Share International, Juli/August 2026

Die deutsche Online-Ausgabe der internationalen Zeitschrift Share International enthält einen oder mehrere Artikel von Benjamin Cremes Meister, Beiträge zu aktuellen Themen von unseren Korrespondenten und bringt nicht zuletzt einige Fragen mit Antworten von Benjamin Creme zu ausgewählten Themen.



Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister fast 40 Jahre lang zu jeder Ausgabe einen Artikel beigetragen. Diese sollten auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden.

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

In jedem Mann und jeder Frau befindet sich ein potenzieller, aber unsterblicher Gott. Wenn sie durch die Erfahrungen eines sogenannten Lebens gehen, machen sie eine Reise, an deren Ende sich herausstellt, dass es ein Schritt zum Einssein mit diesem Gott war, weil sie sich der Qualität des Göttlichen bewusst werden und erkennen, dass es die Seele ist, unser Selbst.

Bisher stammte unsere Kenntnis von der Seele aus religiösen Schriften. Diese haben den Menschen den Eindruck vermittelt, dass die Seele etwas von ihnen Abgetrenntes sei, das nur von fern wahrgenommen werden könne und anzubeten sei. Wenn sich ein Mensch jedoch weiterentwickelt, erkennt er allmählich, dass die Seele er selbst ist, zunächst zwar nur ein höherer und reinerer Teil von ihm, aber dennoch er selbst. So macht der Mensch Fortschritte und vertieft sein Verständnis für sein wahres Wesen und sein Ziel.

Heute sind sich Tausende von Menschen bewusst, dass sie sich auf einer solchen Reise befinden; da ihr Leben damit eine tiefere Bedeutung bekommt, möchten sie mehr wissen und erfahren. Deshalb wenden sie sich mit der Zeit der Meditation zu und machen dadurch eine große Entdeckung: Schritt für Schritt wächst in ihnen die Gewissheit, das sie Seelen sind und dass die Seele keine abstrakte Idee, sondern ihr eigentliches Wesen ist. Nach und nach verändert sich das Tempo ihres Lebens, und die Erkenntnis einer tieferen Bedeutung gibt ihnen bei allem, was sie tun, Halt. So wachsen die Menschen auf dem Weg zur Vollkommenheit und spiegeln zunehmend die Göttlichkeit und Weisheit der Seele wider.

Alle machen diese Reise, doch jeder auf seine eigene Weise, manche kommen schnell und zielstrebig voran, andere sind langsamer und sich ihres Wegs weniger sicher. Aber alle gehen schließlich durch die verschiedenen Tore, die ihren jeweiligen Fortschritt auf dem Weg markieren. Heute befinden sich Millionen auf dieser Reise, die noch gar nicht wissen, dass es diesen Weg gibt, ihn aber dennoch einschlagen und dem Ruf ihrer Seele folgen. Sie verstehen die Anforderungen dieser Zeit, versuchen, sie zu erfüllen und werden damit ihrer Aufgabe gerecht.

Ob bewusst oder unbewusst, sie reagieren auf ihre Seele und Maitreyas Aufruf, sich dem Kampf zu stellen und diese Welt mit ihrer Begeisterung und ihrem Mut zu bereichern und neu zu beleben. Sie werden feststellen, dass ihr Einsatz nicht vergeblich war

(Share International, März 2014)


Wachstum des Bewusstseins

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

In der ganzen Welt wächst die Einsicht, dass die Menschheit einen grundlegenden Bewusstseinswandel erlebt. Das zeigt sich in vielerlei Hinsicht, nicht zuletzt auch in den Bemühungen, das Wesen des Bewusstseins selbst zu erforschen, den Zusammenhang zwischen Bewusstsein, Verstandund Gehirn zu untersuchen und herauszufinden, welche Auswirkung diese drei im Einzelnen oder gemeinsam auf die Materie und die Natur haben könnten.

Die alten, mechanistischen Vorstellungen von der Natur und den in ihr wirksamen Kräften lösen sich jetzt auf, und es zeichnet sich ein neues Verständnis für die Einheit ab, die jeder Manifestation des Lebens zugrunde liegt. Die Vorstellung, dass alles Energie ist, und dass Energie und Materie lediglich verschiedene Zustände ein und derselben Wirklichkeit sind und von Gedanken beeinflusst werden können, wird inzwischen weitgehend anerkannt und verändert die Vorstellungen der Menschen vom Leben. Dieser Aufklärungsprozess geht zügig voran, sodass man bald die Methoden und Technologien entdecken wird, die diesen Zusammenhang beweisen können. Das ist von enormer Bedeutung für die künftige Entwicklung der Menschheit.

Mit dem Beginn des neuen Zeitalters wird ein neuer Drang nach Erkenntnis spürbar, ein Bedürfnis, die äußeren und die subjektiven Welten zu erforschen und die Beziehung zwischen diesen beiden Aspekten der Schöpfung zu verstehen. Viele Wissenschaftler forschen weltweit gezielt in dieser Richtung, weil es sie dazu drängt, ihre intuitive Erkenntnis, dass alles miteinander in Verbindung steht, zu beweisen. Die Annahme eines überpersönlichen Selbst oder einer Seele greift allmählich um sich und wird in den Vorstellungen der Menschen von der Wirklichkeit eine neue Synthese bewirken.

Mit der Zeit wird das Verbindende all dieser Forschungen in der Erkenntnis bestehen, dass das Bewusstsein ein Attribut der Seele ist, dass der Verstand und das Gehirn Kanäle oder Träger für die Manifestation der Seele sind, und dass es in den Verbindungen zwischen diesen keine Unterbrechungen oder Trennlinien gibt.

Bisher betrachtete man das Nervensystem als Übertragungsweg für elektrische Signale, die vom Gehirn ausgehen; das Gehirn als Kommandozentrale, das mithilfe dieses komplizierten Systems die mentalen, emotionalen und physischen Handlungen und Reflexe steuert, mit denen wir unser Lebendigsein erkennen und zum Ausdruck bringen.

In gewissem Maße trifft dies natürlich zu. Tatsächlich koordiniert und organisiert der komplexe „Computer“ des physischen Gehirns eine Vielfalt an Informationen und Impulsen, die ununterbrochen durch diesen sensiblen Apparat strömen. Mit zunehmendem Verständnis der Natur und des Ursprungs des Bewusstseins wird sich jedoch ein wahrheitsgetreueres Bild ergeben, sodass man Status und Funktion des Gehirns als Brennpunkt für die unendlich vielfältigen Impulse höherer Prinzipien begreifen wird.

Für viele macht der Verstand den Menschen aus. Mit dieser Identifikation sehen sie sich als mentales Wesen, das zum Denken und zum Handeln fähig, vollkommen autonom und unabhängig ist, und dessen Existenz allein auf der Fähigkeit zu denken und zu messen beruht. Aber auch das ist nur ein Schatten der wirklichen Beziehung zwischen Mensch und Denkvermögen.

Das Denkvermögen ist ein Instrument, ein Körper, der je nach Person mehr oder weniger empfänglich ist und mit dem die mentalen Ebenen kontaktiert und erkannt werden können. Die Ebene des Denkvermögens – der „Gedankengürtel“ – ist grenzenlos und dient als Kanal für alle mentalen Erfahrungen.

Wenn die Menschen diesen Zusammenhang erkennen, werden sie begreifen, dass Telepathie die natürliche Folge ist, und es wird eine neue Epoche der wechselseitigen Kommunikation und Verständigung beginnen.

Das Nervensystem wird man als Bindeglied zwischen der Seele und ihren Trägern verstehen lernen, als das Mittel, durch das die Seele in ihrer jeweiligen Inkarnation ihr Spiegelbild ergreift und sich in ihm manifestiert.

Auf diese Weise dehnt sich das Bewusstsein, das Wesen der Seele, aus und wächst. Es lässt sein Licht auf allen Ebenen leuchten und erweckt den Menschen zu seiner Bestimmung als Sohn Gottes.

(Share International, September 1992)


Kontinuität des Bewusstseins

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Immer mehr Menschen erreichen heute eine Kontinuität des Bewusstseins und behalten somit die Erfahrungen aus dem Schlafzustand im Gedächtnis. Dies beschleunigt die Evolution, da keine Zeit mehr mit Warten auf die Weiterleitung der Informationen zum Gehirn verloren geht. Es bürgt auch für einen genaueren Empfang der Informationen, was zu angemessenerem Handeln und zu besseren Ergebnissen führt.

Das ist der Weg, auf dem sich die Menschheit weiterentwickeln kann. Die Bewusstseinsunterbrechung zwischen Schlaf- und Wachzustand hat sich bisher auch als Hindernis für große Fortschritte erwiesen. Sie hat die Menschen mehr als alles andere in Unwissenheit über die wahre Natur der Wirklichkeit gehalten – und somit in Aberglauben und Furcht.

Fast ein Drittel des Lebens verbringt man schlafend, und in dieser Periode werden viele Informationen übermittelt und empfangen. Dieser Vorgang kann mit vielseitigen Erfahrungen verbunden sein, die das Leben jedes Menschen sehr bereichern. Noch nie zuvor hat es diese Chance einer allmählichen Bewusstseinsverschiebung im großen Rahmen gegeben. Eine große Gruppe Menschen ist inzwischen so weit, dass sie diese Kontinuität erreichen kann, es fehlen ihr dazu nur noch die praktischen Methoden.

Bald wird man dafür sorgen, dass die schon gegebenen Informationen zu diesem Thema bekannter und verfügbarer werden. Da vieles bereits mitgeteilt wurde, müsste man sich nur eingehend damit befassen und es anwenden. Nur wenige sind sich darüber im Klaren, welcher Schatz an Instruktionen schon aufgeschrieben und publiziert wurde.

Mentale Polarisierung ist der Schlüssel für diese Kontinuität. Die richtige Ausrichtung des Astralkörpers und des physischen Körpers bildet die Grundlage, auf der sich eine mentale Polarisierung allmählich aufbauen kann. Wenn sie erreicht ist, entfaltet sich die Kontinuität des Bewusstseins ganz natürlich. Natürlich gibt es dabei verschiedene Stufen, und der Prozess erstreckt sich über einen beträchtlichen Zeitraum.

Über die Notwendigkeit einer inneren, geistigen Gelassenheit wurde schon viel geschrieben. Diese Eigenschaft schafft am ehesten die Voraussetzungen für eine richtige Interpretation der Phänomene und Informationen, die man aus dem Schlaf herübernimmt. Ohne sie kann sich trotz kontinuierlichen Bewusstseins vieles verzerrt darstellen.

Geistige Gelassenheit entsteht durch Dezentralisieren. Durch Dienst und richtige Meditation verschiebt sich die Orientierung des Jüngers von seinem begrenzten Ich auf das Nicht-Ich. Das bringt einen Zustand göttlicher Indifferenz mit sich, in dem die Wunschnatur schwächer wird und der wahre, innere Mensch zum Vorschein kommt.

Von da an kann sich die Kontinuität des Bewusstseins entwickeln. Nun kann die außerkörperliche Erfahrung unbeschadet und genau wahrgenommen und verstanden werden, womit ein neues Kapitel im Leben des Jüngers beginnt. Je nach Entwicklungsstufe werden die Hallen des Lernens oder der Weisheit zu bewussten Erkenntnisfeldern.

Bisher haben wir nur von der Kontinuität des Bewusstseins zwischen Wachen und Schlaf gesprochen. Eine noch umfassendere Bewusstseinserweiterung erwartet den Jünger, wenn er die Kluft zwischen den beiden großen Erfahrungsbereichen, die wir Leben und Tod nennen, schließen kann.

Es gibt nur Leben. Tod ist bloß der Name für eine andere Ebene kontinuierlicher Lebenserfahrung, die allein in der Begrenztheit des menschlichen Bewusstseins unterbrochen erscheint. Es kommt jetzt die Zeit, wo sich die Menschen bewusst an die Erfahrung, die wir Tod nennen, an die Zwischenperiode und die Rückkehr in eine äußere Erscheinungsform erinnern können. Dann wird der Mensch die Furcht vor dem Tod verlieren und die Früchte aus den inneren Ebenen der Erkenntnis und Glückseligkeit ernten – in vollem Bewusstsein seiner wahren Identität als Sohn Gottes.

(Share International, November 1987)

Diese Artikel stammen von einem älteren Mitglied der Hierarchie der Meister der Weisheit. Sein Name kann aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, nur so viel, dass er esoterischen Kreisen vertraut ist. Benjamin Creme stand mit ihm in ständigem telepathischem Kontakt und erhielt die Artikel dieses Meisters per Diktat.
Weitere Artikel dieses Meisters


Für die Sommerausgabe von Share International haben wir als zentrales Thema „Bewusstsein“ gewählt. Drei ausgewählte Artikel von Benjamin Cremes Meister beleuchten jeweils eine andere Facette dieses Themas, und eröffnen gemeinsam eine Themenvielfalt, die für faszinierende Lektüre verspricht. Konzepte wie Evolution, Wissenschaft, die Beziehung zwischen Geist und Gehirn, die Natur des Denkens und das Nervensystem werden in diesem Themenschwerpunkt zusammengeführt. Benjamin Cremes Artikel beschreibt die Rolle der Seele mit einem bestechend einfachen Satz – „was die Seele will“: „Der Weg der Evolution besteht darin, sich zunehmend bewusst zu werden, was die Seele ist, was sie will und was sie durch den inkarnierten Mann oder die inkarnierte Frau zum Ausdruck bringen möchte.“

Unter der Führung der Meister eröffnet sich der Menschheit eine außergewöhnliche Zukunft. Wie der Meister von Benjamin Creme in einem weiteren Artikel schrieb: „Der Mensch wird mit der Entfaltung seiner Intuition eine enorme Bewusstseinserweiterung erleben, eine Wahrnehmung von Seinszuständen, deren Existenz ihm bisher noch völlig unbekannt ist, die aber, wenn sein Denkvermögen einmal voll erwacht ist, deutlich erkennbar wird.

Jeder Bewusstseinserweiterung geht eine Spannungsphase voraus; und so wird auf die Konflikte und Schwierigkeiten, die die Menschheit jetzt zu bestehen hat, eine Zeit der Ruhe und Ausgeglichenheit folgen, die ein allmähliches Aufblühen der Intuition möglich macht. Wenn das geschieht, wird der Mensch unmittelbar und ohne jeden Zweifel sein wahres Wesen, das heißt, sich als Seele erkennen, die Gott nach seinem Ebenbild geschaffen hat.“ (Benjamin Cremes Meister, aus „Vernunft und Intuition“, Share International, September 1982)

Der übrige Teil dieser Ausgabe bietet ebenso charmante wie informative Artikel, die eine große Vielfalt an Themen abdecken: darunter etwa die albanische „Flamingo-Revolution“ sowie Jeffrey Sachs und seine Reise auf der alten Seidenstraße auf den Spuren Marco Polos. Wir verschließen nicht die Augen vor dem Leid anderer, während wir gleichzeitig die Widerstandskraft und den Mut des palästinensischen Volkes würdigen. Der Esoteriker Aart Jurriaanse führt uns in seinen Ausführungen über Schamballa und die davon ausströmende Energie zum Zentrum, „das den Willen Gottes kennt“, während Papst Leo sich in einer neuen Enzyklika mit künstlicher Intelligenz befasst: Papst Leo stellt gleich im ersten Satz fest, dass die Menschheit heute vor einer entscheidenden Wahl steht: „Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen.“ In diesem Sinn präsentieren wir auf der „Rückseite“ – wo wir traditionell weise Worte zitieren – Inspiration und Orientierung; beachten Sie dazu Maitreyas Ratschlag und Zuspruch.


Liebe Erdbewohner – wie ihr vielleicht wisst, kommen wir in Frieden und Liebe, mit der Mission, euch und unserem kostbaren Nachbarn, dem Planeten Erde, zu helfen, ihn zu retten und zu unterstützen. Wir sind hier, um euch im Rahmen der kosmischen Gesetze zu helfen, als Teil des Großen Wesens, dessen Schöpfung wir sind. Unser gesamtes Sonnensystem und die unzähligen anderen Teile seiner Schöpfung sind ebenfalls seine demütigen Geschöpfe, und wir verehren seinen göttlichen Plan für alles Leben, wo immer es sich befindet und in welcher Dimension es auch existiert. Wir sind Mitschöpfer und zugleich gehorsame Nachkommen, die aus Liebe zu dieser Göttlichkeit und aus Identifikation mit ihr handeln. Was auch immer eure Regierungen oder einflussreiche Persönlichkeiten euch weismachen wollen – wir handeln im Einklang mit dem Gesetz und möchten euch daran erinnern, dass eure Natur im Wesentlichen von Freude und Gnade geprägt ist.

(So könnten uns vielleicht unsere Brüder und Schwestern aus dem Weltraum ansprechen – uns, die Menschheit, denn viele Millionen von uns arbeiten gemeinsam daran, bessere Wege für die Zukunft zu finden – Lösungen, die für alle funktionieren.)

Wir blicken auf unseren armen, leidenden Schwesterplaneten Erde, Gaia, und sind zutiefst besorgt, fühlen uns aber zugleich bestärkt in unserer Entschlossenheit, unsere Mission der Barmherzigkeit und Hilfe dort und so weit wie möglich im Rahmen des Großen Gesetzes zu erfüllen. Wir fragen uns voller Trauer und Erstaunen, wie es sein kann, dass ihr eure Heimat offenbar nicht liebt, obwohl sie euch und alle Lebensformen erhält.

Nun glauben die Törichten unter euch, sie könnten in eure Nachbarplaneten eindringen, sie kolonisieren und zerstören (wie immer), fest entschlossen, alles abzubauen und zu entnehmen, was ihnen wertvoll erscheint, um ihren wahnwitzigen „Lebensstil“ aufrechtzuerhalten – der uns eher dem Tod als dem Leben gleicht. Eure weiseren Brüder und Schwestern haben sie als „das eine Prozent“ bezeichnet. Ihre Gier zerstört euren wunderschönen Planeten. Weite Teile der Menschheit scheinen abgelenkt und erschöpft von Armut, Hunger, alltäglichen Spannungen, Indoktrination und Verwirrung, und dies lässt die Machtgier, die herzlose Grausamkeit und die Barbarei der „Reichen“ gedeihen.

Eure Weisen, eure großen Lehrer, die Meister und der Meister aller Meister – Lord Maitreya (der im Kosmos bekannt, geliebt und verehrt ist) – haben alle davor gewarnt, dass solche Ungerechtigkeit und Ungleichheit zum Zusammenbruch eurer Systeme führen könnten, zum Beispiel eurer Wirtschafts- und Finanzsysteme; das ist eine harte Lektion, aber vielleicht wird sie die Menschheit für Werte sensibilisieren, die denen näherkommen, die in unserem gesamten Sonnensystem geachtet und verstanden werden. Gerade diejenigen, die seit Jahrzehnten leiden, werden noch mehr leiden. Es sind eure hungernden, entrechteten Mitmenschen, die die Hauptlast tragen werden, sei es auf den Straßen eurer riesigen Städte oder in Ländern, die ihr vielleicht zu ignorieren versucht; ihr Tod ist es, den man auf euren Handys und in den Medien sehen kann und wird (zumindest in denen, die die Wahrheit berichten).

Wie wollt ihr eure Kinder ernähren, wenn ihr den Boden auslaugt, die Meeresströmungen stört, sodass eure Landwirte und Fischer die Wetterverhältnisse nicht mehr vorhersagen können, und wenn ihr die lebensspendenden Flüsse verschmutzt – kurz gesagt, wenn ihr eine Spur der Verwüstung hinterlasst?

Unser Sonnensystem, das große Leben, dessen Teil wir alle sind, beobachtet mit Staunen und Entsetzen, wie ihr Zeit, Ressourcen und Talente darauf verwendet, immer raffiniertere, erbarmungslosere Maschinen zu bauen, um zu morden und zu zerstören. Ihr setzt eure Intelligenz nicht ein, um zu erschaffen, zu helfen, zu erhalten, zu heilen und zu bilden, sondern um zu zerstören, zu bombardieren und zu vernichten. Die Meister der Erde flehen euch an, keine Kriege mehr zu führen. Lord Maitreya hat an euch appelliert, all jenen zu helfen, sie zu ernähren, zu umsorgen und zu unterstützen, die eure Liebe und Güte brauchen. Ihr wisst, was getan werden muss. Ihr wisst, dass es machbar ist. Wählt eure Führer mit Bedacht aus.

Die Menschheit ist großartig, ebenso euer Planet – in seinem wahren Wesen und in seinem Potenzial. Ihr teilt eure Göttlichkeit mit uns, denn euer göttlicher Funke ist derselbe, der auch in unseren Herzen lodert, wenn wir danach streben, euch zu Hilfe eilen. Verbindet euch untereinander und schließt euch uns an, um gemeinsam auf eine wundervolle Zukunft hinzuarbeiten, in der sich unsere gemeinsame Göttlichkeit voll und ganz entfalten kann.

Denkt daran, wie ihr sein könntet. Stellt euch die Zukunft so vor, wie sie euer großer Weltlehrer, der auch der Herr der Liebe und der Christus des Planeten Erde ist, beschrieben hat:

„Ich bin froh, wieder einmal mit euch zu sprechen und euch sagen zu können, dass ich gekommen bin, um euch in das neue Land mitzunehmen – das Land der Liebe, des Vertrauens, der Schönheit und der Freiheit.Ich werde euch dorthin begleiten, wenn ihr mit mir übereinstimmen könnt und euch meiner Führung anvertraut.
Wenn ihr das wollt, werden wir zusammen eine neue Welt aufbauen: eine Welt, in der die Menschen ohne Furcht, ohne Misstrauen und ohne Spannungen leben können, in der sie die Gaben der Erde miteinander teilen und gemeinsam die beglückende Einheit mit unserem Ursprung erleben. All das ist euch bestimmt. Wenn ihr die ersten Schritte macht, werde ich euch führen.
Erlaubt mir, euch zu helfen. Erlaubt mir, euch den Weg nach vorn in ein einfacheres Leben zu zeigen, in dem niemand Mangel leidet, in dem kein Tag dem anderen gleicht und alle Menschen die Freude der Brüderlichkeit erleben.
Meine Aufgabe ist es, euch zu führen und zu leiten, aber ihr müsst dem bereitwillig folgen, sonst kann ich nichts tun. Meine Hände sind durch das Gesetz gebunden. Die Entscheidung liegt bei der Menschheit.“
(aus Maitreyas Botschaft Nr. 3, 22. September 1977)


von Mauro Carlo Zanella

Tagsüber geht das Leben in Tirana seinen gewohnten Gang: Die Menschen gehen zur Arbeit, Studenten bereiten sich auf Prüfungen vor, Kinder spielen in öffentlichen Parks, Rentner treffen sich zum Kaffeetrinken in einem der vielen Cafés und unterhalten sich stundenlang … Die ersten Touristen, darunter zahlreiche Italiener, besuchen die Moschee und den Skanderbeg-Platz. Es gibt keine Plakate, Graffiti oder Flugblätter … Alles ist ruhig, kurz gesagt, völlig normal.

Das einzige sichtbare Anzeichen dafür, was hier gerade geschieht, sind die Stände, an denen Unterschriften für die beiden Volksabstimmungen gesammelt werden. Damit sollen die Gesetze aufgehoben werden, die es ermöglichen, Umweltvorschriften zu umgehen und so Immobilienspekulationen selbst in Albaniens schönsten Naturschutzgebieten zu begünstigen. Davon profitieren lokale Oligarchen, die schmutziges Geld von Mafiaorganisationen aus aller Welt waschen und vor allem Trumps zionistischem Schwiegersohn Tür und Tor öffnen, von dem gesagt wird – auch wenn ich das nicht überprüfen kann – dass er angeblich israelisches Geld investiert … Kurz gesagt: Die alte, korrupte und diskreditierte politische Klasse von Edi Ramas sogenannter sozialistischer Partei und Sali Berishas sogenannter demokratischer Oppositionspartei verkauft das Land an die räuberischste Form des Kapitalismus.

Flamingo-Revolution in Albanien, 2026 (Foto: Pressenza)

Um 18 Uhr ändert sich dann alles: Immer mehr Menschen aus Tirana versammeln sich auf dem Skanderbeg-Platz, dem größten Platz der Stadt. Von dort aus bewegen sich dann große Menschenmengen in Richtung des nahe gelegenen Büros von Ministerpräsident Rama.

Männer und Frauen, ältere Menschen und Kinder. Sehr viele Kinder – von Neugeborenen, die trotz des Lärms in ihren Kinderwagen und in den Babytragen ihrer Mütter schlafen können, ältere Kinder auf den Schultern oder in den Armen ihrer Eltern –, die fröhlich mit ihren kleinen Fähnchen oder selbst gemalten Schildern winken und die beliebtesten Parolen skandieren: „Rama und Berisha, ihr seid erledigt!“, „Revolution! Revolution!“

Gestern [18. Juni] war ein besonderer Tag: Die Veranstaltung war mehr als ein nationales Ereignis, denn sie brachte in Tirana alle Albaner zusammen, auch jene, die im Kosovo, in Nordmazedonien, im Süden Montenegros und im Norden Griechenlands leben – kurz gesagt, das gesamte Gebiet des „Großalbanien“ sowie Mitglieder der Diaspora aus aller Welt, die den Feiertag nutzten, um in ihre Heimat zurückzukehren und zur Befreiung ihres Landes beizutragen.

Eine Flut von Menschen, so weit das Auge reichte. Rot, die Farbe der Flagge, dominierte zusammen mit dem schwarzen zweiköpfigen Adler. Zu sehen waren die Silhouetten der rosa Flamingos, die sich in einer Reihe durch die Menge bewegten, angeführt von einem weißen Storch.

Drohnen der Demonstranten dokumentierten das Ereignis; eine flog unter großem Applaus mit wehender albanischer Flagge über die Menge. Auf der Bühne traten nacheinander Redner auf – Intellektuelle, Künstler und Vertreter der Zivilgesellschaft. Natürlich verstand ich kein Wort, doch die Menge applaudierte begeistert.

Vor der Bühne symbolisierten Dutzende von Schuhen die Emigranten, die gezwungen waren, ihr Land zu verlassen, um im Ausland Arbeit zu suchen.

Von den drei derzeit im Parlament vertretenen Kleinparteien waren keine Fahnen zu sehen, auch keine von Umweltgruppen. Die Demokratischen Sozialisten des Neuen Albaniens trugen ein Transparent ohne Symbol oder irgendeine Signatur; mit der Parole: „Albanien steht nicht zum Verkauf“.

Flamingo-Revolution in Albanien, 2026 (Foto: Pressenza)

Der albanische Patriotismus kennt keine Überlegenheitsvorstellungen und ist frei von Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung oder Xenophobie: Er beruht auf einer Verbundenheit mit der eigenen Heimat (wie der Patriotismus der Palästinenser und Kurden), mit der eigenen Kultur, gekennzeichnet von Gastfreundschaft.

Die Stufen zum Büro von Ministerpräsident Rama wurden von etwa zwanzig Polizisten bewacht, ohne Helme, Schilde oder Schlagstöcke, ohne Waffen in ihren Holstern. Höflich baten sie die Menschen, sich nicht auf die Stufen zu setzen oder die Treppe hinaufzusteigen. Einige „ungehorsame“ Kinder spielten vor dem Eingang des Ministeriums Fangen, ohne dass die Polizei einschritt.

„Heute und in den kommenden Tagen werden wir so weitermachen, bis das Volk siegt“, sagen sie mir mit friedlicher Entschlossenheit.

(Quelle: Pressenza – Nachdruck mit freundlicher Genehmigung)

Mauro Zanello ist Grundschullehrer, Multikulturalist, Aktivist und Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen gegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Rassismus und alle Formen der Diskriminierung. Er lebt in Rom.


von Jeffrey D. Sachs

Vor 750 Jahren brach ein 17-jähriger Venezianer auf den Weg nach Osten auf und kehrte erst ein Vierteljahrhundert später nach Hause zurück. Marco Polo verließ 1271 die Lagune von Venedig zusammen mit seinem Vater Niccolò und seinem Onkel Maffeo – drei Kaufleute zu Pferd, die schließlich zum Hof von Kublai Khan reisten. Ihre Expedition kam mit einer Pferdestärke pro Reisenden aus. Unsere vierköpfige Gruppe – meine Frau Sonia, unser Freund Patrick Zhong, sein Sohn Jimmy und ich – hat sich gerade auf denselben Weg nach Osten gemacht, wo an der alten Seidenstraße der Westen auf den Osten trifft. Ich will nicht so tun, als würden wir ähnlich entbehrungsreich reisen wie der junge Marco damals. Unser Fahrzeug ist ein vollelektrischer BYD Denza, und die Topmodelle dieser Baureihe bringen es bei einer leisen und sanften Fahrt auf erstaunliche 1582 Pferdestärken.

Aber wenn man die PS und die siebeneinhalb Jahrhunderte einmal außer Acht lässt, ist es dieselbe Reise: Neugierde, die fest nach Osten gerichtet ist, die Überzeugung, dass der sicherste Weg zum Frieden über zwischenmenschliche Begegnungen führt, und eine lange Reihe von Fremden, die bei der zweiten Tasse Tee neue Freunde werden.

Wir nennen es die „Marco-Polo-Reise für Frieden, Kultur und nachhaltige Entwicklung“ – zwölf Länder, 15.000 Kilometer, 43 Tage, von Rom nach Hongkong. Passenderweise starteten wir in der Ewigen Stadt, der Heimat des Papsttums, denn wie die Polos vor uns tragen wir eine Botschaft des Papstes nach Osten – in unserem Fall die neue Enzyklika von Papst Leo XIV., Magnifica Humanitas, ein Plädoyer für den Frieden und für den klugen und humanen Umgang mit unseren mächtigen neuen Technologien. Einst überbrachten die Polos Botschaften zwischen Papst Gregor X. und Kublai Khan durch eine gespaltene Welt. Wie sich herausstellt, hat sich das Ziel in den letzten 750 Jahren nicht allzu sehr verändert.

Von Rom aus steuerten wir mit dem Auto in Richtung Norden, und in Bologna hielten wir an, um aufzuladen – und hier kündigte sich das 21. Jahrhundert mit großem Pomp an. Mithilfe der „Blitzladung“ von BYD und seiner bemerkenswerten Blade-Batterien luden wir das Fahrzeug in weniger als neun Minuten auf 97,5 Prozent auf, noch bevor unser Espresso serviert wurde. Marco Polo maß seinen Fortschritt in Jahreszeiten und Gebirgspässen; wir messen unseren in Minuten an der Ladestation und an der bemerkenswerten Leichtigkeit, mit der wir Eurasien durchqueren, ohne einen Tropfen Öl zu verbrennen. Das ist, kurz gesagt, eine der Hauptbotschaften dieser Reise: dass die nun aufkommenden grünen Technologien der Menschheit dienen, uns enger miteinander verbinden und gleichzeitig unseren ökologischen Fußabdruck verringern können.

Buchara, Usbekistan (Foto: Vladimir Jirnov, flickr.com)

Während ich diese Zeilen schreibe, fahren wir weiter in Richtung Venedig – der Heimatstadt der Polos, der Stadt, von der aus ihre Reise begann und in die sie ein Vierteljahrhundert später zurückkehrten. Von dort führt unsere Route weiter nach Kroatien und Serbien, Bulgarien und in die Türkei, über den Kaukasus nach Georgien und Aserbaidschan, über das Kaspische Meer nach Kasachstan und Usbekistan – Chiwa, Buchara, Samarkand, Namen, die noch immer von Reisen durch die Steppen zeugen – und schließlich nach China, nach Xi’an, Shanghai und Shenzhen, um Ende Juli in Hongkong anzukommen.

Mehrere Regierungen haben uns einen herzlichen Empfang bereitet, und wir freuen uns darauf, unterwegs mit führenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenzukommen – und ebenso sehr auf Begegnungen mit Studenten, Autofahrern, Ladenbesitzern und den jungen Menschen, die diese vernetzte Welt einmal erben werden. Es ist unser fester Wunsch, nicht nur zu reden, sondern auch zuzuhören.

Für alle, die uns begleiten möchten: Ich werde während der Fahrt einen Online-Kurs geben – ein „fahrendes Klassenzimmer“ zur Geschichte der Seidenstraße, zur nachhaltigen Entwicklung und zu der alten, hartnäckigen, aber notwendigen Idee, dass es Nationen weitaus besser geht, wenn sie zusammenarbeiten, statt miteinander in Konflikt zu treten. Sie können sich über die SDG Academy anmelden; die Reise steht allen offen, die neugierig sind. Die Anmeldeseite finden Sie hier: https://sdgacademy.org/course/the-marco-polo-drive/.

Lianhuashan, Shenzhen, China (Foto: Renek78, Wikimedia Commons)

Während die Kilometer vorbeiziehen, kehre ich immer wieder zu einer zentralen Überzeugung zurück. Viele sogenannte geopolitische Strategen und Politiker vertreten die Ansicht, dass die Zivilisationen des Ostens und des Westens dazu bestimmt seien, zu kollidieren, anstatt zusammenzuarbeiten. Marco Polo wusste es besser. Am anderen Ende der längsten Straße nach Osten fand er keine Feinde, sondern eine brillante, hochentwickelte Zivilisation, die ebenso bereitwillig Ideen wie Waren austauschen wollte. Die Seidenstraße war nie ein einzelner Faden, geschweige denn eine Mauer. Seit der Antike ist die Seidenstraße ein riesiges Netzwerk von gemeinsamen Verbindungen. Globalisierung ist ein Kennzeichen der Zivilisation, von der Antike bis in unsere Zeit. Lasst uns für eine Globalisierung des Friedens, die Harmonie verschiedener Kulturen und eine nachhaltige Entwicklung für alle jungen Menschen von heute arbeiten – die Marco und Maria Polos des 21. Jahrhunderts.

Unser Denza brummt dort, wo einst die Pferde der Polos dahintrotteten. Die Enzyklika, die wir mit uns führen, hat einen neuen Titel, doch die Botschaft ist dieselbe: Wenn wir uns von Angesicht zu Angesicht begegnen, ist Frieden keine Abstraktion oder Formel mehr, sondern wird zur alltäglichen Realität und Freude.

Bald mehr dazu – von irgendwo weiter östlich.

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Professor Jeffrey Sachs ist ein US-amerikanischer Ökonom, Wissenschaftler und Analyst für öffentliche Politik. Er ist bekannt für seine Arbeit in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung. Er ist Präsident des Netzwerks für Lösungen zur nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen und Mitglied der UN-Breitbandkommission für Entwicklung.


THEMENSCHWERPUNKT

von Benjamin Creme

Im Folgenden eine überarbeitete Fassung der Vorträge von Benjamin Creme, die er 1992 im Rahmen der Transmissionsmeditationstagungen in San Francisco (USA) und Kerkrade (Niederlande) gehalten hat.

Die Erfahrung einer Bewusstseinsverschiebung ist selbstverständlich nicht neu, sie tritt zu Beginn eines jeden Zeitalters auf. Sobald sich die neuen Energien, diesmal die des Wassermanns, im Leben des Menschen fühlbar machen, beeinflussen sie unvermeidlich unser Bewusstsein. Ich zitiere eine Aussage des Tibeters D.K., die über Alice Bailey überliefert wurde und die, wie er sagt, ein unveränderliches Gesetz darstellt: „Das Bewusstsein ist auf sein Ausdrucksmedium angewiesen, und beide sind in ihrer Existenz auf Leben und Energie angewiesen.“ Das Bewusstsein kann nur durch einen Träger sichtbar werden und sich äußern. Deshalb ist es für die Seele als Quelle des Bewusstseins schwierig, sich in Raum und Zeit im körperlichen, emotionalen und mentalen Apparat der menschlichen Persönlichkeit auszudrücken. Die Trägheit der Masse, die die Körper dieser drei Träger bildet, behindert den Bewusstseinsausdruck der Seele auf dieser Ebene. Deshalb müssen wir uns immer und immer wieder inkarnieren. Ganz allmählich entfalten wir einen sensibleren Träger oder Apparat, der die Vollkommenheit der Seele zum Ausdruck bringt, die selbst eine Reflektion der Monade, des Funken Gottes, des Göttlichen ist.

Der Evolutionsvorgang, der Weg zurück, durch Wachstum des Bewusstseins besteht aus einer Reihe von Vereinigungen, von denen eine jede höher ist als die vorherige. Zuerst die Vereinigung mit der Seele, dann die Vereinigung mit der Monade, dem Göttlichen. Die Monade reflektiert sich als Seele, die Seele als Mann oder Frau in der Welt, und die Rückreise durchläuft den gleichen Prozess in umgekehrter Richtung. Das Einswerden kommt nur zustande, wenn die Seele in irgendeiner Inkarnation imstande ist, einen Träger zu schaffen, der empfänglich genug für ihre Impulse und Beeindruckung ist. Deshalb bringt die Seele ihren Träger, den Mann oder die Frau in Inkarnation, mit irgendeiner Form von Meditation in Berührung, sobald man sich der ersten Einweihung als der ersten von fünf großen Erweiterungen des Bewusstseins nähert, die schließlich zur Meisterschaft führen. Meditation ist eine mehr oder weniger wissenschaftliche Methode (abhängig von der Meditation), mit der Seele in Kontakt zu treten. Die Seele bringt ihren Träger zur Meditation, um sich ein empfängliches Instrument zur Ausführung ihres Plans auf der Erde zu schaffen.

