Aufruf zur Vernunft

von Meister -, übermittelt von Benjamin Creme

Die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika nähern sich jetzt einem kritischen Augenblick der Entscheidung. Denn von ihrer Entscheidung im November dieses Jahres kann das künftige Glück vieler Millionen Menschen nicht nur in Amerika, sondern auch in vielen anderen Ländern abhängen. Man sollte denken, dass diese Entscheidung nicht schwerfallen dürfte und dass die richtige Wahl für alle, die Frieden und mitmenschliche Beziehungen schätzen, auf der Hand liegt.

Es scheint jedoch Leute zu geben, die anders darüber denken und sich selbst das Recht vorbehalten, in andere Länder einzufallen unter dem Vorwand, dass diese sich gegen sie verschworen hätten und ihnen Schaden zufügen wollten. Den Präventivkrieg, sollte man meinen, haben moderne, zivilisierte Staaten schon lange aufgegeben und als Ausdruck einer rechtlosen Vergangenheit des Menschen hinter sich gelassen. Doch leider ist das, wie wir sehen, nicht der Fall. Die jetzige amerikanische Regierung zeigt keine Spur von Reue über ihre unrechtmäßige und grausame Invasion im Irak, sondern versichert stolz, dass sie bei einer Wiederwahl fest entschlossen ist, ihr Programm der Plünderungen in ihrem „Krieg gegen den Terror“ fortzusetzen.

Ein Phantom
Einen „Krieg gegen den Terror“ zu führen, heißt ein Phantom zu bekämpfen – ein nutzloses, kostspieliges und gefährliches Manöver. Terror ist eine Hydra: ein vielköpfiges Ungeheuer, dem für jeden abgeschlagenen Kopf, wie Herkules entdeckte, zwei neue wachsen. Diese US-Regierung ist in ihrer Arroganz und Ignoranz blindlings in diese Falle gegangen. Die Leidtragenden sind dabei das amerikanische Volk, ihre Opfer und die Welt insgesamt.

Es gibt nur einen Weg, dem Terror zu begegnen und diesem Krebsgeschwür in unserer Mitte ein Ende zu bereiten: die Ursache herauszufinden.

Natürlich hat der Terrorismus mehrere Ursachen, aber im wesentlichen ist es die unausgewogene Verteilung der Weltressourcen. Dadurch entsteht diese gefährliche Kluft zwischen den Nationen, die Menschen dazu treibt, Terror anzuwenden, um ihre Träume zu verwirklichen. Das sind verzweifelte Menschen, die glauben, dass sie nichts mehr zu verlieren haben. Und es gibt eine gewaltige, noch schweigende Armee solch verzweifelter Menschen, die bereit sind, wenn nötig, auch für die ersehnte Gerechtigkeit zu sterben, die ihnen, wie sie zu Recht meinen, zusteht.

Ein „Krieg gegen den Terror“ kann solch eine Armee niemals besiegen. Arrogante Posen werden sie von den Bastionen der westlichen Welt nicht vertreiben.

Kein Land, wie stark es auch ist, kann den Terrorismus aus eigener Kraft besiegen, denn er entsteht aus der Ungerechtigkeit, die unsere Welt entstellt.

Teilen
Nur wenn die Menschen lernen, zu teilen, werden wir das Ende des Terrorismus erleben. Nur durch Teilen kann das Ziel – Gerechtigkeit und Freiheit – erreicht werden. Wir appellieren an euch, Bürger der großen und gesegneten Vereinigten Staaten von Amerika: Denkt sorgfältig nach und folgt, wie gewohnt, eurem Herzen, wenn ihr eure Stimme abgebt. Stimmt für den Frieden, für Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit.