Share International, Juni 2026

Die deutsche Online-Ausgabe der internationalen Zeitschrift Share International enthält einen Artikel von Benjamin Cremes Meister, Beiträge zu aktuellen Themen von unseren eigenen Korrespondenten sowie eine Fotoauswahl von „Zeichen der Hoffnung“, die anderen, früher von Benjamin Cremes Meister bestätigten wundersamen Phänomenen ähneln oder für sich sprechen. Darüber hinaus stellt die Online-Ausgabe in der Regel ausgewählte Erfahrungsberichte von Leserinnen und Lesern vor und bringt nicht zuletzt einige Fragen mit Antworten von Benjamin Creme.
Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister fast 40 Jahre lang zu jeder Ausgabe einen Artikel beigetragen. Diese sollten auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden.
Der Christus als Lehrer
von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme
Viele Menschen warten und hoffen auf die Rückkehr des Christus, machen sich aber falsche Vorstellungen, was das für die Menschheit bedeutet. Viele erwarten ihn als einen spirituellen Magier, der ihre eigenen Unzulänglichkeiten und die anderer ausgleichen und so ewigen Frieden schaffen wird. Darin zeigt sich eine sehr passive Einstellung gegenüber diesem großen und komplexen Ereignis. Für Maitreya selbst ist dies eine Gelegenheit, in einen lebendigen Austausch mit der Menschheit zu treten, die Prinzipien des göttlichen Plans zu verankern und eine neue Ära richtiger menschlicher Beziehungen einzuleiten.
Das erfordert eine aktive Reaktion und Teilnahme aller Männer und Frauen: Es geht um einen weltweiten, kontinuierlichen Veränderungsprozess, der sowohl äußere Strukturen als auch innerste Überzeugungen betrifft.
Maitreyas Beobachtungen zufolge sind mehrheitlich christliche Gesellschaften wenig beweglich und nicht sehr aufgeschlossen. Auch bei anderen großen Religionen kann er kaum auf Verständnis hoffen. Natürlich gibt es in allen Religionsgemeinschaften Männer und Frauen, die offen und bereit sind, zum Wohl der Menschheit beizutragen. Ebenso warten in jedem Land der Erde viele Menschen aus allen Gesellschaftsschichten auf den Aufruf, sich aktiv für ihre Brüder und Schwestern nah und fern einzusetzen.
Viele sehen den Christus als Richter, der Gesetzesbrecher züchtigen und bestrafen wird. Maitreya, der Christus ist ein Lehrer, der den Menschen zwar Gesetze, die Gesetzmäßigkeiten des Lebens, näher bringen will, aber er ist weder Richter, noch gehört das Wort „Strafe“ zu seinem Wortschatz. Er möchte die Menschen inspirieren, sich als Seelen in Inkarnation zu verstehen, die sich auf einer gemeinsamen Reise der Selbstentdeckung befinden und einander auf dem Weg weiterhelfen. Er wird aber deutlich machen, dass Wettbewerb sie an diesem Weg hindert und in die Irre führt und damit jede Regung der Seelennatur zunichte macht.
Die Menschen sind von diesem Weg weit abgekommen. Die Kommerzialisierung schnürt ihnen die Kehle zu und lässt jeden großzügigen Gedanken und jede großmütige Geste ersterben. Die menschliche Seele kann diese Unterdrückung nicht mehr ertragen und schreit vor Schmerzen auf. Und dann wundert man sich über die zunehmende Kriminalität und Gewaltbereitschaft von Jugendlichen in allen Ländern.
Maitreya wird den Menschen die Ursachen und Hintergründe der Kriege und Militäraktionen in der Welt erklären und die Folgen beschreiben, die sogar das Klima und das Wetter betreffen. Die Menschen müssen noch viel darüber lernen, wie sich ihre Vorgehensweisen auswirken und wie nötig Disziplin und Achtsamkeit sind.
Der Christus kommt als Lehrer, um ihnen diese Zusammenhänge zu vermitteln. Sie müssensich unter Berücksichtigung ihres freien Willens darauf einlassen, um wachsen zu können. Der Christus, Maitreya, forciert nichts, selbst wenn wir dadurch schneller begreifen würden. Er weiß, dass nur diejenigen Vorhaben, die auf dem freien Willen des Menschen beruhen, dem Gesetz entsprechen und Früchte tragen werden.
(Share International, März 2008)
Diese Artikel stammen von einem älteren Mitglied der Hierarchie der Meister der Weisheit. Sein Name kann aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, nur so viel, dass er esoterischen Kreisen vertraut ist. Benjamin Creme stand mit ihm in ständigem telepathischem Kontakt und erhielt die Artikel dieses Meisters per Diktat.
Weitere Artikel dieses Meisters
Editorial
Faszinierend und irgendwie erstaunlich – so lautet eine von vielen Reaktionen auf die internationale Zeitschrift Share International, die inzwischen 45 Jahre alt ist und sich stolz behaupten kann, ohne jeglichen kommerziellen Beigeschmack in Form von Werbeanzeigen. Share International war immer ein Einzelgänger – ein Sonderfall. Wenngleich keiner Religion zugehörig ist, steht sie im Zeichen einer geistigen Hierarchie von Meistern, einer Gruppe, an deren Spitze Maitreya, der Weltlehrer, steht. Zugleich ist sie in ihren Inhalten und in der Ausrichtung ihrer Grundsätze eng mit Wirtschaft, ökologischen Belangen und Politik auf internationaler und lokaler Ebene verknüpft.
Share International hat sich der Notwendigkeit verpflichtet, die Welt – oder vielmehr die Prioritäten der Welt – zu verändern. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Hunger, Armut, Ungerechtigkeit, Bildung und die Bedeutung der Familie, wobei all dies darauf abzielt, durch systemischen Wandel das Teilen auf globaler Ebene zu fördern. Das inhaltliche Spektrum ist breit gefächert und daher höchst ungewöhnlich; zu erwähnen wäre noch ihr Schwerpunkt auf der Evolution des Bewusstseins und die Betonung der Tatsache, wir, die Menschheit, in der Essenz spirituelle Wesen sind – inkarniert, um unser eigenes und das kollektive Schicksal dieses Planeten zu gestalten, der als lebendiges, empfindungsfähiges Wesen verstanden wird, als Teil einer größeren, umfassenden Sphäre empfindungsfähiger Existenz.
Share International ist ein „Handbuch der Hoffnung“: Es erwartet uns eine strahlende Zukunft, wenn wir Verantwortung übernehmen und die dringend notwendigen Veränderungen vornehmen. In dieser Ausgabe haben wir Beiträge zusammengetragen, die solche Bemühungen hervorheben – nehmen Sie zum Beispiel das Leben und die Errungenschaften von Naturfilmlegende Sir David Attenborough; lesen Sie auch, von dem unerschütterlichen Engagement für das Recht, die Wahrheit, die Fakten sowie die persönliche und moralische Integrität im Leben, in den Erfolgen und im Kampf von UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese, die sich für die Rechte des palästinensischen Volkes einsetzt und ihre Aufgabe im Rahmen des Völkerrechts und der Menschenrechtsabkommen wahrnimmt.
Share International ist auch ein „Handbuch für Maitreya“ – für seine Lehren, sein erstaunliches Wesen, seine Weisheit, seinen Dienst und sein Herz. Beachten sie die „Rückseite“ am Ende, wo Benjamin Creme in bewegenden Worten Maitreyas Freude und Leid beschreibt.
Share International ist ein „Leitfaden für die Evolution“, der voller Weisheiten steckt, die aus den Schriften von Benjamin Cremes Meister, von Maitreya und von Benjamin Creme selbst stammen – und der erklärt, wie Menschen ihre eigene Entwicklung mitgestalten und in ihrem Verständnis des Lebens wachsen können – dem inneren und äußeren Leben und dem Prozess, beides zusammenzubringen.
Die vorliegende Ausgabe ist ein „Handbuch für Fluglehrer“, das die Leserinnen und Leser, wenn sie es gewissenhaft befolgen, in neue Höhen führen könnte – weit über die Grenzen unseres Planeten hinaus; es ist ein wissenschaftliches Handbuch, das uns tief in das subatomare Leben führt – wie man es in der Buchrezension von Vera Stanley Alders From the Mundane to the Magnificent, vom Alltäglichen zum Außergewöhnlichen, miterleben kann.
Share International ist ein „Manifest mit Leitlinien für die Zukunft“ – Leitlinien, die den heutigen Leserinnen und Lesern aus dem alten Wissen der Ureinwohner überliefert wurden.
Share International ist auch ein „Leitfaden zum Dienst“ – der das Wesen und die Bedeutung des Dienstes erläutert, um Wandel und Entwicklung in der Gesellschaft und im eigenen Selbst zu bewirken. Lesen Sie dazu Benjamin Cremes ausführliche Antwort zur Rolle und Bedeutung des Dienstes.
Sie, liebe Leserinnen und Leser, sollten sich darauf einstellen, verblüfft, fasziniert, herausgefordert und verändert zu werden.
Francesca Albanese: Wenn die Welt schläft
Buchrezension von Megan Scherer
Francesca Albanese ist eine italienische Rechtswissenschaftlerin und Expertin für Menschenrechte. Sie wurde 1977 geboren und ist Mutter von zwei Kindern. Sie hat einen Abschluss in Rechtswissenschaften mit Auszeichnung von der Universität Pisa und einen Master of Laws in Menschenrechten von der SOAS University of London [School of Oriental and African Studies]. Seit Mai 2022 ist sie UN-Sonderberichterstatterin für die besetzten palästinensischen Gebiete – die erste Frau in diesem Amt. Bekannt geworden ist sie durch ihre Offenheit in Bezug auf die Besetzung Palästinas; sie gilt als jemand, der es wagt, den Mächtigen die Wahrheit zu sagen.
In ihrem neuen Buch When the World Sleeps (dt. „Wenn die Welt schläft“) mit dem Untertitel „Geschichten, Worte und Wunden Palästinas“, das derzeit auf Italienisch und Englisch erhältlich ist, schildert sie ihr Leben innerhalb und außerhalb Palästinas und beschreibt die Geschichte der anhaltenden Besatzung sowie des Leids des palästinensischen Volkes.

Foto: Rafael Medeiros, Wikimedia Commons)
Obwohl sie ihrem UN-Mandat zur Objektivität nachkommt, wozu auch die gründlichen Untersuchungen und Recherchen gehören, die der Erstellung ihrer Berichte zugrunde liegen, stößt sie auf zunehmenden Widerstand seitens derjenigen, die mit ihren Schlussfolgerungen und Ansichten nicht übereinstimmen, und steht weiterhin stark im Fokus der Medien.
In diesem Zusammenhang beginnt sie das Vorwort des Buches mit der Feststellung, dass sie gerade vom US-Finanzministerium mit Sanktionen belegt worden sei (Juli 2025), angeblich wegen ihrer Zusammenarbeit mit dem ebenfalls sanktionierten Internationalen Strafgerichtshof, inoffiziell jedoch als Vergeltungsmaßnahme für ihre Berichterstattung über Israels Verletzungen der Menschenrechte der Palästinenser. Dies hat dazu geführt, dass ihr Vermögen in den USA eingefroren wurde und US-Bürgern sowie US-Unternehmen jeglicher Kontakt zu ihr untersagt wurde (einschließlich ihrer eigenen Tochter), wodurch sie die erste UN-Beamtin ist, gegen die solche Sanktionen verhängt wurden.1
Anschließend erzählt sie von ihrer Kindheit, Jugend und ihrer frühen beruflichen Laufbahn – zunächst vier Jahre beim Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte, dann ihr Umzug nach Palästina, um für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) zu arbeiten.
Als UN-Juristin im besetzten Palästina erfuhr sie den Unterschied und Widerspruch zwischen den Grundsätzen des internationalen Völkerrechts – Gleichheit, Gerechtigkeit, Würde – und der Realität vor Ort. Enttäuscht vom System verließ sie die UN, um sich beruflich neu zu orientieren und unabhängige Forschung zu betreiben. Die Bombardierung des Gazastreifens in den Jahren 2012 und 2014 veranlasste sie, zurückzukehren, und sie verfasste ein Buch mit dem Titel Palestinian Refugees in International Law, das 2020 bei Oxford University Press erschien.
Im Jahr 2022 wurde Albanese, die bereits jahrelang als Menschenrechtsexpertin für die Vereinten Nationen gearbeitet und zwei Jahre mit ihrem Ehemann in Palästina gelebt hatte, für das ehrenamtliche Amt der UN-Sonderberichterstatterin berufen. Diese Position wurde geschaffen, um Verstöße Israels als Besatzungsmacht im Gazastreifen, im Westjordanland und in Ostjerusalem zu dokumentieren und darüber zu berichten. Als eine von mehr als fünfzig unabhängigen UN-Experten setzt sie sich aktiv für eine wahrheitsgetreue Zeugenberichterstattung ein. Im Falle Palästinas bedeutet dies, die enorme Ungleichheit zwischen Besatzern und Besetzten aufzuzeigen – eine Situation, die durch eine handlungsunwillige internationale Gemeinschaft normalisiert wurde.
Sie spricht von den beispiellosen Schrecken und Gräueltaten in Gaza und davon, dass die Proteste der Palästinenser gegen das Apartheidregime, das sie seit Generationen unterdrückt, weiterhin ungehört bleiben und ignoriert werden. Sie erwähnt außerdem, dass viele Stimmen ihre rechtliche Einschätzung stützen, wonach der Staat Israel Völkermord, illegale Besatzung und Apartheid begeht, dass aber die Unterdrückung ihrer Stimme sowie der Stimmen vieler anderer in beispiellosem Ausmaß zugenommen hat.
Es fällt schwer, ihrer Feststellung zu widersprechen, dass die Meinungsfreiheit von grundlegender Bedeutung ist und eines der Bollwerke liberaler Demokratien sein sollte: „Was ist Demokratie schon wert, wenn es keinen Raum für Debatten gibt?“
Albanese schreibt sehr klar und ausdrucksstark, gestützt auf profundes Wissen und echtes Mitgefühl für die Menschen unter der Besatzung. Das Buch besteht aus zehn Geschichten, die auf Schlüsselfiguren basieren, die sie kennengelernt und mit denen sie zusammengearbeitet hat, um ein Bild von Geschichte, Gegenwart und Zukunft Palästinas zu zeichnen. Auf ihre Namen, die als Kapitelüberschriften dienen, folgen die Themen, auf die sich die einzelnen Kapitel konzentrieren:
Was bedeutet Kindheit in Palästina?
Was sind die Folgen der Besatzung?
Was bedeutet es, in Jerusalem zu leben?
Woran erkennt man Antisemitismus?
Wie kann man die Apartheid überwinden?
Wie weit kann die Grausamkeit des Völkermords gehen?
Wie lassen sich die Bedingungen berechnen, die zur Vernichtung eines Volkes führen?
Wo ist die Heimat eines Flüchtlings?
Warum ist es so wichtig, die Erinnerung eines Volkes zu bewahren?
Zum Tango gehören zwei (in Bezug auf ihren Ehemann Max)
Sie hofft, dass diese Geschichten, obwohl sie Schmerz und Verzweiflung zeigen, auch die Überzeugung bestärken, dass Frieden in Palästina und in der gesamten Region möglich ist, sofern dieser Frieden auf Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit basiert. „Wahrer Frieden kann nur auf Gleichheit und Freiheit für alle beruhen, gegründet auf eine Vision von universeller Gerechtigkeit, die allen Menschen gleiche Rechte und Pflichten gewährt, unabhängig von ihrer Hautfarbe oder Nationalität.“
Die Art und Weise, wie sie ihre Geschichte erzählt, zeugt von echter Menschlichkeit. Die düstere Lage wird aufgehellt durch Beschreibungen der Menschen, denen sie unterwegs begegnet ist, durch die Schönheit einiger Orte, die sie besucht hat, und durch die Art und Weise, wie die Menschen – selbst wenn ihre Freiheiten eingeschränkt sind – dennoch alles tun, um ein Gefühl von Gemeinschaft und Wärme zu schaffen.
Durch ihre leidenschaftliche und zugleich pragmatische Schreibweise wird eine ausgewogene Perspektive auf die Lage in den besetzten palästinensischen Gebieten vermittelt. Mit ihrem Beispiel ermutigt Albanese andere, sich zu äußern und ihre Stimme zu erheben, sollten auch sie Zeugen von Ungerechtigkeit werden.
„Wenn die Welt schläft, liegt es an uns Menschen, sie aufzuwecken – und heute braucht die Welt mehr denn je ein Erwachen.“ – Francesca Albanese
1 Am 13. Mai hat ein Bundesrichter in Washington, D.C., diese Sanktionen vorläufig ausgesetzt und entschieden, dass sie Francesca Albaneses Rechte aus dem Ersten Verfassungszusatz verletzen.
Megan Scherer ist Mitarbeiterin von Share International und lebt in Auckland, Neuseeland.
Naturfilmlegende David Attenborough feiert 100. Geburtstag

Am 8. Mai 2026 wurde der Naturfilmer Sir David Attenborough – eine der meistbewunderten, vertrauenswürdigsten und angesehensten Persönlichkeiten der Welt – von der britischen Zeitung The Guardian als „der größte Botschafter für das Leben auf der Erde“ gewürdigt. In der Royal Albert Hall in London fand eine große Veranstaltung mit vielfältigen Beiträgen und Präsentationen statt (siehe Link unten). Weitere Würdigungen gab es in Zeitungen und im Fernsehen. Die Mitglieder von PBS „Passport“ konnten die faszinierende Geschichte über die Entstehung von Attenboroughs erster Dokumentarserie „Life on Earth“ verfolgen. Und König Charles sandte einen einzigartigen Geburtstagsgruß mithilfe einer ungewöhnlichen Reihe von „Boten“.
„Der größte Botschafter für das Leben auf der Erde“: Hommage an David Attenborough zu seinem 100. Geburtstag [The Guardian, 8. Mai 2026]
Die 100 spektakulärsten Fernsehmomente von David Attenborough [The Guardian, 8. Mai 2026]
Zu Ehren von Sir Davids 100. Geburtstag bekommt King Charles Unterstützung von einer Starbesetzung aus der Natur, um seine handschriftliche Botschaft rechtzeitig für die Feier zur Royal Albert Hall zu überbringen [The Guardian, 8. Mai 2026]
Ein Abend zur Feier des 100. Geburtstags von Sir David Attenborough [BBC, 8. Mai 2026]
SOP – Save our planet!
„Abgesehen von Krieg ist die bei Weitem größte Gefahr für die Zukunft aller Menschen die Umweltverschmutzung. Manche Länder haben diese Tatsache erkannt und einige Maßnahmen eingeleitet, um die Verschmutzung und die Erwärmung der Erde einzudämmen. Andere, teilweise die Hauptverursacher der Umweltverschmutzung, leugnen die Realität der Erderwärmung, obwohl dafür überwältigende Beweise vorliegen. Tagtäglich beweisen die Klimaveränderungen, dass unser Planet krank ist und sofort sachkundige Hilfe braucht, damit das Gleichgewicht wiederhergestellt wird. Jeder Mann, jede Frau und jedes Kind muss sich an dieser Aufgabe beteiligen. Die Zeit rennt uns wirklich davon. SOP! Save our planet – rettet unseren Planeten!“ (Benjamin Cremes Meister, 8. September 2012)
Gute Ideen zur Lösung globaler Probleme
Beförderungen an Dekarbonisierung knüpfen
China kündigt an, dass Beförderungen von Führungskräften auf Provinzebene künftig an ihre Leistungen im Klimaschutz geknüpft werden sollen, beispielsweise an Maßnahmen zur Begrenzung des Emissionsanstiegs, zur Nutzung sauberer Energien und die Begrenzung fossiler Brennstoffe. Das neue, an die Dekarbonisierung geknüpfte System soll die ohnehin schon robuste Energiewende des Landes weiter beschleunigen.
Kostengünstige Lösung gegen Arsenvergiftung
Arsen im Trinkwasser ist für über 200 Millionen Menschen eine Gefahr, die zu Behinderungen und manchmal sogar zum Tod führen kann. Zwar gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Arsen aus dem Trinkwasser zu entfernen, doch sind die meisten davon zu teuer oder zu komplex, um für die Betroffenen von Nutzen zu sein. Ein Praktikant an einer Highschool hat nun zusammen mit Professoren der City University of New York eine kostengünstige Lösung entwickelt: einen modifizierten Teebeutel.
Vick Tan, Praktikant und Autor der Studie, erklärte: „Sauberes Trinkwasser sollte nicht vom Zugang zu teurer Infrastruktur abhängen. Unsere Forschung zeigt, dass einfache, kostengünstige Materialien zu skalierbaren Lösungen für die Arsenentfernung aus Trinkwasser weiterentwickelt werden können – eine der dringlichsten Krisen im Bereich der öffentlichen Gesundheit weltweit.“
Die Studie zeigt, dass pulverisierte Eierschalen in einem mit Eisenoxid-Nanopartikeln versetzten Teebeutel 90 Prozent des Arsens im Wasser entfernen können. Die Forscher stellten zudem einen Test zur Bestimmung der Arsenkonzentration vor, der keine hochmoderne Laborausstattung erfordert. Dieser zeigt an, ob Wasser gereinigt werden muss und wie lange das Einweichen dauern sollte. Die Autoren schätzen die Kosten für einen reinigenden Teebeutel auf 0,07 US-Dollar; wenn er in einer alkalischen Lösung gespült und gewaschen wird, kann ein Beutel bis zu fünfmal wiederverwendet werden.
Schuldenerlass gegen Naturschutzmaßnahmen
Ecuador hat Ende 2024 mit Unterstützung von The Nature Conservancy, der US-amerikanischen International Development Finance Corporation, der Interamerikanischen Entwicklungsbank und der Bank of America einen „Schuldentausch gegen Naturschutzmaßnahmen“ abgeschlossen. Durch die Umschuldung wurden internationale Anleihen Ecuadors im Wert von rund 1,53 Milliarden US-Dollar refinanziert, was dem Land bis 2035 Netto-Haushaltseinsparungen von über 800 Millionen US-Dollar einbringen wird. Der Tausch soll zudem in den nächsten 17 Jahren rund 460 Millionen US-Dollar für den Schutz des Amazonasgebiets generieren.
In diesem Jahr [2026] wurde die erste Ausschreibung für Förderanträge des Amazon Biocorridor Fund gestartet, der Fördermittel für Projekte verwalten wird, die darauf abzielen, die Bewirtschaftung von Schutzgebieten zu verbessern, Wälder und Feuchtgebiete zu erhalten und Flüsse im ecuadorianischen Amazonasgebiet zu schützen. Um sicherzustellen, dass indigene Völker und Volksgruppen an Entscheidungen mitwirken können, die ihre Gebiete und ihr Wohlergehen betreffen, werden sie in die Gestaltung der Naturschutzmaßnahmen des Amazon Biocorridor Programms einbezogen.
Diese Art der Refinanzierung ist eine hervorragende Lösung für die Schuldenkrisen im Globalen Süden, die die Fähigkeit der Länder einschränken, dem Klimawandel entgegenzuwirken und ihre natürlichen Ressourcen fair und wirksam zu schützen.
Fortschritte im Energiesektor
Anhaltender Rückgang fossiler Brennstoffe
Der Titel eines Berichts des Energie-Thinktanks Ember vom April sagt bereits alles: „Der weltweite Rückgang der fossilen Energieversorgung hat begonnen.“ Dieser Rückgang betrifft sowohl die 38 Mitgliedsländer der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) als auch Nicht-OECD-Länder.
