Share International, Mai 2026

Cover der Online-Ausgabe 2026

Die deutsche Online-Ausgabe der internationalen Zeitschrift Share International enthält einen Artikel von Benjamin Cremes Meister, Beiträge zu aktuellen Themen von unseren eigenen Korrespondenten sowie eine Fotoauswahl von „Zeichen der Hoffnung“, die anderen, früher von Benjamin Cremes Meister bestätigten wundersamen Phänomenen ähneln oder für sich sprechen. Darüber hinaus stellt die Online-Ausgabe in der Regel ausgewählte Erfahrungsberichte von Leserinnen und Lesern vor und bringt nicht zuletzt einige Fragen mit Antworten von Benjamin Creme.



Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister fast 40 Jahre lang zu jeder Ausgabe einen Artikel beigetragen. Diese sollten auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden.

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Viele Menschen erwarten die Rückkehr des Christus mit Angst und Bangen. Sie spüren, dass seine Ankunft große Veränderungen in allen Lebensbereichen auslösen wird. Sie vermuten zu Recht, dass seine Wertmaßstäbe ihre Denk- und Lebensweise unausweichlich verändern werden, und sie erblassen bei dieser Vorstellung. Zudem haben die Kirchen jahrhundertelang den Christus auf so mystische Weise dargestellt, dass viele sein Gericht und seine Allmacht fürchten; sie erwarten ihn als einen Gott, der die Bösen strafen und die Gläubigen belohnen wird.

Es ist bedauerlich, dass sich ein derart verzerrtes Bild des Christus im menschlichen Bewusstsein einnisten konnte. Ein solches Wesen gibt es nicht. Um die wahre Natur des Christus zu verstehen, muss man ihn als einen unter ebenbürtigen Gottessöhnen sehen, die alle die Fülle des göttlichen Potenzials in sich tragen und sich nur durch den Grad der Offenbarung dieser Göttlichkeit unterscheiden.

Dass er dieses Maß an Göttlichkeit erreicht hat, ist sein Ruhm, und wir können nur in Ehrfurcht vor dieser Vollendung stehen. Dass eine solche Vollkommenheit äußerst selten erlangt wird, ist unbestreitbar wahr. Aber für die Menschen besteht das Wunder des Christus darin, dass er einer der ihren war. Es gibt keine Prüfungen und Leiden der Menschen, die er nicht ebenso erfahren hat. Jeden Schritt auf dem mühsamen Weg, den die Menschen noch vor sich haben, ist auch er gegangen. Im ganzen Panorama menschlicher Erfahrungen gibt es nichts, was nicht auch er erlebt hat. Darum ist er wahrhaftig des Menschen Sohn.

Es besteht kaum ein Zweifel, dass nur wenige ihn erkennen würden, erschiene er unangekündigt in unserer Mitte. Er entspricht so wenig den gängigen Vorstellungen, dass er völlig unbemerkt in der Menge an uns vorbeigehen könnte. So sieht es heute unter seinen Brüdern aus, während er auf die Einladung der Menschen wartet, um seine Mission zu beginnen. Viele, die ihn täglich sehen, erkennen ihn nicht. Manche erkennen ihn zwar, haben aber Angst, darüber zu reden. Und manche warten und beten in der Hoffnung, dass er der Eine sei, auf den sie nicht zu hoffen wagen. Nur seine Deklaration vor der Welt wird bewirken, dass er im Bewusstsein und in den Herzen der Menschen seinen wahren Platz erhält.

Doch während wir auf diesen Tag der Tage warten, wollen wir uns über die Gründe für seine Rückkehr klar werden. Versuchen wir die Dimension der Aufgabe zu begreifen, die er sich selbst gestellt hat: Er ist gekommen, um die Wirklichkeit Gottes in der Welt zu etablieren. Er ist hier, um die göttlichen Mysterien wieder zu beleben. Er ist unter uns, um die Menschen zu lehren, wie man liebt und Liebe erwidert. Er lebt wieder in der Welt um den Menschen ihre Brüderlichkeit zu beweisen. Er nimmt diese Bürde auf sich, um dem Vater und den Menschen die Treue zu halten. Er ist zurückgekehrt, um das neue Zeitalter einzuläuten. Er ist von seinem hohen Berg herabgestiegen, um die Schätze der Vergangenheit zu bewahren und uns zu den Wundern der Zukunft zu inspirieren, um Gott und Mensch zu verherrlichen.

Schauen wir uns seine Prioritäten an: die Sicherung des Friedens; die Einführung des Systems des Teilens; die Befreiung von Schuld und Furcht – die Läuterung der Herzen und Gedanken der Menschen; die Erziehung der Menschheit nach den Gesetzen des Lebens und der Liebe; eine Einführung in die Mysterien; die Verschönerung unserer Städte; die Erleichterung des Reisens und des Austauschs unter den Völkern; die Schaffung eines gemeinsamen Wissensfonds, der allen zugänglich ist.

Dass diese Aufgabe nicht einfach ist, nicht einmal für den Menschensohn, ist offensichtlich. Die uralte Neigung, Zwietracht zu schüren und zu spalten, hat tiefe Wurzeln, zudem halten Furcht und Aberglaube Millionen Menschen im Bann. Aber nie zuvor in der Weltgeschichte war ein Lehrer besser für seine Aufgabe gerüstet als Maitreya. Er ist gekommen, um gegen Unwissenheit und Furcht, Uneinigkeit und Not zu kämpfen. Seine Waffen sind geistiges Verständnis, Wissen und Liebe; die Wahrheit ist seine strahlende Rüstung.
(Share International, Juni 1984)

Benjamin Creme liest den Artikel seines Meisters „Der Menschensohn“

Diese Artikel stammen von einem älteren Mitglied der Hierarchie der Meister der Weisheit. Sein Name kann aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, nur so viel, dass er esoterischen Kreisen vertraut ist. Benjamin Creme stand mit ihm in ständigem telepathischem Kontakt und erhielt die Artikel dieses Meisters per Diktat.
Weitere Artikel dieses Meisters


Lieben und Liebe erwidern

Zwischen dem im Westen gefeierten Osterfest und dem großen geistigen Wesakfest, das im Osten von Millionen von Menschen begangen wird, befinden wir uns aktuell in einer Zeit zwischen Auferstehung und Erneuerung. Die drei großen Feste werden im Juni mit dem Fest der Menschheit, auch bekannt als das Christusfest, abgerundet. In dieser Zeit des Jahres fasst sich die Menschheit als natürliche Reaktion auf den Wechsel der Jahreszeiten und die zunehmende Kraft der geistigen Energien, die in die Welt einströmen, erneut ein Herz und wagt zu hoffen. Man spürt eine Zielstrebigkeit und eine erneute Sinnhaftigkeit; bewusst oder unbewusst setzen sich die Leute neue Ziele und engagieren sich wieder, weil sie sich selbst wieder als Seelen wahrnehmen. Viele erleben innere und äußere Ereignisse intensiver, sind sensibler und bewusster als sonst. Es ist eine Zeit, in der Menschen, die meditieren oder einer sonstigen spirituellen Praxis folgen, seit jeher eine größere Stille – einen tieferen Frieden – erfahren, als wären sie ihrer Seele, Gott, näher.

Infolge dieser erhöhten Sensibilität erlebt man die täglichen Nachrichten als noch verstörender und herzzerreißender. Die Menschen sind innerlich empfänglich und offen für höhere Ziele, wodurch die Schocks des Alltags lauter, extremer, roher und grausamer erscheinen als je zuvor.

Als mögliche Bewältigungsstrategie zeichnen sich zwei gegensätzliche Sichtweisen ab – was in der vorherrschenden polarisierten Atmosphäre nicht überrascht. Diese beiden gegensätzlichen Haltungen scheinen sich zu verfestigen und zu einer konfrontativen Haltung zu verhärten: „Wir müssen uns der Realität von Gewalt und Ungerechtigkeit stellen und dann zusammenarbeiten – um Lösungen zu finden, sofern das möglich ist. Schauen wir uns an, was in der Welt geschieht.“ Andere nehmen einen entgegengesetzten Standpunkt ein: „Warum sich auf die schlechten Nachrichten konzentrieren? Wenn man Frieden will, muss man Frieden denken.“ Sicherlich sind beides berechtigte Sichtweisen und verdienen es, im Licht der ständigen Berichte von Krieg, Korruption, Lügen und Propaganda (sofern man auch die Fakten auf alternativen Medienkanälen berücksichtigt) bedacht zu werden.

Leserinnen und Leser dieser Seiten fragen sich vielleicht, was Benjamin Creme und sein Meister über das Thema Konflikte, Krieg und Kriegsverbrechen denken (siehe „Fragen und Antworten“ in dieser Ausgabe). Schon ein flüchtiger Blick auf die Artikel von Benjamin Cremes Meister und einige Recherchen in den Schriften des Meisters Djwhal Khul (D.K.), der durch Alice A. Bailey schrieb, liefern eindeutige Beweise dafür, dass die Meister zwar unermüdlich für den Frieden arbeiten, aber dennoch Realisten sind. Den Tatsachen muss man ins Auge sehen. Krieg zu ignorieren oder eine pazifistische Haltung einzunehmen, wird Konflikte nicht beenden; massive Bedrohungen zu ignorieren oder die Realität durch Friedensfloskeln zu ersetzen, wird nicht zu Gerechtigkeit und sozialer Harmonie führen. Wer seinen Mitmenschen dienen will, muss die Welt so sehen, wie sie ist, um die besten Lösungen für festgefahrene Situationen finden zu können. Dienst am Nächsten ist, wie wir wissen, eine Antwort auf Not; wenn wir nicht wissen, was gebraucht wird, ist eine angemessene Reaktion unmöglich oder unzureichend.

In Die Geistige Hierarchie tritt in Erscheinung (Juni 1940) schneidet der Meister D.K. genau dieses Thema an, in einem Abschnitt mit dem Titel „Die heutige Weltkrise“, wo er die Haltung der Meister begründet. Aber zuerst rüttelt er die Jünger mit folgenden Fragen auf:

„Sollte ich die Geisteshaltung der Hierarchie so hinstellen, als ob sie eine sanfte Schar von Zuschauern wäre, die bereit sind, der Welt nach dem Krieg zu helfen, sich aber jetzt von allen Aktionen fernhalten? – Die einfach warten, bis sich der Lärm und der Staub des Krieges gelegt haben, um dann im Denken der Menschen das Zukunftsbild einer neuen Weltordnung zu erwecken, in der es jedem Menschen gut geht, in der es weder Arbeitslosigkeit noch Angst oder Schrecken gibt, in der jedermann glücklich, gut genährt und halbwegs intelligent sein wird? Sollte ich ein Bild entwerfen, das die vielen Jünger, Eingeweihten und Aspiranten als eine große Schar von Pazifisten darstellt, welche die Formseite des Lebens schätzen, sich vor dem Tod fürchten und angesichts des tödlichen Ringens um menschliche Freiheit, Leben, Gewissen und Denken passiv bleiben?
Das kann ich wahrlich nicht tun, und die Hierarchie ist alles andere als das. Ein Pazifismus, wie ihr ihn auslegt, hat bei ihr kein Daseinsrecht. Für jene, die wissen, dass die Wiedergeburt ein Grundgesetz der Natur ist und dass es keinen Tod gibt, ist die Vernichtung des physischen Körpers im Kampf (wovor so viele von euch sich fürchten) von geringer Bedeutung. Die Kräfte des Todes wirken heute in der Welt, aber es ist der Tod der Freiheit, der Tod der freien Rede und des freien Handelns, der Tod der Wahrheit und der höheren geistigen Werte. Das aber sind die wesentlichen Faktoren im Leben der Menschheit; im Verhältnis zu diesen ist der Tod der physischen Form ein nebensächlicher Umstand, der durch Wiedergeburt und neue Gelegenheit leicht wieder in Ordnung gebracht werden kann.“

Unterscheidet sich unsere Zeit wirklich so sehr von den 1940er-Jahren? Der Lärm der Bombenexplosionen, das ohrenbetäubende Krachen einstürzenden Betons und Bilder von Grausamkeit kommen uns schrecklich vertraut vor. Vieles, was damals auf dem Spiel stand, wartet immer noch auf einen endgültigen Entscheidungsschlag.

Nachdem wir uns ausführlich mit diesem belastenden und emotionalen Thema befasst haben, bieten wir in dieser Ausgabe auch viel Lesestoff, der informiert, erfreut und inspiriert. Insbesondere haben wir im Zusammenhang mit dem Artikel „Der Menschensohn“, verfasst von Benjamin Cremes Meister, einen Link zu einem Video bereitgestellt, in dem Benjamin Creme selbst diesen Text vorliest – einer seiner „Lieblingstexte“. Benjamin Creme war stets tief bewegt von der Schönheit und der Tiefe der Beschreibung Maitreyas in diesem Artikel, die sowohl seine Erhabenheit als auch seine mit uns geteilte Menschlichkeit ausdrückte.