Der Plan der Seele ist aufopferungsvoller Dienst am Evolutionsplan, der, soweit es sich um die Menschheit handelt, die Vergeistigung der Materie bedeutet. Unsere Aufgabe ist es, die Materie zu vergeistigen. Wir tun das durch die Vergeistigung unserer eigenen aufeinanderfolgenden Träger oder Ausdruckskörper, manchmal als Mann, ein anderes Mal als Frau, aber jedes Mal (alles andere bleibt gleich) weiterentwickelt als ein noch sensitiveres Instrument für die Seele. Die Fähigkeit der Seele, sich zum Ausdruck zu bringen, ist gänzlich von der Qualität dieses Instrumentes abhängig. Deshalb besteht der Evolutionspfad in einem wachsenden Gewahrsein dessen, was die Seele ist und was sie durch den inkarnierten Mann oder die inkarnierte Frau zum Ausdruck bringen möchte.

Benjamin Creme (1922–2016) war Gründungsherausgeber der Zeitschrift Share International, Künstler und langjähriger Esoteriker. Sein telepathischer Kontakt zu einem Meister der Weisheit ermöglichte es ihm, aktuelle Informationen über die Rückkehr des Christus zu erhalten und die Lehren der zeitlosen Weisheit weiter zu vertiefen.


von Cher Gilmore

Am 15. Mai veröffentlichte Papst Leo XIV. eine Enzyklika mit dem Titel: Magnifica Humanitas: Über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Diese ist reichhaltig und voller Informationen, darunter auch die Geschichte der päpstlichen Stellungnahmen zu Fragen der jeweiligen Zeit, und wird hier in drei Teilen veröffentlicht. Teil 1 bietet einen kurzen Überblick über seine Analyse unseres kulturellen Scheidewegs und der Soziallehre der Kirche. Teil 2 konzentriert sich auf seine Empfehlungen zum Schutz der Menschheit in dieser Zeit des Wandels, und Teil 3 befasst sich mit der Kultur der Macht im Gegensatz zu einer Zivilisation der Liebe.

Papst Leo stellt gleich im ersten Satz fest, dass die Menschheit heute vor einer entscheidenden Wahl steht: „Entweder sie errichtet einen neuen Turm zu Babel oder sie erbaut die Stadt, in der Gott und die Menschheit gemeinsam wohnen.“ Zur Verdeutlichung dieser beiden Möglichkeiten, vergleicht er zwei biblische Bilder miteinander: den Turmbau zu Babel (Genesis 11,1-9) und den Wiederaufbau der Mauern Jerusalems nach dem babylonischen Exil (Nehemiah 2-6). Er greift diese Bilder im Laufe der Enzyklika immer wieder auf, da sie symbolisch veranschaulichen, wo wir heute in Bezug auf die künstliche Intelligenz (KI) stehen.

Der Turm zu Babel

Zu Beginn der Menschheitsgeschichte ließen sich die Menschen auf einer Ebene im Land Schinar nieder, und in dem Bestreben, sich Stabilität und Macht zu sichern, beschlossen sie, eine Stadt und einen Turm zu errichten, „dessen Spitze bis in den Himmel reicht“. Sie einigten sich auf eine einzige Sprache, eine einzige Technologie und eine einzige Ausrichtung. So beeindruckend dieses Vorhaben auch war, handelte es sich doch um ein Projekt, das ohne Bezug zu Gott entworfen wurde und eher durch Einheitlichkeit als durch Vielfalt und durch Homogenität statt durch Gemeinschaft geprägt war. Das Ergebnis war nicht Einheit, sondern Zersplitterung: Die Kommunikation brach zusammen, die Sprachen wurden durcheinandergebracht, und die Menschen verstanden einander nicht mehr. Die Lehre aus dem Turmbau zu Babel lautet: Jedes noch so großartige Unterfangen wird scheitern, wenn es auf Selbstbestätigung beruht, die Menschenwürde zugunsten der Effizienz opfert und ohne Gottes Segen den Himmel erreichen will.

Turmbau zu Babel, Pieter Bruegel der Ältere (Foto: public domain, Wikimedia Commons)

Wiederaufbau der Mauern Jerusalems

Als ein Teil des jüdischen Volkes nach seinem Exil in Babylon nach Jerusalem zurückkehrte, fanden sie eine Stadt in Trümmern vor, deren Mauern eingestürzt und deren Tore niedergebrannt waren. Nehemia, ein Jude im Dienst des persischen Königs Artaxerxes, erhielt Nachricht vom katastrophalen Zustand der Stadt seiner Vorfahren und bat den König nach Fasten und Beten um die Erlaubnis, zurückzukehren. Bei seiner Ankunft besichtigte er schweigend die zerstörten Teile der Stadt, versuchte jedoch nicht, Lösungen aufzuzwingen. Er brachte die Familien zusammen, hörte sich ihre Anliegen an, wies jedem von ihnen einen Abschnitt der Mauer zum Wiederaufbau zu, koordinierte ihre Bemühungen und setzte sich auch mit auftretendem Widerstand auseinander. Die Stadt erlebte ihre Wiedergeburt nicht durch die Initiative eines Einzelnen, sondern durch gemeinsame Anstrengungen, bei denen alle Verantwortung trugen und Gott im Mittelpunkt stand. Das Ergebnis war Gemeinschaft und Harmonie, statt Gleichförmigkeit, da jeder seine Rolle übernahm.

Aufbau für das Gemeinwohl

Papst Leo weist darauf hin, dass Technologie an sich weder eine Lösung für die Probleme der Menschheit noch von Natur aus böse ist. Sie ist jedoch niemals neutral, sondern nimmt die Eigenschaften derer an, die sie entwickeln, finanzieren, regulieren und nutzen. Wir müssen entscheiden: Wollen wir einen modernen Turm zu Babel errichten oder Jerusalem wiederaufbauen? Wir müssen daher das „Babel-Syndrom“ vermeiden: „die Vergötterung des Profits, die die Schwachen opfert; die Gleichförmigkeit, die Unterschiede nivelliert; den Anspruch einer einzigen – auch digitalen – Sprache, die in der Lage ist, alles, sogar das Geheimnis der Person, in Daten und Leistung zu übersetzen. Dies ist die Gefahr der Entmenschlichung – bei der Gestaltung der Zukunft Gott auszuschließen und den Anderen auf ein Mittel zu reduzieren – eine uralte und immer neue Versuchung, die heute technische Gestalt annimmt.“

Um zum Gemeinwohl beizutragen, so sagt er, seien bestimmte Grundsätze von entscheidender Bedeutung. Erstens müsse alles auf einer festen Beziehung zu Gott aufbauen. Zweitens sollten wir die Grenzen und Schwächen der Menschheit nicht als Fehler betrachten, die es zu korrigieren gilt. Anstatt nach grenzenlosen „Verbesserungen“ zu streben, die Ungleichheiten verschärfen können, oder nach Sofortlösungen, die keine Wunden heilen, sollten wir ein harmonisches Wachstum anstreben, das gegenseitige Fürsorge und echte Solidarität einschließt. Fortschritt sollte an der Würde jedes Einzelnen und am Wohl aller Menschen gemessen werden.

Ein weiterer wichtiger Grundsatz ist die gemeinsame Verantwortung, der Mut und die Subsidiarität, bei der jeder seinen eigenen „Mauerabschnitt“ und seine eigene Aufgabe hat. Die Subsidiarität betrachtet die Zusammenarbeit zwischen Generationen, Völkern, Fachgebieten und Kulturen als den besten Weg, um Stabilität, Wohlstand und Frieden zu schaffen. Vor allem haben wir die „dringende Pflicht, zutiefst menschlich zu bleiben“ und „die Erhabenheit der Menschheit zu bewahren, … deren Pracht keine Maschine jemals ersetzen kann“.

Die Soziallehre der Kirche

Die Soziallehre der Kirche ist eine lebendige, sich wandelnde Wirklichkeit, die auf die Herausforderungen der Zeit antwortet. Obwohl der Begriff „Soziallehre der Kirche“ erst 1950 von Papst Pius XII. geprägt wurde, steht er für eine lange Tradition der Kirche, sich seit dem Mittelalter mit dem Leben in der Gesellschaft auseinanderzusetzen. Sie ist kein Handbuch, sondern ein Prozess der Unterscheidung in Bezug auf ewige Wahrheiten im Zusammenhang mit historischen Ereignissen, in die Erkenntnisse aus den Beiträgen von Wissenschaft, Kultur und menschlicher Erfahrung einfließen.

Die Lehre basiert auf einer Reihe grundlegender Wahrheiten: 1) Der Mensch ist nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen, 2) alle Menschen sind mit gleicher Würde ausgestattet, die nicht erst verdient werden muss, und 3) die Menschenrechte sind dem Menschen innewohnend, universell und unveräußerlich.

Ebenso beinhaltet die Lehre unveränderliche Grundsätze:
1) die Förderung des Gemeinwohls
2) die universelle Bestimmung der Güter – das heißt, die Güter der Erde sind der gesamten Menschheitsfamilie zur Nutzung gegeben
3) Subsidiarität – das heißt, die Rolle des Einzelnen, der Familien, der Gemeinschaften und der intermediären Organisationen darf nicht durch übergeordnete Stellen übernommen oder verdrängt werden
4) Solidarität – die Erkenntnis, dass die Zukunft jedes Einzelnen mit der Zukunft aller verbunden ist
5) soziale Gerechtigkeit – die Fähigkeit einer sozialen, wirtschaftlichen und politischen Ordnung, jedem – insbesondere den Schwächsten – ein wahrhaft würdiges Leben zu ermöglichen
6) ganzheitliche Entwicklung des Menschen, das heißt die Entfaltung von Einzelpersonen und Völkern, die alle Dimensionen des Daseins umfasst

Die Enzyklika von Papst Leo befasst sich mit der künstlichen Intelligenz im Zusammenhang mit der Soziallehre der Kirche.

Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe

Cher Gilmore ist langjährige Mitarbeiterin von Share International und lebt in Los Angeles, USA.


THEMENSCHWERPUNKT

Wir präsentieren hier eine Auswahl von Zitaten von Maitreya aus seinen Botschaften und Lehren, von Benjamin Cremes Meister und Benjamin Creme (teilweise neu übersetzt) aus Share International und den von ihm herausgegebenen Büchern.

Seit jeher hat der Mensch immer das Licht gesucht, von dem er spürt, dass es ihm in seiner Unwissenheit und Furcht beisteht. Wenn er sich von einer finsteren und gewaltigen Katastrophe bedroht sieht, sei sie real oder eingebildet, dann wendet er sich instinktiv nach innen, spricht das Licht seiner Seele an und sucht dessen Führung. Das ist ganz natürlich, denn tief in seinem Inneren ist jeder Mensch, ob Mann, Frau oder Kind, sich bewusst, eine Seele zu sein. Und mit dem Fortschreiten auf dem Evolutionspfad vertieft sich diese Gewissheit; die bewusste Verbindung zwischen der Seele und ihrer Reflexion erstarkt, und der Zugang zum Licht der Seele wird müheloser und immer vertrauter. So nimmt das Licht der Erkenntnis zu.

Die Menschheit steht nun an der Schwelle einer Epoche, in der dieses Licht des Bewusstseins sich zusehends manifestieren wird und als wachsende Erkenntnis der Bedeutung und des Zwecks des Lebens auf dem Planeten Erde auf jedem Gebiet menschlichen Bemühens zum Ausdruck kommen kann.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Die Ära des Lichts“, Share International, Juni 1994)

Die Menschen nähern sich einem Punkt, an dem sie einen großen Bewusstseinswandel vollziehen, und beginnen, ihre Beziehungen untereinander und zum Kosmos, zur Natur und zu dem, was wir im Allgemeinen Gott nennen, auf völlig neue Weise zu begreifen. Maitreya sagt, dass absolut alles im Kosmos miteinander verbunden ist. Nirgendwo gibt es eine Lücke. Was wir uns selbst antun, tun wir auch der Natur an. Was wir der Natur antun, tun wir auch uns selbst als Gott an, weil wir Spiegelbilder, Bewusstseinsteilchen des Gesamtbewusstseins sind, das wir Gott nennen.
(Benjamin Creme, Einheit in der der Vielfalt)

Soziales Bewusstsein – Die alten politischen Systeme sind zu Auslaufmodellen geworden. In den neuen Systemen werden sogar die Marktkräfte auf sozialen Standards basieren. Nicht die Markkräfte werden das soziale Bewusstsein „beaufsichtigen“, sondern das soziale Bewusstsein wird die Marktkräfte lenken. (März 1990)
(Benjamin Creme, aus Maitreyas Lehren – Die Gesetze des Lebens)

Im Rückblick auf die Geschichte ist die heutige Zeit keiner anderen zu vergleichen. In keinem der großen Zyklen, die die menschliche Evolution geprägt haben, war die Möglichkeit der Veränderung so vielsprechend wie heute. Diese Zeit ist deshalb einzigartig. Alles deutet auf einen Bewusstseinswandel hin, der so dramatisch und weitreichend sein wird, dass neue Definitionen und Worte entwickelt werden müssen, um beschreiben zu können, was aus dem Menschen werden wird. Der wichtigste Faktor dieser tiefgreifenden Veränderung wird der Einfluss der Älteren Brüder der Menschheit, der Meister der Weisheit, unter der Leitung von Maitreya, dem Christus und Weltlehrer sein. Es ist nicht übertrieben, wenn ich die Auswirkungen ihrer Rückkehr in die Alltagswelt – der „großen Annäherung“ – auf das Leben der Menschen und ihr Denken und Verhalten als entscheidend bezeichne.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Die Göttlichkeit des Menschen“, Share International, Mai 2009)

Die Erde befindet sich etwa auf halbem Wege, das heißt in der Mitte der vierten Runde. In diesem Stadium beginnt ein Planet, seine Richtung, seine Bestimmung zu finden. Seine Bewohner wachen langsam auf. Das geschieht heute auf der Welt. Die Menschheit erwacht aus einem langen Schlaf, in dem sie die Verbindung mit der Wirklichkeit, dem Sinn und der Bedeutung des Lebens auf der Erde verloren hatte. Sie war tief im Materialismus versunken und ist bis heute darin verstrickt. Maitreya ist gekommen, um die Menschheit wachzurufen.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

Gebt dieser Wahrheit in eurem Leben Raum, meine Freunde, und öffnet die Tür in die Zukunft. Meine Aufgabe ist es, den Weg in diese herrliche Zukunft der Menschheit zu beleuchten, das Prinzip der Liebe in euch zu wecken, euch auf diesem Weg zu begleiten, der bedeutet, diese Liebe jedem gegenüber zu manifestieren, und schließlich alle Menschen Gott näherzubringen.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 120)

Schöpft daher aus all dem Mut und erkennt, dass neue und bessere Zeiten bevorstehen. Fasst euch ein Herz und seid gewiss, dass nichts mehr die Dynamik der Umwälzungen aufhalten kann, die jetzt die Welt erfasst hat. Früher haben die Menschen in passiver Ergebenheit in ihr Schicksal alles hingenommen. Heute beseelt ein neues Bewusstsein Herz und Verstand der Menschen und weckt in ihnen das angeborene Bedürfnis nach Gerechtigkeit und Freiheit. Sie werden nicht enttäuscht sein.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Sie werden nicht enttäuscht sein“, Share International, April 1990)

Das starke und weiter zunehmende Interesse an der östlichen Philosophie und Religion, an Reinkarnation oder dem Gesetz der Wiedergeburt, an der Macht der Gedanken über die Materie, an den ätherischen Ebenen der Materie, wie sie in den Arbeiten von Wilhelm Reich und in den Fotografien von Kirlian bewiesen werden, das Interesse an Homöopathie, Akupunktur, Geistheilung und Radionik – all dies sind direkte Hinweise auf unser wachsendes Gewahrwerden von Seins- und Bewusstseinsebenen jenseits des physischen Körpers und das konkreten Denkvermögens hinaus. Das alles gehört zu einer großen Bewusstseinsverschiebung, die überall stattfindet und sich aus unserem Gespür ergibt, dass die alten Denk- und Gefühlsmuster nicht mehr zu unserer immer tieferen Einsicht in die Wirklichkeit passen. Das beweist unsere Bereitschaft für eine neue Offenbarung.
(Benjamin Creme, Maitreya – Christus und die Meister der Weisheit)

Wenn die Natur der menschlichen Konstitution und die Ziele des Lebens auf dem Planeten Erde bekannt werden, und wenn die Welt durch Teilen, Gerechtigkeit und Frieden allmählich zusammenwächst, werden immer mehr Menschen das Bedürfnis haben, mehr über sich zu erfahren: wer sie sind, ihr Lebensziel und ihre Evolutionsstufe. Die Evolution wird ein weit verbreitetes Gesprächsthema und ein entscheidender Faktor auf dem Planeten Erde sein. Die Evolution des menschlichen Bewusstseins und die Entwicklung aller Naturreiche werden für alle maßgebend sein.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

Obgleich aller Anschein dagegen spricht und so viel Unerfreuliches und Grausames geschieht, schimmert allmählich doch die innere Göttlichkeit des Menschen durch und erfreut das Herz derer unter uns, die auf der inneren Seite des Lebens tätig sind. Bald werden die Menschen sehen, dass eine andere Zeit anbricht, eine neue Epoche beginnt und ein entscheidender Bewusstseinswandel stattfindet.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Leben in Fülle“, Share International, September 1990)

Ich kenne die Probleme, die die Menschheit bedrängen, ganz genau. Ich sehe ganz genau, was verändert werden muss. Aber ich sehe im Menschen auch den Wunsch nach Erkenntnis, den Wunsch, sein Bewusstsein zu erweitern und durch die Wolken zu sehen. Dieser Erkenntnisdrang ist des Menschen große Gabe. Wenn die Menschen den Weg zu Gott kennen, wird diese Gabe sich in einer großen Schöpferkraft entfalten.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 9)

Wir kommen nun in eine Epoche, in der die Vernunft allmählich von der höheren Kraft der Intuition abgelöst werden wird. Die Fähigkeit des Menschen zu logischem Denken, auf die er zu Recht stolz ist, wird eines Tages unter die Bewusstseinsschwelle sinken und genau so instinktiv ablaufen, wie es heute Atem und Bewegung sind. Der Mensch wird mit der Entfaltung seiner Intuition eine enorme Bewusstseinserweiterung erleben, eine Wahrnehmung von Seinszuständen, deren Existenz ihm bisher noch völlig unbekannt ist, die aber, wenn sein Denkvermögen einmal voll erwacht ist, deutlich erkennbar wird.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Vernunft und Intuition“, Share International, September 1982.

