Share International, November 2019

Lesen Sie im Folgenden Auszüge aus der deutschen Printausgabe.

Die neue Einfachheit

von Meister —, übermittelt von Benjamin Creme

Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister vorgesehen, dass seine Artikel auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden sollten.Tatsächlich scheinen vieledieser Artikelheute sogar noch relevanter zu sein als zu der Zeit, in der sie zum ersten Mal erschienen sind.

Es wird nicht mehr allzu lange dauern, bis eine Zeit kommt, wo die Menschen mit Sicherheit wissen, dass sie Götter sind. Diese Göttlichkeit wird sich als Brüderlichkeit beweisen und durch eine Kultur auszeichnen, in der die Menschheit gottgegebene Fähigkeiten und Kräfte entfalten wird.

Inspiriert von Christus und den Meistern werden die Menschen Kenntnisse und Einsichten gewinnen, die ihnen einen Ausblick auf ein neues Lebensgefühl und einen neuen Lebenssinn eröffnen. Daraus ergeben sich unweigerlich neue Formen, neue Lebens- und Arbeitsweisen, neue Produktionsmethoden, neue Motive und Ziele, an denen man die Errungenschaften der Menschen messen wird. Diese völlig neue Lebenseinstellung wird sich in neuen mitmenschlichen Beziehungen und neuen Ritualen widerspiegeln.

Anfangs werden die Veränderungen noch langsam vor sich gehen; doch sie werden zunehmen und allmählich die Welt umgestalten. Jede Nation wird mit ihren spezifischen Eigenschaften zu einer neuen Weltharmonie beitragen. Vor allem aber wird ein neuer Geist des guten Willens die Menschen motivieren und zu einem echten, dauerhaften Frieden führen. So wird es sein. So wird die „Sehnsucht aller Völker“ mitten unter uns Wirklichkeit. Auf diese Weise werden sich die Menschenkinder als Gotteskinder erfahren.

Viele warten auf die Manifestation eines großen Lehrers, eines Avatars, eines Führers, der sie sicher durch das Labyrinth der gegenwärtigen Schwierigkeiten und Gefahren lotst und ins „gelobte Land“ führt, „in dem Milch und Honig fließen“, in ein Land des Überflusses und der Fülle. Diese Vorstellung von dem großen Lehrer ist nicht ganz falsch, doch spiegelt sich darin auch eine zutiefst materialistische Anschauung. Gewiss wird es Überfluss geben, der dem Menschen neues Leben auf allen Ebenen bringt. Dieses „neue Leben“ ist ein spirituelles Geschenk des Kosmos, für das der Christus steht und das allen Menschen zusteht.

. Aber ein Land der Fülle könnte schon heute für jeden Menschen möglich sein. Man muss nicht erst auf einen Avatar warten, um die herrschenden Übel zu beseitigen. Kein Retter ist nötig, wo sich der Mensch selbst helfen kann. „Nehmt die Bedürfnisse eures Bruders zum Maßstab eures Handelns und löst damit die Probleme der Welt.“ Das sagte der Christus und umriss damit die einfachen Schritte zu Gerechtigkeit und Wohlstand für alle.

Viele erwarten von dem Avatar, dass er ihre individuellen Leiden kuriert, und vergessen dabei, dass die Heilung in ihrer Hand liegt. „Kein Mensch ist eine Insel“, noch war er je dafür bestimmt, denn wenn die Grundbedürfnisse aller befriedigt werden, wird es dem Einzelnen ebenfalls gut gehen.

Wohlstand ist ein Zustand, „in dem niemand Mangel leidet“, in dem es weder sehr Reiche noch sehr Arme gibt. Von diesem segensreichen Stadium sind die Menschen heute noch weit entfernt, solange Luxus und Hungersnot Tür an Tür wohnen.

Der Christus wird die Menschen zu einer neuen Einfachheit und damit zu brüderlichem Teilen ermutigen. Zusammenarbeit wird der Grundton dieses einfachen Lebens und das Teilen der Ressourcen an der Tagesordnung sein. Auf diese Weise kann sich die Göttlichkeit des Menschen manifestieren und der große Plan von der Menschheit umgesetzt werden.

Für die Menschen beginnt jetzt ein großes Abenteuer, das sie zu den höchsten Höhen führen wird. Einfachheit wird das Merkmal dieses neuen und sinnerfüllten Lebens sein. Mit den „Wassern des Lebens“ des Wassermannzeitalters wird den Menschen ein geistiger Reichtum zufließen, nach dem sich im Herzen alle sehnen.

Infolgedessen wird man die Probleme Geld und Macht, Privilegien und Prestige auf eine ganz neue Weise angehen. Der Wunsch, der Gemeinschaft zu dienen, wird das Streben nach Gewinn ablösen und die Sehnsucht nach Gerechtigkeit die zerstörerische Habgier überwinden. Jeder ist daran beteiligt, diese neue Freiheit zu schaffen. Alle, die spüren, was in dieser Zeit geschieht, sind gefordert, ihre Aufgabe gut zu machen. (Share International, Mai 1987)

Nur Teilen und Gerechtigkeit, wird [Maitreya] sagen, können die Zukunft der Menschen sichern. Strebt nach Einheit und Zusammenarbeit, denn die Menschen dieser Erde sind ein unteilbares Ganzes. „Seht euch selbst in eurem Bruder“ und macht den ersten Schritt auf dem Weg zu eurer Göttlichkeit. „Nehmt die Bedürfnisse eurer Brüder zum Maßstab eures Handelns und löst damit die Probleme der Welt. Einen anderen Weg gibt es nicht.“Das wird er sagen, wenn er sich an die Menschen dieser Erde wendet, um bei ihnen ein Umdenken zu bewirken.

