwart zu beehren.
Habt keine Angst. Eine neue Welt, die den Menschen ihr Vertrauen und damit auch ihrenMutwiedergeben wird, ist bereits im Werden. (Benjamin Cremes Meister, 10. Mai 2015)

Ansturm des Neuen
Einige werden die kommenden Monate als die schwierigsten empfinden, die sie jemals erlebt haben, und daher auch nach dem kleinsten Hoffnungsschimmer oder Anzeichen für ein Nachlassen von Kräften suchen, denen sie sich nicht gewachsen fühlen.
Gleichzeitig wird es bei anderen ein gesteigertes Gefühl der eigenen Erfindungsgabe und Kreativität hervorrufen, auch wenn es vielleicht nicht der Wirklichkeit entsprechen könnte. Alles bewegt sich jetzt sehr schnell in das neue Zeitalter hinein, das von den Wassermannqualitäten geprägt ist – auch wenn dieses Ereignis möglicherweise unterschiedlich interpretiert wird. Seine Auswirkungen jedenfalls werden gewaltig sein.
Wie sollen die Menschen darauf reagieren? Macht euch bewusst, dass dies ein weiterer Schritt auf dem Weg in die neue Zeit ist und stellt euch mit dieser Haltung auf die Rückkehr des großen Lehrers ein. Öffnet die Tore von Herz und Verstand und seid bereit für den Ansturm des Neuen. (Benjamin Cremes Meister, 16. Juni 2015)

Die Welt ist bereit
Bald, schon sehr bald, werden die Menschen sich der Macht bewusst werden, die bislang ungenutzt in ihren Händen lag. Sie werden erkennen, dass sie die Fähigkeit haben, die Qualität ihres Lebens zu verändern.
Sie fangen an, zu verstehen, dass Freiheit, Gerechtigkeit und richtige Beziehungen zueinander für das Leben des Menschen unerlässlich sind. Viele rufen nach Strukturen, die gewährleisten, dass dieser segensreiche Zustand geschaffen werden kann.
Maitreya sieht das als klares Zeichen dafür, dass die Welt zu einer neuen Lebensordnung bereit ist. Die Menschen sollten daher die verbleibende kurze Zeit nutzen, um seine Anwesenheit bekannt zu machen und ihm damit den Weg zu ebnen. (Benjamin Cremes Meister, 7. September 2015)

Willkommen in der neuen Zeit
Willkommen, willkommen in der neuen Zeit, im Zeitalter der Einheit. Heute empfinden viele den Anbruch dieser neuen Zeit als beängstigend, aber wenn sie sich genauer anschauen, was gerade geschieht, werden sie das Zusammenwirken einiger der begnadetsten Exponenten des Wandels erkennen.
Derzeit gibt es in der Welt einige weise Persönlichkeiten, die der Menschheit die neue Situation erklären können. Dazu gehört auch Papst Franziskus, der die Ideale der Menschen in einzigartiger Weise verkörpert und seiner Gemeinde sehr nahe steht. Der Dalai Lama spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle als Sprecher der Menschen, die er repräsentiert.
Niemals zuvor sind so fähige Repräsentanten miteinander, zur gleichen Zeit angetreten, um der Menschheit zu zeigen, dass alles gut ist und dass die Menschen überall in der Welt nur noch kurze Zeit warten müssen, bis sie die Erfüllung ihrer Träume erleben können. Sie segnen jeden Tag, der vorübergeht und ihre Liebe überall den Herzen der Menschen näherbringt.
Erwidert diese Liebe und begrüßt sie im Namen des Kommenden. Verwandelt eure Ängste in liebevolle Erwartung und seht der neuen Zeit mit einem Gefühl des Glücks entgegen, das euch rechtmäßig zusteht. Es dauert nicht mehr lange, nicht lange, bis ihr das Wunder erleben werdet, sein Gesicht zu sehen, und bis ihr die Freude seiner Gegenwart und seine Liebe für alle erfahren könnt. Dann werdet ihr wissen, warum ihr gerade jetzt, in dieser besonderen Zeit inkarniert seid.
Gott segne euch und vertreibe für immer eure Furcht. (Benjamin Cremes Meister, 14. Januar 2016)