In den OECD-Ländern erreichte die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen 2007 ihren Höchststand und lag bis 2025 um 19 Prozent unter diesem Wert. Durch diese Entwicklung sanken die Emissionen des Stromsektors in den OECD-Ländern um 28 Prozent. Zwei Mitgliedstaaten – Island und Costa Rica – betreiben mittlerweile emissionsfreie Stromversorgungssysteme.
Außerhalb der OECD war 2025 das erste Jahr in diesem Jahrhundert, in dem die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen zurückging (abgesehen von 2020, als die Ergebnisse durch COVID verzerrt wurden). Diese Entwicklung wurde von China mit seinem rasanten Ausbau der Solarenergie sowie von Indien angeführt, das direkt in saubere Energien einsteigt und die kohlelastige Geschichte früher industrialisierter Volkswirtschaften überspringt.
Natrium: ein Durchbruch in der Batterietechnologie
Alternativen zu Lithium, einem wichtigen Bestandteil von Batterien, konnten bislang nicht die erforderliche Energiedichte liefern, um im Bereich der Elektrofahrzeuge (EVs) oder der Energiespeicherung konkurrenzfähig zu sein. Im April jedoch unterzeichnete das Unternehmen Contemporary Amperex Technology Co. Ltd. (CATL), der weltweit führende Hersteller von EV-Batterien, einen Vertrag über 60 GWh Natrium-Ionen-Batterien mit HyperStrong, einem führenden Integrator von Energiespeichersystemen. Es handelte sich um den größten Auftrag für Natrium-Ionen-Batterien, der jemals erteilt wurde.
CATL gibt an, die wichtigsten Herausforderungen bei der Fertigung gemeistert zu haben, und erklärt, die Vereinbarung bedeute, dass das Unternehmen nun über „Lieferkapazitäten in großem Maßstab“ für die Natrium-Ionen-Technologie verfüge. Das Unternehmen plant, bis Ende 2026 mit der Serienproduktion von Elektrofahrzeugen mit dieser Technologie zu beginnen.
Die Vorteile von Natrium gegenüber Lithium als Ladungsträger in Batterien liegen in seiner großen Verfügbarkeit (es kommt 1000-mal häufiger vor als Lithium), seinen geringen Kosten und seiner Fähigkeit, in einem größeren Temperaturbereich (-40 °C bis 70 °C) zu funktionieren. Natriumbatterien bieten zudem Schutz vor Schwankungen der Lithiumpreise, die in China von Juni 2025 bis April 2026 um fast 190 Prozent gestiegen sind.
Natrium-Ionen-Zellen weisen nach wie vor keine so hohe Energiedichte auf wie Lithium-Ionen-Zellen und sind daher für Elektrofahrzeuge weniger attraktiv; sie sind jedoch eine besonders gute Alternative für Anwendungen, bei denen die Kosten wichtiger sind als beispielsweise bei Energiespeichern für den Netzbetrieb. Electrek schreibt: „Wenn Natrium-Ionen-Batterien mehr als 15 000 Ladezyklen zu einem Bruchteil der Rohstoffkosten von Lithium bieten können, könnte dies die Wirtschaftlichkeit der Speicherung im Netzmaßstab grundlegend verändern … was wohl der größte einzelne Engpass bei der Skalierung erneuerbarer Energien ist.“
Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen beschreitet neue Wege
Diversen Medienberichten zufolge war die erste Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ein voller Erfolg. Die Konferenz, die vom 24. bis 29. April in Santa Marta, Kolumbien, stattfand und von Kolumbien und den Niederlanden ausgerichtet wurde, brachte 57 Länder zusammen, die sich für die im Pariser Abkommen eingegangenen Verpflichtungen einsetzten. Diese Länder repräsentierten ein Drittel der Weltwirtschaft. Ebenfalls vertreten waren subnationale Regierungen, Wissenschaft, soziale Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen, Gewerkschaften, Parlamentarier, der Privatsektor, multilaterale Entwicklungsbanken, indigene Völker, Menschen afrikanischer Herkunft, Kleinbauern sowie Frauen, Kinder und Jugendliche.
Die Stimmung unter den Delegierten wurde als „euphorisch“ beschrieben, da man sich endlich auf konkrete Lösungen konzentrieren wollte. Ein Grund für die gehobene Stimmung könnte die Abwesenheit von Ländern gewesen sein, die kein Interesse daran zeigten, Teil der „Koalition der Willigen“ zu sein. Kolumbien wollte eine Wiederholung der unproduktiven Debatten der COP30 vermeiden und lud daher China, Russland, die USA oder Indien sowie einige andere Länder erst gar nicht ein.
Die ersten vier Tage der Konferenz bestanden aus einer wissenschaftlichen Vorkonferenz, einer Bürgerversammlung und Treffen von subnationalen Regierungen, Gewerkschaften und Vertretern der Privatwirtschaft. In dieser Zeit fand auch ein vom Treffen in Kolumbien unabhängiger Bürgergipfel statt.
Wissenschaftliches Gremium im Vorfeld der Konferenz
Das wissenschaftliche Gremium im Vorfeld der Konferenz kündigte drei neue wissenschaftliche Initiativen an: Eine davon war ein neues globales wissenschaftliches Gremium unter der Leitung von Dr. Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung in Deutschland, und Dr. Carlos Nobre, einem Forscher zum Amazonas-Regenwald an der Universität von São Paulo in Brasilien. Das neue Gremium, das sich aus 50 bis 100 Wissenschaftlern aus aller Welt zusammensetzen wird, soll schnelle Analysen dazu liefern, wie der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen gestaltet werden kann – mit Schwerpunkt auf Übergangsstrategien, technologischen Lösungen, der Gestaltung und Evaluierung von politischen Maßnahmen sowie Finanzinstrumenten und Regierungsmaßnahmen. Im Gegensatz zum Weltklimarat (IPCC) wird es völlig unabhängig sein und jährliche Aktualisierungen vorlegen können.
Die zweite wissenschaftliche Initiative war ein neuer „Synthesebericht“, der „12 Handlungsempfehlungen“ dafür enthält, wie Länder aus fossilen Brennstoffen aussteigen können. Zum Beispiel: „Jegliche neue Expansion fossiler Brennstoffe stoppen“ und „Werbung für fossile Brennstoffe verbieten … und fossile Brennstoffe als gesundheitsschädliche Produkte anerkennen“.
Die dritte Initiative war ein neuer Aktionsplan für den Ausstieg Kolumbiens aus fossilen Brennstoffen, der aufzeigt, dass Kolumbien durch die Umsetzung dieses Plans bis 2050 jährliche Nettoeinsparungen in der gesamten Volkswirtschaft von bis zu 23 Milliarden US-Dollar erzielen könnte. Da die größten Probleme vieler Länder wirtschaftlicher Natur sind und mit den Lebenshaltungskosten zusammenhängen, verdeutlicht diese Initiative, wie wichtig es ist, nationale Aktionspläne unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten darzustellen.
Beteiligung indigener Völker und der Zivilgesellschaft
Die kolumbianische Regierung berief eine „Volksversammlung“ ein, an der Hunderte von Angehörigen indigener Völker, afrokolumbianischer Gemeinschaften, Kleinbauern, Gewerkschaftsvertreter und anderer Vertreter der Zivilgesellschaft teilnahmen. Ziel war es, ihre Beiträge zu den Hauptzielen der Konferenz einzuholen; außerdem erhielten sie Gelegenheit, während des hochrangigen Teils des Gipfels das Wort zu ergreifen – und zwar gemeinsam mit den Ministern in den Eröffnungs- und Abschlussplenarsitzungen und nicht erst am Ende.
Neben der von der kolumbianischen Regierung organisierten Versammlung organisierte die Zivilgesellschaft auch einen eigenen „Bürgergipfel“, an dem 900 Organisationen und Netzwerke teilnahmen. Auch dieser Gipfel sammelte Erkenntnisse von Vertretern verschiedener Gruppen und mündete in einer gemeinsamen Erklärung, in der festgestellt wurde, dass die Energiewende rechtebasiert und finanziell abgesichert sein und zum Abbau der von fossilen Brennstoffen abhängigen Systeme führen muss, die Schaden und Zerstörung verursacht haben.
Sitzungen auf hoher Ebene
Die letzten beiden Tage, 28. und 29. April, waren den „Sitzungen auf hoher Ebene“ gewidmet, die aus einer Plenarsitzung und nichtöffentlichen Arbeitsgruppen für die Teilnehmer bestanden. Indigene Gruppen, Vertreter der Zivilgesellschaft und andere Interessengruppen nahmen ebenfalls an diesen Sitzungen teil und erhielten gleichberechtigte Möglichkeiten, sich einzubringen. Die Gespräche verliefen ungezwungen und informell, da Computer untersagt waren und die Teilnehmer aus dem Herzen und ganz frei sprechen sollten. Dieses ungewöhnliche Format wurde als „erfrischend“, „äußerst erfolgreich“ und „bahnbrechend“ beschrieben.
Wichtige Ergebnisse für einen handlungsorientierten Kurs
Das erste Ergebnis der Konferenz war die Bestätigung, dass Tuvalu und Irland 2027 gemeinsam eine zweite Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Tuvalu ausrichten werden, mit einem Vorbereitungstreffen in Irland.
Ein zweites Ergebnis war die Einrichtung von drei separaten „Arbeitssträngen“, die sich auf konkrete Möglichkeiten und Wege der Zusammenarbeit zur Überwindung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen konzentrieren: 1.) die Entwicklung nationaler und regionaler Fahrpläne für den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen; 2.) die Umgestaltung des Finanzsystems, um den Übergang weg von fossilen Brennstoffen zu erleichtern; und 3.) das Vorantreiben von Fortschritten auf dem Weg zu einem, Handelssystem ohne fossile Brennstoffe.
Das dritte Ergebnis war die Einrichtung einer Koordinierungsgruppe, um die Kontinuität im Hinblick auf die zweite und weitere Konferenzen sicherzustellen.
Das vierte Ergebnis war die Festlegung von Maßnahmen, um sicherzustellen, dass der Santa-Marta-Prozess die Aktivitäten anderer UN-Organisationen und bestehender Rahmenwerke ergänzt und seine Dynamik aufrechterhält.
Das fünfte Ergebnis wurde von der kolumbianischen Umweltministerin Irene Vélez Torres treffend formuliert: „Die hier anwesenden Länder sind fest davon überzeugt, dass wir uns wieder auf die Wissenschaft besinnen und … unsere Entscheidungsfindung, Prozesse und Wege mit wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauern müssen.“ Der Ansatz für diese Betonung der Wissenschaft wurde im Rahmen der wissenschaftlichen Vorkonferenz unter dem Namen „Science Panel for the Global Energy Transition“ ins Leben gerufen.
Zentrale Probleme, die gelöst werden müssen
Die Schuldenkrise des Globalen Südens ist eines der dringlichsten Probleme, das angegangen werden muss, da viele dieser Länder in erneuerbare Energien investieren möchten, dies jedoch aufgrund hoher Zinszahlungen für Kredite und Importe fossiler Brennstoffe nicht können. Es sind Veränderungen in der globalen Finanzarchitektur erforderlich, ebenso wie eine Umverteilung staatlicher Subventionen von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien und Schuldenerlass.
Ein zweites Hindernis ist die Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS), ein in vielen Handelsabkommen enthaltener Rechtsmechanismus, der es Unternehmen ermöglicht, Regierungen vor geheimen Schiedsgerichten auf Entschädigung für entgangene Gewinne zu verklagen, wenn Regierungen versuchen, die Abhängigkeit von Kohle, Öl oder Gas zu verringern oder Maßnahmen zur Förderung erneuerbarer Energien zu ergreifen. Dies hat zu Schadensersatzfällen in Höhe von mindestens 100 Milliarden US-Dollar geführt, bei denen Unternehmen Entschädigungen für ihre entgangenen Gewinne erhalten haben.