Benjamin Cremes Meister: „Die Blasphemie des Krieges“, Share International, September 2009


Fragen und Antworten

Die folgenden Fragen und Antworten stammen von einer Vortragsveranstaltung mit Benjamin Creme, die im Mai 2005 in Osaka, Japan, stattfand.

F. Warum ist die Transmissionsmeditation oder irgendeine andere Meditation der beste Dienst?

A. Ich habe niemals gesagt, dass die Transmissionsmeditation oder irgendeine andere Meditation generell der beste „Dienst an der Welt“ sei. Die Transmissionsmeditation ist zwar vor allem Dienst, aber es gibt auch sehr viele andere Formen des Dienstes. Der Unterschied zwischen Transmissionsmeditation und anderen Formen des Dienstes ist, dass die Transmissionsmeditation eine von den Meistern entwickelte wissenschaftliche Meditation und daher zu 100 Prozent effektiv und wissenschaftlich ist. Sie ist eine Möglichkeit, der Welt zu dienen, und wahrscheinlich die wirksamste, wenn man den Zeit- und Energieaufwand berücksichtigt. Sie könnten auch eine Mutter Teresa werden und Menschen in schrecklichen Lebensumständen, beispielsweise Kranken und Sterbenden helfen – das ist eine sehr beschwerliche Form des Dienstes. Das Besondere an der Transmissionsmeditation ist, dass sie eine sehr einfache Methode und gleichzeitig eine außerordentlich effiziente Form des Dienstes ist. Sie konnte erst jetzt eingeführt werden, weil es jetzt genügend Menschen in der Welt gibt, die dazu in der Lage sind.

Die Meister der geistigen Hierarchie sind nicht nur die Hüter des Evolutionsplans, sondern auch der Energien, die diesen Plan ermöglichen. Diese Energien, die von den Meistern freigesetzt werden, stammen aus kosmischen, solaren und außerplanetaren Quellen und haben enorm hohe Schwingungen. Bisher und bevor Maitreya beschloss, in die Außenwelt zurückzukehren, war es unmöglich, solche Energien freizusetzen, außer zumeist durch religiöse Gruppen und daher über die emotional-astralen Ebenen. Die Energien werden also über die Astralebenen freigesetzt – abgesehen von einer Übermittlung durch höher entwickelte Eingeweihte –, was die Reichweite ihres Wirkens zwangsläufig auf diese Ebenen und die darunterliegenden beschränkte.

Erst heute gibt es eine ausreichende Anzahl von Jüngern oder Aspiranten auf die Jüngerschaft, die diese Energien, zumindest in einem gewissen Maß auf den mentalen Ebenen absorbieren können statt nur auf den astral-emotionalen Ebenen. Würden die Meister die Energien auf der Ebene freisetzen, auf der sie diese selbst empfangen, wären diese zu hoch und würden von der Menschheit bloß „abprallen“. Aber durch die Transmissionsmeditationsgruppen, die es jetzt weltweit gibt, können die Energien absorbiert und auf eine der Mentalebenen statt auf die Astralebenen „heruntergestuft“ werden.

Diese Arbeit geht Hand in Hand mit der Aufgabe, Maitreya den Weg zu ebnen, und bietet den Beteiligten einen hinsichtlich der dafür aufgewandten Energie und Zeit unübertroffenen Dienstbereich. Angesichts des sehr geringen Zeitaufwands gibt es nichts damit Vergleichbares, das so effektiv wäre.

F. Helfen die Meister Menschen bei Unfällen? Ich denke dabei an das Zugunglück, das sich kürzlich (2005) in Japan ereignete.

A. Im Falle des Zugunglücks im April 2005 warnte Maitreya mindestens eine uns bekannte Person davor, in den Zug einzusteigen. Während der Kollision ging auf mysteriöse Weise ein Warnsignal an, auf das ein weiterer herannahender Schnellzug reagierte, sodass der Fahrer das Zusammenstoßen des Zuges mit den bereits kollidierten Zügen verhindern konnte. Das Warnlicht wurde von dem Meister in Tokio eingeschaltet, der seit 1975 in der Außenwelt lebt.

Maitreya, der Meister Jesus (der in Rom lebt) und der Meister in Tokio formten ein Kraftdreieck und lenkten diese Kraft zu dem Unfall. Eine solche Kraft wird überall dorthin gelenkt, wo Unfälle stattfinden, und darüber hinaus wird alles getan, was im Rahmen der Möglichkeiten getan werden kann, um den in den Unfall verwickelten Menschen zu helfen.

F. Die meisten Menschen führen ein eher astral-emotionales Leben entsprechend der gegenwärtigen Zeit, und daher denke ich, dass es schwierig sein wird, sie zu verändern. Ich wünschte, ich könnte mein Leben noch einmal von vorne beginnen! Was kann ich tun?

A. Es stimmt, dass es manchen Menschen sehr schwer fällt, die Zukunft anzunehmen, die auf einer völlig anderen Lebenseinstellung basiert. Es hängt zu einem gewissen Maß auch davon ab, wie alt sie sind. Älteren Leuten fällt es vermutlich schwerer als jungen Menschen. Die Welt ist eigentlich in zwei Gruppen geteilt.