Botschaft von Maitreya
Diese Botschaft von Maitreya wurde Benjamin Creme am 31. März 2016 mental telepathisch übermittelt.
Diese Tage sind für viele schwierig. Selbst die Besten und Vertrautesten spüren die Qual der Zweifel und Bedenken.
Aber wenn ich sage, dass ich als einer von euch vor aller Welt mit euch zusammenarbeite, ist das wahr.
Auch wenn ich sage, dass die Zeit sehr nah ist, wo alle Menschen mich erkennen und positiv reagieren werden, ist das wahr.
Nur das Gesetz gebietet mir, noch eine sehr kurze Zeit zu warten, doch im Rahmen dieses Gesetzes bin ich wahrhaftig jeden Tag bei euch und richte mich dabei ständig nach euren Bedürfnissen und den von euch gebotenen Gelegenheiten.
Bald wird die gesamte Menschheit sich meiner Anwesenheit bewusst werden und die Transformation dieser unserer Welt bereitwillig annehmen.
Denkt daran, dass wir uns am Anfang und am Ende einer Zivilisation, in einer außerordentlichen Periode der Weltgeschichte befinden, und versteht daher, dass die Menschen die Schmerzen des Wandels spüren.
Für manche bedeutet er Entlassung in die Freiheit, für andere Verlust von Sicherheit und Ruhe.
Aber die Schmerzen, meine Brüder, werden nur von kurzer Dauer sein, und viele wissen das schon. Hilfe gibt es in Fülle, um euch durch diese schwierigen Zeiten zu geleiten.
Bejaht freudig diese Zeit und erkennt die Zeichen des Neuen.
Wahrlich, wahrlich, ich bin bei euch. Ich bin auf vielfältige Weise unter euch.
Urteilt selbst, meine Brüder, wie nah ihr meinen Erwartungen hinsichtlich einer neuen Welt kommt.
Es wird eine Welt sein, in der alle Menschen eins sind, in der alle Menschen zu ihrer Schaffensfreude finden und ihre Fähigkeit, ihren Brüdern in aller Einfachheit und Wahrheit den Weg zu weisen, in Liebe nutzen werden.


Der Friedenstroubadour

Interview mit James Twyman
von Jason Francis

James Twyman ist ein amerikanischer Musiker, der auf der ganzen Welt als „Friedenstroubadour“ bekannt ist. Er hat 18 Alben aufgenommen, 15 Bücher geschrieben und sechs Filme produziert beziehungsweise Regie geführt. Twyman bereist Konfliktländer, um dort mit den Menschen aller Religionen für den Frieden zu beten und globale synchrone Friedensmeditationen zu veranstalten. Jason Francis interviewte James Twyman für Share International.