Es gibt keinen Zweifel, dass wir uns in einer sehr schmerzhaften und schwierigen Zeit befinden. Umso mehr Grund, Mut zu schöpfen aus dem, was wir in „Der Menschensohn“ lesen:

„Er ist unter uns, um die Menschen zu lehren, wie man liebt und Liebe erwidert. Er lebt wieder in der Welt um den Menschen ihre Brüderlichkeit zu beweisen. Er nimmt diese Bürde auf sich, um dem Vater und den Menschen die Treue zu halten. Er ist zurückgekehrt, um das neue Zeitalter einzuläuten. Er ist von seinem hohen Berg herabgestiegen, um die Schätze der Vergangenheit zu bewahren und uns zu den Wundern der Zukunft zu inspirieren, um Gott und Mensch zu verherrlichen.“


„Das Wesakfest wird letztlich ein bedeutendes geistiges Fest für die gesamte Menschheit werden.“
– Benjamin Creme

Benjamin Creme schrieb in seinem ersten Buch, Maitreya-Christus und die Meister der Weisheit: “… Was sich beim Wesakfest abspielt, das kann ich Ihnen ungefähr sagen. Alle Mitglieder der Hierarchie versammeln sich, die in physischen Körpern und die außerhalb, in diesem Tal. Der Christus und die Oberhäupter der beiden anderen großen Abteilungen – der Manu und der Herr der Zivilisation –, diese drei Großen Herren stehen im Dreieck um einen riesigen, flachen Stein, auf dem sich eine große Kristallschale mit klarem Wasser befindet. Wenn der Mond über den Horizont aufsteigt, kommt Buddha – im Augenblick des Vollmondes im Stier. Gautama Buddha kommt aus Schamballa und schwebt über dem Stein, über der Kristallschale, und überträgt auf den Christus die Energie, die man die Schamballa-Kraft nennt – den großen ersten Strahl des Willens oder der Macht. Er tut dies jedes Jahr mit immer stärkerer Potenz, bis zum Jahr 2000. Der Christus lässt die Kraft durch die drei Herren (sich selbst, den Manu und den Herrn der Zivilisation) zirkulieren, dann wird sie von der Hierarchie gehalten und allmählich an die Welt weitergeleitet, bis zum Vollmond in der Waage; von diesem Zeitpunkt an wird sie bis zum nächsten Wesakfest zurückgezogen. Die Einwohner kommen dorthin, die Tibeter und die Pilger aus Nordindien, und versammeln sich an einem Ende des Tals, während diese große Zeremonie stattfindet. Anschließend wird das Wasser in der Kristallschale, das durch die Anwesenheit des Buddha gesegnet wurde, unter allen Teilnehmern verteilt. Es ist ein Ereignis von tiefer esoterischer Bedeutung.“ (Share International, Juni 2017)

Das Wesak-Vollmondfest findet im Mai statt. Was genau geschieht da? (Juni 1990)
Das Wesakfest (sprich: Wess-ak) findet auf der ätherischen Ebene in einem Tal des Himalaya statt. Es ist ein ganz außergewöhnliches Ereignis. In diesem Tal ist ein großer Stein, auf dem eine große Kristallschale mit Wasser steht. Die Mitglieder sämtlicher Ränge der Geistigen Hierarchie, die drei Großen Herren, Chohans, Meister und Jünger, führen nach einem festgelegten Muster ein Ritual durch. Wenn dann der Mond über dem Horizont auftaucht, kommt der Buddha aus Schamballa (dem ätherischen Zentrum in der Wüste Gobi), schwebt über der Kristallschale und lädt das Wasser auf. Der Buddha überträgt den drei großen Herren – dem Christus, dem Manu und dem Mahachohan – die Energie der Schamballa-Kraft. Das ist die kraftvolle Energie des ersten Strahls, die Energie des Willens und der Absicht. Sie zirkuliert zwischen den drei Großen Herren, die sie aufbewahren und allmählich während des restlichen Jahres in die Welt einströmen lassen. Dies ist die Zeit, in der Buddha so nah, wie es ihm möglich ist, in die Alltagswelt kommt. Er steht in enger Verbindung mit der Ankunft Maitreyas. Sie beide sind Brüder und wurden vom Beginn der Zeit an auf ihre Mission in der Welt vorbereitet.

Das Fest des Christus in den Zwillingen – was geschieht da?
Der Vollmond in den Zwillingen – das Fest des Christus. Bei diesem Fest feiert man die Annäherung des Menschen an Gott. In der neuen Weltreligion wird es ein großes gemeinsames In-Verbindung-treten mit der Gottheit geben, zu allen Vollmonden, besonders aber bei den drei großen geistigen Festen im April, Mai und Juni – im Widder, dem Stier und den Zwillingen. In der ganzen Welt wird man diese Feste gleichzeitig feiern.
(Benjamin Creme, Maitreya-Christus und die Meister der Weisheit)

Das Fest im Juni, im Zeichen der Zwillinge, wird zum höchsten Fest der Menschheit werden. Heute nennt man es das Christusfest nach ihm, dem Ältesten in der großen Familie der Brüder; nicht nur der Christus der Hierarchie ist damit gemeint, sondern der Christus als Repräsentant der Menschheit. Es wird vor allem das Fest des guten Willens sein, des gemeinsamen Strebens in der Menschheit, das wir als guten Willen bezeichnen.
(Benjamin Creme, Maitreya-Christus und die Meister der Weisheit)

An diesem festlichen Tag [Christus-Fest] wird man des in der Menschheit lebendigen Geistes gedenken, der sich zu Gott hinsehnt und versucht, mit Gottes Willen in Einklang zu kommen. Dieses Fest ist der Bezeugung rechter menschlicher Beziehungen geweiht und fällt jährlich auf den Juni-Vollmondtag. Es wird ein Tag sein, an dem man die geistige und göttliche Natur im Menschen anerkennen wird. Seit zweitausend Jahren repräsentierte Christus an diesem Festtag die Menschheit; er stand an der Spitze der Hierarchie und im Angesicht von Schamballa als der Gott-Mensch, der Führer seiner Getreuen und als „der Älteste in einer großen Familie von Brüdern“ (Römer 8, 29). In jedem Jahr hat er an diesem Tag vor der versammelten Hierarchie die letzte Predigt Buddhas feierlich gesprochen. Dieses Fest wird daher eine Feier tiefer Invokation und Bitten sein, eine Feier fundamentalen Strebens nach Gemeinschaftsgeist, nach menschlicher und geistiger Einheit; es wird dem menschlichen Bewusstsein die Auswirkung des Heilswerkes von Buddha und Christus vor Augen halten.“
(Tibetischer Meister Djwhal Khul, Die Wiederkunft Christivon Alice A. Bailey)

… Die drei großen Feste – Ostern, Wesak und das Christusfest, jeweils einen Monat später – sollen künftig auf der ganzen Welt gleichzeitig gefeiert werden; ebenso die neun zwar wichtigen. aber nicht so großen Feste zu den anderen neun Vollmonden des Jahres. Die drei werden in der neuen Religion eine zentrale Rolle spielen, und jedes bietet einen bedeutungsvollen Zugang zur Gottheit – die Evokation des göttlichen Lichtes, die der göttlichen Liebe und die des göttlichen Willens – und so werden diese Energien auf der Erde verankert, und der Mensch wird sie nutzen können.
(Benjamin Creme, Maitreya-Christus und die Meister der Weisheit)

(1) Was unterscheidet eine 24-Stunden-Transmission von einer gewöhnlichen Transmission? (2) Ist es nicht sinnvoller, zehn, fünf oder auch nur drei Stunden konzentriert mit zehn oder zwanzig Leuten zu meditieren, als 24 Stunden mit zeitweise nur drei Personen?
(1) Sie ist viel länger! Sie finden auch seltener statt, vielleicht nur dreimal im Jahr, an den großen Frühlingsfesten – dem Oster-, Wesak- und Christusfest. (2) Die Antwort hierauf ist ein deutliches Ja. Die drei Frühlingsfeste bieten jedoch eine einmalige Gelegenheit für die Gruppen auf der ganzen Welt, gemeinsam einen machtvollen Rhythmus aufrechtzuerhalten. Während der 24 Stunden kann die Hierarchie alle arbeitenden Gruppen zu einem globalen Lichtnetzwerk verbinden, das die Meister ständig erzeugen und verstärken. Auch ein starker psychologischer Faktor spielt dabei eine Rolle, nämlich der zusätzliche Stimulus zu Aspiration und Dienst, der durch das Feiern dieser Feste gefördert wird.
(Benjamin Creme, Transmission – eine Meditation für das neue Zeitalter)


Die Große Invokation wurde von Maitreya, dem Christus, zum ersten Mal im Juni 1945 angewandt. Er gab sie der Menschheit, damit wir die Energien aufrufen können, die die Welt verändern und die Rückkehr des Christus und der Geistigen Hierarchie der Meister der Weisheit ermöglichen. Dies ist nicht die Version, die der Christus selbst benutzt. Er verwendet eine alte Formel in einer sehr alten Priestersprache, die aus sieben mystischen Versen besteht. Sie wurde von der Hierarchie in Worte gefasst (und ins Englische übersetzt), die wir verstehen und anwenden können und die heute in vielen verschiedenen Sprachen in jedem Land der Welt gesprochen werden.

Ihre Wirkung kann noch verstärkt werden, wenn man sie in Dreiecksformation anwendet, wie es in der Bewegung der Dreieckarbeit (des Lucis Trust) praktiziert wird. Wenn Sie daran teilnehmen möchten, vereinbaren Sie mit zwei Freunden, die Invokation täglich zu sprechen. Sie müssen nicht in derselben Stadt oder im gleichen Land wohnen und die Invokation auch nicht zur selben Tageszeit sprechen, sondern wann immer es für jeden von Ihnen möglich ist. Verbinden Sie sich mental mit den beiden anderen Teilnehmern, visualisieren Sie ein Dreieck aus weißem Licht, das über Ihren Köpfen kreist und mit einem Netzwerk von ebensolchen Dreiecken, die die ganze Welt umspannen, verbunden ist.

Aus dem Quell des Lichts im Denken Gottes
ströme Licht herab ins Menschendenken.
Es werde Licht auf Erden.

Aus dem Quell der Liebe im Herzen Gottes
ströme Liebe aus in alle Menschenherzen.
Möge Christus wiederkommen auf Erden.

Aus dem Zentrum, das den Willen Gottes kennt,
lenke planbeseelte Kraft die kleinen Menschenwillen
zu dem Ziele, dem die Meister wissend dienen.

Durch das Zentrum, das wir Menschheit nennen,
entfalte sich der Plan der Liebe und des Lichts
und siegle zu die Tür zum Übel.

Lass Licht und Liebe und Kraft
den Plan auf Erden wiederherstellen.

Sollte jetzt, da der Christus in der Welt ist, der Wortlaut der Großen Invokation geändert werden? (Share International, September 1985)
Nein. Ich weiß, dass einige Gruppen die Zeile „Möge Christus wiederkommen auf Erden“ zu „Christus ist wiedergekommen auf Erden“ oder so ähnlich abgeändert haben. Diese Änderung ist ein Fehler, sie geht nicht von der Hierarchie aus. Wie ich bereits erklärt habe, bezieht sich „Möge Christus wiederkommen auf Erden“ nicht nur auf Maitreya, den Christus, sondern auf die Hierarchie, an deren Spitze er steht. Diese Zeile sollte so beibehalten werden, wie sie zur Anrufung jener Gruppe von Meistern (etwa vierzig im Ganzen) übergeben wurde, die im Laufe der nächsten zwanzig Jahre in die äußere Welt zurückkommen werden.
Schon seit Jahren hat einigen Gruppen die Zeile „Und siegle zu die Tür zum Übel“ nicht gefallen, deshalb haben sie sie abgeändert. Auch das ist ein Fehler. Der Wortlaut dieser Invokation ist von der Hierarchie äußerst sorgfältig in eine Form gebracht worden, in der wir dieses zutiefst okkulte Mantra, das Maitreya anwendet, sprechen und verstehen können.
Einige Personen und Gruppen behaupten, neue Formen der Großen Invokation „erhalten“ zu haben, vermutlich von der Hierarchie. Ich glaube, das ist nichts weiter als das Resultat von Verblendung. Wenn sich die Menschheit für den Erhalt und die Anwendung neuer esoterischer Formen dieser Invokation als geeignet erweist, werden diese mit der Zeit bekannt gegeben. Aber bis jetzt sind sie von den Meistern noch nicht einmal formuliert worden. Sie müssen dem zukünftigen Entwicklungsstand der Menschheit entsprechen, und der ist noch nicht bekannt.

Benjamin Creme, Transmission – eine Meditation für das neue Zeitalter; 5., überarbeitete und erweiterte Auflage 2024; ISBN 978-3932400-16-2, 214 Seiten, Taschenbuch 11 Euro / E-Book 7,49 Euro


Wesak, Mai 1939 – In diesen Tagen der Krise, Angst und quälenden Ungewissheit scheint es angebracht, dass ihr euch an bestimmte Dinge erinnert und euch bemüht, gewisse Dinge zu tun.

Erstens sollt ihr daran denken, dass die Hierarchie unerschütterlich dasteht. Hinter allem heutigen Geschehen steht dieselbe Gruppe geistiger Kräfte und stehen dieselben Älteren Brüder und Meister wiebisher; sie führten die Menschheit sicher und befriedigend bis zu ihrer jetzigen Entwicklungsstufe. Noch immer stehen uns Buddha, dessen Fest wir feiern, und Christus, der die unwandelbare Liebe Gottes zum Ausdruck bringt, bei; und die Hierarchie steht wie ein starkes Bollwerk zwischen uns und einer möglichen Katastrophe; dieses geistige Lebenszentrum gleicht dem schutzspendenden „Schatten eines großen Felsens in einer öden Landschaft“.