Gewahrsein ist von entscheidender Bedeutung, nicht nur im Dienst, sondern in allem, was wir im Leben tun. Gewahrsein ist sogar der einzige, ausschließliche Grund Ihres Hierseins. Sie sind inkarniert, damit Sie in Ihrem bewussten Gewahrsein wachsen. Dazu ist die Evolution da. Man kann Gewahrsein im Dienst nicht von einem allgemeinen Gewahrwerden trennen.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band zwei)

Heute besteht die Tendenz, alles Einfache zurückzuweisen und sich an das Komplizierte, Gelehrte und Unbestimmte zu klammern. Aber alles Wahre erweist sich als wirklich einfach, meine Freunde.
Also bin ich ein einfacher Mann. Wenn ihr mich seht, werdet ihr das wissen und mich lächelnd als Bruder betrachten. Viele fürchten meine Ankunft. Die alte Schuld lastet auf ihren Schultern, und sie haben kein Vertrauen. Meine Freunde, durch mich wird die Ära des Vertrauens geschaffen, die Befreiung von Schuld, die Zitadelle der Liebe. Die Menschen erwarten mich mit Ehrfurcht. Ich bin nicht Gott, meine Freunde. Ich komme als euer Bruder, euer Freund, euer Lehrer. Vergesst das nicht.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 67)

In jüngerer Zeit lag das Hauptgewicht auf den Naturwissenschaften und der Erweiterung des menschlichen Wissens. Das hat einer bemerkenswerten Steigerung des menschlichen Denkvermögens den Weg geebnet, deren Ausmaß alle bisherigen Erwartungen übersteigt. Der Mensch steht heute an der Schwelle zu neuen Erkenntnissen, zu Entdeckungen, die alle bisherigen Errungenschaften in den Schatten stellen werden.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Das Zeitalter des Lichts“, Share International, Juni 1989)

Wenn wir von Evolution sprechen, meinen wir eigentlich die Entwicklung des Bewusstseins, der bewussten Gewahrseins. Das ist es, was Leben bedeutet: ein allmähliches Erwachen zu einer höheren und erweiterten Schau des Seins und der Wirklichkeit. […] Es geht eigentlich darum, die Empfindsamkeit eines Erkenntnisinstruments zu verfeinern oder zu erweitern. Dieses Instrument haben wir bereits – drei Körper, den physischen, astralen und mentalen. Das Bewusstsein braucht einen Träger, um sich zum Ausdruck zu bringen. Es ist das Resultat von Leben und Energie und benötigt ein Ausdrucksmedium. […] Der Weg, Gewahrsein zu entwickeln oder zu verfeinern, besteht daher in der Erhöhung der Sensibilität dieser drei Körper.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band zwei)

Die Realität der globalen gegenseitigen Abhängigkeit wird sich in unserem Bewusstsein fest verankern, und damit wird sich die Tatsache, dass „alle Menschen Brüder sind“, zunehmend in Strukturen und konkreten Aktionsprogrammen niederschlagen, die dieser Realität Rechnung tragen. Die Nationen können und werden Brüderlichkeit erleben und gemeinsame Ziele und Bestrebungen haben. […]
Wir leben in historischen Zeiten, und mit jedem Tag, der vergeht, wird ein neues Bewusstsein immer deutlicher. Die Menschen werden immer häufiger von Frieden und einem harmonischen Zusammenleben sprechen. Dies ist ein Wendepunkt in der Geschichte der Menschheit.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band zwei)

Die Welt wird jetzt für den Anbruch einer neuen, unvergleichlichen Epoche vorbereitet, in der die Menschheit aus ihrem langen Schlaf erwachen und ihre blinde Ignoranz und Furcht abschütteln wird, um sich endlich im Licht der Erkenntnis und der Wahrheit auf ihr Geburtsrecht zu besinnen.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Ein herrliches Zeitalter liegt vor uns“, Share International, September 1989)



THEMENSCHWERPUNKT

von Mitch Williams

m November 2025 veröffentlichte die norwegische Physikerin Maria Strømme einen wissenschaftlichen Aufsatz, in dem sie versucht, Bewusstsein und zeitlose Weisheit mit der modernen westlichen Wissenschaftstheorie in Einklang zu bringen. Ihre in der Fachzeitschrift AIP Advances veröffentlichte Arbeit trägt den Titel „Universelles Bewusstsein als fundamentales Feld: Eine theoretische Brücke zwischen Quantenphysik und nichtdualer Philosophie“. Darin entwickelt Strømme einen Rahmen zur Untersuchung der These, dass das Bewusstsein nicht etwa ein Nebenprodukt biologischer neuronaler Prozesse ist, sondern vielmehr selbst die Grundlage der Wirklichkeit.

Maria Strømme (Foto: NordForsk/Terje Heiestad, flickr)

Strømme ist eine angesehene Wissenschaftlerin, die vor allem für ihre Pionierarbeit auf dem Gebiet der Nanotechnologie bekannt ist. Sie ist renommierte Lehrstuhlinhaberin für Nanotechnologie an der Universität Uppsala in Schweden, Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie der Ingenieurwissenschaften, Trägerin der Goldmedaille für Forschung, Autorin von mehr als 350 begutachteten wissenschaftlichen Publikationen und Inhaberin zahlreicher Patente, von denen viele erfolgreich an nationale und internationale Biotech- und Energieunternehmen lizenziert wurden. Seit mehreren Jahren beschäftigt sie sich zudem mit dem Zusammenhang zwischen Quantenphysik und nichtdualer Philosophie.

Aufbauend auf den Arbeiten so bedeutender Physiker wie Albert Einstein, David Bohm, Erwin Schrödinger und Werner Heisenberg entwickelt Strømme ein mathematisches Rahmenwerk, das auf den von Sydney Banks1 eingeführten drei Prinzipien des universellen Geistes, des universellen Bewusstseins und des universellen Denkens basiert, der „betonte, dass diese Prinzipien formlos und ewig sind und bereits vor Raum, Zeit und Materie existierten“. In diesem Modell ist der Geist die formlose, universelle Intelligenz, die Grundlage, aus der alles andere entsteht. Das Bewusstsein ist „die universelle Fähigkeit zur Wahrnehmung“. Und das Denken ist der Mechanismus, der formloses Potenzial in objektive Formen umwandelt.

Studierenden der Lehren der zeitlosen Weisheit werden Strømmes Beschreibungen dieser drei Prinzipien auffallend vertraut vorkommen. Eines der Grundprinzipien der Theosophie besagt, dass es „ein allgegenwärtiges, ewiges, grenzenloses und unveränderliches PRINZIP gibt, über das jegliche Spekulation unmöglich ist“ und das allen manifestierten Formen im Universum zugrunde liegt. Dies ähnelt sehr Strømmes Verwendung des Begriffs „Universeller Geist“, den sie als „die Quelle allen Potenzials, die Triebkraft der Schöpfung, … (und) die metaphysische Grundlage, aus der alle Differenzierung und Struktur hervorgeht“ beschreibt.

In den Schriften des Meisters D.K. durch Alice Bailey (und an anderer Stelle) findet sich ebenfalls die Vorstellung, dass alle Formen durch das Medium der aktiven Intelligenz (des Denkens) zur Manifestation gelangen, wobei das Bewusstsein das Bindeglied zwischen dem unerkennbaren Geist einerseits und den manifestierten Formen andererseits bildet. Geist, Bewusstsein und Denken entsprechen damit weitgehend den drei göttlichen Aspekten der zeitlosen Weisheit. Diese werden oft als „Leben, Bewusstsein und Form“ oder „Wille, Liebe/Weisheit und Materie/Aktive Intelligenz“ bezeichnet.

Strømme vertritt darüber hinaus die These , dass Bewusstsein ein „fundamentales Feld“ sei, aus dem die Raum-Zeit die (und die gesamte bekannte Realität) hervorgeht; ein Feld, das bereits vor dem Urknall existierte. In der Quantenphysik wird dies als Quantenvakuum bezeichnet: der formlose Grundzustand, der das Potential für jede Manifestation in sich birgt. In ihrem Modell ist das Bewusstsein dieser Grundzustand und entsteht nicht erst als Nebenprodukt der späteren Entwicklung von Materie und Form.

Sie stellt daraufhin ein mathematisches Modell vor, mit dem sich einige der möglichen Prozesse beschreiben lassen, durch die der formlose universelle Geist und das universelle Bewusstsein mittels des universellen Denkens in differenzierte Zustände übergehen, was zur Manifestation des Raum-Zeit-Feldes oder von Formen wie einer Galaxie, einem Sonnensystem oder einem Menschen führt.

Einen dieser Prozesse bezeichnet sie als „Selbstreflexion und kreative Emergenz“ und schreibt: „Selbstreflexion stellt einen einzigartigen Mechanismus dar, durch den sich das universelle Bewusstsein differenzieren kann, indem es sich seiner selbst bewusst wird. Aus dieser Sicht entsteht Differenzierung aus dem introspektiven Akt des universellen Geistes, der sein eigenes unendliches Potenzial beobachtet – eine kreative Rückkopplungsschleife, in der das Bewusstsein selbst Form entstehen lässt.“ Dies ähnelt stark der Beschreibung des Meisters D.K., wie die Monade oder das Selbst sich allmählich ihrer selbst in ihren verschiedenen Ausdrucksformen durch aufeinanderfolgende Manifestationsebenen und zahlreiche menschliche Inkarnationen bewusst wird.

Einen weiteren dieser Prozesse bezeichnet sie als „Symmetriebrechung“, bei der das symmetrische, formlose, unmanifestierte Potenzial durch das Denken ausgelöste Störungen in differenzierte, asymmetrische Potentiale „aufbricht“. Diese könnten sich in nahezu jeder Art von Form manifestieren: als Sternensystem, als Spezies oder als individueller menschlicher Geist.

Strømmes Modell lässt sich unter anderem anhand eines Prinzips der Quantenphysik veranschaulichen: ein subatomares Teilchen befindet sich in seinem „Wellen“-Zustand in einem „Wahrscheinlichkeitsfeld“ – als Wellenfunktion ohne festen Ort. Erst bei der Beobachtung „kollabiert“ es zu einem Teilchen an einem bestimmten Ort im Raum zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im Prinzip könnte es so gut wie überall erscheinen, doch die Welle beschreibt die Wahrscheinlichkeit, mit der es an einem bestimmten Ort auftritt.

In ähnlicher Weise geht Strømme davon aus, dass das Bewusstseinsfeld reines Potenzial ist, das sich als Materie, als Mensch oder als Sonnensystem manifestieren kann. Die jeweilige Form dient dabei als Träger, durch den sich dieses Bewusstsein auf eine bestimmte Weise ausdrücken kann. Der Durchbruch in Strømmes Ansatz liegt in der These, dass das Bewusstsein selbst jenes universelle Potenzialfeld bildet, aus dem alles andere entsteht.

Viele Wissenschaftler haben schon früher eine Verbindung zwischen Bewusstsein und Form hergestellt. In der Quantenphysik ist es ein bekanntes Prinzip, dass es unmöglich ist, ein Quantenereignis zu beobachten, ohne es dabei zu beeinflussen. So kann sich beispielsweise ein subatomares Objekt wie ein Elektron oder ein Lichtphoton entweder als Teilchen manifestieren – mit einem bestimmten Ort im Raum zu einem bestimmten Zeitpunkt – oder als „Welle“, die sich in verschiedene Richtungen ausbreitet. Es kann jedoch buchstäblich nicht beides gleichzeitig sein. Die Art wie wir es beobachten – entweder als Teilchen oder als Welle –, bestimmt buchstäblich seine Existenz im Moment der Beobachtung. Unsere Wahl bestimmt somit seine Realität. Dieser Zusammenhang zwischen subatomaren Ereignissen und dem Bewusstsein wird in der Physik sowohl theoretisch als auch experimentell intensiv erforscht.

Ein Großteil ihres Modells basiert auf früheren Forschungen in der Physik.   Um die Verbindung zwischen Bewusstsein und Quantentheorie herzustellen, knüpft Strømme an Arbeiten wie David Bohms Theorie der „Impliziten Ordnung“ an, die besagt, dass das Universum ein miteinander verbundenes Ganzes ist, wobei unsere wahrgenommene Realität als holographische Projektion einer tieferen „impliziten“ Dimension fungiert, in der alle Dinge, Raum, Zeit und Bewusstsein in eingefalteter Form enthalten sind. Sie greift auch auf Werner Heisenbergs Begriff der „Potentia“ zurück, die Quantenteilchen in ihrem Wellenzustand als „objektive Möglichkeiten“ und nicht als physikalische Realitäten betrachtet, und besagt, dass diese Wellen mit vielfältigen potentiellen Werten in einen einzigen, konkreten „tatsächlichen“ Zustand „kollabieren“, wenn wir ein Objekt wahrnehmen oder beobachten. Sie stützt sich zudem auf Einsteins Ansicht, dass Felder wie das elektromagnetische oder das Gravitationsfeld als grundlegende Bausteine der Realität dienen und dass Materie oder Masse gegenüber Energie gewissermaßen zweitrangig und mit ihr austauschbar ist. Weiterhin zitiert sie Erwin Schrödingers Sichtweise, wonach das Bewusstsein ein einziges, unteilbares Ganzes ist und die Kluft zwischen dem Beobachter und dem Beobachteten künstlich oder illusorisch ist.

Interessanterweise wurden mehrere dieser Gründerväter der modernen Physik auch stark von bestimmten Aspekten der Philosophie und der zeitlosen Weisheit beeinflusst. Über 25 Jahre lang führten David Bohm und Jiddu Krishnamurti zahlreiche, gut dokumentierte, tiefgehende Dialoge über das Bewusstsein, die Natur des Denkens und die grundlegende Realität des Universums. Einigen Berichten zufolge soll Einstein ein Exemplar von Blavatskys Die Geheimlehre auf seinem Schreibtisch aufbewahrt haben und es möglicherweise sogar Heisenberg empfohlen haben. Schrödinger wurde stark von östlichen, nichtdualistischen philosophischen Traditionen wie dem Advaita-Vedanta beeinflusst.

In einer bemerkenswerten Synchronizität veröffentlichte Dan Brown, Autor von Bestsellern wie Der DaVinci Code, im Jahr 2025 sein neuestes Buch: The Secret of Secrets. Das Hauptthema seiner Geschichte ist identisch mit dem von Strømme: das universelle Bewusstsein als fundamentales Feld der Realität. Ein Großteil von Browns Recherchen für den Roman stammte aus Quellen wie dem Institute of Noetic Sciences, wo dieselben Grundideen vom Bewusstsein als Fundament der Realität erforscht werden. Strømme war jedoch möglicherweise die Erste, die einen konkreten mathematischen Rahmen vorschlug und formulierte, um zu beschreiben, wie das alles funktionieren könnte. Ihre Ideen werden in Fachkreisen nichtsdestotrotz mit Skepsis aufgenommen.

Seit seiner Veröffentlichung im vergangenen November hat Strømmes Artikel im Internet großes Interesse geweckt und in wissenschaftlichen Kreisen beträchtliche Kontroversen ausgelöst. Im Mai dieses Jahres veröffentlichte AIP Advances eine Erklärung zur Rücknahme ihres Artikels mit der Begründung, dass einigen der zentralen Operatoren in ihrem mathematischen Rahmen, wie beispielsweise T̂, den sie als mathematischen Operator für „Denken“ verwendet, messbare Größen fehlten und das Modell daher weder empirisch bewiesen noch widerlegt werden könne.  Zukünftige Versionen des Rahmens müssten daher den strengen Anforderungen an mathematische „Beweisbarkeit“ und experimenteller Überprüfbarkeit genügen, um die wissenschaftliche Gemeinschaft dazu zu bewegen, es als tragfähige Perspektive zu untersuchen.

Auch wenn ihr mathematisches Modell an eine formale wissenschaftliche Hürde gestoßen ist, stellt er dennoch ein neues Paradigma dar, um die moderne wissenschaftliche Erforschung voranzutreiben und die scheinbare Kluft zwischen Wissenschaft und zeitlosen nichtdualistischen philosophischen Perspektiven zu überbrücken. Es scheint zudem einem rasch wachsenden Interesse sowohl in der breiten Öffentlichkeit als auch in wissenschaftlichen Kreisen an der Beziehung zwischen Bewusstsein, Leben und physikalischer Realität zu entsprechen. Obwohl sie es bislang abgelehnt hat, sich konkret zur Rücknahme des Aufsatzes über ihr vorgeschlagenes Modell zu äußern, dürften wir von Professorin Strømme zu diesem Thema noch nicht das letzte Wort gehört haben.

(1) Sydney Banks war ein schottischer Schweißer, der 1973 eine transformative spirituelle Erfahrung machte, aus der er eine Reihe von Erkenntnissen ableitete, die er die „Drei Prinzipien von Geist, Bewusstsein und Denken“ nannte und die zur Grundlage einer weltweit einflussreichen Bewegung in Psychologie und Selbstentwicklung wurden.

Mitch Williams ist Autor, Referent und Mitarbeiter von Share International und lebt in Canton, Illinois, USA.


von Pauline Welch

Wie schafft man es, sich angesichts der beispiellosen, entmenschlichenden Grausamkeit und Ungerechtigkeit, die den Palästinensern im Gazastreifen und im Westjordanland weiterhin widerfährt, aufrecht zu halten? Wie schafft man es, sich wieder aufzurichten, wenn der Rest der Welt die Tragweite dieser Notlage vergessen hat? Benjamin Creme hat es so ausgedrückt: Man strebt danach, das Beste aus sich zu machen.

Trotz extremer Widrigkeiten und unverhohlenem Hass macht man weiter. Umgeben von Verwüstung zeigt man entschlossenen Einfallsreichtum und Kreativität. Man begegnet gedanken- und herzlosem Egoismus damit, dass man sich um die Bedürfnisse jener kümmert, die weniger dazu fähig sind, als man selbst. Trotz des Schmerzes und der Dunkelheit erhellt man seine Welt mit kleinen Vergnügen, mit Hoffnung und Freude. So zeigt sich die Unverwüstbarkeit des menschlichen Geistes angesichts des Bösen.

Im Folgenden finden sich einige Beispiele für die Widerstandsfähigkeit und den Widerstand der Palästinenser. Sie sollen nicht den Eindruck erwecken, als sei die gesamte palästinensische Kultur perfekt. Davon ist man weit entfernt. Wie jede andere Nation hat auch sie ihre Stärken und Schwächen. Doch die Palästinenser zeigen, was möglich ist – selbst angesichts fast vollständiger Schändung und Zerstörung. Im Gegensatz zu Israels Bemühungen, die Welt in die Vergangenheit zurückzuwerfen, strebt der Geist Palästinas auf jede erdenkliche Weise nach etwas Besserem.

Die Hoffnung lebendig halten durch Inklusivität, Spaß, Freude und Ausdauer

Im Mai veranstalteten die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland trotz aller Schrecken, die sie dort erleben – oder gerade deswegen – den 10. Internationalen Palästina-Marathon, nachdem die Veranstaltung sechs Jahre lang aufgrund von Covid-19 und des Krieges abgesagt oder verschoben worden war. In Gaza wurde die diesjährige Veranstaltung besonders wegen ihrer Inklusivität gefeiert. Die Teilnehmerzahl wurde auf 1900 bis 2500 geschätzt: Männer, Frauen, viele Kriegsamputierte, Familien und Kinder.

Internationaler palästinensischer Marathon (Foto: Palestine Uncensored, mit Genehmigung)

Associated Press wies darauf hin, dass dies das erste Mal war, dass auch Frauen in Gaza mitmachen durften. Eine Teilnehmerin sagte, sie wolle „der ganzen Welt die Botschaft übermitteln, dass Gaza Sport und Ausdauer liebt“. Eine andere erklärte: „Auch wenn ein entschlossenes Volk, aber eine marginalisierte Gruppe in der Gesellschaft sind, beweisen wir, dass … wir Sport betreiben können … Wir senden die Botschaft aus, dass wir immer noch hier sind und darauf bestehen, unser Leben weiterzuführen.“

Der Start war koordiniert mit dem Beginn des Hauptmarathons in Bethlehem, an dem etwa 9500 palästinensische und internationale Läufer, NGOs, EU-Vertreter und Aktivisten teilnahmen, um ihre Geschlossenheit zu demonstrieren und ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen: „Recht auf Bewegungsfreiheit“, „Recht auf Leben und Hoffnung“. In anderen Teilen der Welt schlossen sich etwa 1.000 Menschen an, um ihre Solidarität zu bekunden.

Die Teilnehmer in Bethlehem liefen die 42 Kilometer lange Strecke entlang von Trennmauern, durch Flüchtlingslager und durch ländliche Gemeinden – ein Spiegelbild der alltäglichen Lebensrealität der Palästinenser: ein Leben voller Kontrollpunkte, gesperrter Straßen, Zugangsbeschränkungen und langer Wartezeiten zwischen Orten, die nur wenige Minuten voneinander entfernt sind. In Gaza zeigte der 5-Kilometer-Lauf, wozu Menschen mit schlechter Ernährung fähig waren. Für Amputierte betrug die Strecke zwei Kilometer. Ihr Anblick war außerordentlich vielsagend: Trotz ihrer Kriegsverletzungen und ohne Prothesen, die ihnen nicht zur Verfügung stehen, kämpften sie sich nur mithilfe von Krücken und Rollstühlen mit großer Entschlossenheit vorwärts.

Mariam, die am 10-Kilometer-Familienlauf in Bethlehem teilnahm, sagte, dass sie aus früheren Läufen gelernt habe und dieses Mal drei Stunden früher von zu Hause losgegangen sei, weil es so viele Checkpoints gebe und andere Hindernisse, die sie überwinden müsse. Sie beschrieb die Atmosphäre des Marathons als eine Quelle der Freude. „Kinder, Erwachsene und Familien sehnten sich nach solchen Aktivitäten. Alle standen schon so lange unter Druck, und wir brauchten diesen Raum, um durchzuatmen und wieder etwas anderes zu erleben.“
(Quellen: Associated Press; sportanddev.org; Al Jazeera)

Hilfsbereitschaft und Anpassungsfähigkeit gegen die Angst

Im Juni 2025 veröffentlichte Handicap International (HI), eine gemeinnützige Organisation für Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit für Menschen mit Behinderungen, Zahlen, die den dringenden Bedarf an praktischer Unterstützung und Rehabilitation für Amputierte im Gazastreifen verdeutlichten. Angesichts der fortdauernden Abriegelung der gesamten Bevölkerung durch Israel und der Beschränkungen beim Zugang zu medizinischen Hilfsgütern gibt es keinen Grund anzunehmen, dass sich diese Zahlen seitdem auch nur im Geringsten verbessert haben.

Zu diesem Zeitpunkt waren seit Oktober 2023 mehr als 123 000 Verletzte bekannt, von denen 4000 ein oder mehrere Gliedmaßen verloren hatten; 6000 Prothesen wurden benötigt, darunter auch für viele Kinder. Laut Berichten von HI weist der Gazastreifen die weltweit höchste Pro-Kopf-Zahl an Kindern mit Amputationen auf. Es ist unerlässlich, dass Kinderprothesen im Zuge des Wachstums der Gliedmaßen regelmäßig fachärztlich untersucht und gewartet werden, eine solche Versorgung ist jedoch kaum verfügbar.

Im April 2026 erklärte HI, dass sie einer der wenigen verbliebenen Anbieter solcher Hilfsleistungen im Gazastreifen seien. Jedes Mitglied des Teams ist direkt vom Konflikt betroffen, oft auf der Flucht und in Notunterkünften untergebracht, und dennoch erscheinen sie jeden Tag zur Arbeit, um lebensrettende Hilfe zu leisten – während sie sich zugleich um ihre eigenen Familien zu Hause sorgen. Einige Kinder haben die Sache selbst in die Hand genommen und aus Abflussrohren Beinprothesen für andere Kinder angefertigt.

Das Recht auf Leben und geteilte Lebendigkeit zurückholen

Neben den Gesundheits- und Sozialdiensten nahm Israel von Anfang an alles ins Visier, was der Wirtschaft und dem Bildungswesen im Gazastreifen auch nur im Entferntesten helfen könnte: die Hochschulen und Universitäten, den Journalismus, die Fischereiindustrie, die wachsenden und innovativen Technologie- und Gründerzentren sowie natürlich Gebäude und Infrastruktur und alle Mittel für den Wiederaufbau. Dennoch wird vieles von den Menschen selbst zurückerobert und wieder aufgebaut, anstatt auf Hilfe zu warten.

Im September 2025 schätzte die UNO, dass durch den Krieg 61 Millionen Tonnen Schutt entstanden waren. Aus diesen Trümmern stellen die Palästinenser ihren eigenen Zement her – unter großer Gefahr für ihre Gesundheit, da sie keine Schutzausrüstung haben. Obwohl die Qualität des Zements nicht ideal ist, verwenden sie ihn für einfache Bauvorhaben.

In diesem Jahr wurden die beiden Teenager-Schwestern Tala und Farah Mousa aus Gaza für ihre innovative Wiederverwendung von Trümmern, aus denen sie wiederverwendbare Ziegel herstellten, zu den regionalen Gewinnerinnen des Earth Prize für den Nahen Osten gekürt. Sie wollen ihr Preisgeld in Höhe von umgerechnet knapp 11.000 Euro dafür verwenden, anderen beizubringen, wie sie die Ziegel selbst herstellen können. Im Gespräch mit der BBC sagte Tala: „Sogar der Blick aus unserem Zeltfenster wurde zur Hauptmotivation. Wir haben etwas Negatives in etwas Positives verwandelt, indem wir uns geweigert haben, Trümmer nur als Symbol für Zerstörung und Verlust zu sehen. Anstatt sie als das Ende zu betrachten, haben wir versucht, in ihnen den Anfang von etwas Neuem zu sehen.“

Vor dem Krieg verfügte der Gazastreifen über einen florierenden und innovativen Technologiesektor – eine Quelle der Hoffnung und der Chancen inmitten von Massenarbeitslosigkeit. Seine Zerstörung, so behauptet die Menschenrechtsorganisation Euro-Med Monitor, scheint von Beginn des Krieges an ein bewusster Bestandteil der israelischen Politik gewesen zu sein. Alle Ressourcen und Einrichtungen wurden zerstört oder unbrauchbar gemacht, Hunderte Fachkräfte wurden getötet, viele talentierte Studenten verließen den Gazastreifen, solange sie noch die Möglichkeit dazu hatten. Doch nun beginnt auch dieser Sektor, sich aus der Asche zu erheben. Die Hoffnung, die Vision und die Entschlossenheit bleiben bestehen.
(Quellen: Al Jazeera; Euro-Med Monitor; BBC)

Pauline Welch ist Mitarbeiterin von Share International und lebt in Großbritannien. Als Autorin beschäftigt sie sich vor allem mit ökologischen und politischen Entwicklungen.


Oxfam America – Heldenhafte Arbeit in einer Welt, in der täglich 25.000 Menschen an Hunger sterben

Interview mit Abby Maxman – Teil eins

Abby Maxman ist Präsidentin und Geschäftsführerin von Oxfam America. Ihre Arbeit hat sie in mehr als 70 Länder geführt und umfasst entscheidende globale Herausforderungen – von der Zeit der Apartheid in Südafrika über die HIV/AIDS- und Ebola-Epidemien in Subsahara-Afrika bis hin zur chronischen Ernährungsunsicherheit in Äthiopien. Sie war an Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen nach dem Völkermord in Ruanda beteiligt und hat groß angelegte humanitäre Einsätze in Haiti und Äthiopien geleitet. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, Geschlechter- und Klimagerechtigkeit voranzutreiben, Ungleichheit zu bekämpfen und die ambitionierte Strategie 2030 von Oxfam America voranzutreiben.

McNair Ezzard hat sie für Share International interviewt.

Abby Maxman (Foto: Oxfam America)

Share International: Könnten Sie uns etwas über die Geschichte von Oxfam erzählen?

Abby Maxman: Wir wurden ursprünglich 1942 von einer Gruppe von Quäkern, Sozialaktivisten und Wissenschaftlern in Oxford, England, als „Oxford Committee for Famine Relief“ (Oxford Komitee gegen die Hungersnot) gegründet. Anlass war die Notlage der Flüchtlinge in Griechenland. Einige Jahrzehnte später gründete dann hier in den Vereinigten Staaten eine ähnliche Gruppe von Aktivisten, Intellektuellen, Wissenschaftlern, Quäkern und Unitariern vor dem Hintergrund des Krieges in Bangladesch die Organisation „Oxfam in America“. Beide Organisationen wurden mit Blick auf die Notlage einer humanitären Krise im Kontext eines Krieges gegründet, aber auch mit Blick auf die Rolle der jeweiligen Regierungen in diesem Zusammenhang.
Als wir in den Vereinigten Staaten gegründet wurden, gab es damals einige wichtige Entscheidungen, die maßgeblich geprägt haben, wer wir waren und zu welcher Organisation wir uns entwickelt haben. Unsere Gründer beschlossen, dass wir keine finanziellen Mittel der US-Regierung annehmen würden. Stattdessen lag der Fokus darauf, eine breite Basis an Unterstützung in der Bevölkerung aufzubauen, um sowohl unabhängig von staatlichem Einfluss zu bleiben als auch eine unabhängige Stimme zu sein, die die Regierung und ihr Handeln beeinflussen kann. Weitere wichtige Grundsätze unserer Gründungszeit betrafen die Arbeit im kleinen Maßstab, eine würdevolle Darstellung und die Aufklärung der US-Öffentlichkeit mit fakten- und evidenzbasierten Informationen. Vieles davon hat sich bewährt.

SI: Angesichts dessen, was heute in der Regierung geschieht, sollte man meinen, dass sich die frühe Entscheidung, keine staatlichen Mittel anzunehmen, als richtig erwiesen hat.

AM: Absolut. Daran haben wir festgehalten. Wir glauben an öffentliche Entwicklungszusammenarbeit und setzen uns nachdrücklich für verantwortungsvolle Entwicklungshilfe ein. Als Organisation, die keine Mittel der US-Regierung annimmt, haben wir stets versucht, unsere Stimme zu nutzen, um ein guter Partner der US-Regierung zu sein und auf bewährte Praktiken sowie positive Reformen bei der Gestaltung der Entwicklungshilfe Einfluss zu nehmen. Die aktuellen Ereignisse haben uns daher in die Lage versetzt, unsere Stimme und unsere Erfahrung anders einzusetzen als einige unserer großartigen internationalen und nationalen Partner, die am stärksten und unmittelbarsten von den Kürzungen betroffen sind.

SI: Wie haben sich die Kürzungen der US-Auslandshilfe auf die Rolle anderer Regierungen bei der Finanzierung ausgewirkt?

AM: Das Vorgehen der US-Regierung hat Auswirkungen darauf, wie sich andere Regierungen verhalten. Wir haben einen Dominoeffekt aufgrund der Maßnahmen der US-Regierung beobachtet. Dies hat zu Rückzügen oder sogar zur Umverteilung von Finanzmitteln geführt, da die US-Regierung in den Bereichen globale Entwicklung, Diplomatie sowie humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit nicht mehr als verlässlicher Akteur gilt.

SI: Man hätte meinen können, dass andere Länder die Lücke hätten schließen wollen. Aber Sie sagen, dass dies nicht der Fall war.

AM: Ich denke, andere Länder hätten das getan oder würden es gerne tun, aber hier spielen mehrere Faktoren zusammen. Ein Faktor ist, dass die Investitionen der USA – als reichstes Land der Welt – erheblich waren. 42 Prozent des gesamten internationalen, multilateralen Hilfs- und Entwicklungssystems wurden durch Mittel der US-Regierung gestützt, in vielen Ländern waren es sogar 50 Prozent der humanitären Hilfe. Das System war bereits stark überlastet: durch Konflikte, den Klimawandel, die Folgen von Covid-19 und Probleme der öffentlichen Gesundheit sowie durch erhebliche Rückschritte bei einigen Zielen für nachhaltige Entwicklung, bei denen zuvor Fortschritte erzielt worden waren. Der abrupte Rückzug der US-Regierung hinterließ eine riesige Lücke, die keine andere Regierung schließen konnte. Für diejenigen, die versuchten, die Auslandshilfe zu sichern, war es schwierig, genügend zusätzliche Mittel aufzubringen, um die von der US-Regierung verursachte Lücke auszugleichen.
In einer Zeit globaler Unsicherheit, in der die Normen, auf denen die Architektur der Nachkriegszeit beruhte, auf den Kopf gestellt werden, findet eine umfassende Neubewertung statt. Selbst jene Regierungen, die versuchen, die Entwicklungshilfe aufrechtzuerhalten, erwägen, einen Teil ihrer Mittel in andere Bereiche umzuschichten. Die Entwicklungshilfe machte schon immer nur einen winzigen Prozentsatz der öffentlichen Ausgaben aus. In den Vereinigten Staaten betrug dieser Anteil weniger als 1 Prozent des US-Bundeshaushalts. Die Kürzung von Entwicklungshilfe, die Menschen auf der ganzen Welt zugutekommt, erfolgt im Grunde genommen, um Steuererleichterungen für die Superreichen zu finanzieren. Das ist eine grausame Umkehrung des Robin-Hood-Prinzips.

Handwaschstation in Al Mawasi, Gouvernement Khan Younis, bereitgestellt von Oxfam und dem lokalen Partner Palestinian Environmental Friends (Foto: Alef Multimedia/Oxfam)

SI: Sehen Sie eine Zunahme von Hunger und Armut aufgrund der drastischen Kürzung der US-Hilfe?

AM: Die Gefahr dafür ist sehr real. Bevor diese Regierung ihr Amt antrat, lag der jüngste Bericht über den weltweiten Hunger vor mit Daten zum Vorjahr vor. Er zeigte zwar leichte Fortschritte bei der Bekämpfung des Hungers, warnte aber auch davor, dass bis 2030 über eine halbe Milliarde Menschen unter chronischem Hunger leiden könnten, davon fast 60 Prozent in Afrika. Ich war vor einem Jahr in der Demokratischen Republik Kongo und habe die schädlichen Auswirkungen des Rückzugs der US-Regierung gesehen – auf den Hunger, auf die Ernährungssicherheit und auf den Zugang zu all den Dingen, die Menschen ein Leben in Würde und Sicherheit ermöglichen. Bei den Investitionen in humanitäre Hilfe und Friedensförderung, aber auch in die Entwicklungszusammenarbeit, rechnen wir mit einem massiven Rückschlag.

SI: Auf der Website des Sudanesisch-Amerikanischen Ärzteverbands gab es eine Statistik, wonach weltweit jedes Jahr neun Millionen Menschen an Hunger und hungerbedingten Krankheiten sterben, was bedeutet, dass täglich fast 25.000 Menschen an Hunger sterben. In den letzten rund zehn Jahren scheint diese Zahl ziemlich stabil geblieben zu sein.

AM: Das ist eine der schwierigen Fragen unserer Zeit. Wir, die wir im humanitären Bereich und in der Entwicklungszusammenarbeit tätig sind und uns für die Rettung von Menschenleben einsetzen, haben das Zusammentreffen klimabedingter Krisen miterlebt. Die zunehmende Häufigkeit und Heftigkeit klimabedingter Katastrophen haben Menschen, die ohnehin schon unter chronischer Ernährungsunsicherheit leiden, an den Rand des Abgrunds gedrängt. Zugleich werden nun beispielsweise Investitionen in örtliche Landwirte in Subsahara-Afrika zurückgefahren, die es ihnen ermöglichen sollten, ihre Felder zu bewirtschaften und einige dieser Schocks zu überstehen.
Zu den Hauptursachen, die Menschen in Hunger oder Hungersnot treiben, gehören die mangelnde Unterstützung für Kleinbauern, die Klimakrise und Konflikte. Kriege beeinträchtigen die Ernährungssicherheit. Hinzu kommt das globale Ernährungssystem. Die Macht und der Einfluss großer Lebensmittelkonzerne sowie des Welthandels führen zu einer exportorientierten Landwirtschaft, die armen Ländern schadet. Diese Länder sind anschließend gezwungen, Lebensmittel zu importieren. Auch das globale Ernährungssystem wurde grundlegend umgestaltet, was ganze Gemeinschaften noch tiefer in die Armut getrieben hat.

SI: Laut einem Bericht der Weltbank leben weltweit fast 700 Millionen Menschen in Armut. Das bedeutet, dass diese Menschen von weniger als 2,25 Dollar pro Tag leben. Es sieht nicht so aus, als wären wir auch nur annähernd auf dem Weg, das UN-Entwicklungsziel zu erreichen, extreme Armut bis 2030 zu beseitigen.