Die dritte Herausforderung ist die Notwendigkeit einer robusten Wirtschaft im Bereich der erneuerbaren Energien, in die der Übergang münden kann. Dies erfordert kritische Mineralien für den Bau der notwendigen Milliarden von Windkraftanlagen, Solarmodulen, Elektrofahrzeugen und Batterien. Das Problem hierbei sind die Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung von Naturlandschaften im Zusammenhang mit dem Abbau dieser Mineralien. Das Ziel sollte der Schutz der Arbeitnehmer und angemessene Vorschriften sein, um einen sauberen und gerechten Übergang zu gewährleisten.
Schließlich formulierten indigene Vertreter in Santa Marta zum ersten Mal ihre Vorschläge in einem eigenständigen Diskussionsforum und nahmen an hochrangigen Sitzungen teil. Sie hatten die Gelegenheit, die Minister direkt dazu aufzufordern, dem indigenen Wissen mehr Beachtung zu schenken, die Rechte der indigenen Völker zu schützen und die Natur während des Übergangs zu bewahren. Oswaldo Muca Castizo, Generalkoordinator der Organisation der indigenen Völker des kolumbianischen Amazonasgebiets, fasste es so zusammen: „Unsere Gebiete sind für den Erhalt des Lebens auf diesem Planeten von grundlegender Bedeutung. Wo unsere Rechte geachtet werden, wird die Natur geschützt.“
Insgesamt war die Konferenz ein vielversprechender Anfang für einen völlig neuen Ansatz, um die Klimakrise auf internationaler Ebene schnell, gerecht und effektiv zu bewältigen.
(Quellen: theguardian.com; static1.squarespace.com; carbonbrief.org)
Neuseeländischer Pensionsfonds hat in Unternehmen investiert, die Menschenrechte verletzen
Das Oberste Gericht Neuseelands hat entschieden, dass der neuseeländische Pensionsfonds nach „rechtswidrigen“ und „unangemessenen“ Regeln gehandelt hat, indem er in Unternehmen investiert hat, die in den besetzten palästinensischen Gebieten geschäftlich tätig sind.
Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zwingt die Aufsichtsbehörde des neuseeländischen Rentenfonds dazu, die Standards für die Anlage von Rentengeldern neu zu formulieren, insbesondere im Hinblick auf Unternehmen, denen vorgeworfen wird, zu Menschenrechtsverletzungen beizutragen.
Die gerichtliche Überprüfung vor dem Obersten Gerichtshof in Auckland, Neuseeland, wurde von Vertretern des Palestine Solidarity Network Aotearoa (PSNA) angestrengt, die argumentierten, der Fonds solle sich aus vier großen Unternehmen zurückziehen: Airbnb, Booking.com, Motorola und Expedia, die alle in den besetzten palästinensischen Gebieten tätig sind und in einer Datenbank der Vereinten Nationen als Unternehmen aufgeführt sind, die mit israelischen Siedlungen in Verbindung stehen.
Airbnb und Booking.com bewerben beispielsweise Mietwohnungen in israelischen Siedlungen, und Motorola ist an der Überwachung von Palästinensern in den besetzten Gebieten beteiligt.
Dem Gericht wurde vorgetragen, dass die Treuhänder im Jahr 2021 fünf israelische Banken ausgeschlossen hatten, da diese den Bau rechtswidriger israelischer Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten finanziert hatten. Zuvor hatten sie es jedoch abgelehnt, sich von Motorola, Booking.com, Airbnb und Expedia zu trennen, mit der Begründung, diese Unternehmen würden die Ausschlusskriterien nicht erfüllen.
John Minto, einer der Vertreter der PSNA, bezeichnete die Entscheidung als einen äußerst bedeutenden Sieg, der „Schockwellen“ durch die neuseeländische Investorenwelt senden werde.
(Quelle: stuff.co.nz)

Regenwälder können sich viel schneller erholen als bisher angenommen
Wissenschaftler waren bisher davon ausgegangen, dass es über ein Jahrhundert dauern würde, bis Tiere in abgeholzte Gebiete in den Tropen zurückkehren. Eine neue Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift „Nature“, kommt zu dem Schluss, dass sich Ökosysteme bereits innerhalb weniger Jahrzehnte erholen können.
Man ging allgemein davon aus, dass sich der Tierbestand erst dann erholen würde, wenn sich Bäume und Pflanzen vollständig auf das Niveau des alten, ursprünglichen Urwalds regeneriert hätten; doch zur Überraschung der Wissenschaftler erholt sich die Tierwelt viel schneller als die Bäume.
Das vierjährige Forschungsprojekt wurde in zwei Naturschutzgebieten in Ecuador durchgeführt und umfasste Dutzende von Wissenschaftlern aus den unterschiedlichsten Fachgebieten. Jede der 45 Waldflächen war einst für Kakaoplantagen oder Viehweiden abgeholzt worden und befand sich in unterschiedlichen Stadien des Regenerationsprozesses.
Wissenschaftlerteams untersuchten 16 Tier- und Pflanzenarten – darunter Fledermäuse, Insekten, Landsäugetiere, Vögel, Bakterien, Bäume und Sämlinge. Anschließend verglichen sie diese mit über einem Dutzend älterer, intakter Wälder.
Die Unterstützung durch die in Waldnähe lebenden Gemeinden war für den Erfolg des Projekts von entscheidender Bedeutung: Die Einheimischen erzählten von der Geschichte des Landes, führten die Forscher durch den Wald und halfen im Labor. Auch die Landwirte der Region gestatteten den Wissenschaftlern, auf ihrem Land Versuche durchzuführen.
Die daraus resultierende Studie zeigte, wie schnell sich ein tropisches Waldökosystem erholen kann. Eine Erkenntnis war, dass die Mehrheit der Tiere bereits nach drei Jahrzehnten zurückkehrt, und zwar in einer Anzahl und mit einer Artenvielfalt, die denen in unberührten Ökosystemen sehr ähnlich sind.
Lourens Poorter, Professor für Tropenwaldökologie an der Universität Wageningen in den Niederlanden, erklärte, dass frühere Studien zwar bereits dazu beigetragen hätten, die Vorstellung zu revidieren, dass Tropenwälder Jahrhunderte benötigen, um sich zu erholen, es jedoch lange dauere, bis sich solche Vorstellungen in der Wissenschaft durchsetzen: „Das ist eine Botschaft der Hoffnung … Das Spannende daran ist, dass die Natur in der Lage ist, sich von selbst zu erholen.“
Die Autoren der Studie betonten, dass die Ergebnisse kein Vorwand dafür seien, weiterhin tropische Wälder abzuholzen: Denn gerade alte Wälder ermöglichen die Regeneration junger Bestände. Die Studie wurde in einem Mosaik aus alten, intakten Wäldern und neu nachwachsenden Beständen durchgeführt, die nebeneinander liegen – ein in Mittel- und Südamerika weit verbreitetes Phänomen.
Obwohl die Ergebnisse für viele Teile der Tropen eine gute Nachricht sind, könnten stärker geschädigte Gebiete sich möglicherweise nicht auf dieselbe Weise erholen. Viele Regionen sind so stark degradiert, dass kaum noch gesunder Regenwald übrig ist. In diesen Fällen wird die Erholung wahrscheinlich menschliches Eingreifen erfordern und viel länger dauern.
(Quelle: nytimes.com)
Woran wir Maitreya erkennen können – eine Zusammenstellung
Das Erkennen des Christus liegt in jedem von uns ganz persönlich. Der Christus ist die Verkörpe-rung der Energie, die wir das Christusbewusstsein oder das Christusprinzip nennen, die Energie des kosmischen Christus. Für uns ist es durch Maitreya, den Christus, auf die Welt gesandt, und in dem Maß, in dem es sich in uns manifestiert, werden wir ihn erkennen. Er wird zeigen, dass unser politi-sches und wirtschaftliches Leben eine völlig andere Richtung einschlagen und zu der spirituellen Aktivität werden muss, die es im Wesentlichen ist. Unser Erziehungswesen, unsere Wissenschaft und Kultur sollten wieder eine neue, zusätzliche geistige (auch ethische) Bedeutung erhalten. Er wird über den ganzen Bereich menschlicher Aktivitäten sprechen, und das Umfassende seiner Leh-re, die Universalität seines Standpunkts wird ihn als den auszeichnen, der er ist; an seiner ungeheu-ren geistigen Kraft, seiner außerordentlichen Aura der Reinheit und Heiligkeit, an seiner offenkun-digen Liebe und Fähigkeit zu dienen – daran werden wir ihn erkennen können.
(Benjamin Creme – Maitreya – Christus und die Meister der Weisheit)
Maitreya wird sich selbst nur als einer unter vielen präsentieren, auch keine Ansprüche erheben und keine Gefolgschaft verlangen. Seine Vorgehensweise wird einfach und direkt sein und sein Stil unaufdringlich und gelassen. Die Klarheit seiner Gedanken wird allseits Aufsehen erregen. Seine Weisheit wird alle Befürchtungen der Menschen überwinden. Die Aufrichtigkeit seiner Worte wird die Herzen der Menschen erweichen und sie von ihrer Last, von Hass und Gier befreien. So werden die Menschen eine neue Erscheinungsform des Göttlichen erfahren, die sie mit einschließt und we-der Abgrenzung noch Ausgrenzung kennt.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Maitreyas Aufgabe“, Share International, März 2005)
Auf vielerlei Weise könnt ihr mich erkennen. Sucht mich, meine Freunde, als einen Lehrer der Menschen, der die Möglichkeiten der neuen Zeit skizziert. Denkt daran, dass ich ebenso ein Mensch unter Menschen bin wie ein wahrer Sohn Gottes. Auch meine Meister sind einfache Menschen und werden als solche unter euch leben. Nichts trennt uns von euch; wir werden als Brüder unter euch leben und arbeiten. Denkt daran und sucht nicht nach Göttern.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 47)
Maitreya ist äußerst geschickt darin, Wesentliches klarzumachen. Das macht ihn zu einem Weltlehrer. Wenn Sie ihn sehen, werden Sie in ihm einen Lehrer erkennen, der die Menschen mit seiner Einfachheit anspricht. Maitreya kann die tiefgründigsten Wahrheiten auf einfachste Art erklären, sodass sie Herz und Verstand berühren und somit auch die Intuition ganz durchschnittlicher Menschen. … Ich kenne einen Mann, der Maitreya schon oft gesehen und reden gehört hat. Er sagte ganz offen: „Sie, Herr Creme, machen viele Worte.“ (Er versteht nie, was ich zu sagen habe, und fragt immerzu, was Maitreya meint, versteht aber nie meine Antworten; er hört kaum zu.) „Aber bei Maitreya“, sagt er, „muss man gar nicht so genau zuhören. Maitreya spricht so, dass es einen inner-lich anspricht.“ Seine Worte öffnen automatisch das Bewusstsein. Man glaubt es, weil man erkennt, dass es wahr ist. (Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band drei)
Unsere Anerkennung Maitreyas sollte nicht darauf beruhen, dass wir annehmen, er sei Maitreya oder Christus, der Messias oder wer immer, sondern darauf, dass wir mit dem, was er sagt, übereinstimmen, dass wir das, was er sagt, für die Welt als wichtig erachten: Gerechtigkeit und Teilen und Freiheit für alle Menschen – und nicht, weil wir ihn für den Weltlehrer oder sonst ein großes spirituelles Wesen halten.