Zweitens sollt ihr daran denken, dass die Menschheit aus einem Zustand blinder Unwissenheit und Unbewusstheit ständig vorangekommen ist zu einer intelligenten Lebensauffassung und zu einem immer größeren Verantwortungsgefühl. Dieses Letztere, das in euch allen erwacht, ist in dem jetzigen großen Ausmaß verhältnismäßig neu, und es verstärkt unverkennbar in euch allen das Empfinden für Leid, Not und Schmerz. Ihr fragt euch selbst: Worin haben wir, als Nation oder Menschheit, versagt oder gefehlt? Und was können wir tun, um unsere Irrtümer wiedergutzumachen? Trotz allem sind die Menschen in ihrer intelligenten und geistigen Entwicklung Stufe um Stufe höher gekommen, und sie haben ungeachtet der jeweiligen äußeren Ereignisse wirkliche Fortschritte gemacht. Niemals gab es eine Umkehr, und es wird auch niemals einen Weg zurück geben. Die Menschheit hat viele Stürme überstanden und viele Schwierigkeiten überlebt; die Menschen sind aus Krisenzeiten besser und stärker hervorgegangen, wie „durch Feuer geläutert“, und sind dem Ziel näher gekommen.

Ich möchte euch auch an die Einheit und Zusammengehörigkeit der menschlichen Familie erinnern. Die Menschheit ist eine Einheit – sowohl aufgrund ihrer Zusammengehörigkeit, ihrer Fähigkeiten und Wünsche als auch ihrem Ursprung und ihrem Ziele nach. Gerade diese wesensgemäße und erkennbare Einheitlichkeit tritt jetzt machtvoll im menschlichen Bewusstsein hervor. Ihr mögt vielleicht denken, dass dies nicht ganz zutrifft, dass ihr einen besonderen Standpunkt einnehmt und allein dasteht. Das ist jedoch ein Irrtum und entspricht nicht den Tatsachen. In allen Ländern und unter den verschiedensten Völkern besteht das gleiche Verlangen nach gegenseitigem Verstehen, der gleiche Wunsch, rechte und friedliche Beziehungen herzustellen und jenen grundsätzlichen gutenWillen zum Ausdruck zu bringen, der einer der tiefsten menschlichen Wesenszüge und unser göttliches Erbe ist.

Das sind die Punkte, die mir wichtig zu sein scheinen, und die ihr nicht vergessen solltet. Wollt ihr das versuchen? Was immer in der Welt geschehen mag – Krieg oder Frieden, Streit und Angriff oder verständige Schlichtungsverfahren und Konferenzen –, in jedem Fall stehen wir vor einer schwierigen Zeit der Neuordnung, und darauf müssen wir uns vorbereiten. Die nächsten drei Jahre sind kritisch, das haben wir oft gehört.

Sehr viel wird davon abhängen, was ihr denkt und tut und was die Menschen guten Willens und die Jünger denken und tun. Ich möchte euch noch an eine andere höchst ermutigende Tatsache erinnern, nämlich daran, dass die Macht derer, die als Seelen zu leben trachten, und die mit der Seele und der Welt geistiger Wirklichkeiten in Berührung kommen, in keinem Verhältnis zu der von ihnen empfundenen Stärke und Brauchbarkeit steht. Ihr alle, die ihr euch bemüht, geistige Kraft in konstruktiver und selbstloser Weise zu handhaben, seid viel stärker, als ihr euch vorstellt. Wenn ihr euch überdies vergegenwärtigt, dass ihr in dieser Hinsicht nicht allein dasteht, sondern dass Menschen mit ähnlichem geistigen Weitblick, mit den gleichen Idealen und mit denselben geistigen Bestrebungen in jedem Land, in jeder Religion, Gruppe und Organisation anzutreffen sind, dann könnt ihr fürwahr mit Mut, Hoffnung und Vertrauen vorwärtsgehen. Wenn diese Behauptung eine Tatsache ist (an die ich glaube), dann lasst uns in Übereinstimmung mit unseren Brüdern in allen Ländern vorwärtsgehen, im Bewusstsein der günstigen Gelegenheit, der Stärke, der Verantwortung und der Freude am Dienen.

Hinsichtlich dessen, was ihr tun könnt, möchte ich Folgendes vorschlagen: Lasst euch keinesfalls von einer Angstpsychose oder Massenpanik erfassen, denn die Angst, Unruhe und Bedrängnis in der Welt könnten euch überwältigen und niederdrücken. Bemüht euch, im geistigen Sein zu verharren. Versucht jeden Morgen bei der Meditation, diese geistige Einstellung zielbewusst aufs Neue zu gewinnen und während des ganzen Tages und in den Stunden des Dienens beizubehalten. Das wird euch nicht leichtfallen, aber es ist möglich, wenn ihr jeden Morgen fünf Minuten lang innerlich völlig ruhig werden könnt, wenn ihr eure Tage mit einer wirklich wichtigen Arbeit verbringt, wenn ihr wahrhaft dient und dabei auf eure Gedanken und Worte sorgfältig achtet.

Möge ein jeder von euch zwischen dem heutigen und nächstjährigen Wesakfest die Kontrolle über das gewinnen, was er spricht, was so oft euer Ziel war, aber selten erreicht wurde; bedenkt, dass bei dieser Überwachung der wichtigste Faktor ein liebendes Herz ist. Unbesonnene und angsterfüllte Worte, gehässiger Klatsch, grausame Anspielungen und Verdächtigungen, die Anschuldigung von Personen und Völkern mit schlechten und bösartigen Motiven und die voneinander abweichenden Denkweisen und Anschauungen, welche die Nationen voneinander abgesondert haben – all das nimmt heute in der Welt überhand und hat die derzeitige beklagenswerte Lage verursacht. Es ist so leicht, dieselben Denk- und Sprechgewohnheiten anzunehmen wie unsere Umwelt, und wir kommen oft darauf, dass auch wir uns an solchen Angriffen und Hassgefühlen beteiligen. Hütet euch ernstlich davor und sagt nichts, was den Hass und Verdacht gegen irgendein Volk, eine Person oder Gruppe, gegen Führer von Gruppen oder Nationen entzünden könnte. Ihr werdet sorgfältig auf der Hut sein müssen, dass ihr nicht einmal in Verteidigung dessen, was ihr etwa vom persönlichen oder nationalen Standpunkt aus billigt, mit Hass erfüllt werdet und das Gesetz der Liebe brecht – das einzige Gesetz, das wirklich und wahrhaftig die Welt erretten kann. Vielleicht verhilft euch dazu das Schweigen eines liebenden Herzens.

Ebenso heilsam wird auch die Pflege der Freude sein, die Kraft und Stärke bringt. Jetzt ist keine Zeit für Trübsinn, Verzweiflung und Niedergeschlagenheit. Wenn ihr dem nachgebt, werdet ihr für die Umwelt negative und zersetzende Keimzellen. Wenn ihr wirklich daran glaubt, dass das geistige Leben in der heutigen Welt von fundamentaler Bedeutung ist und dass die Welt von der Gottheit gelenkt wird, wenn ihr wirklich die Tatsache begreift, dass alle Menschen eure Brüder und Kinder des einen Vaters sind, und wenn ihr überzeugt seid, dass das Herz der Menschheit gesund ist, sind dann diese Erkenntnisse nicht stark genug, um uns inmitten einer wechselnden Welt ständig neue Freude zu geben?

Nehmt euch daher die folgenden Gedanken zu Herzen: Erstens, dass die Hierarchie der geistigen Kräfte im geistigen Sein verharrt. Zweitens, dass auch wir im geistigen Sein stehen und bleiben können. Drittens, dass das Stillschweigen eines liebenden Herzens unser Leitgedanke im kommenden Jahr sein sollte. Viertens, dass die Kraft unerschütterlichen Aushaltens aus einer freudigen Geisteshaltung und aus einem wahren Hinstreben zur Seele kommt.

Auszug aus Alice A. Bailey, Die geistige Hierarchie tritt in Erscheinung, Lucis Genf, S. 105–109.


von Cher Gilmore

In Teil eins (März-Ausgabe) und zwei (April-Ausgabe) wurde gezeigt, dass Devas und Naturgeister im schottischen Findhorn und in Perelandra, in den Blue Ridge Mountains von Virginia (USA) mit den Menschen zusammenarbeiten. Teil drei handelt von weiteren Beispielen für eine solche Zusammenarbeit in Australien und Neuseeland; er schließt mit einer metaphysischen Betrachtung sowie einer Beschreibung, wie diese Naturwesen unsere Wetterverhältnisse beeinflussen.

Der Australier Michael Roads entdeckte in den 1980er-Jahren, dass er sein Bewusstsein mit verschiedenen Aspekten der Natur verschmelzen konnte: mit Flüssen, Bäumen, Pflanzen und dem Tierreich. Er lernte, die Natur sozusagen unmittelbar zu erleben, und hielt seine Erfahrungen in den 1980er- und 1990er-Jahren in einer Reihe von Büchern fest. In seinem Buch Mit der Natur reden: Das verborgene Wissen der Schöpfung beschrieb er, wie alles miteinander verbunden ist.

Noch früher lieferte der neuseeländische Theosoph Geoffrey Hodson in seinem Buch Die Engel und die Entwicklung des Lebens eine ausführliche Darstellung aller Naturreiche – die alle aus der „absoluten, unerkennbaren, unendlichen und unveränderlichen Quelle und Grundlage“ von allem hervorgehen. Er beschrieb detailliert seine Beobachtungen, die er zwischen 1921 und 1929 von den „untergeordneten Göttern“, wie er sie nannte, gemacht hatte; diese umfassten viele verschiedene Arten von Naturgeistern, die auf unterschiedlichen Stufen der Evolution existierten – alle mit unterschiedlichen Eigenschaften und Funktionen. Die Illustrationen, die auf seinen Beschreibungen basieren, wie beispielsweise die unten stehende Darstellung eines Baumgeistes, wurden von Ethelwynne Quail für sein Buch gezeichnet.

Baum-Geist. Zeichnung von Ethelwynne Quail, mit Genehmigung des Theosophical Publishing House, Adyar, Indien

Heilung, Wetter und Devas

Aus esoterischer Sicht waren die Informationen des Künstlers und Autors Benjamin Creme in der Tradition der zeitlosen Weisheit verwurzelt. Vierzig Jahre lang, bis 2016, war Creme der wichtigste Sprecher des Weltlehrers dieses Zeitalters, Maitreya. Maitreya ist das Oberhaupt der Gruppe der Meister der Weisheit, den Hütern des Evolutionsplans für diesen Planeten.

Creme zufolge stellen die Devas eine eigenständige, aber parallel zur Menschheit verlaufende Entwicklungslinie dar – Devas stammen aus einer „fühlenden“ Linie, Menschen aus einer „denkenden“ Linie. Das heißt, dass die Devas, die über einen außerordentlich empfindsamen Wahrnehmungsapparat verfügen, sich dadurch weiter entwickeln, dass sie ihre Fähigkeit zum Fühlen vervollkommnen. Der Weg der Menschheit dagegen ist die Entwicklung des Denkvermögens. Das erfordert eine bewusste Anstrengung, um den Willen einzubringen, und das ist der schwierigere der beiden Wege, so Creme.

In Bezug auf die Zusammenarbeit mit der Natur zu Heilzwecken erklärte Benjamin Creme: „Die neue Psychologie, die kommende Wissenschaft von der Seele, wird sehr viel zur Aufklärung über das Wesen und die Ursachen von Krankheiten beitragen und auf Vorsorgemöglichkeiten aufmerksam machen. Im Laufe der Zeit wird der Mensch auch lernen, Kontakt mit der Evolution der Devas (Engel) aufzunehmen und mit ihnen zusammenzuarbeiten, da sie in vielerlei Hinsicht an Heilungsprozessen beteiligt sind.“ (Benjamin Cremes Meister, „Gesundheit und Heilung, Teil 2, Share International, November 1982) Vielleicht stellt das Perelandra-Projekt – insbesondere das im zweiten Teil beschriebene Medical Assistance Program (MAP) – den Beginn dieser Zusammenarbeit dar.

Die moderne Wissenschaft sagt uns, dass Wettermuster, wie die globale Erwärmung, im Wesentlichen eine Frage der Physik sind. Aber es gibt eine andere Dimension zum Wetter, die wir auf eigene Gefahr ignorieren, und das ist die Realität der Devas und der Naturgeister, welche die Elemente kontrollieren. Benjamin Creme sagte, dass es viele verschieden Arten und Kategorien gibt (einschließlich Elfen, Feen, Kobolde) – von subhumanen Elementalen auf dem involutionären Pfad bis zu den großen Wesen, den Erzengeln, die auf dem evolutionären Pfad weit über dem Menschen stehen.

Green Deva, Gemälde von Benjamin Creme

Aus der Perspektive der Menschheit ist entscheidend, dass die Devas und die Naturgeister auf menschliches Denken reagieren:

„Die destruktiven Gedankenformen der Menschen schaffen die Bedingungen für Ungleichgewicht und Spannung auf der Welt. Das Ungleichgewicht zwischen den Industrieländern und den Entwicklungsländern – die daraus folgende Armut und das Leid – und damit auch die Gedankenformen von Schmerz, Qual und Zerstörung fließen in den Gedankengürtel der Welt. Diese Gedankenformen beeinflussen die Elementarwesen, die sogenannten Devas, deren Aufgabe es ist, die Wettermuster der Erde zu steuern.“ (Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band drei) Unsere negativen Gedankenformen bringen sie aus dem Gleichgewicht, was wiederum ein Ungleichwicht des Wetters erzeugt.

Benjamin Creme zufolge beeinflussen neben den Elementarwesen der Natur auch andere Faktoren die Wetterbedingungen. Dazu gehören die Abholzung großer Waldbestände, was Überschwemmungen begünstigt, sowie die Erwärmung, die dadurch verursacht wird, dass sich die Erdumdrehung verlangsamt hat und die Erde etwas näher an die Sonne gerückt ist (siehe Share International, September 1998). Creme erklärte, dass diese Auswirkungen zwar vorübergehend sind, aber derzeit unvermeidlich.