Die eine Gruppe sind diejenigen, die der emotionalen und mentalen Lebensauffassung der Vergangenheit verbunden sind. Sie lieben die Vergangenheit, sie haben es in der Vergangenheit gut gehabt und sehen nun zu ihrem Entsetzen, wie die alten politischen, ökonomischen, religiösen und sozialen Strukturen überall dahinschwinden und zusammenbrechen, und das macht ihnen richtig Angst. Es sind Fische-Menschen: Die Ideen, die Realitäten und Strukturen [des Zeitalters] der Fische sind das, was sie kennen und kannten, und diese sollten ihrer Ansicht nach auch erhalten bleiben. Sie wollen keine Veränderung, Veränderung ist schmerzhaft. Sie meinen, wenn schon die gegenwärtige Existenz so extrem schmerzhaft ist, dass eine Veränderung alles womöglich noch viel schlimmer machten würde. Das ist die emotionale Decke, in die sich diese Menschen einwickeln.


Briefe

Nahaufnahme

Am 30. Dezember 2003 fuhr ich meinen Sohn und seine Freundin zum Bahnhof in Melun. In der Thiers Avenue sahen wir einen Mann in weißer Kutte auf dem Gehweg, der wie ein Mönch aussah. Er trug eine Brille. Er hatte keinen Koffer dabei, aber ein Pappschild mit der Aufschrift „Richtung Etampes“. Ich winkte ihm zu! Als ich an ihm vorbeifuhr, sah ich im Rückspiegel, dass er mich ansah. Sein Blick erschien so nah, als säße er im Auto hinter mir.

Die Freundin meines Sohnes fragte mich: „Wer ist das?“ Ich: „Es könnte Maitreya sein, der Weltlehrer.“ Sie: „Also ist er dann wie Jesus und kann jede menschliche Gestalt annehmen?“ – „Ja.“ – „Das ist also etwas sehr Positives?“ – „Ja, es ist ein Zeichen, dass wir sehr schöne Ferien haben werden.“

Sie freute sich darauf, ihre Familie zu sehen, war aber deshalb auch etwas besorgt. Ich hatte das Gefühl, dass sie eine Aufmunterung brauchte. Ich würde nun gerne wissen, ob das wirklich Maitreya oder bloß Einbildung war?

P. M., Frankreich
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass der „Mönch“ Maitreya war.)

Den Elementen trotzen

ich denke, dass es 1998 war, als wir im Winter eine Transmissionsmeditation im Nelson Volunteer Centre abhielten und ein katholischer Priester und sein junger Freund daran teilnahmen. Der junge Mann war nur leicht bekleidet, er trug ein kurzärmeliges Hemd. Wir fragten ihn, ob es ihm warm genug sei. Er meinte, ja. Unsere Gruppe dagegen war wie Eskimos gekleidet. Ich fragte den älteren Herrn, wohin ihre Reise gehen würde – nach Australien, sagten sie. Sie verließen die Meditation nach einer Stunde. Es war nichts Ungewöhnliches an ihnen, trotzdem fand ich es eigenartig, dass sie wie im Sommer gekleidet waren. Wer waren sie?

B. H., Nelson, Neuseeland
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass es Maitreya und der Meister Jesus waren.)

Zwei Briefe von derselben Person:

Gelassenheit

(1) Vor einigen Jahren (Brief vom Januar 2004), nicht lange nach meinem ersten Besuch eines Vortrags von Benjamin Creme im Friends House, war ich in der South Street in Worthing unterwegs. Auf dem Vorplatz einer großen Bank saß ein hochgewachsener langhaariger Mann mit einem kleinen Pappschild, auf dem er um Geld bat.

Ich entdeckte ihn aus einiger Entfernung und dachte, dass ich ihm etwas geben werde. Als ich bei ihm ankam, sah er mich an. Ich erklärte ihm, dass ich gerade auf dem Weg zur Bank sei und dann wiederkäme, um ihm etwas Geld zu geben. Er sagte nur: „OK, Kollege“, und nickte. Er hatte lange schwarze Haare und trug ein schwarzes Sakko. Er sah mich mit seinen sehr hellblauen Augen direkt an und hatte etwas sehr Friedliches und Gelassenes an sich.

Ich kam zurück und gab ihm etwas Geld. Er sah mich wieder an und sagte nur: „Danke, Kollege.“ Er hinterließ einen bleibenden Eindruck bei mir – ich bin noch nie jemandem begegnet, der trotz seiner Notsituation eine so starke Ausstrahlung hatte. War das Maitreya oder der Meister Jesus?

(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass der Mann der Meister Jesus war.)

Vollkreis

(2) Im Mai 2003 ging ich die Montague Street in Worhing entlang, um einen Film mit Aufnahmen von „Lichtmustern“ in dieser Gegend entwickeln zu lassen.

Auf einem dunkelblauen Ladenschild einer Hilfsorganisation für kranke Tiere entdeckte ich kleine schwache Lichtkreise und blieb stehen, um sie mir kurz anzusehen. Dabei verwandelte sich plötzlich einer dieser blassen blauen Kreise in einen vollkommenen, leuchtenden weißen Kreis und dann genauso schnell wieder zurück in seine ursprüngliche Form.

Es war, als ob ein Scheinwerferlicht an und ausgeschaltet würde. Etwa eine Stunde später kam ich wieder an dem Ladenschild vorbei und schaute es mir an. Zu meiner Überraschung geschah es wieder, derselbe Wechsel zu einem vollen weißen Kreis und zurück.

Einige Zeit zuvor hatte ich Fotos von diesen „blassen“ Kreisen gemacht und gehofft, eines Tages bessere Aufnahmen davon machen zu können. Wurden diese „leuchtenden Kreise“ von Maitreya manifestiert?

R. E., Worthing, West Sussex, Großbritannien
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass, ja, die Kreise von Maitreya manifestiert wurden.)

Alles ist möglich

Vor einigen Jahren (Brief vom April 2004) hatte ich einen Autounfall und musste wegen innerer Blutungen einige Tage im Krankenhaus bleiben, mir wurden Bettruhe und eine medikamentöse Behandlung verordnet.