Ein schicksalhafter Entschluss
Share International: Was hat sie dazu veranlasst, zu einem Friedensboten zu werden?
James Twyman: Im März 1994 gab mir ein Freund ein Blatt Papier, das mein Leben verändert hat. Auf diesem Blatt standen die Friedensgebete der 12 großen Weltreligionen. Diese Gebete wurden ein paar Jahre zuvor in Assisi gebetet, als Religionsführer aus aller Welt, darunter auch der Papst und der Dalai Lama, sich dort trafen, um miteinander zu beten. Jeder sprach das Friedensgebet seiner Religion.
Als ich die Gebete las, geschah etwas Erstaunliches, was ich seitdem nie mehr erlebt habe: Ich hörte die Musik dazu. Ich las das hinduistische Gebet und hörte die Musik dazu und spielte sie mit. Ich begann das buddhistische Gebet zu lesen, und dasselbe geschah. Ich las ein Gebet nach dem andern und spielte es mit. Innerhalb einer Stunde hatte ich alle 12 Gebete vertont. Mir war bewusst, dass das ein Geschenk war und dass ich es mit anderen teilen sollte. In diesem Augenblick beschloss ich: „Ich bin der Friedenstroubadour“. Zuerst war ich der mittellose Troubadour, der herumreiste, Konzerte gab und die Gebete unter die Leute brachte.
1995 hatte ich das Gefühl, dass ich an die Orte reisen sollte, wo Frieden am dringendsten benötigt wurde. Also lud ich mich selbst nach Kroatien und Bosnien ein, als dort Krieg herrschte, und trat unter anderem in Flüchtlingslagern auf. Es war unglaublich. Einmal wurde ich in die Berge an der Grenze zu Bosnien und Kroatien eingeladen. Man sagte mir, dass dort eine geheime Gesellschaft oder Gemeinde von Lichtarbeitern lebe, die sich Gesandte des Lichts nannten. Sie lebten an einem sehr abgelegenen Ort mitten im Wald. Ich verbrachte dort 12 Tage. In meinem Buch Emissary of Light („Gesandter des Lichts“) schrieb ich über meine Erfahrungen dort.
Von da an wurde ich in verschiedene Länder eingeladen – in den Irak, nach Nordirland, nach Südafrika und zuletzt nach Syrien –, und ich bereiste weitere Länder, wo ich meine Friedenskonzerte gab. Ich hatte immer das Bedürfnis, Menschen zusammenzubringen und die Friedensbotschaft mit ihnen zu teilen. Mit der Zeit fokussierte ich mich darauf, weltweit Meditationen zu fördern und zu unterstützen, bei denen sich Menschen mit ihren Friedensgebeten auf eine Situation in einem Land konzentrierten, in dem ich mich gerade aufhielt. Inzwischen habe ich mich völlig darauf ausgerichtet, als Friedenstroubadour zu arbeiten.

Göttliche Begegnung
SI: Im September 1999 erschien in Share International ein Artikel über Ihre Marienbegegnungen in Belgrad, in Medjugorje und im Flüchtlingslager von Brazda. Könnten Sie von diesen Begegnungen berichten? Welche Bedeutung haben sie für Ihr Leben?
JT: Ich war damals zum dritten Mal auf dem Balkan. Ich erinnere mich, dass ich diesen mystischen inneren Ruf spürte, dorthin zurückzukehren. Es war gerade die Zeit, als das serbische Volk gegen seine Regierung aufstand und eine friedliche Lösung des Konflikts forderte. Ich wollte einfach dabei sein.
Als ich in Belgrad war, traf ich während der Friedensmärsche auf der Straße eine junge Frau namens Maria. Sie hatte etwas Außergewöhnliches an sich. Etwa eine Woche später reiste ich nach Medjugorje. Das ist der berühmte Ort, wo sieben Kindern viele Jahre lang die Gottesmutter erschienen war. Ich wollte dort auf einem Hügel einen Friedenspfahl aufstellen. Als ich den Hügel auf einem einsamen Weg hinabstieg, begegnete ich dieser Frau wieder, die ich in Belgrad auf der Straße gesehen hatte. Es war eigentlich völlig unmöglich, dass sie auf natürliche Weise dieselbe Person hätte sein können, da die Frau, die ich in Belgrad getroffen hatte, Serbin war, zumindest nahm ich das an. Und eine Serbin wäre in Bosnien und Herzegowina, wo ich mich gerade befand, nicht willkommen gewesen. Es war mir also klar, dass da irgendetwas Außergewöhnliches geschah, und ich hatte mich schon daran gewöhnt, dass ich, wann immer ich in dieser Gegend war, besondere Erlebnisse hatte.
Bei dem Gespräch, das ich mit ihr führte, ging es ausschließlich um die Bedeutsamkeit des göttlich Weiblichen und die Rolle, die das göttlich Weibliche spielt, um Frieden auf Erden herzustellen. Ich begriff, dass diese junge Frau keine gewöhnliche junge Frau war, obschon sie ganz normal aussah. Sie war sehr hübsch. Sie trug gewöhnliche Jeans und eine Bluse, aber sie strahlte etwas aus, das mir klar machte, dass ich mich hier wieder mitten in einem dieser Erlebnisse befand. Ich schrieb darüber in meinem Buch The Secret of the Beloved Disciple („Das Geheimnis des geliebten Jüngers“). Durch dieses Erlebnis erfuhr ich erstmals die Bedeutung des göttlich Weiblichen in meinem Leben, und dieser Aspekt hat seither eine enorm große Rolle für mich gespielt.