Um das Klimachaos zu beenden, so betonte Creme, müssen wir uns als Einheit begreifen und verstehen, dass alles miteinander verbunden ist, und uns mit der Natur verbinden, wie es unsere Vorfahren taten. Wir müssen Kriege ein für allemal verbannen. Wir müssen die Ressourcen dieses Planeten, die allen gehören, miteinander teilen. Und wir müssen lernen, im Einklang mit dem Planeten zu leben, um eine Zukunft zu schaffen, in der wir in Harmonie miteinander leben können.

Wir können wunderbare Gärten anlegen und unsere chaotischen Wetterverhältnisse zähmen, indem wir zum Wohle aller mit der Natur kooperieren. Aber werden wir das auch tun? Je mehr Menschen begreifen, dass wir durch unser Denken und Handeln buchstäblich alles beeinflussen, desto wahrscheinlicher ist es, dass wir unsere gegenwärtigen Krisen lösen. Wenn Sie das auch so sehen, dann geben Sie diese Informationen weiter und helfen Sie mit, die Welt zu verändern!

Cher Gilmore ist Mitarbeiterin von Share International und lebt in Los Angeles, Kalifornien, USA.


Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Pedro Sánchez veranstaltete Mitte April in Barcelona ein Gipfeltreffen zur globalen progressiven Mobilisierung mit 6000 Teilnehmern aus über 40 Ländern. Die Agenda umfasste die Reform des UN-Sicherheitsrats, die Besteuerung von Milliardären sowie unter anderem die Frage, wie der Aufstieg des rechten Autoritarismus aufgehalten werden kann.

Luiz Inacio Lula da Silva

Einen besonders starken Beitrag leistete Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, der gemeinsam mit Sanchez die Konferenz leitete. Lula übte scharfe Kritik an den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrates, bezeichnete sie als „Kriegsherren“ und forderte sie auf, sich nicht länger wie „Befehlshaber“ aufzuführen, die glauben, ihnen gehöre die Welt … sie alle treffen Entscheidungen, ohne die UN – die Vereinten Nationen – zu konsultieren.“ In einer nicht namentlich genannten Anspielung auf einen „twitternden“ Staatschef, der die Welt bedroht, fuhr Lula fort: „Kein Präsident eines Landes, wie mächtig er auch sein mag, hat das Recht, anderen Ländern Regeln aufzuzwingen …“

Er sagte, die Vereinten Nationen erfüllten ihren ursprünglichen Zweck nicht mehr, und machte dafür „die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats verantwortlich, die bei der Gründung des Rates nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich den Weltfrieden sichern sollten“. Stattdessen seien sie „zu Kriegsherren geworden“, sagte er und forderte sie auf, „diesem Kriegswahnsinn ein Ende zu setzen, denn die Welt könne ihn nicht länger ertragen“.*

In einer weiteren eindrucksvollen Rede kritisierte auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa den Sicherheitsrat und sagte, die UN seien zu einer „zahnlosen Organisation“ geworden, da die Mitglieder des Sicherheitsrates „gegen alle Gesetze“ verstießen. Die Prinzipien der Freundschaft und Solidarität würden durch „das Wiederaufleben von engstirnigem Nationalismus, Vorurteilen, Rassismus und Intoleranz“ bedroht, und „das Wiederaufleben völkerrechtswidriger Angriffskriege und Völkermord an Orten wie Palästina stehe im Zusammenhang mit dem Streben nach Vorherrschaft“.

Ramaphosa sah jedoch Hoffnung in der großen Zahl der Gipfelteilnehmer: „Sie leisten Widerstand … um Teil dieser globalen progressiven Mobilisierung zu sein … um denen, die die Rechte anderer verletzen, zu zeigen, dass sie keine Angst haben, dass Sie bereit sind, sich für Schwächere einzusetzen, die Demokratie und die Menschenrechte anderer zu schützen.“

Mia Amor Mottley und Cyril Ramaphosa, Barcelona, 2026

Im Zusammenhang mit der Stärkung internationaler Organisationen sprach auch die Premierministerin von Barbados, Mia Mottley, auf dem Gipfel und warnte, dass mangelnde Fortschritte bei der Bekämpfung der zunehmenden Ungleichheit das Vertrauen in Institutionen untergraben und Extremismus schüren könnten. „Wenn die Demokratie den Menschen keine Ergebnisse liefert, schafft sie Raum für Instabilität“, sagte sie. Sie hob zudem die Gefahr von Desinformation hervor und erklärte: „Ohne Fakten gibt es keine Wahrheit, und ohne Wahrheit gibt es kein Vertrauen, und ohne Vertrauen gibt es keine gemeinsame Realität.“

* Maitreya und die Meister haben die Bedeutung der Vereinten Nationen hervorgehoben und betont, dass sie eine „Hoffnung für die Welt“ seien; doch habe der „Sicherheitsrat gegenüber der Generalversammlung eine Vorrangstellung beansprucht“, und die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien) würden aufgrund ihres Vetorechts „als Weltpolizisten“ angesehen (Benjamin Cremes Meister, Maitreyas Mission, Band zwei). Benjamin Creme zufolge hat der Sicherheitsrat seine eigentliche Bedeutung verloren und sollte abgeschafft werden; „er hat keine wirkliche Funktion mehr. Wie Lula in Barcelona sagte auch Creme: „Es gibt überhaupt keinen Grund, warum fünf Nationen, fünf ständige Mitglieder, der Welt die politischen und wirtschaftlichen Normen diktieren sollten. Der Sicherheitsrat muss abgeschafft werden, und sobald das geschieht, wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen zu ihrer richtigen Stimme finden.“ (Maitreyas Mission, Band zwei)

(Quellen: Aljazeera.com; france24.com; middleeastmonitor.com; Caribbean Today)


von Aart Jurriaanse

Aart Jurriaanse (1907–2002) war ein südafrikanischer Autor, der auch einige Zusammenstellungen aus den Werken von Alice A. Bailey veröffentlicht hat. Er hatte Share International freundlicherweise die Erlaubnis zum Abdruck seiner Artikel gegeben, wie sie erstmals in dem Buch Bridges (1978, deutsche Ausgabe: Philosophie der Synthese*) erschienen sind. Diese inspirierenden und informativen Artikel, die wir hier in loser Folge wiedergeben, behandeln spirituelle Sichtweisen, die sich von den alten Archiven der Meister bis in unsere Zeit erstrecken.

Das Höchste Wesen – „Der Eine, über den nichts gesagt werden kann.“ Das Konzept des Allmächtigen liegt jenseits aller menschlichen Auffassungskraft. Es ist allumfassend und für uns Menschen gänzlich unergründlich.

„Es gibt nur einen Gott“, wenngleich er weltweit unter verschiedenen Namen, in vielen Sprachen und Religionen bekannt ist.

Jeder Mensch macht sich durch individuelle Erfahrungen, mentale Überlegungen und emotionale Aspiration sein eigenes Bild einer solchen höchsten Macht, das heißt, jeder Einzelne entwickelt aufgrund seiner Erfahrungen im Leben und je nach seinen Glaubensüberzeugungen eine individuelle Vorstellung der Eigenschaften und Fähigkeiten Gottes. Man könnte daher auch sagen, dass es in gewisser Weise genauso viele Götter gibt, wie es Menschen gibt. Es braucht wohl kaum erwähnt zu werden, dass das Bild Gottes im Denken eines Mitglieds eines Naturvolkes sich in vielerlei Hinsicht von dem eines weiter Intellektuellen unterscheidet. Die Eigenschaften, die wir Gott zumessen, verändern sich im Laufe eines Lebens von der Kindheit zum Erwachsenenalter beachtlich. Der entscheidende Faktor ist Gewahrsein, das je nach sich entfaltendem Denkvermögen, zunehmendem Seelenkontakt und sich ausweitendem Bewusstsein stärker oder schwächer vorhanden ist. Der Gott des einen Menschen kann deshalb ein Wesen von weit größerem Format sein als der Gott eines anderen. Jemand, der ausschließlich auf die physische und emotionale Ebene ausgerichtet ist, wird wahrscheinlich nicht in der Lage sein, seinen persönlichen Gott höher als die Astralebene anzusiedeln. Ein anderer, der seinen Brennpunkt auf der mentalen Ebene hat, hebt seine Vorstellungen von Gott bis in geistige Sphären empor.

In der Regel entstehen die Differenzen in religiösen Ansichten lediglich aufgrund der verschiedenen Annäherungen, Sichtweisen und Interpretationen der gleichen grundsätzlichen Prinzipien. Der Wissenschaftler spricht von Energie, Licht oder Natur – der Gläubige spricht von Gott. Beide beziehen sich auf die Manifestation derselben höchsten Macht.

Gott manifestiert sich als Natur, als Leben, als Liebe und als Energie. Er wohnt in allen Formen, in jedem Atom, und ist doch viel mehr als diese verschiedenen Manifestationen seines Willens und seiner Absicht. Es ist sein Geist, der diese Formen erschafft und mit Leben und Qualität erfüllt. Er ist für die Lebenskraft verantwortlich, die ständig zu unaufhörlichen Veränderungen antreibt, damit die Evolution jedes Atom und jede dichte Form der Materie transformiert und zu ihrem Ursprung, zum Geist, zurückführt – um schließlich in dem Einen, in Gott, aufzugehen.

Der Sonnenlogos
Der große Himmlische Mensch“manifestiert sich in unserem Sonnensystem durch die Sonne und die sieben heiligen Planeten.

Ebenso wie der Mensch nur eine Zelle im Körper des Planetaren Logos ist, nimmt der Sonnenlogos einen analogen Platz in einem höheren kosmischen System ein. Auch er ist eine Zelle oder ein Atom im Körper des Höchsten Wesens, das sich im grenzenlosen physischen Universum widerspiegelt.

„Wie oben, so unten“ gehen in- und evolutionäre Vorgänge nach großen kosmischen Gesetzen vor sich. Aus uns nicht bekannten Gründen benötigt die menschliche Monade auf den niederen Ebenen ihres Ausdrucks für ihre Entwicklung die Erfahrungen des Physischen. Diese werden gewonnen, indem die Seele sich in einem physischen Körper manifestiert. Was auf der menschlichen Ebene stattfindet, ist lediglich das Abbild oder die Wiederholung eines ähnlichen Geschehens auf viel höheren und erhabeneren Stufen der göttlichen Ebenen. Auch der Sonnenlogos sammelt physische Erfahrungen für seine weitere Entwicklung, indem er sich durch das Sonnensystem ausdrückt. Vom evolutionären Standpunkt aus betrachtet ist der Sonnenlogos in seiner Entwicklung dem Planetaren Logos gegenüber so weit voraus, wie letzterer einem menschlichen Eingeweihten. Dennoch sind Sonnenlogos und Planetarer Logos in ihrer Arbeit auf ein gemeinsames Ziel hin eng miteinander verbunden.

Es ist ganz natürlich, dass der Mensch, von seinem verhältnismäßig engen, selbstsüchtigen Standpunkt und seiner eigenen bescheidenen Entwicklungsstufe aus, den ganzen evolutionären Prozess als eine Methode betrachtet, die zu seinem persönlichen Weiterkommen und seiner letztendlichen Vollendung erdacht wurde. Dennoch weitet es unseren Blickwinkel erheblich, wenn wir erfassen, dass der menschliche Fortschritt lediglich ein kleiner Teil in einer großen gemeinsamen Entwicklung darstellt und die Menschheit daran gemessen mehr oder weniger die Rolle einer „bescheidenen kleinen Schachfigur“ einnimmt. Wirklich entscheidend ist die evolutionäre Entwicklung des Sonnensystems. Die Menschheit ist in der glücklichen Lage, ein festes Glied in diesem Prozess der Vollendung der Evolution auf höheren Ebenen zu sein. Letztlich wird sie dadurch in das kosmische System emporgehoben.

Der Planetare Logos
Der Himmlische Menschoder der Schweigende Wächtermanifestiert sich durch einen der Planeten und zusammen mit anderen Planetaren Logoi bildet er einen Teil des Körpers des Sonnenlogos.

Der Planetare Logos der Erde ist „der Eine, in dem wir leben, weben und unser Dasein haben“. Es ist sein Geist, der alles Leben auf Erden beseelt; seine Energie, sein Wille und seine Absicht, die alle Manifestation in einem ständig sich entfaltenden göttlichen Plan zusammenfügt und lenkt.

Unter dem Gesetz der Synthese und in Übereinstimmung mit dem Willen des Sonnenlogos fördert der Planetare Logos spezifische Aktivitäten. Auf der praktischen Ebene äußert sich dieses Gesetz darin, dass durch seinen ätherischen Vertreter, dem Herrn der Welt, Kulturen auf der Erde entstehen, in denen potenziell auch die Samen des solaren Willens keimen. Durch diese Beziehungen kann die benötigte Synthese im gesamten Sonnensystem hergestellt und die göttliche Absicht übermittelt werden. Gleichzeitig wird dafür gesorgt, dass Erde, Sonne und Sonnensystem oder planetarer und Sonnenlogos miteinander in Verbindung stehen.

Der Planetare Logos hat die Macht, alle Teile, Aspekte und Phasen seines planetaren Vehikels zu durchleuchten und sich mit den Reaktionen und Empfindungen all dessen zu identifizieren, was geschaffen wurde und was Teil seines physischen Ausdrucks ist. Das Organ, mit welchem er diese Kontakte herstellt, ist die menschliche Monade, die in gewisser Hinsicht für den Himmlischen Menschen die gleiche Aufgabe erfüllt, wie für den Menschen das Nervensystem.