Nach zwei Wochen stellte sich immer noch keine Besserung ein. Ein Freund besuchte mich und brachte mir eine Kräutermedizin mit, um zu sehen, ob das helfen würde. Teil meiner täglichen Routine waren ein Gebet und eine Heilungsmeditation. In der letzten Nacht vor einer geplanten Operation spürte ich eine starke Energiewelle durch meinen Körper strömen.

Am nächsten Morgen hörte die Blutung auf. Der Arzt konnte nicht erklären, warum, machte aber die Bemerkung: „Alles ist möglich.“

Einige Tage später wurde ich als geheilt entlassen. Ist die Heilung auf die Behandlung im Krankenhaus zurückzuführen, auf die Kräutermedizin, eine Heilung durch einen Meister oder auf eine Kombination dieser drei?

B. N., Edmonton, Alberta, Kanada
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass Maitreya die Heilung bewirkte.)

Die Schönheit des Teilens

Eines Tages nach der Arbeit im Juni 2004 verkaufte ich einige Bücher, um etwas Geld zu beschaffen. Ich versuchte aber, mir darüber keine Sorgen zu machen und genehmigte mir ein gutes Fischessen in einem kleinen Bistro. Dann ging ich in den nahe gelegenen Park. Es hatte zuvor heftig geregnet, und doch war der Rosengarten voller Blüten aller Farben, Formen und Düfte, wunderschön – wie Juwelen. Die Sonne zeigte sich und verschwand wieder. In diesem Teil des großen Gartens bewegten und unterhielten sich die Menschen sachter. Es war so wunderbar, dass ich voller Freude und Dankbarkeit war.

Dann sah ich einen jungen Mann, einen Stadtstreicher, der auf dem Rasen saß (normalerweise sitzen die Leute hier auf Bänken, weil in diesem Teil der Rasen zu den Rosenbeeten gehört), er saß da so still und sanft, als ob er die Rosen einatmen würde. Er war wie ein Teil der Szenerie und gleichzeitig, ohne Aufmerksamkeit zu erregen, wie ein Magnet voller Frieden. Seine Anwesenheit machte mich glücklich. Ich ging zu ihm hin und sagte: „Ist das nicht herrlich?“ „Ja“, sagte er und lachte.

Kurz danach hatte ich den starken Impuls, mein verbliebenes Geld mit ihm zu teilen, und ging zurück. Ich war vorsichtig, da er mich ja nicht um Geld gebeten hatte. Etwas zurückhaltend und ein wenig aufgeregt fragte ich ihn, ob er meine letzten Euro mit mir teilen wolle. Er war total überrascht und sagte es auch. Ich selbst war auch überrascht über diese Situation, über diesen starken Impuls, Schönheit und Geld zu teilen, und über meine Worte: „Ich möchte mit Ihnen teilen.“

Selbst jetzt, wo ich das niederschreibe, fühle ich mich sehr glücklich, obwohl meine Lebenssituation im Moment nicht gerade rosig ist.

Ich habe das Gefühl, dass diese Begegnung ein Segen war, selbst wenn der junge Mann ein „normaler“ Stadtstreicher war. Meine Frage ist, war es Maitreya in meinem Herzen oder war es auch Maitreya in einer äußeren Gestalt?

H. P., Hamburg, Deutschland
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass der „Stadtstreicher“ Maitreya war.)

Erkennen

Im April 2004 hatte Marc Ferry an [Benjamin Cremes Vortrag und] der Transmissionsmeditation in Paris teilgenommen. Diese zwei Tage haben ihn völlig verändert und sehr ermutigt. Er fragt, ob Sie so freundlich sein und ihm die folgende Begegnung bestätigen könnten.

Während der Transmissionsmeditation am Sonntag verließ ein Mann neben Marc die Meditation. Jemand anderes kam zu diesem Platz, doch plötzlich gab ein anderer großer, schöner Mann in Blue Jeans und rotem Polohemd diesem sehr überzeugend ein Zeichen, dass er rechts neben Marc sitzen wolle. Marc hatte sofort den Eindruck, dass dieser Mann sehr hoch entwickelt war. Aber als der Mann seine Hand in Marcs Hand legte (das ist üblich bei einer Meditation, bei der Benjamin Creme anwesend ist), erhielt Marc so starke Energien, dass er beinahe in den Raum gerufen hätte, dass „ER“ hier sei. Marc sagte innerlich, dass er es nicht täte, wenn er ein Zeichen erhielte, und der Mann nickte und drückte Marcs Hand.

Als der Mann die Meditation verließ, dachte Marc, dass dieser noch seinen Mantel holen würde, weil es an diesem Tag sehr kalt war, aber überraschenderweise ging der Mann in seinem roten Polohemd direkt nach draußen.

P. C., Arradon, für Marc Ferry, Montivilliers, Frankreich
(Benjamin Cremes Meister bestätigte, dass der Mann Maitreya war.)

Führung

Könnten Sie oder ihr Meister bitte folgende Erlebnisse erklären, die sich im gleichen Monat vor etwa 24 Jahren zugetragen haben (Brief vom Mai 2004)?

(1) Ich hielt an einer roten Ampel und „hörte“ ganz deutlich innerlich eine Stimme, die zu mir sagte: „Fahr nicht. Bleib hier“, als die Ampel auf grün schaltete. Glücklicherweise gehorchte ich, weil einige Sekunden später ein Auto vorbeiraste.