(Benjamin Creme, The Awakening of Humanity)
Wenn Maitreya sich an die Weltöffentlichkeit wendet, werden die Menschen erkennen, dass er ihnen bereits von früher her vertraut ist und seine Lehren ihnen weder fremd noch unverständlich sind. Seine Worte werden so einfach sein, dass jeder sie verstehen kann. Vor allem diese Einfachheit wird sie alle überraschen. Trotzdem werden die meisten Menschen das, was sie hören, als etwas Neues erleben, wie eine neu aufkeimende Wahrheit, die sie aufs Tiefste berührt. Auch wenn die Ideen einfach sind, werden sie den Menschen zu Herzen gehen und sich als erfrischend und inspi-rierend erweisen. So wird es sein. So wird Maitreya die Herzen der Menschen berühren und an sie appellieren, sich selbst zu helfen, indem sie ihren Brüdern und Schwestern weltweit helfen. Wenn sie ihn hören, werden sie gründlich über das, was er sagt, nachdenken und sich von den so oft ge-hörten Worten auf einmal seltsam berührt fühlen. Ihre Herzen werden darauf reagieren, wie es bis-her noch nie geschah, und damit ein neues Verständnis für die Dringlichkeit der Situation in ihnen wachrufen, das ihre Aktionsbereitschaft steigern wird.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Die ersten Schritte“, Share International, November 2006)
Als Bruder unter Brüdern werde ich für euch alle sprechen und euer Sehnen und Hoffen in Worte fassen; ich werde den Wunsch aller Menschen nach einer friedlichen Welt verkünden, nach einer gerechten und großherzigen Bereitschaft zum Teilen und nach der Gestaltung einer Gesellschaft, die auf Frieden und Liebe gegründet ist. An diesen Prinzipien werdet ihr mich erkennen.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 61)
Um die Menschen bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, hat der Christus bestimmte Prioritäten formuliert, deren Umsetzung Ausgewogenheit und Ordnung gewährleisten wird, da harmonische Verhältnisse die Vorbedingung für Frieden und Wohlbefinden sind. Diese Prioritäten sind einfach und selbstverständlich, aber noch nirgendwo in nennenswertem Maße verwirklicht worden. Es geht dabei um die Grundbedürfnisse jedes Menschen, ob Mann, Frau oder Kind: An erster Stelle steht eine ausreichende und ausgewogene Ernährung, an zweiter Obdach und Geborgenheit für alle, an dritter Stelle medizinische Versorgung und Bildung als universelles Recht. Das sind die Mindestanforderungen für eine stabile Welt, und sie werden zu den ersten Pflichten aller Regierungen gehören. Sie sind sehr einfach, doch ihre Durchsetzung wird weit reichende Auswirkungen auf den Planeten haben und den Beginn einer neuen Ära einleiten.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Neuordnung der Prioritäten“, Share International, Januar/Februar 1989)
Meine Freunde, ich stehe eurem Leben nicht fern. Jeder Gedanke und jedes Bestreben wird von mir wahrgenommen. Erwartet mich als einen einfachen Mann, der die Antworten auf eure tiefgründigen und schwierigen Fragen weiß. Forscht in eurem Herzen nach den Wegen der Liebe und folgt ihnen. Ich kam in euer Leben nicht zu früh, nicht zu spät, sondern zur rechten Zeit. Erwartet mich also in allernächster Zukunft, und wenn ich euer Herz berühre, folgt mir.
(Botschaft von Maitreya, aufgenommen am Ende des Interviews mit Benjamin Creme bei Radio Ici & Maintenant, Paris, 15. April 2004; Share International, Juni 2004)
Wenn Maitreya an die Öffentlichkeit tritt, wird er die Menschen inspirieren, eine gesündere Einstellung zum Leben zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller Männer und Frauen gerecht wird. Er wird uns zeigen, dass die Konflikte der Gegenwart nicht unvermeidlich sind. Dass die Führer der Nationen der ganzen Menschheit gegenüber und nicht bloß ihren subjektiven Empfindungen oder Ideologien verpflichtet sind. Er wird angesichts der heutigen, entsetzlichen Waffensysteme zu Vorsicht und Besonnenheit aufrufen und warnen, dass Kriege „um des Friedens willen“ keinen Erfolg haben. Frieden, wird er zeigen, ist nicht schwer zu finden, wenn man aufrichtig danach sucht. Frieden schaffen, wird er sagen, wird nur durch Gerechtigkeit und Freiheit für alle Menschen möglich. So wird Maitreya die Weichen für den Wandel stellen. So werden die Menschen dazu inspiriert, den kleinen Schritt in das Unbekannte zu machen, um zu erleben, wie ihre Träume und ihre Sehnsucht nach Frieden, die sie schon seit Langem im Herzen tragen, in Erfüllung gehen.
(Benjamin Cremes Meister, aus „Eine gesündere Einstellung zum Leben“, Share International, Januar/Februar 2003)
Erkennt mich an der Einfachheit meiner Aussagen. Erkennt mich an der Liebe meines Herzens, an meinen Hilfstaten und meinem Appell an alle Menschen, zu teilen und in Frieden zu leben. Erkennt mich daran, meine Freunde, und helft mir. Ich brauche nicht nur euer Vertrauen, sondern auch eure Bereitschaft, euch für die Ausführung von Gottes Plan einzusetzen. Diesen heiligen Plan werde ich euch erläutern, und in Liebe vereint werden wir erleben, wie er in Erfüllung geht.
(Maitreya, aus Botschaft Nr. 59)
Der Herr der Welt
von Aart Jurriaanse
Aart Jurriaanse (1907–2002) war ein südafrikanischer Autor, der auch einige Zusammenstellungen aus den Werken von Alice A. Bailey veröffentlicht hat. Er hatte Share International freundlicherweise die Erlaubnis zum Abdruck seiner Artikel gegeben, wie sie erstmals in dem Buch Bridges (1978, deutsche Ausgabe: Philosophie der Synthese*) erschienen sind. Diese inspirierenden und informativen Artikel, die wir hier in loser Folge wiedergeben, behandeln spirituelle Sichtweisen, die sich von den alten Archiven der Meister bis in unsere Zeit erstrecken.
„Sanat Kumara, der Gott der Liebe, das Licht der Welt“
Der Planetare Logos steht auf seiner Ebene im gleichen Verhältnis zu Sanat Kumara wie die Seele des Menschen zur dreifältigen Persönlichkeit. In einem weiteren Vergleich kann der Herr der Welt auf höheren Ebenen als ein persönlicher Jünger des Sonnenlogos betrachtet werden, der gleich einem menschlichen Jünger unter der Führung eines Meisters der Weisheit arbeitet.
Genauso wie die Seele die Inkarnation in einem physischen Körper sucht, um Erfahrungen zu sammeln und so letztlich die Verwirklichung eines höheren Bewusstseins oder der Einweihung zu erlangen, so hat sich auch Sanat Kumara für seine besondere Absicht im physischen Körper der Erde inkarniert, was ihn zu größeren Einweihungen auf seinem Pfad der höheren Evolution führen wird.
Vor etwa 18,5 Millionen Jahren inkarnierte der Planetare Logos und trat als der Herr der Welt, Sanat Kumara, in sein physisches Vehikel, unseren Planeten Erde ein. Zwar hat er nie einen grobstofflichen physischen Körper angenommen, aber seit dieser Zeit wirkt er unermüdlich auf den ätherischen Ebenen. „In ihm leben und weben wir und haben unser Dasein, und keiner von uns kann den Radius seiner Aura überschreiten.“
Bei seinem Kommen wurde Sanat Kumara von einigen hoch entwickelten Entitäten oder „Kumaras“ begleitet. Diese Helfer dienten als Brennpunkte für planetare Kräfte, um zur Entfaltung des großen Plans hin zu einer selbstbewussten Entwicklung allen Lebens beizutragen. Von dieser ursprünglichen Gruppe sind sechs bei ihm geblieben, die heute die Mitglieder der Ratsversammlungin Schamballa stellen. Gemeinsam mit diesen sechs unterstützenden Kumaras repräsentiert Sanat Kumara die sieben lenkenden Kraftzentren. Sie übermitteln nicht nur Energien durch unser planetares System, sondern dienen auch als koordinierende Vermittler, die alle Zentren und Organe des Lebens innerhalb des Erdkörpers versorgen.
Der Tibeter [Djwhal Khul] betont, dass auch Sanat Kumara und sein Rat in längst vergangenen Tagen die menschliche Evolution durchlaufen haben, da das Lebensprinzip mit dem verstehenden Intellekt nur dann wirksam verschmolzen werden kann, wenn es durch ein menschliches Instrument ausgedrückt wird. Nur dank dieses Instruments können die verschiedenen Stadien des manifestierten Lebens, die für die Evolution des Denkvermögens benötigt werden, bewusst geschaffen werden. Die Schlussfolgerung, die sich daraus ergibt, ist, dass die Erde nicht die einzige Quelle menschlichen Lebens sein kann und dass Menschen zumindest in vergangenen Zeitaltern auch auf anderen Planeten oder Himmelskörpern jenseits unseres Sonnensystems gelebt haben.
Als der Herr der Welt sich auf der Erde inkarnierte, war das Tierreich mit dem Tiermenschen als höchster entwickelter Vertreter seiner Gattung bereits auf der Erde existent. Dieses hoch entwickelte Tier war mit einem kraftvollen physischen Körper und einem feinfühligen Emotionalkörper ausgestattet, der es erlaubte, Empfindungen und Gefühle zu registrieren. Das Denkvermögen allerdings zeigte sich erst ansatzweise und ohne jegliches Selbstbewusstsein. Das fehlende Glied für den Übergang des Tiermenschen ins menschliche Naturreich wurde durch den Planetaren Logos geschaffen, indem er für die entsprechenden Kanäle zur Manifestierung der menschlichen Monade sorgte. Die Monade, die durch die geistige Triade arbeitet und den geistigen Willen, die Intuition oder die Weisheit und das höhere Denkvermögen widerspiegelt, inkarniert mittels der Seele in den physischen Körper. Damit war die Voraussetzung für den Eintritt in die menschliche Welt geschaffen – das Selbstbewusstsein. Der Mensch – wenngleich auf ziemlich tiefem mentalem Niveau – konnte jetzt als rationale, selbstbewusste Einheit in seiner Entwicklung vorwärtsschreiten und gleichzeitig die physische Erfahrung durchleben, welche die Monade für ihre Entwicklung brauchte.
Der Herr der Welt regiert als direkter Vertreter des Planetaren Logos auf Erden über alle Abteilungen. Er ist für alle evolutionären Aspekte verantwortlich – also nicht nur für die Menschheit und die Deva-Evolution, sondern für die gesamte Schöpfung. Aufgrund seines engen Kontakts mit anderen planetaren Logoi unseres Sonnensystems bildet Sanat Kumara das unmittelbare Verbindungsglied zwischen Erde und außerplanetaren Kräften. Seine Aufgabe besteht darin, die Mitglieder seines großen Rates mit den Energien zu beeindrucken, die er aus dem Raum empfängt und die ihnen die nächste Phase der sich entfaltenden Absicht enthüllen.
Diese wird dann vom großen Rat an die Hierarchie der Meister weitergegeben. Sanat Kumara ist daher der Eine, der alle Menschen mit Leben versorgt und auf dem evolutionären Pfad alles Geschaffene zu seiner Vollendung führt. Mit unerschütterlicher Geduld sendet er Tag für Tag, Jahr für Jahr und Zeitalter um Zeitalter seine Strahlen des Lichts, der Weisheit, der Liebe und des Verstehens in das Denken der Menschen und beeindruckt sie gezielt mit seinem Willen und seiner Absicht. So bringt er den Plan für die Menschheit zur Entfaltung.
Schamballa
„Das Haus des Vaters“
Der Ausdruck Schamballa wird je nach Zusammenhang in verschiedenen Bedeutungen verwendet. Als Erstes bezieht er sich auf den ätherischen Sitz der Geistigen Hierarchie, dem Sitz des Herrn der Welt mit seinem Rat. Schamballa ist auch eines der sieben Energiezentren im ätherischen Körper des Planetaren Logos und bildet mit zwei weiteren Zentren, der Hierarchie und der Menschheit, ein Dreieck. Es ist „das Zentrum, das den Willen Gottes kennt“ und von dem die Geistige Hierarchie genährt wird.