* Philosophie der Synthese. Eine Einführung in die zeitlosen Weisheitslehren, 2. Auflage 2014, Verlag Hans-Jürgen Maurer, Frankfurt, maurer.press


„Abgesehen von Krieg ist die bei Weitem größte Gefahr für die Zukunft aller Menschen die Umweltverschmutzung. Manche Länder haben diese Tatsache erkannt und einige Maßnahmen eingeleitet, um die Verschmutzung und die Erwärmung der Erde einzudämmen. Andere, teilweise die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung, leugnen die Realität der Erderwärmung, obwohl dafür überwältigende Beweise vorliegen. Tagtäglich beweisen die Klimaveränderungen, dass unser Planet krank ist und sofort sachkundige Hilfe braucht, damit das Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muss sich an dieser Aufgabe beteiligen. Die Zeit rennt uns wirklich davon. SOP! Save Our Planet – Rettet unseren Planeten!“ (Benjamin Cremes Meister, 8. September 2012)

Wie der Iran, Öl und Kapitalismus zusammenhängen

Viele Menschen fragen nach den wahren Beweggründe für den Krieg gegen den Iran, und die hier präsentierten Analysen, wenn auch etwas komplex, bringen etwas Licht ins Dunkel. Sie zeigen auch, wie weit wir uns von unserer Menschlichkeit bereits entfernt haben, und wie dringend notwendig es ist, schnellstmöglich auf erneuerbare Energien umzusteigen.

Journalist und Autor George Monbiot schreibt in einem aktuellen Artikel über den direkten Zusammenhang zwischen Kapitalismus, Öl und dem Iran – eine enge Verbindung, die für den ungeübten Leser vielleicht nicht sofort erkennbar ist. Historisch gesehen befindet sich der Iran zurzeit in der Gewalt repressiver Ayatollahs, weil die britische Regierung unter Winston Churchill 1953 die CIA dazu überredete, die beliebte demokratisch gewählte iranische Regierung von Mohammad Mossadegh zu stürzen. Warum? Weil Mossadegh plante, die Anglo-Iranian Oil Company (AIOC) zu verstaatlichen, um eine ausländische Macht (die Briten) daran zu hindern, den Reichtum der Nation zu plündern.

Demonstration gegen fossile Brennstoffe (Foto: Frypie, Wikimedia Commons)

Die USA kamen dieser Bitte nach, und mit britischer Unterstützung war der zweite Umsturzversuch erfolgreich und die USA setzten Schah Mohammad Reza Pahlavi wieder als Alleinherrscher ein. 1954 gewährte ein westliches Konsortium der AIOC, aus der später British Petroleum (BP) hervorging, einen Anteil von 40 Prozent am iranischen Öl. US-Firmen erhielten weitere 40 Prozent. Der Rest der Gewinne ging an die europäischen Partner. Die zunehmende Unterdrückung durch den Schah löste Ende der 1970er-Jahre einen Aufstand aus, der Ayatollah Khomeini an die Macht brachte.

Monbiot beschreibt den Zusammenhang zwischen Öl und Kapitalismus folgendermaßen: „Die militärische Macht der Welt existiert zum großen Teil, um die Gewinne aus Ressourcen – insbesondere Öl – an Banken und Aktionäre, Rohstoffhändler und Vermögensverwalter, Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften weiterzuleiten. Zum gleichen Zweck wird das öffentliche System der Meinungsbildung – bestehend aus Lobbyisten, Massenmedien und Social-Media-Algorithmen – mobilisiert, damit die amoralischsten, sadistischsten und kriegerischsten Individuen an die Spitze gelangen, da eben diese Personen ohne Skrupel den Fluss des Erdöls und anderer Rohstoffe zum Vorteil des Kapitals aufrechterhalten werden, ganz gleich, wie hoch die menschlichen Opfer auch sein mögen. Ihre Gegner werden dämonisiert, Alternativen als ‚unrealistisch‘, ‚unpopulär‘ und ‚unbezahlbar‘ abgetan. … Die Kontrolle über Ressourcen ist die treibende Kraft der Politik.“

Das Interesse des Westens am Nahen Osten und an Zentralasien ist nicht neu – es besteht seit mehr als einem Jahrhundert, und ausländische Regierungen haben vielfach versucht, diese Regionen zu kontrollieren – teilweise wegen des Öls unter ihrem Sand, in den letzten Jahrzehnten jedoch auch aus finanziellen Gründen. Ein Artikel von Ellen Brown befasst sich mit dem geheimen Ziel der USA, das im Jahr 2000 auf den Weg gebracht wurde, eine „vollständige finanzielle Dominanz“ herzustellen. Dies erfolgte unmittelbar nachdem durch ein Abkommen der Welthandelsorganisation über Finanzdienstleistungen 1997 den Weg für einen unregulierten weltweiten Derivatehandel freigemacht hatte. Der globale Markt für Derivate hat ein Volumen von 846 Billionen Dollar – mehr als das Siebenfache der gesamten Weltwirtschaft – und wird von Ökonomen als eine Blase angesehen, die jederzeit platzen kann. Bezeichnenderweise betreibt der Iran das weltweit einzige vollständig zinsfreie Bankensystem, das ihn vor der Anfälligkeit durch Derivate schützt und ihn zu einem strukturellen Hindernis für die finanzielle Kontrolle der USA macht.

Erdöl hat den Kapitalismus nicht verursacht, aber es hat massiv zu seiner Verbreitung und Macht beigetragen. Wenn wir uns vom Erdöl abwenden, werden wir „Diktatoren und Kriegsmaschinen, Staatsstreichen und Attentaten, Invasionen und nuklearen Drohungen den Treibstoff entziehen. Das ist natürlich nicht der einzige Grund für alles – es wird weiterhin Kriege um Wasser, Land und Rohstoffe geben. Schließlich kann die Militärmaschine nicht einfach nur vor sich hin rosten. Aber es spielt schon eine große Rolle“, sagt Monbiot.

Neben Kriegen und Gewalt würden wir durch den Verzicht auf fossile Brennstoffe auch einen zweiten Notstand angehen – den ökologischen, der weltweit so viel Leid verursacht, von Klimakatastrophen über Hitzewellen bis hin zu Umweltverschmutzung und anderen Folgen der Nutzung fossiler Energien. Der Umstieg auf erneuerbare Energien wird jedoch nicht einfach sein, denn die Nutznießer der fossilen Brennstoffindustrie werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um dies zu verhindern. Es wird eine Mobilisierung erfordern, wie wir sie seit den Vorbereitungen für den Zweiten Weltkrieg nicht mehr gesehen haben.

Um diese Mobilisierung zu beschleunigen, weist Monbiot auf eine entscheidende Initiative in dieser Richtung hin – ein Film namens „People’s Emergency Briefing“, der derzeit von ehrenamtlichen Helfern in Kinos in ganz Großbritannien gezeigt wird, um die Regierung dazu zu bewegen, die Lage im Iran angemessen zu erklären und umfassende Maßnahmen zu ergreifen.

In einem Kommentar in der New York Times bezeichnet David Wallace-Wells den Irankrieg als Symptom einer sterbenden Ordnung im Energiesektor (fossile Brennstoffe), bevor sich die neue Ordnung (erneuerbare Energien) wirklich etabliert hat. Er sieht den Krieg im Iran als den dritten großen Energieschock innerhalb weniger Jahre – Russlands Invasion in der Ukraine und die Störung der weltweiten Lieferketten durch Covid seien die ersten beiden gewesen.

Wir werden wahrscheinlich noch für eine ganze Weile mit steigenden Preisen aufgrund des Irankriegs zu kämpfen haben. Daher könnten unsere bisherige Selbstzufriedenheit und unser Vertrauen in die Verfügbarkeit und Stabilität der Ölversorgung endlich einem Wandel hin zu erneuerbaren Energien den Weg ebnen. Wallace-Wells räumt ein, dass der Übergang möglicherweise nicht zwingend friedlich oder schnell verlaufen wird, da Regierungen in weiten Teilen der Entwicklungsländern von Steuern der Energieunternehmen oder direkten Finanzmitteln aus staatlichen fossilen Brennstoffbetrieben abhängig sind. Er ist jedoch der Ansicht, dass die breite Ablehnung des Irankriegs in der Bevölkerung der Anfang vom Ende für fossile Brennstoffe sein könnte.


Wir präsentieren hier eine Auswahl von Zitaten von Maitreya aus seinen Botschaften und Lehren, von Benjamin Cremes Meister und Benjamin Creme (teilweise neu übersetzt) aus Share International und den von ihm herausgegebenen Büchern.

Die Menschen müssen lernen, dass die Völker aller Nationen eins und gleich sind und alle voneinander abhängig sind. Keine Nation besitzt die Welt, noch kann sie die Welt beherrschen. Kein Land kann gegen den Rest der Welt allein bestehen. Die Tage der Imperien und Dominien sind vorbei. Der Mensch steht an der Schwelle eines neuen Verständnisses für seine Rolle auf dem Planeten Erde. Das bedeutet aber, dass er auf dem Weg zu Weisheit und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem Reichtum des Planeten sein Verhalten gegenüber seinen Mitreisenden ändern muss.
(Benjamin Cremes Meister, „Die Gemeinschaft der Menschen“, Share International, Oktober 2005)

Das Schwert der Unterscheidung in der Hand von Maitreya, dem Christus und Weltlehrer, verrichtet sein heilsames Werk: Es scheidet die Menschen und akzentuiert ihre verschiedenen Charaktere und Neigungen. Auf diese Weise wird die Entscheidung, vor der die Menschen stehen, klarer und deutlicher. Maitreyas Energie der Liebe ist unpersönlich, sie stimuliert jeden – jene, die sich nach Frieden und richtigen menschlichen Beziehungen sehnen, und jene, die Gier und Wettbewerb lieben und damit einen finalen Krieg und völlige Selbstzerstörung riskieren. … Die Wahl, vor der die Menschen stehen, ist klar: entweder rücksichtslos den heutigen Weg der Gier weiterzuverfolgen und das Leben auf der Erde für immer zu vernichten – oder der Stimme des Herzens zu folgen und Teilen und Gerechtigkeit zu praktizieren, weil nur das die Gewähr für eine friedliche Zukunft des Menschen auf dieser Erde bietet.
(Benjamin Cremes Meister, „Die große Entscheidung“, Share International, Januar/Februar 2012)

Obgleich meine Lehre einfach ist, wird sie euch die Notwendigkeit des Teilens der Ressourcen und eines gemeinsamen Fundus aufzeigen, der allen Menschen zur Verfügung steht, damit statt Gier Zusammenarbeit und Vertrauen herrschen und die innere Göttlichkeit des Menschen sich manifestieren kann. Diese Manifestation, meine Freunde, muss zügig vorankommen, denn ohne sie sähe die Zukunft des Menschen tatsächlich finster aus. Die Menschheit steht vor einer schweren Entscheidung. Meine Liebe erzeugt eine Polarisierung der Standpunkte; das ist das Schwert, das ich führe. Macht euch bewusst, meine Freunde, wo ihr steht, und nehmt mein Licht in euch auf. Gebt acht, wohin ihr eure Füße setzt: auf die Stufen, die zu einem Morgen führen – oder ins Vergessen.
(Maitreya, Botschaft Nr. 64)

Es muss allen vermittelt werden, dass nur Zusammenarbeit auf dem Weg weiterführen kann, und dass sie keinesfalls nur eine bedauerliche Notwendigkeit ist, weil es sonst zur Revolution käme. Wir müssen diese Veränderungen um ihrer selbst Willen wollen. Wir müssen Zusammenarbeit wollen. Wir müssen die Rechte eines jeden menschlichen Wesens erkennen und bejahen, vom Jüngsten und Niedrigsten auf der Wirtschaftsskala bis zu den Herren der Macht in den Villen der Industrieländer. Das ist essenziell. Der Wettbewerb, sagt mein Meister, „verzerrt die natürliche Ordnung; Zusammenarbeit bringt den guten Willen im Menschen hervor“.
(Benjamin Creme, Die Kunst der Zusammenarbeit)

Früher oder später wird den Nationen und ihren Führern bewusst werden, dass tatsächlich alle voneinander abhängig sind. Aus dieser Erkenntnis wird sich eine ganz neue Einstellung zu den Problemen entwickeln, mit denen sie heute ringen, sodass sie einfachere und weisere Lösungen für diese Schwierigkeiten finden können. Wenn sich die Sichtweise allmählich verändert, werden die harten Konkurrenzkämpfe und Konfrontationen von heute aufhören und gegenseitigem Verständnis und Zusammenarbeit weichen. Man kann zwar davon ausgehen, dass nicht alle Länder im gleichen Tempo diese Richtung einschlagen, aber die Wirksamkeit und offensichtliche Vernunft dieser Vorgehensweise wird mit der Zeit auch weniger optimistische Zeitgenossen davon überzeugen, dass sie im Interesse aller ist. Jeder Schritt nach vorn wird diesen Prozess stabilisieren und eine Entwicklung zur Kooperation beschleunigen. Auf diese Weise wird sich ein natürlicheres Verhältnis zwischen den Nationen und mit der Zeit auch ein wirkliches Gemeinschaftsgefühl entwickeln.
(Benjamin Cremes Meister, „Die große Entscheidung“, Share International, Januar/Februar 2012)