(2) Da ich mich an einem Samstag sehr zentriert und ausgeglichen fühlte, beschloss ich, auf einer 800 Quadratkilometer großen Ranch Reiten zu gehen, die in der Nähe meines Hauses in Südkalifornien liegt. Sechs Monate zuvor hatte ich bei einem Ausritt auf dieser Ranch ein wertvolles amerikanisch-indianisches Schmuckstück verloren, einen „Donnervogel“ aus Silber und Türkisen vom Stamm der Zuni, den ich immer um den Hals getragen hatte. Ich erinnere mich, dass ich jetzt auf der Fahrt dorthin dachte: „Wäre es nicht wunderbar, wenn ich meinen Donnervogel heute wiederfinden würde?“ Aber dann ließ ich den Gedanken schnell wieder aus, da es inzwischen mehrmals stark geregnet hatte und ich seit dem Verlust auch schon mehrmals ausgeritten war.

Auf halbem Wege meines dreistündigen Ausritts hielt ich an und machte eine kleine Pause. Als ich wieder aufs Pferd steigen wollte, sah ich ein Objekt im Sonnenlicht glitzern, das zwischen den Vorderbeinen des Pferdes senkrecht im Schlamm steckte. Ja – es war mein „Donnervogel“!

R. M., Los Angeles, Kalifornien, USA
(Benjamin Cremes bestätigte, dass (1) die Warnung von Meister Jesus kam, und dass (2) er von Meister Jesus zu dieser Stelle geführt wurde.)


Zeichen der Zeit

Wundersame Marienikone

USA – In einer griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Chicago entdeckte ein Hausmeister am 8. September 2019, dass einem Marienbild Tränen über die Wangen liefen. Bei weiterer Überprüfung schien die Substanz ölhaltig zu sein und hinterließ Spuren auf dem Bild. Scharen von Menschen aus dem ganzen Land strömten daraufhin in die Kirche, die sich in großen finanziellen Schwierigkeiten befand.

Manche sahen in der weinenden Marienikone ein hoffnungsvolles Zeichen, dass die 121 Jahre alte Kirche vor einem Verkauf bewahrt werden könnte; andere erlebten die Tränen als ein Zeichen der Trauer über das Schicksal der Kirche. In den vergangenen zwei Jahren hatte die Gemeinde zur Rettung der Kirche sehr viel Geld gesammelt, das aber zur Schuldenbegleichung nicht ausreichte. Einige Tage später wurde die Dreifaltigkeitskirche in einem Konkursverfahren an die Universal Life Church verkauft.

Viele glauben, dass das Öl Heilkräfte besitze und ein Segen Gottes sei. „Sie versucht, uns etwas mitzuteilen“, sagte Priester Nick Jonas, und er hoffe, dass sich daraus etwas Gutes ergeben werde. „Ich kann mir die Tränen nicht erklären, aber wir Menschen weinen meistens entweder aus Freude oder aus Trauer.“

Unter den Besuchern der Ikone war auch die Nonne Angelina aus Kalifornien. „Es ist mir ein unvergessliches Erlebnis, es wird mich immer wieder inspirieren“, meinte sie.

Inzwischen hat die Kirchenleitung das Bild zu weiteren Inspektionen entfernen lassen. Die Genehmigung zur Veröffentlichung des Fotos der weinenden Marienikone erhielt Share International von Pater Nick Jonas. Er fügte hinzu: „Christus ist mitten unter uns.“ (Quellen: usagreekreporter.com; abc7chicago.com; newskosmos.com)

Bildtext
Tränen auf der Marieniikone mit Kind in der griechisch-orthodoxen Dreifaltigkeitskirche in Chicago.
© Nicholas Jonas – mit freundlicher Genehmigung.

Belgien– Lichtmuster in Namur. Eingesandt von M.Y. aus Paris, August 2019.

Neuseeland– Lichtmuster in New Plymouth, Nordinsel, 2019. Eingesandt von einem Share International-Leser.

Großbritannien – Nach wie vor erscheinen jeden Sommer komplex strukturierte Kornkreismuster im Süden Englands.
[Fotos © Steve Alexander]
Weitere Informationen: www.temporarytemples.co.uk

Farley Mount, Hampshire, 8. Juli 2019

Stanton St. Bernard, Wiltshire, 24. August 2019

Drei Aufnahmen aus Japan mit einem jeweils noch von Benjamin Cremes Meister bestätigtem “Lichtsegen”.

Lichtsegen von Meister Jesus auf einem Foto, das am 14. Mai 2005, am Morgen von Benjamin Cremes Vortrag in der Hibiya Kokaido Hall in Tokio, aufgenommen wurde. Eingesandt von Satoshi Ishibashi aus Hiroshima

Lichtsegen von Meister Jesus. Aufnahme aus dem Jahr 2005 von Hiroko Nakanishi,.

Lichtsegen von dem Meister in Tokio. Aufnahme aus dem Jahr 2007 von Moriyo Yamagichi.


Die heilende Kraft der Natur

von Ana Swierstra Bie

Als die kleine Tochter von Håvard Hernes schwer erkrankte und die ganze Familie viel Zeit im Krankenhaus verbringen musste, erfasste sie die Sehnsucht nach einem Ort, wohin sie sich zurückziehen, Zeit miteinander verbringen und dem Stress der strengen Behandlungen und dem institutionellen Charakter von Krankenhäusern entfliehen konnten.

Hernes und die Kinderpsychologin Maren Østvold Lindheim vom Osloer Universitätsklinikum Rikshospitalet, die bereits eine lange Erfahrung hatte mit dem therapeutischen Nutzen, der sich einstellt, wenn hospitalisierte Kinder in der Nähe des Krankenhauses, an dem sie arbeitet, in die Natur hinausgebracht werden, kamen gemeinsam auf die Idee eines Geländes, wo die Patienten und ihre Familien einen Moment der Freiheit und der Ruhe vom Krankenhausalltag erlangen können und wo jene, die zu schwach sind, um viel Zeit im Freien zu verbringen, trotzdem zu einer direkten Naturerfahrung kommen können.