Menschen können etwas bewegen
SI: Könnten Sie etwas über die weltweite synchrone Meditation erzählen?
JT: 1998 war ich auf einer Lesereise in London. Damals bereiteten sich die USA und ihre Verbündeten gerade darauf vor, den Irak zu bombardieren, und Saddam Hussein machte Probleme. Ich erhielt eine persönliche Einladung von Saddam Hussein, in den Irak zu kommen. Ich war natürlich sehr aufgeregt und auch etwas nervös, aber ich wusste, dass ich es tun musste.
Eine Freundin von mir, die auch meine Agentin ist, hatte etwa 300 Leute auf ihrer E-Mail-Liste. Wir wussten, um welche Zeit das Konzert in Bagdad sein würde. Sie schickte E-Mails an die Leute, die wir kannten, und bat sie, dafür zu beten oder sich mit all ihrem guten Willen auf diese Situation zu konzentrieren. Eine friedliche Lösung schien zu diesem Zeitpunkt unmöglich. Wir versandten die E-Mails trotzdem – und die Wirkung in den sozialen Medien war überwältigend, aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Es war das erste Mal, dass eine E-Mail in einem so großen Umfang weiterverbreitet wurde. Als ich das Konzert gab, wussten bereits Millionen Menschen davon und sandten ihre Energie und ihre Gebete. Es fühlte sich an, als regnete es positive Energie.
Wie gesagt, schien davor keine Möglichkeit einer friedlichen Lösung in Sicht. Nun aber hatten wir das Gefühl, als habe sich etwas verändert. UN-Generalsekretär Kofi Annan traf am nächsten Tag ein. Drei Tage nach den Gebeten wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet. Zumindest zu diesem Zeitpunkt starb niemand und es fielen keine Bomben. Und das war der Punkt, wo ich begriff, dass Menschen enorme Kraft haben, etwas zu bewegen, wenn sie sich in großer Zahl zusammentun und mit all ihrem guten Willen auf eine Situation konzentrieren. Studien, die davor und danach durchgeführt wurden, bestätigen die enorme Wirkkraft.
Von da an wollte ich das mehr und mehr tun – Leute dazu inspirieren, dass sie sich zusammentun und gemeinsam ihren guten Willen auf eine bestimmte Situation konzentrieren. Und es folgten viele weitere solcher Anlässe. Der letzte war im Februar 2016, als ich an der syrischen Grenze war. An der Andacht und Meditation nahmen sehr viele Menschen teil.*
Nun plane ich, jeden Monat irgendwo anders hinzureisen und dort eine Gebetswache abzuhalten. Ich habe gemerkt, dass die Leute nach etwas suchen, das beständig ist und nicht nur alle sechs Monate oder alle paar Jahre stattfindet. Sie wollen dauerhaft an Lösungen beteiligt sein, sie wollen fühlen, dass sie die Macht haben, etwas zu bewirken – zum Beispiel jeden Monat 15 Minuten lang ihre positive Energie auf eine Weltkrise oder Situation, die unsere Aufmerksamkeit benötigt, zu richten. Nächstes Jahr könnte ein wichtiges Jahr für solche Andachten werden. Es wird sich zeigen, dass es nicht nur eine mächtige Kraft ist, wenn sich Menschen in großer Zahl zusammentun und ihre Aufmerksamkeit auf etwas richten, sondern dass es die mächtigste Kraft im Universum ist.