Schamballa wird durch den 1. Strahl des Willens und der Macht belebt, dessen Hauptfunktion es ist, das fundamentale Prinzip des Lebens an alle Formen innerhalb des manifestierten Lebens unseres Logos weiterzuleiten und zu übermitteln. Von hier aus wird der göttliche Zweck gelenkt. Es ist die Quelle, der alle bedeutenden politischen Bewegungen entspringen; es ist der Ort, von dem aus das Schicksal und der Fortschritt der Völker und Nationen bestimmt werden.
In der esoterischen Literatur wird der Begriff „Schamballa“ oft im übergreifenden Sinne verwendet, als eine Entität mit eigenem Leben und eigener Absicht; als die Quelle der „Schamballa-Energie und des Schamballa-Willens“. Das ist natürlich nur eine symbolische und umfassende Bezeichnung für die Mächte des Herrn der Welt, der durch seinen Rat und seine Helfer arbeitet, die alle in Schamballa ihren Brennpunkt haben und von dort aus ihre Kräfte als eine funktionierende Einheit ausstrahlen.
Schamballa ist das irdische Haupteinlasstor für den Einstrom solarer und kosmischer Energien. Es ist das Zentrum, das die Energien transformiert, bevor sie der Hierarchie, dem Menschenreich und den niederen Naturreichen übermittelt werden.
* Philosophie der Synthese. Eine Einführung in die zeitlosen Weisheitslehren, 2. Auflage 2014, Verlag Hans-Jürgen Maurer, Frankfurt, maurer.press
Vera Stanley Alder: Vom Alltäglichen zum Außergewöhnlichen
Buchrezension von Phyllis Creme
In der Einleitung zu diesem Buch wird gefragt: „Könnten wir – und werden wir – lernen, unseren Geist auf verschiedene Wellenlängen einzustimmen, von denen einige von außerhalb unseres Sonnensystems stammen? Warum nicht? Eine solche Leistung würde eine Schulung erfordern, die es noch nicht gibt – aber was wäre, wenn es das gäbe?“
Vera Stanley Alder beschreibt in ihrem Buch (1979) From the Mundane to the Magnificent, „Vom Alltäglichen zum Außergewöhnlichen“, die Wunder einer solchen Ausbildung. Es ist ein außergewöhnliches autobiografisches Werk – und Vera Stanley Alder (1898–1984) war eine außergewöhnliche Frau. Sie hat das Buch erst relativ spät in ihrem Leben geschrieben; zuvor hatte sie eher Sachbücher über die zeitlose Weisheit verfasst.
Das „Alltägliche“ bezieht sich auf das äußere Leben zweier Frauen, Vera Stanley Alder (die als Kind den Spitznamen „Verity“ trug und in diesem Buch auch so genannt wird) und ihrer Cousine Marion, die während des Zweiten Weltkriegs auf dem Land lebten und – mit großem Erfolg – Gemüse anbauten, um sich in Zeiten strenger Rationierung selbst zu versorgen. Sie teilten sich das Haus mit einem „Familienmaskottchen“, einem Tibetkaninchen namens Bin, das bemerkenswert intelligent zu sein schien und sehr gut auf die Bedürfnisse der Menschen einging. Mit der Zeit versorgten sie einen Teil der dort stationierten Armee mit Essen. Doch schließlich kam es Verity so vor, als würde sich dieses „alltägliche“ Leben „unwirklich“ anfühlen.
Das „Außergewöhnliche“ entsteht aus Veritys Begegnungen mit einem astralen Besucher namens Raphael und den Visionen, die er ihr von der Lebendigkeit der ätherischen Welt und der Zukunft der Erde offenbart. Sie beginnt, ein „Doppelleben“ zu führen: Einerseits ist sie in ihrer Gartenarbeit verwurzelt und lebt bei ihrer bodenständigen Cousine, andererseits kann sie nach und nach die Wunder und die Zukunftsvisionen erleben, die Raphael ihr offenbart.
Ihr Erfolg beim Anbau von Lebensmitteln hatte sie nicht glücklich gemacht – der Krieg dauerte an und warf für sie schwierige und bedrückende Fragen über die Grausamkeit der Menschheit auf. Ihr wurde klar, dass all ihr Wissen nur aus zweiter Hand stammte. Trotz ihres Wissens über die zeitlose Weisheit, Reinkarnation und Karma – was viele ihrer Fragen beantwortet hatte –, fragte sie sich: „Warum war die Menschheit so verwirrt? … Ich möchte die Wahrheit selbst erkennen, anstatt mich auf so viele Lehren zu verlassen …“. In ihrer Verzweiflung erhält sie unerwartet Besuch von Raphael, „einer großen, schweigsamen, bärtigen Gestalt“, der sie, ohne sie zu erschrecken, mit „Verity“ anspricht. Ihr Besucher erklärt ihr, dass sie unter „göttlicher Unzufriedenheit“ leide – einer „guten Krankheit“.
Sie besteht offenbar eine Prüfung, als sie sagt, sie wolle über „grundlegende Dinge“ Bescheid wissen – sie verstehen –, die das Leben verbessern würden, um der Menschheit zu helfen. Sofort hat sie das sehr seltsame Gefühl, über ihrem eigenen Körper auf der Couch zu schweben und ihr „ätherisches Doppel … den Körper auf dem Bett“ zu sehen, der „immer blasser und ätherischer wirkte … Gleichzeitig wurde das blaue Licht, das sie durchdrang, stärker. … Es erstreckte sich recht gleichmäßig etwa zweieinhalb Zentimeter weit über die Haut hinaus. Es schien sanft zu schimmern, voller zitternder Lebendigkeit.“ Nach einer Weile wird ihr klar, dass das, was sie sieht, „ein zweiter Körper ist, der meinen eigenen physischen Körper durchdringt … bestehend aus Millionen winziger, ineinander verwobener Fäden, fein wie das feinste Spinnennetz …“.
Während sie in ihrem Astralkörper verweilt, stellt sie fest, dass sie sich durch Gedankenkraft augenblicklich fortbewegen kann – und es wird ihr eine andere Art von Vision zuteil, in der sie sich selbst als eine Art Geist sieht. Ihr wird bewusst gemacht, dass ihre Aura nicht rein ist – sie leide an „einem leidenschaftlichen Temperament“. Schließlich ist ihre Lektion für diesen Tag vorbei – sie folgt einem „Faden“ (dem Lebensfaden) zurück zu ihrem physischen Körper – und Raphael ist nirgends zu sehen. (Diese Passage – und viele der darauf folgenden Visionen – lassen sich nicht zusammenfassen, und ich empfehle jedem Interessierten dringend, das Buch selbst zu lesen.)
In den folgenden Wochen macht Verity noch viele weitere lehrreiche und wundervolle Erfahrungen mit Raphael. In ihrem Astralkörper wird sie von diesem Planeten weggeführt und betrachtet ihn mit demselben Staunen, das vielleicht auch die Astronauten von Artemis II in diesem Jahr empfunden haben. Doch sie kann noch mehr erkennen – der überaus schöne Astralkörper der Erde ist durch die Dummheit und Rücksichtslosigkeit der Menschheit gestört und „befleckt“.
Raphael ist zudem in der Lage, Verity „zu verkleinern“, sodass sie die Zellen sehen kann, aus denen das Leben besteht. Er nimmt sie mit in eine „Irrenanstalt“ und lässt sie die Aura einer Krankenschwester erkunden, bevor er sie in ihren eigenen Körper hineinführt. Sie sieht die „Elementarwesen“, die für die Körperfunktionen verantwortlich sind, und die große Schönheit des menschlichen Herzens, das, wie Raphael erklärt, das Zentrum der Liebesenergie ist, der Ausdruck des Ziels dieses gesamten Sonnensystems. Auf ihren folgenden Astralreisen erhält Verity außergewöhnliche Einblicke in viele Aspekte von Krankheit, Gesundheit und Träumen, meist visuell, von denen sie einige sehr detailliert illustriert. (Sie war ausgebildete Künstlerin.)
Im letzten Kapitel beschreibt Verity, wie Raphael aus ihrem Leben verschwindet, und seine Vision für die Zukunft, in der „das geistige Reich vollständig in die bewusste physische Welt eintritt, sodass es keine Trennung mehr gibt“. Von einem „Luftschiff“ aus sehen sie, wie sich England in eine gastfreundliche Landschaft verwandelt, mit „Gemeinschaftsstädten“, die allen Bedürfnissen gerecht werden. All dies würde eintreten, sobald die Ängste der Menschheit und ihre Gier nach Geld enden. Raphael übermittelt Verity eine Botschaft, die derjenigen von Benjamin Creme ähnelt, der mehrere Jahrzehnte später wirkte: Die Wiederkunft Christi, des von allen Religionen erwarteten Lehrers, wird stattfinden, wenn die Erde in das Wassermannzeitalter eintritt – allerdings nicht ohne vorherige Unruhen und Leiden. Er präsentiert eine Vision der „neuen Lehren“ für die Menschheit und fordert Verity auf, sich darauf vorzubereiten, zu lernen, „wie man tatsächlich mit allen nichtphysischen Wesen kommuniziert und sich ihrer bewusst wird – von der hohen Welt der Devas bis hin zum involutionären Reich der Naturgeister“.
Raphael bereitet Verity auch auf ihre eigene Zukunft vor: „Jedes Mal, wenn du leidest und am Wegesrand stürzt, richte dich wieder auf, besinne dich darauf, wer und was du wirklich bist, und setze deine vorbestimmte Arbeit mit neuer Kraft und Vision fort. Denke immer daran, dass du auf dem Weg zur Zweiten Geburt bist – diesem Ausbruch aus dem Schoß von Unwissenheit und Materialismus hin zur Freiheit der Göttlichkeit auf Erden.“ Er schenkt Verity eine Erfahrung „vollkommenen Friedens“, gebadet in seinem „goldenen Licht“, das auch zu ihrem eigenen wird, während er als physisches Wesen aus ihrem Leben verschwindet. Doch er verspricht ihr, dass sie durch Meditation gelernt hat, sich auf ihn einzustimmen, sodass sie „nicht nur mit mir, sondern auch mit meinem Lehrer eins sein wird“.
Veritys Zusammenarbeit mit Raphael auf der physischen Ebene ist zwar zu Ende, doch sie hat sich gewandelt – und ist nun in der Lage, dieses interessante und visionäre Buch zu schreiben.

From the Mundane to the Magnificent
Benjamin Creme beantwortet Fragen zu Vera Stanley Alder:
F. Am Ende Ihres Buches Maitreya – Christus und die Meister der Weisheit führen Sie in den Literaturhinweisen Werke der englischen Esoterikerin Vera Stanley Alder auf. Bitte geben Sie ihre Strahlenstruktur und ihren Entwicklungsstand an.
A. Seele: 2; Persönlichkeit: 4, Unterstrahl: 6; Mentalkörper: 3, Unterstrahl: 6; Astralkörper: 4, Unterstrahl: 6; physischer Körper: 3, Unterstrahl: 7. Ihr Einweihungsgrad war 1.65.