AM: Das stimmt. Wenn wir jedoch auf die letzten etwa fünf Jahre zurückblicken, gab es zahlreiche Anzeichen für echte Fortschritte bei vielen der Ziele für nachhaltige Entwicklung – Armut, Hunger, Ungleichheit, Geschlechtergleichstellung, Klima, Wasser. Doch während der Coronapandemie gab es jedoch einen Rückschlag. Nun erleben wir diesen Rückschritt, der insbesondere von dieser Regierung noch massiv verschärft wird.
Ich höre von Kollegen aus aller Welt Berichte darüber, dass Gesundheitseinrichtungen geschlossen werden. Noch schlimmer sind Berichte, wonach nicht nur bereits vereinbarte Hilfslieferungen gestoppt wurden, sondern ein Teil davon so lange an Transitorten festgehalten wurde, dass die Verfallsdaten überschritten wurden. Hilfsgüter wurden verbrannt – Lebensmittel, die Mahlzeiten, energiereiche Kekse und medizinische Versorgung für Menschen hätten bieten können, die diese benötigten. An manchen Tagen fehlen mir die Worte, um zu beschreiben, was geschehen ist. Wer schon einmal die schreckliche Erfahrung gemacht hat, ein hungerndes Kind zu betreuen, weiß, dass diese kostengünstigen, erschwinglichen und proteinreichen Erdnusspasten Leben retten und ein Kind am Rande des Hungertodes wieder in ein gesundes, lebhaftes Kind verwandeln können – für diesen Menschen ist es einfach unvorstellbar, dass Müttern und Kindern diese Art von Hilfe vorenthalten wird.

Oxfam arbeitet mit dem Wasserversorgungsunternehmen der Küstengemeinden und der Palestinian Environmental Friends Association zusammen, um Entsalzungsanlagen zu installieren, die den durch den Konflikt in Gaza vertriebenen Menschen zugutekommen sollen. (Foto: Alef Multimedia Company/Oxfam)

SI: Eines der Themen, über die seit einiger Zeit in den Nachrichten berichtet wird, ist die Lage im Gazastreifen. Können Sie etwas dazu sagen, wie die Situation für die Menschen im Gazastreifen derzeit aussieht?

AM: Zunächst möchte ich betonen: Die humanitäre Krise ist noch nicht vorbei. Auch mehr als sechs Monate nach Inkrafttreten des Waffenstillstands sind die humanitären Bedingungen für die Palästinenser im Gazastreifen nach wie vor katastrophal, und das Versprechen aus Präsident Trumps 20-Punkte-Friedensplan wird nicht eingehalten. Trotz des Rückgangs der israelischen Bombardements und der Zulassung einiger Hilfslieferungen bleibt der Würgegriff auf die Palästinenser im Gazastreifen bestehen.
Die israelischen Angriffe gehen weiter, während es an Lebensmitteln, sauberem Wasser, Hygieneartikeln und medizinischen Hilfsgütern mangelt. Organisationen wie Oxfam und andere humanitäre Hilfsorganisationen werden nach wie vor weitgehend daran gehindert, humanitäre Hilfsgüter und Personal nach Gaza zu bringen. Dennoch setzen wir unsere lebensrettende Arbeit so gut es geht fort. Wir erhalten weiterhin Berichte von unseren Kolleginnen und Kollegen – von Angehörigen und Menschen aus ihren Gemeinden, die hungrig zu Bett gehen; davon, dass sie stundenlang Schlange stehen müssen, in der Hoffnung, einen Kanister mit sauberem Wasser füllen zu können; von der anhaltenden Angst vor israelischen Angriffen, bei denen Angehörige ums Leben kommen könnten; von Familien mit kleinen Kindern, die immer noch in provisorischen Unterkünften inmitten von Nagetieren und anderen Gefahren leben.
Oxfam ist seit den 1950er-Jahren in den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten tätig. Wir verfügen über umfangreiche Erfahrung, und unsere Mitarbeiter, unsere palästinensischen Kollegen, leisten hervorragende Arbeit. Wir arbeiten mit einer Reihe lokaler Partner zusammen, darunter palästinensische und israelische Menschenrechtsorganisationen sowie operative Partner, die im Gazastreifen, im Westjordanland und in den gesamten besetzten Gebieten praktische Hilfe leisten. Nun leiden unsere eigenen Mitarbeiter unter denselben Traumata und Krisen wie die Menschen, denen wir helfen wollen. Während sich die Aufmerksamkeit auf den regionalen Konflikt verlagert hat, ist die Lage für die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland weiterhin einfach entsetzlich.

Wasserlieferung an Bedürftige in Gaza-Stadt. (Foto: Ismael Snonou/Oxfam)

SI: Wie kann Oxfam unter solchen Bedingungen überhaupt etwas bewirken?

AM: Unsere Teams vor Ort leisten wahrhaft heldenhafte Arbeit. Trotz der Gefahren und operativen Hindernisse setzen die Mitarbeiter von Oxfam und unsere Partner ihre Hilfsmaßnahmen in Gaza und im Westjordanland fort. Seit Oktober 2023 haben wir mehr als 1,1 Millionen Menschen in Gaza mit lebensrettender Hilfe versorgt – mit Lebensmitteln, sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Hygieneartikeln. Oxfam gehört zu den führenden Organisationen in der Wasser- und Sanitärversorgung – wir verteilen Wasser mit Lastwagen und setzen Wasserversorgungssysteme instand. Wir klären die Menschen über die Bedeutung von Hygiene auf, auch wenn es in überfüllten, oft überschwemmten Zelten und informellen Siedlungen so schwierig ist, hygienische Bedingungen aufrechtzuerhalten. Wir arbeiten mit mehr als zwanzig Partnerorganisationen in Gaza zusammen, verteilen Lebensmittel und unterstützen Landwirte, die die landwirtschaftliche Produktion wieder aufbauen wollen. Wir helfen Frauen und Mädchen, sexuelle und psychische Gewalt zu überleben.
Die israelischen Behörden lehnen unsere Anträge auf Einfuhr von Hilfsgütern nach Gaza ab, doch wir beschaffen die Güter vor Ort und arbeiten mit unseren Partnern zusammen, um lebenswichtige Grundversorgungsgüter zu beschaffen. Dies ist nach wie vor nur ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts des enormen Bedarfs. Dennoch sind wir entschlossen, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um Leben zu retten, den Menschen, die sich in einer nahezu ausweglosen Lage befinden, Sicherheit und Würde zu geben und gleichzeitig die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten.

McNair Ezzard ist Mitarbeiter von Share International und lebt in Denver, USA.



SOP – Save our Planet – Rettet unseren Planeten

Experten bewerten Klimakrise als globalen Gesundheitsnotstand
Führende internationale Experten haben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen, die Klimakrise zum internationalen Gesundheitsnotstand zu erklären, um den unnötigen Tod von weiteren Millionen von Menschen zu verhindern. Der internationale Gesundheitsnotstand stellt die höchste Stufe der Gesundheitswarnung dar und löst – wie bereits während der Covid-19-Pandemie und des Mpox-Ausbruchs 2022 – eine koordinierte internationale Reaktion aus.
Die von der WHO einberufene unabhängige paneuropäische Kommission für Klima und Gesundheit stellt in ihrem Bericht fest: „… der Klimawandel stellt eine unmittelbare und langfristige Bedrohung für die Gesundheit sowie für die wirtschaftliche, ernährungsbezogene, wasserbezogene, ökologische, persönliche, gemeinschaftliche und nationale Sicherheit dar.“ Der Bericht geht zudem auf die gesundheitlichen Auswirkungen von Wetterextremen, steigenden Temperaturen, Umweltverschmutzung und Ernährungsunsicherheit ein.
In einem Interview mit The Guardian erklärte die Vorsitzende der Kommission, Katrín Jakobsdóttir: „Die Klimakrise ist zwar keine Pandemie, aber dennoch ein Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit, der die Gesundheit und das Überleben der Menschheit bedroht.“
Der Regionaldirektor der WHO für Europa, Dr. Hans Kluge, erklärte als Reaktion auf die Empfehlungen des Berichts: „Die Notwendigkeit, jetzt gegen den Klimawandel vorzugehen, ist nicht nur eine Frage des Umweltschutzes. Es geht zugleich um Sicherheit, Gesundheit und Wirtschaft. Und es ist eine moralische Verpflichtung.“
(Quelle: theguardian.com)

Entschiedene Maßnahmen gegen den Klimawandel – Abstimmung bei den Vereinten Nationen
Die UN-Generalversammlung stimmte im Mai mit 141 zu 8 Stimmen für entschiedene Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels. Dies erfolgte trotz diplomatischer Bemühungen der Vereinigten Staaten auf Rücknahme des Antrags und trotz der Stimmenthaltungen von 38 Ländern, darunter die USA, Russland, der Iran und Saudi-Arabien – einige der weltweit größten Ölproduzenten und Treibhausgasemittenten.
Die nicht bindende Resolution bekräftigt das wegweisende Gutachten des Obersten Gerichtshofs der Vereinten Nationen vom vergangenen Juli, wonach es einen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellt, wenn Staaten den Planeten nicht vor dem Klimawandel schützen.
UN-Generalsekretär António Guterres erklärte in einer Stellungnahme: „Das höchste Gericht der Welt hat gesprochen. Heute hat die Generalversammlung geantwortet … Dies ist ein starkes Bekenntnis zum Völkerrecht, zur Klimagerechtigkeit, zur Wissenschaft und zur Verantwortung der Staaten, die Menschen vor der sich verschärfenden Klimakrise zu schützen.“
Der Text sieht unter anderem den schrittweisen Abbau von Subventionen für die Exploration, Förderung und Nutzung fossiler Brennstoffe vor und fordert diejenigen, die gegen das Völkerrecht verstoßen, nachdrücklich auf, „vollständige Wiedergutmachung“ für die entstandenen Schäden zu leisten.
(Quelle: apnews.com)

Teenager-Trio aus Indien gewinnt den Global Earth Prize
Nachdem drei Teenager aus Indien Mitte Mai bereits den Earth Prize für den asiatischen Kontinent gewonnen hatten, wurden sie nun auch mit dem Global Earth Prize ausgezeichnet. Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler im Teenageralter aus aller Welt und prämiert die besten Lösungen, die positive Veränderungen in Bezug auf ökologische Nachhaltigkeit bewirken.
Die 16-jährigen Gewinner Vivaan Chhawchharia, Ariana Agarwal und Avyana Mehta haben einen Mikroplastikfilter namens „Plas-Stick“ erfunden. Das rein natürliche Mittel zur Bindung von Mikroplastik basiert auf pulverisierten Tamarindensamen – einer in der indischen Küche weit verbreiteten Zutat. Das Pulver ist für den Einsatz in Wasserbehältern konzipiert und bindet Plastikpartikel zu sichtbaren Klumpen, die sich anschließend leicht mit einem Magneten entfernen lassen. Damit bietet es eine einfache und kostengünstige Alternative zu komplexen Filtersystemen.
Über 2,2 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu einer sicheren Trinkwasserversorgung und sind daher auf gespeichertes Wasser angewiesen – das aber auch Mikroplastik enthalten kann. Mikroplastik ist ein erheblicher Schadstoff für die Umwelt und die menschliche Gesundheit und wurde bereits in hohen Mengen in sämtlichen menschlichen Organen und Geweben nachgewiesen.
In einer Stellungnahme erklärten die Teenager: „Die Auszeichnung als globale Gewinner des Earth Prize ist für uns alle etwas ganz Besonderes, insbesondere da wir das erste Team aus Indien sind, das diese Anerkennung erhält.“
Das Team plant, mithilfe dezentraler Produktionszentren die Erfindung in größerem Maßstab umzusetzen und ländlichen Gemeinden in ganz Indien und darüber hinaus einen besseren Zugang zu sicherem Trinkwasser zu ermöglichen.
(Quelle: goodnewsnetwork.org)

Weltstädteforum diskutiert das Thema „Wohnraum für die Welt“
Mehr als 40 000 Menschen aus 182 Ländern versammelten sich im Mai in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku zur 13. Sitzung des Weltstädteforums (WUF13), der führenden globalen Konferenz der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Urbanisierung. Das diesjährige Thema lautete „Wohnraum für die Welt: Sichere und widerstandsfähige Städte und Gemeinden“.
Laut UN-Habitat verfügen mindestens drei Milliarden Menschen – vor allem in Asien und Afrika – über keinen angemessenen Wohnraum, und über eine Milliarde leben in Slums oder informellen Siedlungen. Das Ausmaß dieser Krise wird zunehmend nicht nur aus humanitärer Perspektive betrachtet, sondern auch im Hinblick auf die wirtschaftlichen, politischen und ökologischen Auswirkungen.
Seit 2009 lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten, und infolgedessen stehen Städte unter zunehmendem Druck, das Bevölkerungswachstum und die steigenden Lebenshaltungskosten besser zu bewältigen.
Die Herausforderung für die Regierungen besteht nicht mehr nur darin, mehr Häuser zu bauen, sondern darin, Städte zu schaffen, die in Zeiten wachsenden globalen Drucks stabil, inklusiv und widerstandsfähig sind.
(Quelle: euronews.com)

30 Prozent der Meeresgebiete um Französisch-Polynesien stehen nun unter vollständigem Schutz
Am 7. Juni 2026 gab die Regierung von Französisch-Polynesien bekannt, ihre vollständig geschützten Gewässer um weitere 520 000 Quadratkilometer auszuweiten. Damit stehen nun 30 Prozent der Gewässer Französisch-Polynesiens unter vollständigem Schutz vor Rohstoffgewinnung wie dem Tiefseebergbau und der industriellen Fischerei.
Vor einem Jahr richtete Französisch-Polynesien, ein französisches Überseegebiet, das Meeresschutzgebiet „Tainui Atea“, ein. Dieses erstreckt sich über fast fünf Millionen Quadratkilometer des Meeresgebiets, für das Französisch-Polynesien die ausschließlichen Rechte zur Erhaltung und Bewirtschaftung besitzt.
Donatien Tanret, Leiter von Pew Bertarelli Ocean Legacy, einer Organisation, die an der Entwicklung des Schutzplans mitgewirkt hat, erklärte, dass das Schutzgebiet auch Zonen für die traditionelle Fischerei umfasst, damit die lokale Bevölkerung weiterhin fischen und ihre Gemeinden erhalten kann. Er bestätigte zudem, dass das Schutzgebiet nach einer Konsensfindung innerhalb der Gemeinden in Französisch-Polynesien sowie nach jahrelangem Engagement der örtlichen Bürgermeister eingerichtet wurde.
Das neue Schutzgebiet wird zum Erhalt von 20 Haiarten, Brutplätzen für 22 Vogelarten – darunter die vom Aussterben bedrohten Arten Polynesien-Sturmschwalbe, Phönixsturmvogel und Murphy-Sturmvogel – sowie zum Schutz von Schwertfisch, Großaugenthunfisch, Mondfisch und 455 Weichtierarten beitragen.
Der Präsident von Französisch-Polynesien, Moetai Brotherson, erklärte gegenüber AFP: „Wir hoffen außerdem, dass dies andere Länder – insbesondere die größeren – dazu inspirieren kann, ihre Beziehung zum Ozean anders zu gestalten.“
(Quelle: news.mongabay.com)

Sambia – kostenlose Bildung für Kinder
Sambias Präsident Hakainde Hichilema hat das erste Gesetz des Landes unterzeichnet, das allen Kindern kostenlose Bildung garantiert. Das neue Gesetz stellt sicher, dass keinem Kind der Zugang zu einer öffentlichen Schule verwehrt werden kann, wenn es die Schulgebühren nicht zahlen kann.
Präsident Hichilema bezeichnete diesen Schritt als „historischen Tag für Sambia“ und erklärte: „Diese Reformen werden das Leben von Millionen Sambiern verbessern – vom Klassenzimmer über den Arbeitsplatz bis hin zum Ruhestand – und unserem Volk mehr Würde, Sicherheit und Hoffnung geben.“
Die Politik der kostenlosen Bildung war eines der wichtigsten Wahlversprechen von Hichilema während seines Wahlkampfs 2021. Sie wurde kurz nach seinem Amtsantritt umgesetzt, war jedoch aufgrund von Problemen bei der Durchsetzung und der nachhaltigen Finanzierung bis jetzt kein gesetzlich verankerter Anspruch. Ihre Einführung hat zu einem starken Anstieg der Einschulungszahlen, der Einstellung von über 41 000 Lehrkräften und dem Ausbau von Schulverpflegungsprogrammen geführt.
(Quelle: apanews.net)

Mangrovenwälder zeigen weltweit Anzeichen einer Erholung
Nach jahrzehntelangem Rückgang durch Abholzung und Küstenbebauung breiten sich Mangroven laut einer Studie von Forschern der Tulane University, einer privaten Forschungsuniversität in New Orleans, Louisiana, in vielen Teilen der Welt wieder aus. Die Studie stützt sich auf Satellitendaten aus vierzig Jahren und wurde in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht.
Mangrovenwälder galten einst als eines der am stärksten bedrohten Küstenökosysteme der Welt und spielen eine entscheidende Rolle beim Schutz der Küsten, für die Fischerei und bei der Kohlenstoffspeicherung.
Anzeichen für eine Erholung sind entlang der US-Golfküste, in Küstengebieten in China, Neukaledonien und Australien zu beobachten, wobei der Zuwachs größtenteils auf natürliche Regeneration und die Ausbreitung der Mangroven in neu entstandene Küstengebiete zurückzuführen ist.
Der Hauptautor der Studie, Zhen Zhang, Postdoktorand an der Tulane University, sagte: „… wir erleben endlich einen globalen Wendepunkt für Mangrovenwälder …, dies unterstreicht ihre starke Widerstandsfähigkeit und ihr Potenzial als wirkungsvolle naturbasierte Lösung für den Schutz des Klimas und der Küsten.“
„Auch wenn manche Mangrovenwälder nach wie vor verloren gehen, könnte dies sie zu einer seltenen Erfolgsgeschichte im Naturschutz und zu einer wichtigen Quelle des Optimismus für den Klimaschutz machen“, sagte Daniel Friess, Direktor sowohl des Mangrove Lab als auch des Center for Public Policy Research am Murphy Institute.
Laut der Studie ist ein kontinuierlicher Schutz entscheidend, um die Erholung aufrechtzuerhalten. Zhang erklärte: „… wenn die Abholzung aufhört, können Mangroven im Laufe der Zeit auf natürliche Weise weiterhin Kohlenstoff binden. Deshalb bringt es große Vorteile für das Klima, sowohl jetzt Emissionen zu vermeiden als auch die zukünftige Kohlenstoffspeicherung zu ermöglichen.“
(Quelle: news.tulane.edu)