Die Idee wurde weiterentwickelt, und 2015, als Hernes Tochter wieder für gesund erklärt wurde, erfolgte die Gründung der Friluftssykehuset Foundation. Durch das Outdoor-Care-Retreat-Projekt arbeitet die Stiftung daran, die gesamte Behandlung während der Krankenhausaufenthalte zu verbessern, und beabsichtigt, so vielen Patienten wie möglich die Gelegenheit zu geben, zusammen mit ihren Familien während der Hospitalisierung gute Erinnerungen zu sammeln, indem sie ihnen zu Naturerfahrungen verhilft.

Die renommierte Architektur- und Designfirma Snøhetta wurde beauftragt, eine kleine Hütte zu entwerfen, die die Außenwelt in den Raum hereinlässt und die in einer natürlichen Umgebung ein paar hundert Meter vom Krankenhaus entfernt aufgestellt werden kann, etwas, das in Norwegen möglich ist, da viele Krankenhäuser am Stadtrand liegen.

Die Hütte sollte Raum bieten für Patienten mit einer Langzeiterkrankung, die eine Atempause vom Krankenhausalltag und strengen Behandlungsprogrammen brauchen, aber zu krank sind, um nach Hause zu gehen; eine Ort, wo sie von Natur umgeben sind, aber noch immer in unmittelbarer Nähe des Krankenhauses, sodass sie sich sicher fühlen können, falls sie Nothilfe brauchen sollten.

Die Gestaltung eines solchen Ortes erfordert natürlich sorgfältige Planung, und die Architekten von Snøhetta entwarfen eine Hütte, die den Baumhäusern, wie Kinder sie bauen, ähnlich sehen sollte. Sie ist aus Holz hergestellt, verfügt über Dachluken und große Fensterfronten, sodass man immer den Himmel und die Bäume sehen kann. Im Innern riecht es nach Holz, und die Fenster können vollständig geöffnet werden, um die Natur hereinzulassen. „Wenn man auf dem Boden liegt, fühlt es sich fast an, als liege man draußen im Wald“, sagt Marianne Sætre, die leitende Architektin des Entwicklungsteams.

Die Hütte fühlt sich wie ein abgeschiedener Waldzufluchtsort an und steht allen Patienten des Krankenhauses zur Verfügung, unabhängig von Krankheitsgruppen. Sie ist über einen Holzpfad mit Rollstühlen und Krankenbetten erreichbar und kann über ein Online-Reservierungssystem gebucht werden. In dieser friedlichen Umgebung können hospitalisierte Kinder mit ihren Familien zusammen sein, kranke Jugendliche können sich zwanglos mit ihren Freunden treffen und kranke Eltern können mit ihren Kindern, Verwandten und Freunden einige Zeit abseits von den Krankenhauskorridoren verweilen.

Diese Hütten werden den Krankenhäusern von der Friluftssykehuset Foundation als Schenkung übergeben, wobei das Projekt von privaten und öffentlichen Unterstützern finanziert wird.

Bisher sind zwei Hütten aufgestellt worden, eine vom Osloer Universitätsklinikum und die andere vom Krankenhaus in Kristiansand. Es wird beabsichtigt, auch anderswo in Norwegen und in anderen Ländern weitere dieser Rückzugsorte in der Nähe von Krankenhäusern zu eröffnen.

Neue Forschungen bestätigen zunehmend die greifbaren Gesundheitsvorteile, die die Natur für unsere ganzheitliche physische, emotionale und mentale Gesundheit bereithält. Obwohl der Erholungswert von Outdooraktivitäten während der Ferien oder der Freizeit von vielen anerkannt wird, benötigen wir die Natur während einer Krankheit vielleicht am allermeisten.

Das friedliche Ambiente und die Schönheit der natürlichen Umgebung, der wohltuende und beruhigende Einfluss offener grüner Räume, natürliches Licht, frische Luft und die Geräusche und das Schweigen der Natur können eine harmonisierende und erholsame Kraft mit sich bringen.

„Wir haben jetzt viele Belege, dass die Natur im Hinblick auf Stressregulierung eine Auswirkung auf uns hat“, sagt Maren Østvold Lindheim. „Wir können feststellen, dass sich der Körper beruhigt, wenn er in der Natur statt in einer bebauten Umwelt ist. Das trifft vor allem auf Kinder zu. Die Natur spendet spontane Freude und hilft Patienten, sich zu entspannen. Das Verweilen in natürlicher Umgebung schenkt ihnen wieder Ruhe, die sie zurück ins Krankenhaus mitnehmen können. In diesem Sinn hilft dieses Projekt, die Patienten zu motivieren, eine Behandlung durchzustehen, und trägt zu einem besseren Krankheitsmanagment bei“, erklärt sie.

(Quelle: fastcompany.com; frilustssykehuset.no, snohetta.com)
Ana Swierstra Bie ist Share International-Mitarbeiterin in Kristiansand, Norwegen.

Bildunterschrift
Die Hütte des Universitätsklinikums Oslo für Patienten mit einer Langzeiterkrankung, die eine Atempause vom Krankenhausalltag brauchen.