F. (1) Ist die Person Raphael aus Vera Stanley Alders Buch From the Mundane to the Magnificent ein Meister der Weisheit? (2) War er ein Jünger eines Meisters, der auf den inneren Ebenen tätig ist? (Oktober 2011)
A. (1) Nein. (2) Ja.
F. In ihrem letzten Buch From the Mundane to the Magnificent (1979) beschreibt die Esoterikerin Vera Stanley Alder ein faszinierendes Ereignis aus ihrem Leben, das sich 1942 zutrug. Sie berichtet, wie ein hoch entwickeltes Wesen, das sie Raphael nennt, ihr in einer Reihe von „praktischen“ Erfahrungen auf den inneren Ebenen Aspekte der Realität offenbarte. In der letzten dieser Unterweisungen erfüllt er ihr den Wunsch, in die Zukunft zu sehen. Auf ihre Frage, wie eine so herrliche Zukunft jemals Wirklichkeit werden könne, versicherte ihr Raphael, dass dies in naher Zukunft durch die Intervention des „Kommenden“, des Christus möglich werde, der im Osten als Maitreya-Buddha bekannt sei.
(1) Können Sie sagen, ob dieses Erlebnis wirklich 1942 stattfand, also drei Jahre vor Maitreyas Entschluss, zum frühestmöglichen Zeitpunkt zurückzukehren?
(2) Hat Raphael lediglich eine karmische Schuld beglichen, wie er Vera Stanley Alder erzählte, oder hatte/hat er eine bestimmte Rolle bei Maitreyas Rückkehr zu spielen?
(3) Wissen Sie, ob Vera Stanley Alders Erlebnis noch durch Ihre Informationen bestätigt werden konnte, bevor sie 1984 starb? (September 2001)
A. (1) Ja. Außerhalb des physischen Gehirns existiert keine Zeit. (2) Beides. (3) Ja. Sie kontaktierte mich, und wir trafen uns bei ihr in Bournemouth.
Phyllis Creme, PhD, ehemalige Hochschuldozentin, ist Korrespondentin für Share International und lebt in London. Sie war mit Benjamin Creme verheiratet.
Der Rassismus in den USA nimmt zu – trotz der gesamten Geschichte des Landes, seiner Helden, seiner erklärten Grundsätze, der Verfassung und der Gesetze. Auf welcher Grundlage lässt sich eine solch kategorische Aussage treffen? Es gibt vielfältige Möglichkeiten, diese Frage zu beantworten, und Millionen von Bürgern können ihre Richtigkeit durch ihre eigenen traurigen und oft beängstigenden Erfahrungen bestätigen. Weitere Belege liefert die beunruhigende und zunehmende Praxis des offensichtlichen „Gerrymandering“ – der Wahlkreisneueinteilung – in Verbindung mit der Streichung von Wählern aus den Wählerverzeichnissen.
Anderswo auf der Welt, beispielsweise in Europa, hat die anhaltende rassistische Diskriminierung dazu geführt – und führt auch heute noch dazu –, dass das Mittelmeer zum Wassergrab für Hunderttausende verzweifelter Menschen geworden ist, die vor Konflikten oder Unterdrückung in ihren Heimatländern fliehen. Anstatt die hungrigen, erschöpften und verzweifelten Fremden willkommen zu heißen, lassen wir zu, dass unsere Regierungen Mauern aus Beton oder Bürokratie errichten, um sie fernzuhalten.
Als Gegenpol und Kontrast zu den spaltenden und schmutzigen Machenschaften, die darauf abzielen, Menschen zu entrechten und an den Rand zu drängen, stellen wir hier diesen weitreichenden Blick auf die Menschheitsgeschichte dar und zeigen die Lehren auf, die daraus zu ziehen sind.
Brüderlichkeit ist ein Wesensmerkmal des Menschen
von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme
Seit Jahrtausenden sind die Menschen auf der Suche nach einem Auskommen und nach Gewinn und Sicherheit und Frieden durch die Welt gewandert. Sie sind als Stämme und auch als Nationen immer wieder kreuz und quer über den Planeten gezogen, sie haben sich bekämpft und sich Generation für Generation immer wieder aufs Neue durch Heirat vermischt. Das Ergebnis dieser endlosen Wanderschaft ist die eine Menschheit von heute. Bei allen Unterschieden in Hautfarbe, Religion, Tradition und Sprache stammen heute alle Menschen von gemeinsamen Vorfahren ab und haben sich auf die gleiche Weise zu dem weiterentwickelt, was sie heute sind. Dass der heutige Zustand zweifellos manche Gruppen gegenüber anderen begünstigt, ist auf eine Vielzahl historischer Faktoren zurückzuführen und nicht auf angeborene Unterschiede in Intelligenz oder Anpassungsfähigkeit. Die Menschheitsgeschichte zeigt, wie Gruppen für kürzere oder längere Perioden zu besonderer Bedeutung aufsteigen und dann wieder in Vergessenheit geraten und die Zeugnisse ihrer Kreativität späteren Generationen zur Erinnerung hinterlassen.
Angesichts dessen muss sich die Menschheit heute der Tatsache bewusst werden, dass sie ein unteilbares Ganzes ist und die Unterschiede im Erscheinungsbild auf den Einfluss klimatischer Bedingungen jüngerer Zeit und auf die verschiedenen Strahleneinflüsse zurückzuführen sind, die sich kontinuierlich in der Entwicklung von Rassen und Ethnien und ihren Eigentümlichkeiten manifestiert haben. Die Menschheit befindet sich als eine Einheit immer noch in einem Entwicklungsprozess, bei dem es um die Evolution des Bewusstseins geht.
Während alle sich gemeinsam weiterentwickeln, trägt jede Rasse und Unterrasse immer wieder mit einer neuen Qualität zum Ganzen bei. Der Prozess der aufeinanderfolgenden Inkarnationen stellt sicher, dass mit der Zeit jeder Mensch das neue Wissen und Bewusstsein der Epoche in sich aufnehmen kann. Wenn die Menschen die Komplexität und Schönheit dieses Entwicklungsprozesses erkennen könnten, gäbe es die Abneigungen und das Misstrauen, den „Rassismus“ unserer Zeit nicht mehr. Sie würden begreifen, dass sie in Wahrheit Brüder sind und sich gemeinsam auf einer scheinbar endlosen Reise der Selbstfindung befinden.
Wenn wir, eure älteren Brüder, zunehmend in der Alltagswelt tätig sein werden, dann werdet ihr feststellen, dass diese Wahrheit für unser Verständnis der menschlichen Natur und der menschlichen Beziehungen zentrale Bedeutung hat. Die menschliche Familie ist die nährende Basis unseres Lebens. In ihr lernen wir, zusammenzuarbeiten und in dieser Weise das kunstvolle Gewebe unserer eigenen und gemeinsamen Identität zu gestalten.
Wie können die Menschen aber dieses entscheidende Verständnis entwickeln? Wir als brüderliche Gemeinschaft werden diese Art der Beziehung in allem, was wir tun beweisen, bis schließlich auch die Menschen sich als Brüder sehen. Das Teilen wird den Menschen diesen beglückenden Zustand bescheren und der Beweis und die Krönung dieser neuen Erkenntnis sein. So wird es sein.
Wenn die Menschen ihr Wissen und ihre Erfahrung teilen, werden sie zu Gipfelleistungen fähig sein. Sie werden die Barrieren, die sie errichtet haben, um sich von ihren Brüdern zu distanzieren, beseitigen, weil sie endlich im Anderen sich selbst erkennen.
(Share International, Januar/Februar 2011)
Fragen – mit Antworten von Benjamin Creme
Benjamin Creme wurden bei jedem seiner weltweit gehaltenen Vorträge, aber auch tagtäglich, unzählige Fragen zu sehr vielen Themen gestellt. Er verstand sich allerdings nie als Schiedsrichter über die Authentizität oder Aussagen anderer Gruppen. Wir veröffentlichen hier eine Auswahl der von Benjamin Creme und seinem Meister beantworteten Fragen.
F. Sie sprachen davon, dass es wichtig sei, die Informationen über die Wiederkehr so zu gestalten, dass die Menschen sie im Kontext ihrer Erfahrungen aufnehmen können. Wie können wir dabei die Seele der Menschen ansprechen und nicht ihre Ängste, wie es häufig bei vielen anderen Gruppen üblich ist? (Januar/Februar 2005)
A. Es ist unmöglich, jemandem etwas über die Wiederkehr des Christus und der Meister zu erzählen, ohne dabei seine Seele zu berühren und die Seelenqualität, seine Intuition, anzusprechen. Es ist eine Sache von Versuch und Irrtum: Bei manchen Menschen schlägt es fehl, bei anderen gelingt es. Wenn Sie versuchen, sich als Seele zu verhalten und alles vom Standpunkt der Seele aus zu sehen, bedeutet das nicht, eine mystische Sichtweise anzunehmen. Die Seele ist nicht mystisch. Sie ist zwar für die meisten Menschen ein großes Mysterium, aber sie ist keine mystische Idee.
Die Welt aus der Sicht der Seele zu betrachten, stellen sich viele als etwas Erhabenes, Mystisches vor. Das ist es nicht. Sie können und sollten bei der Vermittlung dieser Geschichte so praktisch wie ich vorgehen. Einige, die zu meinen Vorträgen kommen, sagen: „Ich dachte es geht hier um die Wiederkehr des Christus. Dabei dreht sich ja alles um Politik und Ökonomie.“ Es geht um beides. Politik und Ökonomiesind große spirituelle Ideen.
Die gegenwärtige globale Krise ist eine spirituelle, eine geistige Krise. Sie ist eine Seinskrise. Die Menschheit weiß nicht, wer oder was sie ist, woher sie kommt und wohin sie geht. Die ganze Welt befindet sich in einer geistigen Krise, die sich heute auf politischem und ökonomischem Gebiet konzentriert. Aus diesem Grund ist uns im Westen das Mitgefühl abhanden gekommen.
Wir wissen und tolerieren, dass Millionen Menschen im Osten und in Afrika sterben, weil ihnen die Nahrungsmittel fehlen, die in den Warenhäusern des Westens verrotten. Das ist ein spiritueller Sachverhalt.
Die Tatsache, dass wir das hinnehmen können, ist ein spirituelles Versagen. Es ist nicht nur ein Versagen unseres gesunden Menschenverstands, ein Versagen bei der Verteilung oder in der Buchhaltung, als hätten wir sie bei der Planung übersehen und als sei die Nahrung daher irgendwie nicht bei ihnen angekommen. Es ist nicht diese Art von Versagen. Vielmehr resultiert es aus einem inneren geistigen Mangel.
Wir sind nicht, was wir zu sein glauben. Wir halten uns für klug, intelligent und in der Lage, unser Leben und das unseres Landes so zu führen, dass es für uns alle vorteilhaft ist. Das ist nicht wahr. Sie mögen klug und intelligent sein. Sie mögen gute Ideen haben. Sie mögen auch die besten Absichten haben. Aber wenn Sie nicht im eigentlichen, im praktischen Sinn spirituell sind, werden Sie die Eigenschaften – klug zu sein, intelligent und an andere zu denken – nicht umsetzen. Sie war den selbstgefällig sein und denken: „Es geht mir gut, wir haben es hier doch recht gut getroffen. Was soll schlecht sein an unserem Land? Es ist großartig. Wir führen ab und zu mal einen Krieg, um irgend so einem Emporkömmling eine Lehre zu erteilen, aber abgesehen davongeht es uns gut“, und vergessen dabei, dass Sie nur ein Teil der Welt sind.
Spirituell zu sein, bedeutet in Wahrheit, die Welt als ein Ganzes zu sehen und global zu denken. Das wird gegenwärtig am meisten benötigt. Alle Regierungen sollten von einer gebildeten Öffentlichkeit unter Druck gesetzt werden, die größeren Zusammenhänge und die Notwendigkeit richtiger zwischenmenschlicher Beziehungen auch auf politischem und ökonomischem Gebiet zu erkennen – und nicht nur im Sinne von freundschaftlichen Beziehungen im privaten Rahmen.