SI: Können Sie uns über die Wunder berichten, die sich nach solchen Andachten ereignet haben?
JT: Fast jedes Mal geschah etwas, das uns zeigte, dass es sich um ein reales Phänomen handelt. Nach dem Irakerlebnis, das ich erwähnte, war das letzte Beispiel Syrien. Die Tragödie des syrischen Bürgerkriegs zog sich zu diesem Zeitpunkt schon drei Jahre hin. Es schien keine Hoffnung auf eine Änderung zu geben. Aber eine Woche, nachdem Millionen von Menschen gemeinsam für den Frieden gebetet und meditiert und so ihre positive Energie gebündelt hatten, begannen die Friedensverhandlungen in München. Ich halte mich nicht dafür verantwortlich, aber ich glaube wirklich, dass eine spürbare Energie entsteht, wenn wir uns mit all unserem guten Willen auf eine Situation konzentrieren.

Wir stehen vor der Entscheidung
SI: Was halten Sie von einer fairen Verteilung von Nahrungsmitteln und Ressourcen unter der Weltbevölkerung, um Gerechtigkeit zu schaffen, die wiederum die Voraussetzung für den Weltfrieden ist?
JT: Wann immer wir vom Teilen von Nahrungsmitteln und Wasser oder dem Ende von Gewalt sprechen, muss auch ein Bewusstseinswandel einsetzen. Wir leben in einer spannenden Zeit, wo es Stimmen wie die von Bernie Sanders in den USA gibt, der einen positiven Wandel anregt, indem er zu mehr ökonomischer Gleichheit aufruft. Gleichzeitig haben wir das genaue Gegenteil. Wir haben die Stimme von Donald Trump, der die Ängste, die Vorurteile und den Hass, den viele Leute empfinden, ausspielt. Mit der Tatsache, dass wir diese beiden Stimmen gleichzeitig haben, bietet sich uns eine bedeutende Gelegenheit. Wir stehen vor einer eindeutigen Entscheidung, die letztlich bedeutet: Wollen wir Liebe oder Angst? Die Bewegung geht in die eine oder die andere Richtung, aber wir wissen, dass die Liebe schlussendlich gewinnen muss. Immer mehr von uns gelangen zu der Einsicht, dass Liebe die einzige Wahl ist, denn die Angst zu wählen, würde bedeuten, dass wir eigentlich gar nichts wählen.
Der Bewusstseinswandel, der jetzt stattfindet, wird letztlich zu einer Lösung führen, die wir möglicherweise uns weder vorstellen noch verstehen können, aber wir können spüren, dass sie sich einstellt. Es wandelt sich etwas im Kern unseres individuellen wie auch kollektiven Selbstverständnisses. Das Problem ist weder Nahrung noch Wasser noch Wohlstand. Das Problem ist, wie wir darüber denken. Die Tatsache, dass wir eine so klare Entscheidung treffen müssen – entweder für die Liebe oder die Angst –, bedeutet, dass eine neue Lösung in greifbarer Nähe ist. Und mit diesem Bewusstseinswandel lösen sich die Probleme von allein.

*Als Antwort auf eine Frage in der März-Ausgabe von Share International sagte Benjamin Creme, dass die weltweite synchrone Meditation für Frieden in Syrien von der Geistigen Hierarchie der Meister unterstützt worden sei.

Weitere Informationen unter: worldpeacepulse.com


Trends

In dieser Rubrik berichten wir über Entwicklungen und Meinungen, die aufzeigen, dass eine zunehmend starke Unterströmung existiert, die die Welt auf den Weg zur Synthese, zum Teilen und zur Zusammenarbeit, zu neuen mitmenschlichen Beziehungen und zu neuen Vorgehensweisen bringt.

„Liebe für alle. Hass gegen niemanden.“
Nach dem Mord an einem katholischen Priester durch zwei IS-Anhänger haben am 31. Juli 2016 Muslime in Frankreich und Italien an katholischen Messen teilgenommen, um ihre Verbundenheit zu bekunden.
Der französische Islamrat CFCM hatte die Muslime aufgefordert, „Solidarität und Mitgefühl“ zu zeigen. „Wir sind alle Katholiken Frankreichs“, sagte der CFCM-Vorsitzende Anouar Kbibech.
Muslime besuchten Messen in Rouen – ein paar Meilen von der Kirche in Saint-Etienne-du-Rouvray entfernt, wo der Pfarrer ermordet wurde –, in der Pariser Kathedrale Notre Dame und in Nizza, wo im selben Monat 84 Menschen bei einem ebenfalls vom „Islamischen Staat“ angestifteten Anschlag getötet wurden.
„Das berührt uns sehr“, sagte der Erzbischof von Rouen, Dominique Lebrun. „Es ist ein wichtiges Zeichen der Brüderlichkeit. Man hat uns gesagt – und es uns ist bewusst, dass das aufrichtig gemeint ist –, dass es nicht der Islam ist, der [Pater] Jacques Hamel getötet hat.“
„Es ist mir sehr wichtig, heute hier zu sein“, sagte der Vorstand der Moschee von Saint-Etienne-du-Rouvray Mohammed Karabila in Rouen. „Wir wollen heute für alle sichtbar machen – indem wir die Familie von Jacques Hamel umarmen, indem wir Seine Exzellenz Lebrun vor allen hier Anwesenden umarmen –, dass unsere beiden Gemeinden miteinander vereint sind.“
Vor der Kirche hielt eine Gruppe von Muslimen ein Transparent mit der Aufschrift „Liebe für alle. Hass gegen niemanden.“ hoch.
Am Tag zuvor hatten sich französische Muslime Mahnwachen für den ermordeten Pfarrer und auch einer „Demonstration der Brüderlichkeit“ im Zentrum von Lyon angeschlossen; auf ihren Transparenten stand unter anderem: „Das ist kein Glaubenskrieg“ und „Wir sind alle Brüder und Schwestern“.
Auch überall in Italien besuchten Muslime als Ausdruck ihrer Verbundenheit die katholische Messe und folgten dem Aufruf muslimischer Geistlicher zu Frieden und Dialog.
„Moscheen sind kein Ort, an dem Fanatiker radikalisiert werden“, erklärte Mohammed Bin Mohammed, ein Mitglied der Vereinigung der islamischen Gemeinden in Italien UCOII. „Moscheen verfolgen das Gegenteil von Terrorismus: Sie fördern Frieden und Dialog.“ (Quellen: bbc.com, huffingtonpost.com)

Rettungsanker Bibliothek
In dem vom Krieg zerrissenen Syrien bietet eine geheime unterirdische Bibliothek mit geretteten Büchern den Menschen Bildung, Hoffnung und Inspiration (*). Sie befindet sich in Daraya, einer Vorstadt von Damaskus, die seit fast vier Jahren von Regierungstruppen und Assad-freundlichen Milizen belagert, bombardiert und ausgehungert wird. In einem großen, schwach beleuchteten Raum tief unter einem zerbombten Gebäude stehen Regale mit 14 000 aus zerstörten Häusern geretteten Büchern. Mit der Aufgabe des „stellvertretenden Bibliothekars“ wurde der 14-jährige Amjad betraut, der jeden Tag die unterirdische Bibliothek besucht und dort Schutz vor Bomben und Granaten sucht. Die Bibliothek umfasst Belletristik und Sachbücher, darunter auch wertvolle Nachschlagewerke, die es der Kommune ermöglichen, trotz der Katastrophe weiter zu funktionieren: Hier können freiwillige Helfer aus Krankenhäusern, Ärzte und Zahnärzte medizinische Informationen für ihre Behandlungen finden und nicht ausgebildete Lehrer den Unterricht für ihre Klassen vorbereiten.
„Wir hielten diese neue Bibliothek für lebenswichtig, um das Bildungsangebot aufrechterhalten zu können. Wir haben sie im Keller eingerichtet, damit sie nicht wie so viele andere Gebäude hier von Bomben und Granaten zerstört wird“, erklärt Anas Ahmad, einer der Gründer der Bibliothek, der sein Bauingenieurstudium wegen des Kriegs abbrechen musste. Ahmad und andere Freiwillige durchsuchen jeden Tag zerstörte Gebäude und riskieren dabei Leib und Leben: „Wir holen die Bücher oft aus ausgebombten Wohnungen, die meist in Frontnähe liegen“, erzählt Ahmad, „deshalb ist das sehr gefährlich.“
Die Adresse der Bibliothek ist ein gut gehütetes Geheimnis, damit die kostbare Sammlung nicht zum Angriffsziel wird. Inzwischen sind 10 Prozent der 80 000 Einwohner von Daraya geflohen und über 2000 Menschen, darunter viele Zivilisten, getötet worden. In knapp vier Jahren konnten nur zwei Hilfskonvois in die belagerte Stadt gelangen. Die Kinder müssen fast immer im Haus bleiben und sich die Zeit mit Spielen oder Büchern aus der Bibliothek vertreiben. „In gewisser Weise hat mir die Bibliothek mein Leben zurückgegeben… So, wie der Körper Nahrung braucht, braucht die Seele Bücher“, sagt Abd al-Baset al-Ahmar aus Daraya.
Auch Omar Abu Anas besucht die Bibliothek und glaubt, dass sie die Entschlossenheit der Bürger, ihre Heimatstadt zu verteidigen, stärkt. „Ehrlich, ich schwöre: Die Bibliothek hat einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen. Und jedes Mal, wenn in der Nähe der Bibliothek Bomben einschlagen, beten wir für sie. Bücher motivieren uns dazu, weiterzumachen. Wir lesen, wie sich alle Welt von einem Land abgewandt hatte, aber die Menschen dort es trotzdem geschafft haben. Also können wir das auch. Die Bücher helfen uns, unser Leben nach Assad zu planen. Das können wir nur dank der Bücher, die wir hier bekommen können. Wir wollen ein freies Land sein. Und ich hoffe, dass wir das mit Hilfe der Bücher auch schaffen.“ (Quelle: bbc.co.uk)