Meine Kinder, meine Freunde, ich bin vielleicht eher gekommen als erwartet. Aber es gibt viel zu tun, vieles in der Welt muss verändert werden. Viele hungern und sterben, viele leiden sinnlos. Ich komme, um das alles zu ändern und um euch den gemeinsamen Weg nach vorn, in ein einfacheres, gesünderes und glücklicheres Leben zu zeigen. Nicht mehr Mann gegen Mann, Nation gegen Nation – das ist vorbei. Jetzt werden wir als Brüder gemeinsam den Weg in das neue Land einschlagen.
(Maitreya, Botschaft Nr. 1)

Wir haben Systeme geschaffen, die auf den falschen Prinzipien beruhen: Wettbewerb, Zwietracht, Separatismus und Ungleichheit; all das steht in direktem Widerspruch zu unserer inneren Wirklichkeit. Diese innere Realität ist die Einheit des Menschen, eine allen gemeinsame göttliche Natur, die potenziell in jedem Menschen vorhanden ist und die richtigen äußeren Formen benötigt, um das innere Strahlen zum Ausdruck zu bringen.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band eins)

Viele kämpfen für die Freiheit, aber verweigern sie anderen, weil sie vergessen haben, dass Freiheit ebenso wie Gerechtigkeit unteilbar ist. Viele suchen nach Lösungen für ihre rein persönlichen Bedürfnisse und vergessen, dass die Bedürfnisse aller nur in gegenseitiger Abhängigkeit zufriedengestellt werden können. Maitreyas Appell wird den Menschen im Ohr bleiben: Teilt – und rettet die Welt. Arbeitet zusammen und erlebt, was echte Freiheit ist. „Nimm deines Bruders Hand und erkenne dich selbst in ihm!“ So wird es sein. So wird der große Meister die Menschen zu den Veränderungen inspirieren, die in einer unter dem Kampf zwischen dem Alten und dem Neuen leidenden Welt dringend notwendig sind.
(Benjamin Cremes Meister, „Eine Welt im Wandel“, Share International, April 1994)

Da die Realität einer globalen wechselseitigen Abhängigkeit allmählich für unser Bewusstsein zum anerkannten Faktor wird, lässt sich der Tatbestand, dass „alle Menschen Brüder sind“, immer mehr in Strukturen und praktische Aktionsprogramme umsetzen, die diese Realität widerspiegeln. Die Völker können und werden die Brüderlichkeit erleben und gemeinsame Bestrebungen und Ziele haben.
(Maitreyas Lehren, Maitreyas Mission, Band zwei)

Der Meister sagt: „Man kann die Menschen auf der Welt in zwei Kategorien einteilen: diejenigen, die miteinander konkurrieren – und diejenigen, die kooperieren.“ Das ist eine erstaunliche Feststellung. Sie ist meiner Ansicht nach die entscheidende Aussage über die Zeit, in der wir leben, und eine bemerkenswerte Beurteilung der aktuellen Weltlage und der Bereitschaft der Menschheit Veränderungen vorzunehmen. Heute herrschen zwei große Kräfte vor: die reaktionären, rückwärtsgewandten Kräfte, die an der Vergangenheit hängen und grimmig am Alten und Nutzlosen festhalten, das bereits zusammenbricht und auseinander fällt – und jene Kräfte, die erkennen, dass der einzige weiterführende Weg in der Zusammenarbeit besteht, und die mit der Bereitschaft zur Kooperation inkarnieren, weil sie Jünger und Eingeweihte sind. In den Händen dieser Jünger und Eingeweihten, die die neue Gruppe der Weltdiener bilden, liegt die Zukunft der Welt.
(Benjamin Creme, Die Kunst der Zusammenarbeit)

Die Ära des Wettbewerbs geht nun bald zu Ende. Mit ihrem Niedergang wird auch die Erinnerung an Gewalt und Krieg, an Hunger mitten im Überfluss, an Gier und Ausgrenzung verblassen. Diese Leidenszeit wird abgelöst von Segen bringender Zusammenarbeit und die wesenhafte Göttlichkeit des Menschen garantiert. So wird es sein, und auf diese Weise werden die Menschen eine andere Facette der Natur Gottes kennenlernen.
(Benjamin Cremes Meister, „Die Kunst der Zusammenarbeit“, Share International, September 2000)

Mein Plan ist es, meinen Dienst noch eine kleine Weile länger im Verborgenen fortzusetzen. So kann die Menschheit sich entscheiden, die Wahrheit und das neue Licht, das aus ihrem Herzen scheint, anzunehmen. Viele erkennen heute, dass der Weg in die Zukunft eine neue und gerechte Ordnung bedeutet, eine neue Brüderlichkeit unter den Menschen und einen neuen Geist der Zusammenarbeit zwischen alten Feinden. All das ist heute möglich, und es geschieht bereits.
(Maitreya, Botschaft Nr. 128)

Die heutige Erziehung ist hauptsächlich eine Erziehung zum Job. Man wird einfach nur dafür ausgebildet, draußen in der Geschäftswelt unter großem Konkurrenzdruck seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das wird sich ändern. Konkurrenz muss der Zusammenarbeit weichen. Es ist vor allem Konkurrenz – die auf Gier und Furcht basiert –, die die wichtigste Entwicklung der Menschheit behindert, die Demonstration ihres Einsseins, ihres Gefühls, Teil einer einzigen Gruppe zu sein. Das muss sich ändern. Sobald das geschieht, werden die Menschen erkennen – und die Meister werden das beispielhaft belegen –, dass die Seele existiert.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band drei)

Wir zweifeln nicht daran, dass die Menschen sich ihrer Einheit bewusst werden. Hinter ihren rastlosen Bemühungen verbirgt sich die allmähliche Erkenntnis, dass sich alle an der Lösung der großen und vielfältigen Probleme, die die Menschheit heute bedrängen, beteiligen müssen; dass die Verantwortung und die Probleme global und unteilbar sind und nur durch Zusammenarbeit und Selbstlosigkeit erkannt und bewältigt werden können.
(Benjamin Cremes Meister, „Die Verbindlichkeit des Gesetzes“, Share International, Juni 1999)

Ich bin ein einfacher Mann, und so einfach ist auch meine Bitte an euch: Vertraut mir, folgt mir und lasst mich euch in eine Zukunft führen, die auf Liebe gründet, auf Teilen und auf Brüderlichkeit. Lasst mich euch zeigen, wie einfach das Leben sein kann, wenn ihr seine Grundlagen erkennt: gegenseitige Abhängigkeit, Gerechtigkeit und Einklang mit eurem Ursprung und euren Brüdern.
(Maitreya, Botschaft Nr. 4)

F. Warum ist es so schwierig, in korrekten Beziehungen zu leben? (Januar/Februar 1992)
A. Momentan tun wir das nicht, weil die Umstände es weitgehend verhindern — unsere Regierungen pflegen in der Praxis keine korrekten Beziehungen. Wir greifen einander an, wir verteidigen uns, wir stecken Millionen Dollar in jede Art von Rüstung, um uns gegenseitig zu bedrohen, wir führen Kriege, wir haben wettbewerbsorientierte Wirtschaftsstrukturen, die auf den Marktkräften beruhen, d.h. auf Habgier – wer Geld hat, bekommt mehr, wer keins hat, muss mit wenig auskommen. Wer Macht hat, kann seinen Willen andern aufzwingen – das alles bedeutet falsche Beziehungen. Wenn Regierungen so sind, ist das Volk auch so, und das erzeugt die persönliche Qualität einer Nation, das tägliche Umfeld, in dem wir leben …

Auf diese Weise negieren und ignorieren wir vollkommen unsere göttliche Natur. Der göttliche Plan sieht vor, dass die Menschheit in Harmonie lebt – Harmonie ist Gottes Wille für die Welt, aber nirgends gibt es sie. Harmonie entsteht nicht von selbst …

Gott kann nur durch Vermittler wirken. Sie müssen zu Gottes Mittler werden und das zu einer Tatsache in Ihrem Leben werden lassen. Wenn Sie das tun, geschieht etwas ganz Entscheidendes. Sie werden feststellen, dass Sie ein Mitglied einer sehr großen Gruppe auf der Welt sind, in der alle gleich fühlen, die gleichen Ideale von Harmonie, Gerechtigkeit und richtigen Beziehungen haben. Wenn genug Menschen so fühlen und handeln, verändern sich die Dinge.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band zwei)

Die verwirrende und bedrohliche derzeitige Situation ist nur das Vorspiel zu einer neuen Ära friedfertiger und kooperativer Anstrengungen, um das Unrecht der Vergangenheit wiedergutzumachen, Gerechtigkeit zwischen den Völkern zu schaffen, alte Dispute zu beenden und das internationale Recht zu bestätigen. Wenn die Menschen später auf diese Epoche zurückblicken, wird sie ihnen wie die finstere Nacht vor einem strahlenden Tagesanbruch erscheinen, und sie werden froh sein, diese ereignisreiche Zeit miterlebt zu haben. Die Welt erwartet den Lehrer. Der Lehrer wartet auf den richtigen Zeitpunkt, um öffentlich lehren und der Welt dienen zu können.
(Benjamin Cremes Meister, „Die Dunkelheit vor Tagesanbruch“, Share International, Januar/Februar 1991)

Wettbewerb verzerrt die natürliche Ordnung; Zusammenarbeit weckt den guten Willen im Menschen. Wettbewerb ist nur um das eigene Wohl besorgt. Zusammenarbeit bewirkt das Beste für alle. Wettbewerb führt zur Spaltung, dem Ursprung aller Sünden; Zusammenarbeit sucht die vielfarbigen Stränge des gemeinsamen göttlichen Lebens zu verbinden und zu vereinen. Wettbewerb hat den Menschen an den Rand des Abgrunds gebracht; allein Zusammenarbeit wird ihm helfen, den richtigen Weg zu finden. Die ewig Gestrigen lieben den Wettbewerb; die Neuen folgen voller Freude dem göttlichen Weg der Zusammenarbeit. Man kann die Menschen auf der Welt in zwei Kategorien einteilen: diejenigen, die miteinander konkurrieren – und diejenigen, die kooperieren.
(Benjamin Cremes Meister, „Zusammenarbeit“, Share International, Dezember 1984)

Vergesst nicht, meine Brüder, dass ihr ein unteilbares Ganzes seid, dass der gemeinsame Vater euch nach seinem göttlichen Bild geschaffen hat und dass in euch das gleiche gesegnete Licht der Liebe und Wahrheit schimmert. Die Zeit naht, in der ihr vom Licht der Wahrheit umgeben seid, der Mensch seinen Bruder ins Herz schließt, meine Freunde, und sich in ihm selbst erkennt.
(Maitreya, Botschaft Nr. 51)


Ein Leser von Share International hat den folgenden Kommentar geschickt, empört über die Abscheulichkeit und Grausamkeit des Völkermords, der an den Palästinensern begangen wird.

Sehr geehrte Redaktion,
mir wird immer wieder bewusst, wie sehr Krieg alles zerstört – er tötet Menschen, er vertreibt sie, und selbst wenn sie überleben, zerstört Krieg ihre Träume und Ambitionen, ihren Lebenssinn und hinterlässt ein lang anhaltendes Trauma. Eine israelische Bombe zerstört eine palästinensische Universität, alle Unterlagen gehen verloren, ebenso alle Ressourcen, und damit wird eine Ausbildung nahezu unmöglich. Manchmal stelle ich mir vor, was passieren würde, wenn meine Heimatstadt London dem Erdboden gleichgemacht würde, wie Gaza-Stadt, Beirut oder El Faschur. Alle meine Pläne für die Zukunft wären in einem Augenblick zerstört. Wie würde ich damit zurechtkommen, wenn meine ganze Familie getötet würde, wie könnte ich den Schmerz ertragen? Wie sollen Menschen, die ihre Lieben, ihre Angehörigen verloren haben, damit klarkommen? Wie macht diese Ärztin aus Gaza, die neun ihrer zehn Kinder verloren hat, weiter? Wie sollen Kinder, die eigentlich draußen mit ihren Freunden spielen, gemeinsam in der Schule lernen oder in einem warmen, sicheren Bett ein Buch lesen sollten, damit zurechtkommen, hungrig und zitternd in einem Zelt zu schlafen, während der Regen hereinströmt und das Getöse der herannahenden Bomben zu hören ist? Wie um alles in der Welt kommt unsere Natur damit zurecht, wenn jedes Mal der Boden bebt und sich der Himmel bei einer weiteren gewaltigen Explosion verdunkelt?

Palestine Action Protest, London, 6. September 2025 (Foto: indigonolan, Wikimedia Commons)

Wie viele von uns bin auch ich oft von diesem Kontrast erschüttert, wenn ich aus der Ferne von einem Land aus zusehe, das (bislang) scheinbar unberührt geblieben ist. In einem Moment sehe ich auf meinem Handy, wie Menschen unter den Trümmern hervorgezogen werden, im nächsten Moment sehe ich Menschen, die lachend vor einem teuren Restaurant stehen. Diese Selbstgefälligkeit, diese Entfremdung – was macht das mit uns allen, in einer Welt zu leben, in der Menschen einander mit solcher Grausamkeit begegnen? Was macht das mit Menschen, die das Geschehen beobachten, es aber irgendwie rechtfertigen: „Israel hat ein Recht auf Selbstverteidigung, Krieg ist eine komplizierte Sache …“ Was macht es mit denen, die es völlig ignorieren? Wie lange kommt ein Land ungestraft davon, das einen Völkermord – durch Finanzierung, Bewaffnung und die Weigerung, ihn zu verurteilen – ermöglicht, und wann und wie wirkt sich das Karma aus?

Wie dumm sind wir doch alle?! Warum sollten wir uns inkarnieren, nur um uns gegenseitig zu töten und uns dabei selbst zu erniedrigen? Warum lassen wir das alle zu? Was können wir persönlich tun, um uns nicht mitschuldig zu machen? Krieg ist ein Widerspruch zum Leben selbst, er verstößt gegen die Gesetze des Lebens – gegen Friedfertigkeit, das Gesetz der Wiedergeburt und das Gesetz von Ursache und Wirkung. Er verstößt gegen die Tatsache, dass die Menschheit ein unteilbares Ganzes ist.

Stellen wir uns vor, wir würden es anders machen. Stellen wir uns vor, wir hätten statt eines Kriegsministers oder Verteidigungsministers einen Friedensminister? Stellen wir uns vor, die Staats- und Regierungschefs hätten nach dem 7. Oktober, anstatt militärische Angriffe zu rechtfertigen und zu ermöglichen, gesagt: „Es reicht! Schaut euch an, welche Ungerechtigkeiten uns an diesen Punkt gebracht haben, und wie können wir das wirklich wiedergutmachen?“ Stellen wir uns vor, wir würden das Geld nicht für noch mehr Bomben ausgeben, während Menschen obdachlos auf der Straße leben oder keine Gesundheitsversorgung haben, sondern es für das Leben nutzen?

Name ist der Redaktion bekannt
London


von Krista Peres

Ich weiß nicht genau, was mich an dem Friedensmarsch der buddhistischen Mönche so fasziniert hat, aber er hat eine ganze Nation und sogar die Welt in seinen Bann gezogen, bevor er – passenderweise – am Valentinstag, den 14. Februar 2026, endete. Falls Sie diese Geschichte nicht kennen, hier eine kurze Zusammenfassung.

Am 25. Oktober 2025 verließen 18 Mönche des vietnamesischen buddhistischen Tempels Huong Dao Vipassana Bhavana Center ihr Kloster in Fort Worth, Texas, und begannen eine 3700 Kilometer lange Reise zu Fuß nach Washington, D.C. Solche Märsche sind in Indien weit verbreitet, und sie werden in der Absicht durchgeführt, inneren Frieden und Stille zu demonstrieren – ein Grundprinzip des Buddhismus. Das war auch das Ziel des Friedensmarsches der vietnamesischen Mönche aus Texas – er sollte eine Botschaft des Friedens, der Einheit, der Nächstenliebe und des Mitgefühls sein.

Während des 112-tägigen Fußmarsches durch sieben Südstaaten wurden die Mönche von Zehntausenden Menschen begrüßt, als sie durch zahlreiche Städte kamen. Die Bürger trotzten oft widrigen Wetterbedingungen (es war Winter), während sie an Straßen standen und auf die Ankunft der Mönche warteten. Die Social-Media-Seite des Marsches verzeichnete über zwei Millionen Follower, und einige Videos, die ihre Reise dokumentierten, wurden millionenfach aufgerufen. Dies war ein wahrhaft erstaunliches Ereignis.

Wartende Menschenmengen

Von dem Moment an, als ich von der spirituellen Pilgerreise der Mönche erfuhr, war ich fasziniert davon. Dieses Ereignis hatte etwas an sich, das mich tief berührte, aber was war es? Es stellte sich heraus, dass Zehntausende Menschen denselben Eindruck hatten. Was geschah da mit uns, fragte ich mich? Während ich über diese Frage nachdachte, beschloss ich, am Valentinstag bei der Rückkehr der Mönche in ihren Tempel in Fort Worth dabei zu sein. Ich kam an jenem Morgen in der Nähe des Tempels an und begann zu warten. Der Himmel war bedeckt, und ein feiner Nieselregen lag in der Luft, der weiteren Regen ankündigte.

Als ich dort im Nieselregen stand, beschloss ich, die Menschen zu fragen, warum sie gekommen waren. Eine Frau neben mir konnte nicht sofort antworten. Sie stammelte einige Sekunden lang, bevor sie herausplatzte, dass sie einfach „wusste“, dass sie dabei sein musste, dass vielleicht ihre Seele sie dazu drängte, zu kommen. Ich sprach mit einer anderen Frau, Vera Terkun, die gebürtige Ukrainerin war und die traditionelle Tracht ihres Landes trug. Obwohl Vera schon seit Jahrzehnten in den USA lebt, wollte sie die Botschaft der Mönche von Frieden und Einheit unterstützen, weil ihr Land, wie sie sagte, durch den Krieg zerstört worden sei und sie mit ihren Landsleuten mitfühle.

Da kommen sie!

Einen Straßenzug weiter wurden die Stimmen der Umstehenden immer lauter – ein Zeichen dafür, dass die Mönche kamen. Der Nieselregen war nun dichter, doch die Stimmung in der Menge war ausgelassen und voller Vorfreude. Die Menschen waren voller Energie und konnten es kaum erwarten, die tapferen und ehrwürdigen Mönche zu sehen, die dem Wunsch einer erschöpften Nation nach Frieden und Harmonie Ausdruck verliehen hatten. Der Friedensmarsch der Mönche hatte die Herzen so vieler Menschen berührt, auch meines – uns traten Tränen in die Augen, als die Mönche in ihren safran- und goldfarbenen Roben näher kamen. Wir folgten ihnen zu ihrem Tempel, wo sie ihre Reise beendeten. Hinter den bronzefarbenen Toren des Tempelhofs war die Energie stark, intensiv und beinahe greifbar – ein tränenreicher Willkommensgruß empfing die Mönche.

Quelle der Liebe

Wodurch hat dieses Ereignis die Menschheit monatelang in seinen Bann gezogen und weltweit bei Millionen Menschen eine so tiefe Herzensreaktion hervorgerufen? Ich selbst bin der Überzeugung, dass der Friedensmarsch ein Vorbote der Wiederkunft des Christus, Maitreya, und der Meister der Weisheit war. In jedem Zeitalter oder in Zeiten außergewöhnlicher Krisen treten große spirituelle Lehrer hervor, um der Menschheit ihren nächsten Entwicklungsschritt aufzuzeigen. Einige von ihnen kennen wir als Herkules, Rama, Krishna, Mohammed, Buddha und Christus.

Nun, zu Beginn des Wassermannzeitalters, ist Maitreya, das Oberhaupt der Meister der Weisheit, der Christus und der Weltlehrer sowie unser ältester Bruder, zum ersten Mal seit Jahrtausenden in die Alltagswelt zurückgekehrt, um uns aus der gefährlichen Lage zu führen, in die wir uns selbst gebracht haben. Maitreya ist auch der Herr der Liebe, und ich glaube, dass es diese Energie der Liebe war, die er verkörpert, die den Friedensmarsch beflügelte und die Herzen von Millionen Menschen auf der ganzen Welt berührte.

Am buddhistischen Tempel war aus dem Nieselregen inzwischen Regen geworden, also machte ich mich auf den Heimweg. Während ich nach Hause fuhr, fragte ich mich, ob der Friedensmarsch eines von Maitreyas Vorhaben gewesen war – um der Menschheit die Liebe Maitreyas, des Meisters aller Meister, des Christus und Weltlehrers für diese neue Zeit, zu demonstrieren. Er und seine Gruppe der Meister der Weisheit sind hier, um uns zu helfen. Maitreya hat gesagt, dass es eines seiner Anliegen sei, die Einheit der Menschheit zu fördern, und dass seine Herangehensweise an die Menschheit leise und unaufdringlich sein würde. Der Friedensmarsch war sicherlich ein solcher Beweis dafür.

Die Antwort ist in der Tat die Liebe. Der Herr der Liebe, Maitreya, bittet uns, den Liebesaspekt Gottes zum Ausdruck zu bringen, den er verkörpert und uns täglich schenkt. „Zeigt mich der Welt!“ – Maitreya.

Krista Peres ist Mitarbeiterin von Share International.


Benjamin Creme wurden bei jedem seiner weltweit gehaltenen Vorträge, aber auch tagtäglich, unzählige Fragen zu sehr vielen Themen gestellt. Er verstand sich allerdings nie als Schiedsrichter über die Authentizität oder Aussagen anderer Gruppen. Wir veröffentlichen hier eine Auswahl der von Benjamin Creme und seinem Meister beantworteten Fragen.

Wie Benjamin Creme und sein Meister den Krieg betrachteten und Analysen sowie mögliche Lösungen aufzeigten

F. Könnten Sie einen Vorschlag machen, wie das politische Klima im Nahen Osten zu verbessern wäre, um kriegerische Auseinandersetzungen zu beenden oder zumindest zu verringern? (April 1991)
A. Meiner Ansicht nach wäre die erste Aufgabe die Einberufung einer internationalen Konferenz, damit man sich mit den vielen Problemen dort auseinandersetzen könnte. Als Erstes muss meiner Meinung nach das israelisch-palästinensische Problem auf der Tagesordnung stehen. Nur ein eigenes Heimatland für die Palästinenser kann eine gerechte Lösung sein, sonst gibt es keinen dauerhaften Frieden. Ich vermute, die Israelis werden endlos Ausflüchte vorbringen, und so könnte es durchaus sein, dass es Maitreyas öffentliches Auftreten bedarf, um eine Versöhnung herbeizuführen. Die jüngste Stellungnahme der PLO im Golfkrieg an der Seite Iraks und Saddam Husseins war ihrer Sache nicht zuträglich, wenn auch begründet. Es scheint, als könne die PLO-Führung keine Gelegenheit auslassen, eine Gelegenheit zu verpassen! Doch das Recht ist auf ihrer Seite, und endlich wird es auch von den meisten der interessierten und involvierten Nationen anerkannt, sogar von den USA.
Demokratische Regierungen und eine Politik des Konsenses müssen an die Stelle der äußerst repressiven Militärdiktaturen und Scheichtümer treten. Syrien hat beispielsweise eine der härtesten Diktaturen, kein bisschen besser oder weniger ehrgeizig als das Regime Saddam Husseins. Über all das hat man hinweggesehen, weil sie dem „Klub“ der Gegner des mächtigen Rivalen im Irak beitraten. Die Habgier und autokratische Regierung der Herrscherfamilien in Kuwait und Saudi-Arabien ist berüchtigt. Eine Neuverteilung des Reichtums unter den Völkern der Region muss einen wichtigen Platz auf der Tagesordnung einnehmen. Es wird lange dauern, vielleicht Jahre, bis es zu einem Umschwung kommt, aber eines kann man sofort erreichen: die Beendigung – ich schlage ein vollständiges Embargo vor – der unverantwortlichen Lieferung hochentwickelter Massenvernichtungswaffen in die Region. Diese geradezu zynische Handlungsweise – die zu den „Kräften des Marktes“ gehört – dient nur dazu, die Flammen des Krieges immer wieder zu entfachen. Das dürfte jetzt wohl jedem ganz klar geworden sein.

Warum die Welt die Vereinten Nationen unterstützen muss

F. Was lief schief, als die Vereinten Nationen versuchten, die Bosnienkrise zu lösen? Was wäre die Lösung der Hierarchie? (April 1995)
A. Mein Meister schrieb einen Artikel mit dem Titel „Der Mantel der Macht“ (Share International, Juni 1993), den wir auch als Pressemitteilung weltweit an die Medien verschickt haben. Darin forderte er die Schaffung von Vereinten Nationen, die die „Zähne“ zeigen können, die über eine militärische Schlagkraft verfügen, mit der sie mit Situationen wie in Bosnien, Ruanda und solchen, wie sie in der ehemaligen Sowjetunion heraufziehen, fertigwerden können. Ohne starke Vereinte Nationen wird es noch zu einer ganzen Reihe derartiger Kriege kommen. Abenteurer wie Milosevic in Serbien und Karadzic in Bosnien wittern in der Schwäche der Vereinten Nationen und in den zahlreichen Ungleichgewichten auf der Welt eine Chance für sich, Situationen zu schaffen, um an Boden und Macht zu gewinnen – sie sind machthungrig. Dazu nutzten sie den Zerfall der Sowjetunion, der bei deren Völkern eine Welle des Nationalismus und den Wunsch nach Selbstbestimmung ausgelöst hatte. Es sind autoritäre, faschistoide Diktatoren, denen es eigentlich nicht um die nationalen Bestrebungen der Menschen geht. Die einzige Möglichkeit, dagegen vorzugehen, ist, die Vereinten Nationen mit einer ausreichend schlagkräftigen Armee auszustatten, der alle Nationen die erforderlichen Soldaten und Waffen stellen. Diese Truppen müssten nicht Krieg führen, sie müssten nur jederzeit interventionsbereit sein, um zu verhindern, dass solche Situationen entstehen – andernfalls pflanzt sich dieses Problem überall auf der Welt fort. Dass die Serben sich zurückzogen und Sarajevo plötzlich „sichere Zone“ wurde, nachdem die Vereinten Nationen angedroht hatten, die Stellungen der bosnischen Serben in den Berghängen um Sarajevo zu bombardieren, ist schließlich kein unerhebliches Ergebnis. Das hätte in ganz Bosnien geschehen können, doch dazu waren und sind die anderen Staaten – besonders die Briten, Franzosen und Deutschen – viel zu sehr mit ihren eigenen kleinen politischen und wirtschaftlichen Problemen beschäftigt. Das letzte, wozu sie bereit wären, wäre, so viel Geld und Militär zur Verfügung zu stellen, um dem serbischen Abenteuer in Bosnien richtig begegnen zu können. Die Vereinten Nationen müssen stark genug sein, um im Namen der Menschheit handeln zu können. Die Gefahren sind heute zu groß: Es braucht nur einer dieser Abenteurer eine Atombombe, die in der ehemaligen Sowjetunion billig zu haben ist, in die Hände zu bekommen, und es wird wirklich sehr gefährlich.