SOP – Rettet unseren Planeten

Klimaproteste weiten sich aus

„Es reicht nicht mehr, ein wenig ‚grüne Politik‘ zu machen. In einer Welt, die null Kohlendioxid anstrebt, muss jede Politik grün sein. Natürlich gibt es eine Übergangszeit, und diese muss fair sein gegenüber den betroffenen Arbeitern. Aber es braucht in einem definierten Rahmen einen Plan, der das Problem nicht einfach ignoriert.“ (Ed Miliband, früherer Minister für Energie und Klimawandel, GB)

In dieser Zeit der Polarisierung zeigt sich die Macht des Volkes. In der Woche vom 20. bis 27. September haben weltweit über 7,6 Millionen Menschen an den Protesten gegen den Klimanotstand teilgenommen. Diese gelten als einer der größten globalen Protestaktionen in der Geschichte.

Fridays for Future: Weltweit nehmen Millionen an der größten Klimademonstration aller Zeiten teil

Am 20. September 2019 gingen weltweit in 185 Ländern über vier Millionen Menschen jeden Alters auf die Straße, um Maßnahmen gegen die Klimakrise zu fordern.

Die Jugendbewegung, die 2018 von der schwedischen Schülerin Greta Thunberg ins Leben gerufen wurde, hat sich über die ganze Welt verbreitet und hat auch die Erwachsenen zum Mitmachen aufgefordert. Greta: „Wir haben gezeigt, was wir können, und jetzt ist es an ihnen [den politischen Verantwortlichen] zu zeigen, was sie können.“

Es wird geschätzt, dass am Vorabend des UN-Klimagipfels vom 23. September in 185 Ländern Demonstrationen stattfanden, um Regierungen dazu zu bewegen, den Anstieg der globalen Klimaerwärmung zu begrenzen. Die Demonstranten brachten sowohl lokale als auch globale Forderungen vor.

Asien und die Pazifischen Inseln

Die Aktion begann auf den Pazifischen Inseln. Im Laufe des Tages nahmen Kinder und Schüler von den Fidschi-Inseln, von Samoa, Vanuatu, Kiribati, Tuvalu, von den Marschallinseln, von Tonga, von Neukaledonien, den Salomonen und von Papua-Neuguinea an Dichterlesungen und stillen Protesten, an Sportveranstaltungen und Diskussionen teil. In Kiribati trugen Schüler Plakate und skandierten: „Wir sinken nicht, wir kämpfen.“

In Australien (dem weltweit größten Exporteur von Kohle und Flüssigerdgas), gingen mehr als 300 000 Menschen in 100 Kundgebungen auf die Straße – in Sydney, Melbourne, Alice Springs und in vielen anderen Städten. Ihr Motto lautete: „Der Meeresspiegel steigt: Wir steigen auch – auf die Barrikaden.“

In Seoul, Südkorea, hielten 100 Schüler Plakate aus recyceltem Karton hoch, auf denen Slogans wie „Zu warm für die Schule“ standen.

In Tokio marschierten Hunderte von Schülern und Umweltaktivisten durch das Geschäfts- und Einkaufsviertel von Shibuya und riefen „Klimagerechtigkeit!“, dabei hielten sie handbemalte Pappschilder hoch mit Sprüchen wie „Werdet grün“ oder „Rettet den Planeten“.

In Indiens Hauptstadt Delhi war der Hauptanklagepunkt der Demonstrierenden die erstickende Luftverschmutzung. „Wir sind hier draußen, um unser Recht zu leben, unser Recht zu atmen und unser Recht zu existieren einzufordern, ein Recht, das uns von einem ineffizienten politischen System vorenthalten wird, das Industrie- und Finanzinteressen mehr gewichtet als Umweltstandards“, sagte Aman Sharma, ein junger Demonstrant.

In Thailand demonstrierten Hunderte junger Menschen vor dem Umweltministerium in Bangkok; sie legten sich auf den Boden und stellten sich tot.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul marschierten 100 junge Menschen, geschützt durch einen gepanzerten Personaltransporter. Sie wurden von einer Gruppe junger Frauen angeführt, die ein Fridays-for-Future-Banner trugen.

Afrika

In Kenias Hauptstadt Nairobi trugen einige Demonstranten Hüte und Kleidung aus PET-Flaschen, um die Gefahr durch Plastikmüll hervorzuheben, die besonders Menschen in den Entwicklungsländern betrifft.

In mehreren nigerianischen Städten fanden Streiks statt, so auch in Lagos, wo häufig erhebliche Mengen giftiger Abfälle landen, darunter Tausende Tonnen Elektroschrott aus der Europäischen Union.

Europa

In fast allen europäischen Ländern fanden ebenfalls Demonstrationen statt. Riesige Menschenmengen gingen in Warschau, Polen, auf die Straße und mehr als 1,4 Millionen deutschlandweit. In Berlin blockierten Demonstranten Straßen und protestierten vor dem Parlamentsgebäude. Als Reaktion darauf kündigte Angela Merkel ein 50-Milliarden-Euro-Paket neuer Maßnahmen zur Eindämmung der CO2-Emissionen und zur Überprüfung der Fortschritte bei der Erreichung der Klimaziele bis 2030 an. Merkel sagte, dass sie als Wissenschaftlerin von Greta Thunbergs Motto „Vereint euch hinter der Wissenschaft“ beeindruckt sei.

In Brüssel lautete ein eher poetisches Plakat: „Respect existence or expect resistance!“ (Respektiere das Dasein oder erwarte Widerstand).

Tausende gingen in Dublin, Irland, auf die Straße. Der Student Luke Corkery schrieb in einem Tweet: „Dies ist eine Bewegung, die von jungen Menschen auf der ganzen Welt angeführt wird. Wir sind nicht bloß auf der Suche nach einer Ausrede für einen freien Tag in der Schule oder am College. Wir setzen uns für die Zukunft unseres Planeten ein.“

In Großbritannien nahmen rund 300 000 Menschen an Streiks im ganzen Land teil. 100 000 Teilnehmer waren bei der Kundgebung in London dabei und versammelten sich vor dem Parlamentsgebäude. Mariana Clayton, 41, war mit ihrer zweijährigen Tochter auf dem Parliament Square. Sie sagte: „Ich habe große Angst um die Zukunft. Ich fühle mich völlig machtlos – aber hier haben wir gemeinsam eine Chance, gehört zu werden und Maßnahmen zu erzwingen.“

In Frankreich nahmen in mehreren Städten 40 000 Menschen an den Protesten teil. Am Samstag, dem 21. September, versammelten sich im ganzen Land insgesamt 150 000 Menschen, darunter 30 000 in Paris, 15 000 in Lyon und 10 000 in Grenoble. Diese Demonstrationen richteten sich sowohl gegen den Klimanotstand als auch gegen soziale Missstände.

Trotz massiver Polizeipräsenz zogen Zehntausende Demonstranten mit einigen Hundert Gelbwesten und Gewerkschaftlern durch die Straßen von Paris. Sie trugen prägnante und humorvolle Plakate: „Wenn wir erwachsen sind, möchten wir noch am Leben sein“; „Opa, was ist ein Schneemann?“ Ein Demonstrant sagte: „Am Anfang war eine sehr gute Stimmung unter den verschiedenen Gruppen (Gelbwesten, Grüne, Gewerkschaftler, Familien und NGOs), bevor die Demonstration auseinandergetrieben wurde. Die Diskussionen zwischen den Teilnehmern während des Marsches ließen keinen Zweifel, dass für das Überleben der Menschheit ein radikaler Wandel unabdingbar ist.“

Nord- und Südamerika

Die globalen Proteste fanden in New York ihren Höhepunkt, wo man mit einem der bisher größten Klimastreiks gerechnet hatte. Die Schulleiter in der Stadt hatten jedem der 1,1 Millionen Kinder in ihren Schulen die Erlaubnis gegeben, am Klimastreik teilzunehmen und Greta Thunberg vor dem UN-Hauptquartier sprechen zu hören.

„Greta! Greta! Greta!“, skandierte die Menge, als das Mädchen aufs Podest stieg. Die 16-Jährige richtete ihre Ansprache an die Schüler und Studenten, obschon sie auch würdigte, dass auch Erwachsene ebenfalls ihrer Arbeit fernblieben, um am Streik teilzunehmen.

Sie sagte: „Wir werden alles tun, was in unserer Macht steht, um zu verhindern, dass diese Krise noch schlimmer wird, sogar wenn dies bedeutet, die Schule zu schwänzen oder der Arbeit fernzubleiben, denn das hier ist wichtiger. Warum sollten wir für eine Zukunft lernen, die uns genommen wird?“

Sie sorgte für Gelächter, als sie Politiker beschrieb, die sie um Selfies mit ihr baten und sagten, „dass sie das, was wir tun, enorm bewundern“, aber keinen Finger gekrümmt hätten, um der Klimakrise entgegenzutreten … „Wir fordern eine sichere Zukunft. Ist das wirklich zu viel verlangt?“

Schätzungen zufolge nahmen mehr als 250 000 Menschen an den Protesten in New York teil, und Tausende demonstrierten in Boston, Miami und San Francisco.

In Mexiko-Stadt skandierten Demonstranten Se ve, se siente, la tierra está caliente – „Wir sehen es, wir fühlen es, die Erde wird heißer.“ In Brasilien, wo die jüngsten Waldbrände im Amazonasgebiet auf den klimatischen Notstand aufmerksam gemacht haben, nahmen Studenten und Schüler an Protesten in Rio de Janeiro, in São Paulo und in der Hauptstadt Brasilia teil.

(Quelle: The Guardian, GB; Mediapart)

BU: Am 20. September 2019 gingen weltweit in 185 Ländern über vier Millionen Menschen jeden Alters auf die Straße, um Maßnahmen gegen die Klimakrise zu fordern.

Foto: Cat Vinton, mit freundlicher Genehmigung von Extinction Rebellion

Extinction Rebellion

Anfang Oktober hatte die Protestbewegung „Extinction Rebellion“; die eine sorgfältig konstruierte Kampagne friedlichen zivilen Ungehorsams durchführt, in London Straßen blockert, was dazu führte, dass viele Teilnehmer festgenommen wurden. Stillende Mütter haben den Kampf um Herzen und Köpfe gegen diejenigen gewonnen, die die Störung des Stadtlebens beklagten – und wurden verhaftet In einer nächsten Phase ihres Protests zogen die Demonstranten dann weiter zum London City Airport und bezeugten ihre Wut und ihre Angst: „Der Planet brennt“. Alt und Jung schlossen sich zusammen, um die Behörden zum Handeln zu bewegen oder zu zwingen. Und auf der ganzen Welt nimmt die Rebellion zu, da die Menschen an den materialistischen Kräften Anstoß nehmen, die den Notstand entweder leugnen oder ignorieren, obschon man mittlerweile weiß, dass das Leben des Planeten Erde auf dem Spiel steht.


Inhalt der Printausgabe

Die neue Einfachheit
von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

MEINUNG
Klimakrise: Über 700 Wissenschaftler befürworten zivilen Ungehorsam von Jake Johnson

Der Jünger (Teil 2)
von Aart Jurriaanse

SOP – RETTET UNSEREN PLANETEN

Klimaproteste weiten sich aus

Die heilende Kraft der Natur
von Ana Swierstra Bie

ZEICHEN DER ZEIT

Brüderlichkeit und Zusammenarbeit – eine Zusammenstellung

LESERBRIEFE

Fragen und Antworten