Rettet unseren Planeten (SOP)

„Abgesehen von Krieg, ist die bei weitem größte Gefahr für die Zukunft aller Menschen die Umweltverschmutzung. Manche Länder haben diese Tatsache erkannt und einige Maßnahmen eingeleitet, um die Verschmutzung und die Erwärmung der Erde einzudämmen. Andere, teilweise die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung, leugnen die Realität der Erderwärmung, obwohl dafür überwältigende Beweise vorliegen. Tagtäglich beweisen die Klimaveränderungen, dass unser Planet krank ist und sofort sachkundige Hilfe braucht, damit das Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muss sich an dieser Aufgabe beteiligen. Die Zeit rennt uns wirklich davon. SOP! Save our planet – rettet unseren Planeten!“
Benjamin Cremes Meister, 8. September 2012

Nachernte-Bewegung
Nun gibt es in Spanien auch eine „Nachernte-Bewegung“. Bei der Nachernte werden Feldfrüchte eingesammelt, die nach der Ernte für den kommerziellen Verkauf übrig geblieben sind. Diese alte ländliche spanische Tradition, die sich auf die Würde der Armen beruft und der kommunalen Ernährung dient, ist aufgrund der gegenwärtig herrschenden wirtschaftlichen Not zu neuem Leben erweckt worden. Den Verfechtern dieser neuen Bewegung zufolge können dadurch die intensive Bodennutzung verringert, die Ernährung verbessert, Hungernde ernährt werden und Menschen am Rande der Gesellschaft dabei Arbeit finden.