Die Macht des Volkes in Albanien
In den vergangenen Wochen wurde das Balkanland Albanien von Protesten erschüttert, die sich von der Hauptstadt Tirana über ländliche Küstengebiete bis hin zu Städten in vielen Teilen der Welt erstreckten.
Auslöser der Demonstrationen war die Genehmigung der Regierung, dass Unternehmen mit Verbindungen zu Jared Kushner, dem Schwiegersohn von Präsident Trump, ein Luxusresort mit 10.000 Betten in der Nähe der Stadt Vlorë an der Narta-Lagune und in den geschützten Naturlandschaften in Zvërnec errichten dürfen. Kushner und Ivanka Trump planen zudem, die Insel Sazan, die Teil eines Nationalparks ist, in eine Küstenenklave für Wohlhabende zu verwandeln.
Die internationale Berichterstattung über die Proteste in Albanien konzentrierte sich auf die von den Demonstranten geäußerten Umweltbedenken und die Verbindungen der Projekte zur Familie Trump. Unberührte Naturlandschaften und wichtige Ökosysteme, die eine seltene Kolonie der größten Süßwasservögel der Welt, gefährdete albanische Wasserfrösche und Unechte Karettschildkröten beherbergen, sind bedroht, ebenso wie der letzte verbliebene Lebensraum für Flamingos in Albanien.
Bei der sogenannten Flamingo-Revolution geht es jedoch um mehr als nur die Umwelt. Gresa Hasa, Doktorandin an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät und am Zentrum für Südosteuropastudien der Universität Graz, sagte: „Dies ist ein Kampf für Freiheit und Demokratie und für eine Zukunft, in der die Ressourcen und der Staat für uns alle da sind und nicht nur für einige von uns.“
Die Proteste sind die größten seit dem Sturz der kommunistischen Regierung Albaniens im Jahr 1991. Die Demonstranten fordern unter anderem die Aufhebung des Rechtsrahmens, der es der Regierung ermöglicht, Bauträgern den Status eines „strategischen Investors“ zu gewähren, sowie die Rücknahme der Sonderregelung für private Bauvorhaben auf staatseigenem Land in ländlichen Gebieten.
Hasa erklärte, die Albaner seien empört über „ein Wirtschaftsmodell, in dem politische Parteien und Geschäftsleute so eng miteinander verflochten sind, dass man nicht mehr erkennen kann, wo das eine beginnt und das andere endet“.
Die Proteste könnten bereits Wirkung zeigen: Politico verwies auf unbestätigte Berichte, wonach sich Kushners Unternehmen Affinity Partners aus mindestens einem der milliardenschweren Resortprojekte zurückgezogen habe.
(Quelle: newrepublic.com)


von Aart Jurriaanse

Der 1. Strahl des Willens und der Macht, der von Schamballa ausströmt, ist die mächtigste Kraft in der heutigen Welt. Sie zeigt sich

1. als der Wille Gottes und deshalb als der Wille-zum-Guten, der die Menschen lenkt
2. als zerstörerischer Aspekt. Dieser zerstörende Effekt betrifft und bewirkt in erster Linie, dass der Mensch diese Kraft für selbstsüchtige Zwecke missbraucht, was letztlich Herrschsucht, Intoleranz, Hass, Absonderung, Krieg, Tod und Zerstörung auf den Plan ruft. Sie kann jedoch auch die Zerstörung dessen bewirken, was überflüssig geworden und veraltet ist oder was sich dem Fortschritt und der Verbreitung des Willens-zum-Guten widersetzt – sei es im Bereich der Politik, der Religion oder der menschlichen Beziehungen allgemein; sei es international, national oder persönlich.
3. als die Kraft der Synthese, die alles das verbindet, was zusammengefügt werden soll.

Die Art und Weise, wie diese mächtige Energie sich manifestiert, macht es für die meisten Menschen zunächst äußerst schwierig, den mitfühlenden Willen Gottes in ihr zu erkennen. Dabei vergessen sie, dass die bestehenden, festgefahrenen Strukturen und materiellen Formen den freien Ausdruck des göttlichen Lebens verhindern. Doch zur Schaffung der Kultur und der Zivilisation des neuen Zeitalters müssen diese alten Fesseln entfernt werden. Obwohl die Energie des 1. Strahls in den frühen Stadien Zerstörung bewirken kann, ist sie grundsätzlich auch die Kraft der Fusion, indem sie alles Gute, Starke und Gesunde verbindet und koordiniert. Sie ist daher unersetzlich, wenn die Ziele des neuen Zeitalters erreicht werden wollen. Es entspricht dem Willen und Plan Gottes, dass sich grundlegende Änderungen im Bewusstsein des Menschen vollziehen, sobald ein völlig neuer Annäherungsweg an das Leben und seine geistigen Konzepte aufgezeigt wird. Die göttliche Energie des Willens ist nun im Begriff, zusammen mit der Energie der göttlichen Liebe, eine umfassende Krise in der Welt der Menschen hervorzurufen. Das Ergebnis davon wird letztlich und unvermeidbar ein allgemeines Erwachen und eine Ausdehnung des Bewusstseins sein. Immer mehr Menschen werden in diesem Prozess die Lehren der zeitlosen Weisheit entdecken, sie erforschen und sich um ein richtiges Verständnis ihrer Prinzipien bemühen. So werden zunehmend viele der Wahrheiten, die seit Zeitaltern auf Erkenntnis warten, dem geistigen Auge des Menschen enthüllt.

Der Einfluss der Schamballa-Energie beschränkt sich jedoch nicht allein auf das Menschenreich. Diese Kräfte wirken auf alle Naturreiche, auf die gesamte Schöpfung ein. Ihre Wirkung bringt alle Formen zur Auflösung, die die Evolutionspläne zu verzögern suchen. Gleichzeitig werden in diesem Prozess andere Formen zur korrekten Entwicklung angeregt.

Die Wirkung der 1.-Strahl-Kraft auf die Menschheit ist je nach der Persönlichkeit und der erreichten Evolutionsstufe des Individuums unterschiedlich. Es ist erstaunlich, wie viele mächtige und herausragende Persönlichkeiten in den letzten Jahrzehnten die Weltbühne betreten haben. Sie sind praktisch auf jedem Gebiet des gesellschaftlichen Lebens zu finden. Ihre Tätigkeit und ihr Einfluss im Guten wie im Bösen hängen von den Qualitäten des Einzelnen ab, durch den sich die Energie auszudrücken sucht. Das heißt: Die Energien sind zwar göttlichen Ursprungs, die hervorgerufene Reaktion aber wird ganz allein vom Instrument bestimmt, durch das die Energien wirken. Auf allen Gebieten werden Führungspersönlichkeiten und Regierende stimuliert, die ihre Mitbrüder entweder zu neuen Höhen oder aber zu einem zeitweiligen Fall führen können.

Bei geistig unreifen oder unerfahrenen Menschen kann sich der Einfluss der Schamballa-Energien als eine extreme Eigensinnigkeit bis hin zu Grausamkeit äußern; sie suchen anderen ihren Willen aufzudrängen oder schier Unzumutbares von ihnen zu erzwingen – sei es aus hohen Idealen oder niederen Motiven. Aber selbst diese negativen Wirkungen der Macht sind Demonstrationen des Willen Gottes. Letzten Endes werden dadurch Veränderungen in Gang gesetzt, die sich als wohltätig für die ganze Menschheit erweisen und den göttlichen Plan fördern. Häufig schlagen Schmerz und Leid, selbst wenn sie mit gutem Willen und in der Absicht, alles Böse und Überholte aufzulösen, verursacht wurden, die Betroffenen mit Blindheit, sodass sie die Vorteile und die Schönheit des Neuen nicht sehen können. Vereinzelte Reaktionen dieser Art kommen immer wieder vor. Wenn sie sich aber in einer Massennegativität äußern, haben sie definitiv eine schädigende Wirkung. Deshalb ist eine korrekte, nachhaltige öffentliche Meinungsbildung sehr wichtig.

Viele Jahrtausende lang war die Geistige Hierarchie einziger Empfänger der Schamballa-Energie. Indem sie durch die Hierarchie hindurchgeht, wird die Energie umgewandelt und herabgestuft, bevor sie die Menschheit erreicht. Seit einiger Zeit nun experimentiert Schamballa damit, einen Teil der Energie direkt an die Menschheit zu übermitteln. Die Reaktion der Menschheit auf diesen Einstrom ist offensichtlich zufriedenstellend, das heißt sie passt sich allmählich der 1.-Strahl-Kraft an und vermag die Energien allmählich in stärkerem Maße aufzunehmen als zuvor. Dadurch ist die Möglichkeit zu schnellerem Fortschritt gegeben. Es ist jedoch zu beachten, dass die Schamballa-Kraft gefahrlos nur von Gruppen und zu Dienstzwecken angerufen werden kann. Sie wird durch die Gruppen in ihrer Wirkung abgemildert zu einer starken inneren Kraft, die festigt, klärt und erschafft. Eine falsche Anwendung dagegen ruft ihr zerstörerisches Potenzial hervor.

Wenn der hervorgerufene Wille im Licht der Seele konzentriert und mit Liebe auf die Herstellung von guten, zwischenmenschlichen Beziehungen gelenkt wird, muss unausweichlich eine Antwort folgen. Die richtige Antwort auf die Energie des Willens ist Opferbereitschaft und Vergebung. Wird der liebende Wille Gottes als Impuls wahrgenommen und korrekt verstanden, dann entsteht der Wunsch, durch die Bereitschaft zu dienen, zu teilen und zu geben, an diesem Willen teilzuhaben.
Die Hierarchie trägt die Verantwortung dafür, diese machtvolle Energie des Willens auszugleichen und abzumildern, indem sie diese mit der gleichzeitig einströmenden Energie des 2. Stahls der Liebe-Weisheit verschmilzt. Es ist die Energie der Liebe Gottes, die sich als Christuskraft verkörpert und die die für den Wiederaufbau und die Wiederherstellung erforderlichen Kräfte bereitstellt. Der Mensch kann sich daher sicher sein, dass sein Schicksal in guten und behütenden Händen liegt. Er sollte keinen Augenblick daran zweifeln, vorausgesetzt, dass auch er so gut er kann seinen Teil beiträgt. In der Regel aber ist er so kurzsichtig, dass er die konstruktiven Aktivitäten dieser schöpferischen Energien nicht zu sehen vermag. Die hervortretenden Umrisse des neuen Zeitalters, das jetzt zunehmend an Gestalt gewinnt, werden von den meisten Menschen noch nicht erkannt, da sie noch zu sehr mit den eigenen Belangen beschäftigt sind. Es sind bislang erst einige, die fähig sind, eine genaue Vision der Schönheit des sich entfaltenden Musters wahrzunehmen. Doch Schritt für Schritt, und unter der lenkenden Hand der Geistigen Hierarchie sorgen die Energien aus Schamballa für die Verwirklichung des göttlichen Plans.

Die göttliche Absicht

Eine der Aufgaben des Herrn der Welt besteht darin, seinem Großen Rat in Schamballa die göttlichen Inspirationen zu übermitteln, die er aus solaren oder kosmischen Quellen erhält. Dieser göttliche Wille wird vom Rat in die verschiedenen Phasen der göttlichen Absicht gefasst, mit der die Älteren Brüder der Geistigen Hierarchie beeindruckt werden. Auf diese Weise werden die Energien heruntergestuft und in der Hierarchie in den sogenannten Plan umgesetzt. Der Plan ist der Blaudruck. Er wird von den sieben Strahlengruppen der Geistigen Hierarchie benutzt, um die essenziellen Prinzipien und Ideen der göttlichen Absicht in den drei Welten der Menschen und in den niederen Naturreichen praktisch zu verwirklichen.

Die aus Schamballa kommende göttliche Absicht ist deshalb der Aspekt des göttlichen Willens, der nach Ausdruck auf Erden strebt. Zur Übermittlung der Energien aus Schamballa stellt sich die Geistige Hierarchie, deren vornehmliches Kennzeichen die Energie der Liebe ist, als Kanal und Vermittler zur Verfügung; die göttliche Absicht drückt sich durch die Geistige Hierarchie als Wille-zum-Guten aus. Im Leben des Menschen verwandelt sich diese Kraft in guten Willen, Liebe und Verständnis und in ein Ringen um rechte menschliche Beziehungen.

Doch dieser Geist des Willens-zum-Guten, auf den die Menschheit jetzt zu reagieren beginnt, ist nur ein Aspekt von vielen weiteren. Die wahre esoterische Bedeutung der göttlichen Absicht entzieht sich noch dem Verständnis der Menschheit. Erst mit der Erweiterung des Bewusstseins bei der dritten Einweihung wird ein erstes schwaches Licht auf die tiefere Bedeutung des göttlichen Willens geworfen. Was wir bis jetzt erfassen können, scheint sich hauptsächlich auf die Aufgabe der Menschheit zu beziehen, die Verbindung zwischen dem geistigen und den subhumanen Reichen herzustellen. Diese Phase liegt für uns heute allerdings noch in weiter Ferne. Auf dem Weg dorthin wird die Menschheit verschiedenen Energieeinflüssen ausgesetzt und langsam in die gewünschte Richtung geführt. Zunächst unbewusst wird sie mit jeder möglichen Form der Existenz konfrontiert – guten und bösen, angenehmen und unangenehmen. Alles trägt zum Pool der Erfahrungen bei. Am Ende bricht das Schleusentor des begrenzten Denkvermögens auf und gewährt den Menschen Eintritt in ein ungleich weiteres Feld des Bewusstseins.

Je weiter die Absicht und der Zweck des Herrn der Welt Früchte trägt, desto mehr enthüllt sich den Sehenden ein Licht von überirdischer Schönheit, und das Licht der Weisheit, das von Schamballa kommend über die Hierarchie ausstrahlt, wird die Sicht auf das Licht des Lebens freigeben. Eine solche Vorstellung mag vielen Menschen bisher noch unverständlich erscheinen, aber mit dem Zerreißen des ätherischen Schleiers wird sie Schritt für Schritt erfahren.

Der hierarchische Plan

Der „Plan“ kann als eine Ansammlung von Weisheit und Bewusstsein beschrieben werden, als ein Gedankenreservoir, das auf hierarchischen Ebenen besteht und durch den Willen Gottes mit Energie gespeist wird. Dieses Gedankenreservoir ist für alle zugänglich und erreichbar, die das Bewusstsein und die erforderliche Empfindungsfähigkeit dafür besitzen. Der Mensch und bewusste Jünger, der seinen Mitmenschen helfen möchte, lernt, sein Denkvermögen auf diesen Pool inspirierter Gedankenformen, auf diese Lichtquelle abzustimmen. Dadurch kann sein Denkvermögen mit Gedanken und Ideen beeindruckt werden, die er dann in praktischem Dienst an seinen Mitmenschen zum Ausdruck bringt und einsetzt.

Der Jünger muss sich zunächst nicht bewusst um diese Eigenschaften bemühen. Sie entstehen als natürliche Folge auf den Ausdruck der Seelenqualität, der nach einer entsprechenden Ausrichtung erreicht wird. Auf diese Weise wird der Mensch zu einem wirksamen Magneten für geistige Ideen und Konzepte. Zuerst wird er sich der allgemeinen Umrisse bewusst. Im Laufe der Zeit erkennt er dann so viele Details, wie er für seine besonderen Diensttätigkeiten benötigt. Die Eindrücke prägen sich in sein Bewusstsein ein, wenn seine magnetische Aura die notwendige Empfindungsfähigkeit erlangt hat. Diese beginnt sich bereits in den frühsten Stadien der Seelenkontrolle unbewusst zu entwickeln; sie reift und wächst, wenn sich der Seelenkontakt ausdehnt und festigt, bis sie schließlich zu einem ständigen und natürlichen Stadium des Gewahrseins wird – der Eigenschaft des seelendurchdrungenen Dieners. Der Mensch arbeitet dann als ein effektiver Kanal, durch den die Hierarchie wichtige Aspekte des Plans überträgt und verbreitet.

So kann die göttliche Absicht oder der göttliche Wille zunehmend durch den Menschen verwirklicht werden, was, in Übereinstimmung mit den Vorstellungen des Herrn der Welt, einen weiteren Schritt vorwärts bedeutet in der ständig fortschreitenden Evolution der Weltangelegenheiten. Im Plan geht es nicht um Einzelpersonen oder separates Leben in einem der Naturreiche, sondern einzig um das Gesamtbild der angestrebten Entwicklung, das heißt um Zeitzyklen, Völker und Nationen, um politische Strukturen, um Weltreligionen und zyklische Manifestationen und um alle umfassenden Aspekte, die die Menschheit als Ganzes betreffen.

Obwohl der Plan auf hierarchischen Ebenen formuliert wird, sind die Meister für seine Umsetzung auf den physischen Ebenen auf die Fähigkeiten und den Einfallsreichtum der Menschen angewiesen. Gedanken und Ideen (Gedankenformen), die den Plan betreffen, werden in das Denkvermögen von Jüngern und „Idealisten“ gebracht, wo sie angepasst, verändert und gefärbt vom Denkvermögen des jeweiligen Empfängers in konkretere Gedankenformen umgewandelt werden. Mit anderen Worten: Sobald ein Mensch sie in klaren Umrissen wahrnehmen kann, wird er sie entweder in Wort, Schrift oder vielleicht auch in Form einer neuen Erfindung zum Ausdruck bringen und manifestieren. Generell gilt: Je weiter fortgeschritten der Empfänger ist, desto reiner kann er als Kanal für die Übermittlung von Impressionen dienen. Häufig allerdings wird dabei die ursprüngliche Idee derart verzerrt, dass sie kaum noch wiederzuerkennen ist und die Meister gezwungen sind, sich nach anderen und besseren Möglichkeiten umzusehen, damit die Ideen und Prinzipien an die Menschheit weitergeleitet werden können. Durch die unzuverlässige Qualität und die Mangelhaftigkeit der ihnen zur Verfügung stehenden „Instrumente“ sind die Meister in ihrer Arbeit daher erheblich eingeschränkt.

Aart Jurriaanse (1907–2002) war ein südafrikanischer Autor, der auch einige Zusammenstellungen aus den Werken von Alice A. Bailey veröffentlicht hat. Er hatte Share International freundlicherweise die Erlaubnis zum Abdruck seiner Artikel gegeben, wie sie erstmals in dem Buch Bridges (1978, deutsche Ausgabe: Philosophie der Synthese: Eine Einführung in die zeitlosen Weisheitslehren, Verlag Hans-Jürgen Maurer, Frankfurt, maurer.press) erschienen sind. Diese inspirierenden und informativen Artikel, die wir hier in loser Folge wiedergeben, behandeln spirituelle Sichtweisen, die sich von den alten Archiven der Meister bis in unsere Zeit erstrecken.


Bei jedem seiner weltweit gehaltenen Vorträge, und praktisch an jedem Tag seines Lebens wurden Benjamin Creme zahlreiche Fragen zu einer Vielzahl von Themen gestellt. Wir präsentieren hier eine Auswahl an Antworten, die für unsere Zeit allgemein von Bedeutung sind.

F. Ist Energie eine Folge von Bewusstsein? (Mai 1996)
A. Nein. Bewusstsein ist ein Energie-Aspekt. Alles ist Energie, und das, was wir Bewusstsein nennen, ist eine ganz bestimmte Energiequalität, die von der Seele verkörpert wird. Alles, was man sehen kann oder könnte oder zu sehen meint, ist Energie. Die ganze Schöpfung ist Energie unterschiedlicher Schwingungsraten. Die Schwingungsrate bestimmt die Form, die die Energie annimmt. Bewusstsein kann man nicht sehen, aber man kann es an seinen Wirkungen erkennen. Bewusstsein kommt aus unserer Seele, und je beseelter wir sind, desto bewusster sind wir. Ein Meister hat im Vergleich zu uns einen sehr hohen Bewusstseinsgrad, da er völlig von der Seele durchdrungen ist.

F. Sicher ist es möglich, zwischen dem Licht im Inneren und dem von außen zu unterscheiden. Wir werden als Gruppe von Licht von außen überflutet, vor allem an einem solchen Transmissionsmeditationswochenende. Wie wirkt sich das Licht bei Transmissionen, Überschattungen und beim Segen auf unseren Körper und auf unser Bewusstsein aus? Wie unterscheiden sich das innere und das äußere Licht und wie wirken sie zusammen? (Januar/Februar 1999)
A. Wenn Sie in einer Transmissionsgruppe sind, auf Messen arbeiten, Vorträge halten und so weiter, senden Sie das Licht des Wissens aus. Sie nehmen Licht auf und senden es aus. Transmissionsmeditation und Ihre mit dieser oder anderer spiritueller Arbeit verbundenen Tätigkeiten haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Chakras. Die Seelenaktivität wird verstärkt und daher auch das Seelenlicht. Dadurch wird das Licht, das in den Ätherkörper ein- und ausfließt, intensiviert, wodurch auch die Chakras angeregt werden. Das alles zusammen schafft vor allem in einer Gruppe einen Zustand geistiger Spannung. Diese Spannung hat in geringerem oder höherem Maße jeder. Der jeweilige Wert eines Menschen für die Welt, sein Wert für diese Arbeit ist an seinem geistigen Spannungszustand ablesbar. Je größer dieser ist, desto kreativer ist ein Mensch, und umso größer ist sein geistiger Wert für die ganze Welt.

Wir müssen geistige Spannung erzeugen. Ohne Spannung geschieht nichts. Es ist etwa so, als hätten Sie eine geistige Uhrfeder in sich, die durch jede geistige Beschäftigung – natürlich auch Transmissionsmeditation – wie in einem Uhrwerk aufgezogen wird. Sie dreht sich bis zu dem Punkt, wo es nicht mehr weitergeht, ohne dass die Feder bricht. Dann spult sie zurück, und es tritt eine Bewusstseinsveränderung ein. Jeder Mensch macht diesen Prozess durch. Vor jeder Bewusstseinserweiterung gibt es eine Phase geistiger Spannung. Jede spirituelle Aktivität – wie bei der Überschattung, dem Segen, der Transmissionsmeditation, bei geistiger Arbeit – steigert das spirituelle Engagement und zieht so die Feder auf. Dann kommt ein Zeitpunkt, wo die Spannung nicht mehr weitergetrieben werden kann, sie lässt nach – und Ihr Bewusstsein erweitert sich. Auf diese Weise kommen Sie voran. Darin liegt der Schlüssel zur Bewusstseinserweiterung und daher auch der Evolution.

Je mehr Sie Transmissionsmeditation praktizieren – sofern Sie angeschlossen sind –, umso mehr handeln Sie im geistigen Sinne, umso mehr werden Sie zum Erzieher, und umso mehr verbreiten Sie das Licht des Wissens, der Seele, der Weisheit, der Intuition. Sie alle sind Teil des großen Lichts und gehören zu verschiedenen Aspekten Ihres Seins – und das alles zieht die Uhr auf, steigert die spirituelle Spannung.

Das gilt für alle Gruppen. Jede Gruppe setzt bei ihrer Arbeit zu einem bestimmten Anteil Seelenenergie und auch Persönlichkeitsenergie ein. Die Prozentzahlen der Gruppen sind unterschiedlich. Bei den meisten Gruppen, die ich kenne und mit denen ich zusammenarbeite, ist der Anteil der Seelenenergie sehr viel größer als der der Persönlichkeitsenergie. Die Gruppe – damit meine ich die Gruppen auf der ganzen Welt mit Ausnahme von ein oder zwei Gruppen – arbeitet auf einem sehr hohen Seelenenergieniveau, weil die Idee sie inspiriert, dass Christus in der Welt ist. Ihre Seele hat auf die große, magnetische Idee der Wiederkehr des Christus und der Hierarchie der Meister angesprochen. Das hat das Feuer, das wir Seele nennen, in ihnen entzündet. Dadurch sind überall auf der Welt diese Gruppen entstanden, die immer mehr werden, und Stufe für Stufe einen Punkt erreichen, wo das Licht, die Energie und die aufgebaute Spannung so intensiv werden, dass letztere sich löst – die Feder spult zurück. Das bedeutet keinen Energieverlust, sondern eine Bewusstseinsverlagerung, wie sie vor jeder Einweihung geschieht. Jede Einweihung ist das Ergebnis dieser manifestierten spirituellen Spannung. Nur so wird es möglich, das Licht des Einweihungsstabs auszuhalten.

F. Welche Beziehung besteht zwischen der Antahkarana und der Kontinuität des Bewusstseins? (Januar/Februar 1994)
A. Kontinuität des Bewusstseins entsteht, wenn die Antahkarana geschaffen wird. Ohne die Antahkarana kann es keine Bewusstseinskontinuität geben. Kontinuität des Bewusstseins besteht dann, wenn es keine Bewusstseinslücke mehr zwischen Wachen und Schlafen und zwischen Schlafen und Wachen gibt. Wenn der Mensch, ein bewusstes, denkendes Wesen, schlafengeht, und dabei den Zustand des Gewahrseins aufrechterhält und seine Erfahrungen während des Schlafs wieder zurück auf die physische Ebene bringt, dann nennt man das Kontinuität des Bewusstseins.

Es gibt noch einen anderen, weiterentwickelten Aspekt: Das ist die Kontinuität des Bewusstseins zwischen einem und dem nächsten Leben. Sie sterben bewusst. Sie bleiben sich auch außerhalb des Körpers ganz der Tatsache bewusst, wer und was Sie sind, was Sie erreicht haben und was Ihr Ziel ist. Sie inkarnieren sich dann in vollem Bewusstsein Ihres vorherigen Lebens und mit allem, was Sie erreicht haben. Eine Kontinuität des Bewusstseins in diesem Sinne ist viel seltener als zwischen Wachen und Schlafen. Aber mit dem Aufbau der Antahkarana wird sich schließlich auch dies entwickeln, und keine Zeit wird mehr verschwendet werden.

Die Folge eines nicht kontinuierlichen Bewusstseins ist, dass durch Unkenntnis Zeit verschwendet wird. Wir sind für einen Moment aufmerksam und sind es im nächsten schon wieder nicht. Wir legen uns schlafen oder wir sterben, und verschwenden Zeit damit, uns an das zu erinnern, was wir vor dem Schlaf wussten oder was wir im letzten Leben wussten. Ohne die Kontinuität des Bewusstseins wird viel Zeit vertan. Aber es ist offensichtlich, dass mit einem solchen Bewusstsein der Weg schneller, zügiger und direkter sein kann. Wenn der Mensch erst einmal geschult ist, kann in kürzester Zeit eine enorme Entwicklung stattfinden.

F. Sie sagten, Buddhi sei wirkliches Gruppenbewusstsein. Können Sie sagen, wie sich Buddhi, die Energie von Liebe und Weisheit als Gruppenbewusstsein manifestiert? (Januar/Februar 1994)
A. Es wird erweckt, wenn die Blütenblätter der Liebe im Scheitelzentrum geöffnet sind. Dadurch wird der Seeleneinfluss stärker und die Art des Bewusstseins verändert sich; der Mensch verliert das Gefühl ein separates Selbst zu sein. Die meisten Menschen haben das Gefühl, eine isolierte Persönlichkeit, Herr oder Frau XY, zu sein. Sie erkennen sich als das, was sie ihm Spiegel sehen und halten das für ihr Selbst, was so nicht stimmt. Sie betrachten dieses Bild als eine gesonderte Person und sind sich ihrer selbst sehr bewusst.

Jedermann ist selbstbewusst. Sie brauchen sich nur umzuschauen, um das festzustellen. Jeder steht im Zentrum des Universums. Wir sind der Mittelpunkt des Lebens und das Universum dreht sich um uns. Eigentlich meinen wir, dass das einzige, was zählt, wir selbst sind: Bekommen wir genügend zu essen, genügend Sex, hofiert man uns genügend, ist man freundlich zu uns und erweist uns genügend Achtung? Jeder erwartet Anerkennung. Jeder muss uns mit Respekt, Liebe, Zuneigung und Freundlichkeit behandeln. Unsere Mitmenschen sollen uns ihre Liebe zeigen, sie sollen anerkennen, dass wir das Zentrum des Universums sind und darum allen Respekt, alle Freundlichkeit und Liebe verdienen. Andere Menschen sind hier, so meinen wir, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen. Zum großen Teil handelt es sich dabei nicht um das, was wir brauchen, sondern um das, was wir wünschen. Es sind unsere Wünsche, und das ist das Problem. Das vermittelt uns das Gefühl, allein und isoliert zu sein und gewissermaßen im Wettbewerb, im Krieg mit der Welt zu stehen, um das von ihr zu bekommen, was wir haben wollen. Was uns an anderen Menschen stört, ist, dass sie nicht gleich einsehen, nicht sehen, dass sie für die Erfüllung unserer Wünsche zuständig sind. Das ist eine Erfahrung, die jeder von uns macht.

Wenn die Seele im Laufe unserer Entwicklung zum Millionstenmal an die Tür klopft, sagt sie schließlich: So ist das nicht. Du bist nicht das Zentrum des Universums. Du lebst nicht als ein einzelnes Wesen. Es gibt nur mich, die Seele. Ich weiß, dass ich nicht getrennt von dir bin. Eines Tages dringt die Botschaft der Seele, dass dies nicht die Wirklichkeit ist, durch. Das Gefühl, das Zentrum des Universums zu sein, schwindet allmählich, es verblasst.

Die eigentliche Wahrheit ist, dass die Seele lebt, und dass der Mensch, der Mann, die Frau, nur eine Spiegelung ist, ein Instrument für die Seele. Die Persönlichkeit mit all ihren Hoffnungen, ihren Träumen, Wünschen und Bedürfnissen ist einfach für eine gewisse Zeit ein Traumgebilde, eine Täuschung, eine Erschaffung auf der stofflichen Ebene. Sie ändert sich dauernd, keinen Moment ist sie gleich. Sie altert sogar, und das betrachten wir als eine Tragödie, besonders dann, wenn es gerade passiert. Allein der Gedanke daran ist für die meisten Menschen schon unerträglich.

Tatsache ist, dass, sobald die Seele ihren Träger darüber informiert, der Mensch etwas von dem Gefühl der Isoliertheit verliert und sich die Prioritäten im Leben ändern. Was wichtig war, wird nun unwichtig, verliert seine Notwendigkeit, verblasst allmählich. Während andere Dinge, wie Dienst, an Wichtigkeit gewinnen. Dienst ist etwas Unpersönliches, er nimmt zu, wenn die Persönlichkeit schwindet. Ist der Mensch so auf seine Seele eingestimmt, und beginnt diese, sich durch die Persönlichkeit zu manifestieren, findet der Übergang vom Persönlichen zum Unpersönlichen, vom Astralen-/Emotionalen zum Herzen statt. Das Herz ist immer unpersönlich. Zwar fühlt es sich so an, als ob es persönlich sei und von persönlichen Erfahrungen bewegt wird, aber es ist im Grunde unpersönlich. Emotionen hingegen sind immer ganz persönlich, sie haben mit Verlangen zu tun. Dieses Verlangen kann von hoher Gesinnung sein, bleibt aber dennoch Verlangen. Die Veränderung kommt zustande durch das wachsende Gewahrwerden der Natur der Seele und daher der Natur allen Lebens. Die Seele ist die Voraussetzung dafür, dass sich Leben in der Welt darstellen kann. Sie ist ein Instrument, ebenso wie der physische Körper mit seiner astral-emotionalen Ausstattung ein Instrument ist. Die Wirklichkeit ist das Leben. Dieses Leben strömt durch all die verschiedenen Formen. Eine dieser Formen ist die Seele. Eine andere Form, eine Reflexion der Seele, ist der inkarnierte Mensch.

Maitreya sagt: „Nur das Selbst zählt.“ Das Selbst ist das Leben. Nur das Selbst zählt. Sie sind dieses Selbst, ein unsterbliches Wesen. Unser Problem ist, das wir das nicht erkennen. Wir identifizieren uns nicht mit diesem unsterblichen Wesen und daher leiden wir. All das Leid und all der Schmerz, die ganze Grausamkeit dieser Zeit ist das Ergebnis dieser falschen Identifikation. Der Pfad zurück ist der Bau der verbindenden Brücke, der Antahkarana. Maitreya würde einfach sagen: Praktiziere drei Dinge: Ehrlichkeit im Denken, Aufrichtigkeit im Gemüt und innere Gelassenheit. Sobald Sie die Antahkarana erbauen, bringen Sie diese drei Dinge unwillkürlich zum Ausdruck, und indem Sie diese anwenden, erbauen Sie automatisch die Antahkarana. Die Antahkarana der Menschenrasse entsteht durch die schrittweise Umsetzung der Erkenntnis der Menschheit, dass sie die Seele, das Selbst ist, und das durchdringt die Erfahrung, die wir Leben nennen. Aber das Leben selbst ist es, das in allen Formen spielt, und ihr Realität, Dynamik und Ausdruckswillen verleiht.

F. Warum erinnern wir uns nicht an unsere früheren Leben? (Juli/August 1995)
A. Wenn wir eine Bewusstseinskontinuität erreicht haben, können wir uns auch daran erinnern. Wir haben diese Bewusstseinskontinuität aber nicht einmal vom Schlaf- bis zum Wachzustand. Vielleicht erinnern wir uns noch an einige Träume, das aber ist eine Aktivität des astral-emotionalen Körpers im leichten Schlaf. Im Tiefschlaf träumen wir nicht, nur wenn der Schlaf leichter wird und wir aus dem Tiefschlaf auftauchen, fangen wir an zu träumen, und an diese Träume können wir uns manchmal erinnern.

Doch wir können uns meistens nicht an das erinnern, was im Tiefschlaf passiert. Und genauso wenig erinnern wir uns an den Übergang vom Leben in den Tod, noch an den vom Tod ins Leben zurück. Wir werden den Tod einmal ganz bewusst durchleben und wissen, wer und was wir sind, warum wir hier sind, was wir tun, und dann auch genauso bewusst zurückkommen.

Wenn wir uns im Evolutionsprozess einmal weiterentwickelt haben, wird das genauso ablaufen. Am Ende des Evolutionsprozesses haben die Eingeweihten der Welt, die sich diesem Prozess bewusst unterziehen, schließlich Bewusstseinskontinuität entwickelt. Sie kommen in die Welt, weil sie den Evolutionsplan kennen. Sie kommen in die Welt, um dem Plan zu dienen und nicht nur aus karmischer Notwendigkeit, obwohl es auch karmische Notwendigkeiten geben wird.

F. Ist die Technik der astralen oder mentalen Projektion ein Weg zur Erreichung der Kontinuität des Bewusstseins? Was ist der Unterschied zwischen astraler und mentaler Projektion? Kann die eine oder andere gefährlich sein? Kann man sie anwenden, um anderen zu helfen? (Mai 1988)
A. Astrale Projektion führt nicht zur Kontinuität des Bewusstseins, kann aber ihre Folge sein, wobei dann die Projektion bewusst eingeleitet wird (zum Dienst auf den astralen Ebenen). Die mentale Projektion als solche gibt es eigentlich nicht, denn auf dieser Ebene ist eine bewusste Projektion wirklich Seelenaktivität und setzt diese Kontinuität des Bewusstseins voraus. Auf diese Weise wird auf den astralen Ebenen viel Hilfe erteilt. Astrale Projektion ohne Hilfe und Führung eines Meisters oder eines erfahrenen höheren Eingeweihten kann sehr gefährlich sein.


Die Help Foundation versorgt bedürftige, obdachlose ältere Menschen mit frisch zubereiteten Mahlzeiten, um ihre Lebensqualität zu verbessern und sicherzustellen, dass sie sich ausgewogen ernähren (Foto: Hfindia5, Wikimedia Commons)

Der Mensch ist dazu geschaffen, sowohl Gott als auch dem Menschen zu dienen, und nur in dieser Weise, in diesem wahren Dienst, lässt sich der Weg zu Gott beschreiten. Macht euch Neuorientierung, Wiederaufbau und Wandel zur Aufgabe.
Jeder Mensch ist ein Leuchtturm und verbreitet Licht für seinen Bruder. Lasst euer Licht leuchten, um den Weg zu weisen.
Ihr werdet alle gebraucht, jeder Einzelne. Niemand ist zu gering oder zu jung, um an dem großen Plan der Rettung und Wiederherstellung unserer Welt teilzunehmen. Entschließt euch dazu und seid meiner Hilfe gewiss.
Wie beginnen? Widmet euch und all das, was ihr seid und bisher wart, dem Dienst an der Welt – dem Dienst an euren Brüdern und Schwestern überall. Lasst keinen einzigen Tag ohne einen wirklichen Akt des Dienens vergehen und seid meiner Hilfe gewiss.
Dieser Weg des Dienens ist der einzige Weg für wahre Menschen, denn dieser Weg führt sie zu Gott.
Meine Leute versammeln sich bereits um mich, sie folgen meinem Ruf und vollbringen mehr, als sie wissen. Zusammen werden wir eine neue und bessere Welt gestalten.
Aus Maitreyas Botschaft Nr. 13, 19. Januar 1978