Krieg, Konflikt und Karma

F. Betrachtet man Karma aus einer größeren Perspektive – Menschengruppen, Nationen, oder sogar die gesamte Menschheit –, setzen wir in größeren Gruppen Dinge in Bewegung, die das Leben auf dem Planeten beeinflussen? (Juli/August 1995)
A. Ja, natürlich, wir tun das ständig. Regierungen tun das die ganze Zeit. Menschen wie Hitler zum Beispiel haben Kriege angefangen, die das Leben auf dem Planeten letztlich für Jahre verwüstet haben. Das Geschehen in Bosnien wurde vom Führer der serbischen Rebellengruppen und dem Präsidenten von Serbien ausgelöst. Diese beiden Männer haben eine enorme karmische Schuld an Hunderttausende von Bosniern und Kroaten zurückzuzahlen, die durch sie gelitten haben. Millionen hungern in den Entwicklungsländern durch das Verhalten der entwickelten Nationen. Weltweit finden zurzeit etwa vierzig Kriege statt. Sie können nur deshalb weitergehen, weil die reichen Nationen den Kämpfenden Waffen verkaufen.

F. Auf welche Weise verändern wir das Leben auf dem Planeten noch? (Juli/August 1995)
A. Wir beeinflussen beispielsweise das Wetter in erheblichem Maße. Unsere destruktiven Gedanken beeinflussen die Urkräfte, die über die Klima- und Wettermuster in der Welt herrschen. Wenn unsere Gedanken, wie das heute meist der Fall ist, nicht im Gleichgewicht sind, geraten diese Elementarkräfte ebenfalls aus dem Gleichgewicht. Das Ergebnis sind Erdbeben, Stürme, Tornados, gewaltige Überschwemmungen und dergleichen, die immer wieder große Gebiete auf der Erde verwüsten. Das sind unsere eigenen Taten. Wir nennen sie gottgewollt, aber sie sind nicht von Gott gemacht, es sind die Taten der Menschheit, die durch ihre falschen Gedanken und Handlungen die elementaren Kräfte aus dem Gleichgewicht bringen. Wenn wir schließlich wieder ins Gleichgewicht kommen, werden auch diese Kräfte wieder in die Balance zurückfinden, und das Klima wird sich normalisieren.

F. Es gibt also vernünftige Gründe, richtig zu handeln?Das klingt, als würde es sich auch für die Gesellschaft und die Welt insgesamt lohnen. (Juli/August 1995)
A. Guter Wille „macht sich bezahlt“. Natürlich, sehr sogar. Die eigentliche Natur unseres Seins zeigt sich im guten Willen. Wenn wir den Willen zum Bösen zum Ausdruck bringen, ernten wir das Karma jenes bösen Willens. Die gesamte Menschheit kann guten Willen beweisen und so den niedersten Aspekt der Liebesenergie verwirklichen. Es ist wichtig, dass wir das begreifen und wirklich danach handeln. Und nicht nur das: es „zahlt sich aus“, und zwar für jeden Einzelnen. Guter Wille erzeugt wieder guten Willen; das ist der erste Schritt, der zur wirklichen Liebe führt.

Gott – Wer oder was ist Gott?

In dieser Ausgabe geht der Esoteriker Aart Jurriaanse souverän und besonnen der großen Frage nach, wer oder was Gott nach den Lehren der zeitlosen Weisheit ist. Wir fügen hier weitere Erkenntnisse von Benjamin Creme und seinem Meister zu dieser Frage hinzu.

F. Wo ist Gott im Verhältnis zur [geistigen] Hierarchie? (Juni 2021)
A. Zunächst einmal: Wo ist Gott? Und dann: Was ist Gott? Sie können Gott nicht wirklich definieren; aber für mich zumindest ist Gott die Summe aller Gesetze und aller Energien, die durch diese Gesetze reguliert werden und die das Universum ausmachen. In der Bibel heißt es: „Gott ist ein verzehrendes Feuer.“ Gott ist Energie, die in unterschiedlichen Frequenzen, in unterschiedlichen Verbindungen schwingt. Diese Frequenzen und Verbindungen sind das manifestierte Universum. Ich bin Gott, du bist Gott, das ist Gott. Es gibt nichts, was nicht Gott wäre. Gott ist jeder und alles und aller Raum dazwischen.

Was den Christus betrifft, ist er Gott in dem Sinne, dass er einen Aspekt Gottes verkörpert, den Liebesaspekt Gottes. Er verkörpert das Christusprinzip, die Energie der Evolution, und verkörpert hier nun auch den Willensaspekt Gottes. Er ist ein gewaltiger, mächtiger Avatar, weit größer als jeder andere Avatar, der jemals in die Welt gekommen ist, und er hat eine größere Arbeit und schwierigere Aufgaben zu bewältigen.
Für manche Leute mag Gott ein alter Mann mit weißem Bart sein, der im Himmel thront und den man bitten kann, „bitte, Gott, beschütze mich“ oder „rette meinen Freund vor Krankheit und Tod“. Aber das ist für mich nicht Gott.
Gott ist für mich ein göttliches Prinzip, und der Unterschied zwischen Christus und dem großen Einen – Gott – ist, dass er [Maitreya, der Christus] von diesem Prinzip durchdrungen ist, von einem Aspekt dieses Prinzips, das wir aber eigentlich nicht kennen. Wir wissen nicht, was sein Wesen ausmacht. Es ist für die meisten von uns keine konstant erfahrbare Realität. Vielleicht werden wir uns in der tiefsten Meditation eines Aspekts von dem, was diese Göttlichkeit ist, bewusst, aber den Großteil unseres Lebens sind wir viel zu beschäftigt damit, unseren Lebensunterhalt zu verdienen und anderes, mit unserer Familie und unseren Freunden zusammen zu sein, um überhaupt wahrzunehmen, was Gott ist.
Aber wir können uns vorstellen, dass Gott für jemanden im Rang eines Christus eine sehr starke, allgegenwärtige Wirklichkeit ist, und diese Wirklichkeit daher für uns interpretieren kann. Das ist die Aufgabe der großen Lehrer – die Beschaffenheit dieser Wirklichkeit zu interpretieren, die wir Gott nennen, die wir selbst sind. Es gibt keine Trennung, aber wir erkennen das nicht, weil wir in dieser „Sünde“ leben – dieser Häresie des Getrenntseins. Es gibt nur eine Sünde – die Sünde der Absonderung. Nichts in der Welt ist voneinander getrennt. Wir alle sind Teil eines Ganzen, und der Christus wird zeigen, dass das, was wir Menschheit nennen, was wir die Natur nennen, was wir Gott nennen, alles Teil desselben sind. Alle sind Teil der Gesamtheit des Seins, und das ist unser Wesen.

F. Gehört auch der Kontakt mit anderen Sonnensystemen zum Plan des Logos? (Oktober 1996)
A. Ganz sicher ist schon auf kurze Sicht der Kontakt zu anderen Planeten unseres Sonnensystems (der auch bereits besteht) und zu dem uns nächstgelegenen Sonnensystem, dem Sirius, vorgesehen. Viele der Meister gehen direkt zum Sirius, wenn sie Meister geworden sind. Menschen wie Gautama, der für Buddha „einstand“, Leonardo da Vinci, Michelangelo und Johannes der Täufer befinden sich alle auf dem Sirius. Jesus ist hier auf der Erde, aber Johannes der Täufer, der den Weg für ihn bereitete, ist auf dem Sirius. Wäre er jetzt auf der Erde, wäre er bereits weiter entwickelt als Jesus, denn die Evolution auf dem Sirius geht unvorstellbar schnell voran. Die Hierarchien aller Planeten stehen unentwegt miteinander in Verbindung. Dieses Sonnensystem entwickelt sich als ein System, die einzelnen Planeten gehen nicht eigene, isolierte Wege. Die Logoi der verschiedenen Planeten kennen mehr oder weniger den Plan des Sonnenlogos, der für dieses Sonnensystem „Gott“ ist. Ihre Aufgabe besteht darin, den Plan des Sonnenlogos für ihren eigenen Planeten zu erfüllen. Diese Möglichkeit des Kontakts und der Kommunikation wird einmal unser gemeinsames Erbe sein. Derzeit ist sie noch auf die Meister und die höheren Eingeweihten beschränkt, aber später einmal wird die Tatsache dieser Wechselbeziehung zwischen den Planeten durch die sogenannten Ufo-Phänomene (die meistens von der Venus und vom Mars kommen) jedem bekannt sein.

F. Glauben Sie, dass die Bewohner anderer Planeten eine Bedrohung für uns darstellen? (Oktober 1996)
A. Nein, absolut nicht. Ihre Absichten sind ganz und gar nutzbringend – ohne ihre Hilfe wäre unser Planet schon jetzt nicht mehr bewohnbar. Wir haben ihnen gegenüber eine enorme karmische Schuld abzutragen.

F. Mit welchen Fragen sollten die USA sich jetzt vorrangig befassen? (September 1993)
Der Meister: Die Hauptaufgabe der Vereinigten Staaten ist zurzeit, ihre Seele zu entdecken und damit auch deren Bedürfnis, der Welt zu dienen, statt sie zu beherrschen. Die USA sind heute so sehr auf ihren Persönlichkeitsaspekt konzentriert, dass sie in ihren Entscheidungen kaum wirklichen Dienst erkennen lassen. Viele Aktivitäten dieses großen Landes sind noch immer von Separatismus, Egoismus und Habgier bestimmt. Das Ende der Sowjetunion und damit des Rivalen in den Weltangelegenheiten hat zu diesen Verblendungen (Illusionen) nur noch mehr beigetragen. Der Weg für die Vereinigten Staaten besteht darin, der Weltgemeinschaft ihre vielfältigen Ressourcen, Talente und Energien zur Verfügung zu stellen und damit die Nationen anzuregen, eine neue und lebensfähigere Welt zu schaffen. Die Welt wartet darauf, dass dieses Ziel erfüllt wird. Wahrscheinlich aber ist dieser so wünschenswerte Schritt erst zu erwarten, wenn der Christus erschienen und akzeptiert ist.

F. Warum tritt Maitreya jetzt nicht im Fernsehen auf, um einen Krieg gegen den Irak zu verhindern? (November 2002)
A. Weil der freie Wille des Menschen für die Meister sakrosankt ist: Sie verletzen unseren freien Willen nie. Maitreya macht einen Plan, und dabei müssen möglicherweise Tausende verschiedener Aspekte für die Entscheidung, was und wann zu tun ist, in Betracht gezogen werden. Dieser Plan ist nicht in Stein gehauen, er ist beweglich, flexibel – der menschliche freie Wille jedoch wird nie verletzt.
Einen Krieg gegen den Irak zu beginnen, ist eine Entscheidung, die von der amerikanischen Regierung wohl getroffen wurde (niemand sonst will diesen Krieg). Daher würde Maitreya unseren freien Willen verletzen, wenn er öffentlich erschiene, um „ihn zu verhindern“, wie fehlgeleitet und destruktiv ein solcher Angriff auch sein mag. Es ist nicht Maitreyas Aufgabe, unsere Entscheidungen zu treffen oder rückgängig zu machen. Überdies wird er, wenn er auftritt, nicht sofort den Einfluss haben, den ihm der Fragesteller zuzuschreiben scheint.
Dem Gesetz muss Folge geleistet werden. Die Meister sind Meister, weil sie nach dem Gesetz leben – dem Gesetz des Lebens, der Evolution. Da gibt es Dinge, die man tun kann, tun muss und nicht tun darf. Wir aber tun alles, wir verstoßen gegen den freien Willen der anderen – wir morden, verletzen, verstümmeln, wir tun es mit Worten und mit Taten. Aus diesem Grunde haben wir Probleme und Krankheiten, und daher leiden wir.


Friedenskundgebung zum Jahrestag des Irakkriegs, O’Donnell Park, Milwaukee, 20. März 2004 (Foto: Susan Ruggles, Wikimedia Commons)

„Lasst uns gemeinsam der Welt zeigen: dass Kriege nicht mehr nötig sind; dass der Mensch von Natur aus leben und lieben will; dass Hass aus Ausgrenzung erwächst; dass Gottes Gesetz im Menschen lebendig ist und seinem Wesen zugrunde liegt. All das werde ich euch zeigen. Arbeitet mit mir zusammen und beweist, dass es wahr ist.“ (Maitreyas Botschaft Nr. 53)

„An dieser Wende ihres Lebens wartet auf die Menschheit eine gewaltige Aufgabe: die Befreiung der Welt von uralten, falschen Denkgewohnheiten und Lebensweisen; eine grundlegende Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse, die die Menschen erstmals von Angst befreien wird – der Angst vor Mangel, vor Krieg, vor Krankheit und Tod. Wahrhaftig eine enorme Aufgabe, aber aller Anstrengung wert, da sie eine neue Lebendigkeit, neue und wohltuende Beziehungen zwischen den Menschen und eine Welt zustande bringen wird, in der die Prinzipien der Gerechtigkeit, Brüderlichkeit, des Teilens und der Liebe herrschen werden.“ (Share International, November 1982)

„Ich habe gesagt, dass die Rüstungskontrolle eine Aufgabe ist, die wir besonders im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder übernehmen – und dass sie in Washington keine Lobby haben.“ – Erklärung des US-Präsidenten John F. Kennedy an die amerikanischen Frauen über die Rolle von Frauen bei der Sicherung des Weltfriedens, November 1, 1963, Public Papers of the Presidents: John F. Kennedy, 1963