Während der Großteil der Nachernten derzeit an Lebensmittelbanken geht, produziert das Sozialunternehmen der Espigoladors (katalanisch, etwa: „die Nachleser“) daraus auch Marmeladen, Suppen und Saucen unter der Marke „Es Imperfect“ („nicht makellos“). Und mit ihrer Anzeigenkampagne „Ich bin auch nicht makellos“ mit Fotos von Normalbürgern, die angemalte Früchte hochhalten, werden die konventionellen Schönheitsvorstellungen von Nahrungsmitteln infrage gestellt. Das Nachernte-Projekt will damit die irrige Vorstellung abbauen, bräunlich verfärbtes oder weiches Obst und Gemüse oder solches mit ungewohnter Form seien weniger schmackhaft.
„Die Espigoladors sind für uns deswegen so wichtig, weil sie ihr Gemüse direkt vom Feld holen“, erklärt der städtische Lebensmittelbankenkoordinator Arnau Garcia. „Die Menschen, die zu uns kommen, haben oft kein geregeltes Leben und legen keinen Wert auf Gemüse. Wir meinen jedoch, dass Gemüse sehr wichtig ist und geben ihm einen hohen Stellenwert.“ Wer zu einer Lebensmittelbank kommt und bei der Nachlese mitmacht, darf eine Kiste von dem, was er geerntet hat, mit nach Hause nehmen. Nachdem Bauern Probleme mit Diebstahl hatten, statten die Espigoladors alle ihre Erntehelfer mit grünen Latzhosen aus.
In den USA werfen die Menschen aufgrund ihres Makellosigkeitskults fast genauso viele Lebensmittel weg, wie sie essen, wodurch Hunger und Armut zunehmen und die Umwelt stark belastet wird. Riesige Mengen reifer Feldfrüchte verrotten auf den Feldern, werden zu Viehfutter oder landen direkt auf der Mülldeponie. „Alles dreht sich um die Makellosigkeit der Lebensmittel“, meint Jay Johnson, der frisches Obst und Gemüse aus North Carolina und Zentralflorida liefert. „In unserer Branche muss heutzutage alles makellos sein, sonst wird es zurückgewiesen. Es wird für makellos befunden oder, falls nicht, abgelehnt. Und dann bleibt man darauf sitzen.“ Der Nahrungsmittelverlust findet auf den Feldern, in den Lagern, beim Verpacken, bei der Lieferung, im Supermarkt, in den Restaurants und in den Kühlschränken statt. Gemäß einer Berechnung der US-Regierung werden jedes Jahr rund 60 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Wert von 160 Milliarden Dollar von Händlern und Konsumenten weggeworfen – ein Drittel der gesamten nationalen Nahrungsmittelproduktion. (Quellen: theguardian.com, imdb.com; feedbackglobal.org)

Indien: Knapp 50 Millionen Bäume in 24 Stunden gepflanzt
Mehr als 800 000 Freiwillige haben in Uttar Pradesh in 24 Stunden 49,3 Millionen Bäume gepflanzt und damit einen neuen Weltrekord aufgestellt. Die Regierung dieses indischen Bundesstaats hatte überall Setzlinge verteilt, um die Waldflächen zu vergrößern und den Guinness-Weltrekord für die Anzahl der innerhalb von 24 Stunden gepflanzten Bäume zu brechen, den Pakistan 2013 mit 847 275 Bäumen aufgestellt hatte.
Schüler, Studenten, Abgeordnete, Regierungsbeamte, Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen und sonstige Freiwillige haben die Bäume an festgelegten Stellen entlang von Straßen, Eisenbahntrassen und in Waldgebieten gepflanzt. Laut einem Forstbeamten des Bundesstaats soll der Zustand der gepflanzten Bäume regelmäßig anhand von Luftaufnahmen kontrolliert werden.
Der Ministerpräsident von Uttar Pradesh, Akhilesh Yadav, erklärte, man wolle mit dieser Rekordaktion das Bewusstsein und das Interesse für die Aufforstung und den Naturschutz wecken. „Die Welt hat begriffen“, so Yadav, „dass zur Einschränkung der Folgen des globalen Klimawandels ernsthafte Anstrengungen zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen unternommen werden müssen. Uttar Pradesh hat dabei einen Anfang gemacht.“
Die indische Regierung hat inzwischen über 6,2 Milliarden Dollar für Baumpflanzaktionen im ganzen Land bereitgestellt und alle Bundesstaaten dazu aufgefordert, dem Beispiel Uttar Pradeshs zu folgen. Das Land hat sich verpflichtet, seine gesamten Waldflächen bis 2030 auf 9,4 Milliarden Hektar auszudehnen. (Quellen: ecowatch.com, huffingtonpost.com, popsci.com)