Es ist kein Entweder-oder. Natürlich sind auch die freundschaftlichen, persönlichen Beziehungen wichtig. Aber dieselben freundschaftlichen Gefühle sollten Großbritannien, Frankreich, die USA, Japan und alle Industrieländer auch den Afrikanern, den Indern und all jenen Menschen entgegenbringen, die leiden, die nur von einem Dollar am Tag leben –also einem Fünftel der Weltbevölkerung. Es ist unglaublich. Es gibt 1,3 Milliarden Menschen auf der Welt, die von nur einem Dollar am Tag leben müssen. Millionen von ihnen sterben täglich, stündlich, in jeder Sekunde an Hunger.
Die Tatsache, dass wir das geschehen lassen, ist die geistige Krise. Wir neigen dazu, ausschließlich unter wirtschaftlichen und politischen Aspekten darüber nachzudenken. Aber die wirtschaftliche und politische Realität ist Ausdruck der geistigen Krise. Wir müssen den Kern des Problems erkennen, und das sind die falschen zwischenmenschlichen Beziehungen. Wir scheinen das nicht zu erkennen und messen der Tatsache, dass die Menschheit eine Einheit ist, keine Bedeutung bei.
Es gibt nur eine Menschheit, eine als Menschheit bezeichnete Gruppe: das Menschenreich. Es ist nicht das einzige Naturreich, noch nicht einmal das wichtigste. Wir denken dabei immer nur an einen Teil, an die entwickelte Welt, und halten diesen für den bedeutendsten Teil des bedeutenden Menschenreichs. Aus der Sicht der Meister ist das Menschenreich nur eines von vielen, das zwar außerordentlich wichtig ist, aber zur Evolution des Planeten Erde gehört. Und der Planet Erde ist Teil der Evolution des Sonnensystems und so weiter und höher und höher. Aus dieser Entwicklung kann man nicht ausscheren. Sie können nicht irgendwann beschließen: „Lasst uns hier aufhören, das ist Amerika, jetzt wollen wir uns nur um Amerika kümmern.“ Dazu neigen die USA, sich nur um sich selbst zu kümmern. Und das macht auch Großbritannien, sich hauptsächlich um britische Interessen kümmern. Ist diese Haltung im britischen, amerikanischen, französischen, italienischen, japanischen oder russischen Interesse?
Wir reduzieren alles immer nur auf spezifische, lokale und nicht globale Interessen. Es gibt aber keine speziellen amerikanischen, russischen oder britischen Interessen. Es gibt Weltinteressen, Menschheitsinteressen, und wenn diese nicht berücksichtigt werden, wird es keine Menschen auf der Welt mehr geben. Das müssen wir begreifen, und das ist es, was Sie vorbringen können.
So spricht die Seele, so sieht sie die Welt. Wenn die Leute das hören, sagen sie: „Sie haben recht“, weil ihre Seele ihnen sagt, dass es richtig ist. Sie sehen aus der Perspektive der Seele. Wenn sie es jedoch nicht als Seele sehen, sehen sie es auch nicht als geistige Krise, sondern lediglich als wirtschaftliche oder politische Krise. Natürlich sind es auch politische und wirtschaftliche Krisen, aber das sind gleichzeitig die Felder, auf denen sich die geistige Krise fokussiert.
F. Was ist der wichtigste Aspekt des Dienstes: warum wir es tun, was wir es tun oder unsere Haltung dabei? (Januar/Februar 1986)
A. Man kann den Dienst als einen Weg zur geistigen Erleuchtung gar nicht hoch genug einschätzen, denn die Erleuchtung selbst führt einen zur Rolle des Dienstes. Die Meister nennen ihre Arbeit den Großen Dienst, und während wir uns allmählich zu Meistern entwickeln, kommen wir zu der Einsicht, dass im ganzen Kosmos eigentlich nur ein großes Gesetz existiert, das die gesamte Aktivität dessen bestimmt, was wir Göttlichkeit nennen – nämlich der Dienst. Gott inkarniert sich, schafft das sichtbare Universum, und die einzelnen göttlichen Einheiten, deren Spiegelungen wir sind, inkarnieren sich, um zu dienen. Es gibt kein anderes Motiv als dem Plan zu dienen, der selbst ein Dienst ist. Wir alle sind fast ausschließlich an unser Gefühl für unsere eigene unabhängige Wirklichkeit gebunden, in unserem isolierten Ich verhaftet. Doch das ist in der Tat eine Häresie. Es ist ein Mythos. Es hat allein mit dem Selbstverständnis unseres Gehirns zu tun, damit, wie unsere Persönlichkeit das eigene Leben sieht. Die ganze Aufgabe der Meditation und des Dienstes besteht darin, uns von dieser Sicht weg zur wahren Realität zu führen, in der es kein Getrenntsein gibt, weil es das grundsätzlich nicht gibt.
Es gibt eine große Überseele. Wir sind individualisierte Teile dieser Überseele. Unser Gefühl des Getrenntseins völlig falsch und rührt daher, dass wir uns mit dem niederen Aspekt unseres Selbst, dem Körper, identifizieren. Sobald wir das begreifen, machen wir den ersten echten Fortschritt auf der Suche nach der Wirklichkeit. Wir erkennen, dass die eigentliche Natur dieser Wirklichkeit Dienst ist.
Der Logos unseres Planeten dient dem Plan des Sonnenlogos, indem er sich selbst einen Ausdruckskörper schafft, den wir den Planeten Erde nennen. Alles was man auf dem Planeten sieht – Menschen, Bäume, alles – entsteht als Gedankenformen im Denken des Schöpferlogos. Dies tut er im Dienst an dem größeren Plan des Sonnenlogos, der seinerseits das Gleiche in größerem Umfang im Dienst des größeren Logos im Zentrum der Milchstraße bewerkstelligt. Wahrscheinlich kennt der Sonnenlogos nur einen Teil jenes Plans, handelt aber im Dienste desjenigen Teils des Plans, der ihm bekannt ist.
So gibt es tatsächlich nichts als Dienst. Als Seelen sind wir hier, um zu dienen. Der Mechanismus besteht in der magnetischen Sogwirkung des Karmas durch das Gesetz von Ursache und Wirkung, aber das Motiv ist der Dienst am Plan. Das wichtigste am Dienst ist das Motiv, das dahintersteht. Es geht nicht darum, was wir tun; es ist egal, welchen Dienst wir verrichten, alles kann Dienst sein; jede einzelne Handlung kann ein Dienst sein.
Auch die Art, wie man den Dienst ausübt, ist natürlich wichtig. Der Dienst sollte unpersönlich sein. Ein persönlich motivierter Dienst ist kein Dienst. Er gilt dem separaten Ich. Unpersönlicher Dienst – Dienst ist es nur, wenn er unpersönlich ist – altruistischer Dienst sollte das Ziel sein. Das bringt das Gesetz des Dienstes ins Spiel mit den entsprechenden Auswirkungen; während persönlicher Dienst lediglich dazu führt, dass das Gefühl des Getrenntseins verstärkt wird. Das richtige Motiv ist daher von entscheidender Bedeutung.
F. Warum gibt es Terrorismus? (Juni 2019)
A. …Wir müssen die Welt neu aufbauen. Das Wichtigste, was wir lernen können, ist, in Frieden zusammen zu leben – und um das zu erreichen, müssen wir Gerechtigkeit in der Welt schaffen. Solange es keine Gerechtigkeit für alle gibt, wird es keinen Frieden geben. Um Gerechtigkeit zu schaffen, müssen wir die Ressourcen der Welt miteinander teilen.
Wenn Ihnen das, was ich sage, nicht gefällt, wird Ihnen auch nicht gefallen, was Maitreya zu sagen hat, aber er wird Sie zum Nachdenken bewegen. Es ist nicht so wichtig, ob ich sie dazu bewegen kann, nachzudenken, aber wenn Maitreya spricht, ist es wichtig, dass Sie überdenken, was er sagt. Jeder wird die Möglichkeit haben, „seinen Gedanken zu folgen“, wie Maitreya es formuliert.
F. Ist unsere Denkweise Teil des Problems? (Juni 2019)
A. Ich habe nur über seine politischen, wirtschaftlichen und sozialen Anliegen gesprochen. Das sind seine vorrangigen und direkten Anliegen. Sie sind deshalb am wichtigsten, weil wir eine geistige Krise durchmachen, die sich in Politik und Wirtschaft fokussiert, und weil daher unsere Probleme nur in diesen Bereichen gelöst werden können. Warum ist das wichtig? Weil die Krise darin besteht, dass wir nicht wissen, wer wir sind. Die Menschheit hat keine Ahnung, warum wir hier sind, woher wir kommen, ob wir vorher schon mal gelebt haben, wohin wir gehen, wenn wir sterben. Wir wissen nichts über uns. Wenn Sie nicht wissen, wer Sie sind, wie können Sie dann zusammenleben? Woher wissen wir, wie man Frieden schließt? Weil wir nicht wissen, wer wir sind, schaffen wir Institutionen, die dazu führen, dass manche Menschen sehr gut leben, andere weniger gut und andere kaum überleben können. Und wir halten das für normal. Unsere Einstellung lautet: „So ist es nun mal, das sind die Marktkräfte.“ „Das ist das Leben.“ Und das ist die Krankheit, von der wir befallen sind, der Materialismus, dem wir verfallen sind. Maitreya ist hier, um uns in einen spirituelleren Zustand zu versetzen, damit wir die Realitäten erkennen können. Und um das zu tun, müssen wir erkennen, dass der Weg des Materialismus eine Sackgasse ist. Es führt nur zum Tod. Die Marktkräfte haben die Organe der Menschheit –ihr Herz und so weiter – befallen und so fest im Griff, dass sie im Materialismus gefangen ist und fast nichts dagegen unternehmen kann. Die Menschheit ist so hysterisch darauf aus, immer reicher zu werden, dass beinahe nichts sie noch aufhalten kann. Das Einzige, was das stoppen kann, ist ein Börsencrash, der uns mit den Realitäten des Lebens konfrontiert. Dann werden wir Maitreya zuhören. Wenn Sie keinen Ausweg mehr sehen, wenden Sie sich der Quelle [der Weisheit] zu, den Meistern, die die Antworten auf unsere Probleme haben.

Die Freude, die unser Geburtsrecht ist, ist für Maitreya immer präsent. Wenn Sie in Maitreyas Herz sehen könnten, würden Sie den Schmerz, das Leid, die schreckliche Agonie der unzähligen Millionen sehen, ihre Schreie, ihre Sehnsucht, mitunter auch nach dem Tod, nach einem besseren Leben, nach mehr Liebe, nach zusätzlichen Fähigkeiten, nach Bildung, nach Informationen, wie sie ihre Familien ernähren können. Millionen sind in dieser Lage, und jeder Tag bedeutet für sie nur Schmerz und Leid, wie wir es mit unseren kleinen Schwierigkeiten kaum kennen. Das ist ein ständiges Leid, wie es die meisten Menschen im Westen nie erfahren. Und doch ist das die allgemeine Erfahrung von zwei Dritteln der Weltbevölkerung. Das ist das, was Maitreya sieht. Das ist unaufhörlich in seinem Bewusstsein. Wenn Sie in sein Leben hineinschauen könnten, würden Sie das in seinem Herzen erkennen; er trägt es immer in sich.
Gleichzeitig ist in ihm immer das Gefühl der Freude – seine Freude als Meister, als göttliches Wesen, dessen Natur Freude ist – und diese zwei Dinge bestimmen gleichzeitig seine Erfahrung. Er weiß, dass das Leid, die Agonie der meisten Menschen auf der Welt mit nur ein klein wenig mehr sehr leicht verändert werden könnte: ein wenig mehr Nahrung, ein wenig mehr Geld, ein wenig mehr Baumaterial oder anderes, was sie brauchen.
(Benjamin Creme, Share International, Januar/Februar 2005)
„Diese Freude möchte er wieder vollständig und vollkommen in euch erwecken. Dafür ist er unter euch.“ (aus: „Der Auftritt Maitreyas“, Dezember 2001)
